[10 Fragen an…] Autorin Janet Clark

Heute darf ich Euch Janet Clark vorstellen.

Ich kenne sie als Autorin seit Ich sehe Dich letztes Jahr (2012) erschien. Ein Thriller in dem es um häusliche Gewalt geht. Ebenfalls in 2012 kam auch ihr Jugendthriller Schweig still, süßer Mund raus. Dieses Jahr konnte sie schon mit Rachekind aufwarten und im März erscheint Sei lieb und büße.

Wie ihr seht ist sie ganz schön fleißig und ich mag sowohl ihre Thriller wie auch ihre Jugendthriller sehr gerne. Rachekind ist mein Highlight diesen Monat und ich kann es jedem Thrillerfan nur empfehlen!!

Wer ist Janet Clark?
Hmm. Schwere Frage – denn Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung liegen oft weit auseinander. Je nachdem, wen man fragt, könnte die Antwort lauten: liebevoller Familienmensch; leidenschaftliche Thrillerautorin;  nachtaktives Energiebündel; unverbesserlicher Workoholic; geduldete Ewigzuspätkommerin oder zuverlässige Freundin…

Was liest Du selber für Bücher?
Derzeit vor allem Thriller und Jugendbücher, da ich in diesem Genre schreibe. Allerdings lese ich auch gerne andere Bücher, querbeet durch die literarische Landschaft, zumeist auf Empfehlung oder weil mich das Thema interessiert.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Ein Lieblingsbuch gibt es nicht, aber viele Bücher, die mich stark beeindruckt haben. Bei meiner Top-10-Liste sind zwei Bücher aus meiner Kindheit und Jugend sehr weit vorne: „Die Kinderkarawane“ von Ann Rutgers und „Exodus“ von Leon Uris. Die letzten beiden Bücher, dich mich schon allein durch ihre unglaubliche Sprache absolut begeistert haben, waren: „Adams Erbe“ von Astrid Rosenfeld und „Der Mann aus Zelary“ von Kveta Legátová.

Was machst Du wenn Du nicht schreibst?
Vorrangig kümmere ich mich um meine Familie und die alltäglichen Zeitfresser-Dinge, die das Leben so mit sich bringt. Außerdem versuche ich, regelmäßig Sport zu treiben. Dazu verabrede ich mich meist mit Freundinnen, da ich mich sonst nicht vom Schreibtisch loseisen würde und so beim Sport auch gleich ein wenig über das Leben außerhalb meines Arbeitszimmers unterrichtet werde. Ansonsten lese ich natürlich viel, aber das gehört als Autorin zum Schreiben.

Wie kamst Du zum Schreiben?
Über das Erzählen und auf Drängen meiner Mutter, die sich schon seit Jahren für die Geschichten begeistern konnte, die ich meinen Kindern beim Joggen und Wandern erzählte oder ihr zum Geburtstag schenkte. Auf ihre Aufforderung hin habe ich bei einem Schreibwettbewerb mitgemacht, den zweiten Preis gewonnen und  wurde veröffentlicht. Der Weg von dieser Kurzgeschichte bis zu meinem ersten Roman war sehr lang und beschwerlich, aber ohne diese Veröffentlichung hätte ich ihn erst gar nicht eingeschlagen.

Wo holst Du Deine Ideen her?
Aus dem echten Leben. Ich sehe, höre oder erlebe etwas, das mich so nachhaltig beschäftigt, dass ich es in einer Geschichte verarbeiten möchte. Manchmal schnappe ich in der Trambahn Satzfragmente auf und habe sofort einen Film vor Augen – das wird dann natürlich kein Buch, aber meine Fantasie spinnt aus den kleinsten Fäden die absurdesten Geschichten. Deshalb wollten meine Kinder beim Zubettbringen ab einem bestimmten Alter lieber Reizwortgeschichten hören, als die Kinderbücher das 57. Mal vorgelesen zu bekommen. Jeder durfte drei Wörter einbringen und ich musste eine Geschichte daraus basteln. Das war wohl gutes Training.

Wie kamst Du im speziellen auf die Idee zu Rachekind?
Ich habe eine wahre Geschichte gehört, die mich ein Jahr nicht losgelassen hat. Ähnlich dem Drei-Wort-Reizgeschichten-Prinzip habe ich daraus schließlich einen 500-Seiten Thriller entwickelt.

Welche Figur von Rachekind liegt Dir besonders am Herzen?
Steve. Mit ihm habe ich am meisten gelitten. Und natürlich Hanna und Lilou – meine Tochter war in der Schreibphase immer in einem ähnlichem Alter und manchmal habe ich „Milena“ anstelle von Lilou geschrieben oder meine Tochter Lilou gerufen …

Als Nächstes kommt ja Dein neuer Jugendthriller: Sei lieb und büße raus. Ist der Genrewechsel nicht schwer oder gibt es da keinen Unterschied weil es ja Beides Thriller sind, wenn auch in verschiedenen Altersgruppen?
Es ist ein Unterschied. Die Themen, das Alter der Protagonisten, die Sprache, die Darstellung von Gewalt etc. Meine Zielgruppe sind Jugendliche ab 14, die haben eine andere Lesevorgeschichte als 25- oder 40-jährige LeserInnen. Um nach einem Erwachsenentrhiller wieder den richtigen Ton zu finden, lese ich viele Jugendthriller.

Was ist Dein nächstes Projekt?
Wieder ein Jugendthriller, wieder zu einem sehr aktuellen Thema und er ist sehr ungewöhnlich im Aufbau, was viel Spannung verspricht, ohne brutal sein zu müssen.

Vielen lieben Dank an Janet, das Du Dir die Zeit für meine Fragen genommen hast. Wenn ihr nun gerne ihre Bücher haben möchtet, dann einfach auf die Bilder klicken und Schwupps seid ihr beim großen Fluss um mehr zu erfahren.

 

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