[10Fragen an…] Klaus Seibel

Ich darf Euch mal wieder einen tollen Autor vorstellen: Klaus Seibel.
Bisher gibt es mehrere Bücher von ihm wovon ich zwei bereits gelesen habe. Zehntausend Augen gefiel mir besonders weil es mal was Anderes war und Zehntausend Fallen war das nochmal total ungewöhnlich. Beides sind Krimis die ich gerne weiter empfehle.

Zehntausend Fallen ist noch nicht so lange veröffentlicht. Ich durfte es aber schon lesen und finde es sogar noch einen Tick besser wie Zehntausend Augen. Lernt ihn hier ein wenig kennen…

1. Wer ist Klaus Seibel? Beschreibe Dich ein wenig selbst.
Ich liebe verrückte Ideen und ungewöhnliche Geschichten. Einer meiner Lieblingssprüche ist: Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht.
Solche Geschichten möchte ich schreiben, wo man denkt, das kann doch gar nicht gehen – und am Ende staunt: Es geht doch.

2. Was liest Du selber für Bücher?
Gerade hatte ich Urlaub und tatsächlich mal Zeit zum Lesen. Eins der Bücher war von Jeffery Deaver „Opferlämmer“. Ich mag Deaver, weil er intelligente Krimis schreibt, aber irgendwie hat mir dieses Mal die Überraschung gefehlt. Ich überlege, ob das oft so ist, wenn man von einem Autor viele Bücher gelesen hat. Sowas will ich eigentlich vermeiden.
Dann habe ich „Er ist wieder da“ gelesen. Das fand ich genial. Eine tolle Idee mit viel Sachverstand und Geschick umgesetzt. Klasse.

3. Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Schwer zu sagen, weil ich viele Bücher gut fand, z. B. Das Jesus Video oder Illuminati. „Herr der Ringe“ habe ich zweimal gelesen. Wieder eine super Idee und eine ungewöhnliche Geschichte. Und dann noch von Daniel Suarez „Daemon“ und „Darknet“. Die werde ich auch zweimal lesen. Eine geniale Idee, scheinbar verrückt, aber es wäre möglich. Genau das, was ich liebe.

4. Was machst Du wenn Du nicht schreibst?
Ich arbeite in einem Softwarehaus und dann bin ich noch Ehemann und Vater von drei Kindern. Da hat man eigentlich genug zu tun. Wenn ich dann noch schreibe und meine Bücher selbst verlege, ist meine Zeit weg. Mehr geht nicht.

5. Wie kamst Du zum Schreiben?
Indem ich ein Buch gelesen habe 🙂 Das hatte eine schöne Idee und dann war es langweilig. Da dachte ich, das kannst du besser. Und dann habe ich mir vorgenommen, aus einer langweiligen Sache eine tolle Geschichte zu machen. So ist „Krieg um den Mond“ entstanden. Angefangen hat es mit einer Schraube. Langweilig. Aber was ist, wenn sie auf dem Mond liegt, wo sie eigentlich nicht liegen dürfte …

6. Wo holst Du Deine Ideen her?
Ich muss mich nur einen Moment entspannen und die Gedanken frei laufen lassen, dann stürzen die Ideen auf mich ein. Dann muss ich mich bremsen, damit ich bei den vielen Ideen nicht untergehe.

7. Wie kamst Du im speziellen auf die Idee zu Deinen Krimis?
Ich fand es langweilig, immer nur Krimis mit einem Mord am Anfang und am Ende schnappt die Polizei den Bösen. Ich wollte es anders machen. Kein Mord, keine Verhaftung, aber trotzdem so spannend, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will.

8. Welche Figur in Deinen Krimis liegt Dir besonders am Herzen und Warum?
Da ist zuerst Ellen, die Hauptperson in „Zehntausend Augen“ und „Zehntausend Fallen“. Sie ist klein, aber sie hat einen unbändigen Willen und gibt niemals auf.
Erstaunlicherweise gefällt mir auch der Verbrecher. Er führt die Polizei an der Nase herum, spielt mit ihr. Er ist so voller verrückter und genialer Ideen, dass sie ihn nicht fassen kann.
Und dann gibt es noch Anne aus „Krieg um den Mond“. Sie ist eine ganz normale Studentin aus einer deutschen Kleinstadt, aber das Schicksal hat ihr einen seltsamen Weg bestimmt. In ihrer Hand liegt die Zukunft unserer Welt. Das klingt verrückt, aber das Leben geht manchmal erstaunliche Wege – und Anne geht diese Wege unerschrocken mit.

9. Was bedeutet es für Dich, Deine Bücher selber zu verlegen?
Es bedeutet große Freiheit. Ich kann schreiben, was ich mag. Eben auch Dinge, wo ein Verlag abwinkt „unmöglich“. Ich kann meine Ideen sprudeln lassen, muss mich nicht an Konventionen halten und muss nicht darauf achten, dass es im Buchhandel in die richtige Schublade passt.

10. Was ist Dein nächstes Projekt?
Im Moment arbeite ich an der Fortsetzung von „Krieg um den Mond“. Danach haben viele Leser gefragt. Und tatsächlich, „Krieg um den Mond“ ist erst der Anfang einer noch unglaublicheren Geschichte. Die steckt so voller Ideen und Überraschungen, dass sie unbedingt geschrieben werden muss. Wenn alles klappt, wird sie im Januar erscheinen.
Gibt es eine Zehntausend….Fortsetzung?
Wenn genug Leser das möchten, werde ich kaum „Nein“ sagen können 🙂
Ellen und Hajo, ihr Erpresser, sind ein so ungewöhnliches Pärchen, dass es schade wäre, wenn man nicht noch mehr mit ihnen erleben könnte.

Ich danke Dir ganz herzlich für das Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

Wenn Ihr noch nicht genug habt und mehr über die Bücher von Klaus Seibel erfahren wollt schaut doch mal unter http://www.kseibel.de nach.

         

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