[Rezension] Vincent Kliesch – Im Augenblick des Todes

Vincent Kliesch
Im Augenblick des Todes
ISBN 978-3-7341-0054-3
Klappenbroschur
9,99 €
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Severin Boesherz wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Das sieht er sofort als er an den Tatort kommt zu dem ihn ein mysteriöser Mann gefahren hat. Ein Arzt skalpiert und ausgeweidet, dem ein Skelett gegenüber sitzt. Ein Bild des Schreckens und doch für Boesherz kein unbekanntes Bild. Es ist die Kopie eines Falls von vor sechszehn Jahren. Dem einzigen Fall den er nie aufgeklärt hat…

Meine Meinung:
Im Augenblick des Todes ist der zweite Band mit Severin Boesherz als Kommissar und ich hoffe das es auch nicht der letzte sein wird. Mir ist dieser etwas andere Kommissar doch ans Herz gewachsen.

Dabei macht es Vincent Kliesch nicht unbedingt leicht diesen etwas grummeligen Kommissar zu mögen. Boesherz ist sehr eigen. Hoch Intelligent, was in diesem Band mehrfach besonders zur Sprache kommt und auf jeden Fall außergewöhnlich. Er ist ein Einzelgänger und bekommt direkt von Anfang an die Freigabe so zu ermitteln wie er es für richtig hält. Somit braucht sich der Leser über Alleingänge auch gar nicht erst zu Ärgern.

Geärgert habe ich mich auch über nichts. Es war am Anfang etwas schwer Boesherz zu folgen. Es gab Gedankengänge, die für „Normalsterbliche“ und nicht hoch begabte wohl einfach zu kompliziert waren um ihnen zu folgen. Doch das störte mich hier nicht, denn Rätseln konnte ich trotzdem, kam eben nur nicht auf das was raus kommen sollte. Der Spannung tat das auch keinen Abbruch. Die baute sich schon im Prolog auf und stieg weiterhin an um dann am Ende ihren Höhepunkt zu haben. Talfahrten gab es nicht. Somit ziemlich geradlinig. Wie auch die Geschichte selber, das bewirkte zwar das ich schon recht schnell ahnte, wer der Täter sein könnte und wie sich manch anderes am Ende zusammen setzt. Trotzdem gab es für mich dort keinen Spannungsabfall.

Boesherz habe ich ja schon ein wenig beschrieben. Hier in dem Band zeigt er Gefühl und das sorgt dafür das er mir als Mensch näher kam. Ein Kommissar, der ähnlich wie Der Mentalist aus Gegebenheiten Fakten zaubert ist schon etwas abgehoben, doch diese Gefühlsseite macht aus diesem Superhirn ein Mensch und das bringt Vincent Kliesch hier auch gut rüber.
Seine Kollegen lässt er auch nicht außer Acht, auch wenn er ziemlich alleine ermittelt gibt es doch ein Team was um ihn herum ist. Besonders benannt werden müsste hier aber keiner. Sie sind seine Gehilfen und schützen ihn stellenweise.
Es gibt drei Figuren, die hier neu dazu kommen, aber ohne wirklich zu Spoilern auch nicht genauer beschrieben werden können. Ihre Funktion wurde mir aber recht schnell klar. Nur eine Figur barg da eine Überraschung.

Insgesamt hat mich Im Augenblick des Todes so gut unterhalten das ich lieber auf Schlaf verzichtete als das Buch zur Seite zu legen. Selbst die Erahnung des Endes sorgte nicht dafür das die Spannung sank. Ganz im Gegenteil. Es motivierte mich weiter zu lesen um zu sehen ob meine Theorien stimmten.

Wie zu Beginn schon geschrieben, hoffe ich das hier nicht Ende ist und bin gespannt auf den nächsten Fall.

5buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Vincent Kliesch – Im Augenblick des Todes

  1. Hallo Natalie,

    mir hat „Im Augenblick des Todes“ auch sehr gefallen – vor allem, dass man mehr aus dem Privatleben des eigenwilligen Ermittlers erfährt.

    Ich denke/hoffe, dass es eine Trilogie werden wird und würde mich über eine Beteiligung von Julius Kern freuen.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Huhu
      ja ich fand es sehr persönlich und das macht Boesherz nahbarer. Ich freue mich wirklich schon auf den Nächsten und mit Kern wäre toll. Er hatte ja auch diesmal ein kurzes stelldichein 😉

      Liebe Grüße
      Natalie

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