[Rezension] Daniela und Tobias Gronau – Das große Mix-Kochbuch



Daniela & Tobias Gronau
Das große Mix-Kochbuch
ISBN 978-3-517-09644-5
Hardcover
19,99 €
Erschienen bei Südwest Verlag
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Ein Kochbuch voll mit Rezepten für den Thermomix. Von Häppchen über Suppen bis hin zu vegetarischen Gerichten ist alles dabei und wird gut erklärt

Meine Meinung:
Neben Mix Dich schlank und Das große Mix-Backbuch gibt es auch dieses tolle Werk voller neuer Rezepte. Als Frischling am Monsieur Cousine sammel ich neue Rezepte und habe ich sehr gefreut das ich auch dieses Buch zur Verfügung gestellt bekam.

Wer die anderen Beiden Bücher kennt, wird sich auch hier direkt zurecht finden. Der Aufbau ist gleich übersichtlich.
Zunächst gibt es eine Einleitung und ausführliche Worte zum Thermomix, da ich ein anderes Gerät habe, war dieser Bereich für mich nur bedingt interessant.
Danach geht es aber weiter mit den Rezepten. Fingerfood, Salate, Fleisch & Fisch, Vegetarisches & Veganes, Herzhaftes Gebäck, Aufstriche, Partyrezepte, Nachtisch, Süßes Gebäck, Getränke und Mitbringsel findet man hier. Abgerundet wird das Ganze dann durch ein Register.

Ich habe direkt einige Rezepte gefunden die interessant klangen und die ich ausprobieren möchte. Begonnen habe ich mit Gefüllten Paprika, dazu gab es Reis und eine leckere Champignon Sauce. Ich wollte mal andere Paprika als die die mit Hack gefüllt sind und ich war begeistert vom Geschmack. Ebenso von der Zubereitung, denn alles wurde auf einmal im Gerät gekocht und man braucht keinen Herd, Ofen oder Mikrowelle. Der Geschmack war Klasse, so schön intensiv, so dass ich es gerne nochmal zubereiten werde.

Das zweite Gericht waren Köttbullar, auch hier gab es ein All in One Rezept mit Pürree und Soße und es war wirklich Megalecker.

Auch wenn ich nicht den Thermomix besitze sondern ein günstigeres Gerät konnte ich die Rezepte gut umsetzen. Dabei helfen gute Erklärungen zu Beginn des Buches. Von mir eine klare Empfehlung und die Vorfreude auf das Familien-Kochbuch, das im Mai erscheint.

[Rezension] Marie Adams – Glück schmeckt nach Popcorn

 Marie Adams
Glück schmeckt nach Popcorn
ISBN 978-3-7641-0494-7
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Martha ist Besitzerin eines kleinen Programmkinos. Es ist ihr Leben und lenkt sie von ihrem Liebeskummer ab, denn an Happy Ends glaubt sie schon lange nicht mehr. Als ihre Freundin und Mitarbeiterin Susanne wegzieht muss jemand Neues gesucht werden und obwohl sie eine Frau bevorzugen würde gibt sie Erik eine Chance. Doch Erik ist ein Optimist und macht es Martha damit nicht immer leicht.

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Marie Adams war Das Café der guten Wünsche in dem es um ein ganz besonderes Café geht und ich hoffte dass diesmal auch etwas von dem Zauber zu finden ist. Diesmal eben nur im Kino.

Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und so habe ich frohen Mutes angefangen zu Lesen. Der Einstieg war leicht ebenso wie der Schreibstil. So kam ich rasch Vorwärts. Das die Protagonistin sehr negativ eingestellt war sah ich als vorübergehende Situation und ich freute mich auf den Fortgang der Geschichte. ZU Beginn fesselte mich die Neugier, doch dann war es irgendwann etwas müssiger zu lesen. Einfach weil es mir zu negativ erschien. Eine Leichtigkeit fehlte, was ich hauptsächlich Martha zuschrieb.

Diese ist nämlich ziemlich verbittert. Nur ihr Kino bringt ihr Freude und selbst da kommen Probleme vor. Sie jammert und meckert viel herum. Versteht nicht wie man glücklich sein kann. Sie hat eben Liebeskummer. Doch irgendwann sollte das vorbei sein, sagte ich mir, doch darauf konnte ich wirklich lange warten. So verleidete mir Martha mit ihrer negativen Stimmung, aber auch mit ständigem Wechsel der Gefühle und hin und her in anderen Dingen, so ein wenig diese Geschichte.
Ich freute mich immer wenn es um Eric ging. Er ist Optimist und lässt sich durch fast nichts aus der Ruhe bringen. Er hat vielleicht manchmal einen zu verklärten Blick, aber das ist auch das Einzige was man ihm vorwerfen könnte. Insgesamt hat er ein gesundes Selbstbewusstsein und war mein Highlight der Story.

Zum Ende hin wurde es ein wenig besser, aber wenn ich von Ende hin rede geht es da wirklich um die letzten etwa 50 Seiten. Bis dahin zieht das Buch eher runter, als eine romantische Freude zu verursachen.

Leider hat Marie Adams es nicht geschafft das Gefühl vom Vorgänger so wirklich zu transportieren.

[Foto-Freitag] Luca & Lucy

Luca hat sich immer ein Haustier gewünscht und mit seinen 10 Jahren war er auch so vernünftig das es ein Kaninchen zum Geburtstag sein sollte.
Wir waren ziemlich blauäugig was das anging. Wir kauften in einer Zoo Handlung das Kaninchen das uns am aufgewecktesten erschien und nahmen es mit. Nachdem wir uns etwas mehr damit beschäftigten stellten wir fest. Ein Kaninchen alleine geht gar nicht. Auch Käfig geht nicht. Also wurde ein Gehege gebaut und ein Spielgefährte sollte noch kommen wenn sich Lucy eingelebt hat. Doch es kam ganz anders. Lucy bekam einen Schnupfen und wir waren von dem Moment an Regelmäßig beim Arzt. Im September kam sie zu und, im Januar hat sie uns dann leider schon wieder verlassen. Sie war aufgeweckt und flitzte durch die ganze Wohnung. Sie fühlte sich wohl auch wenn sie krank war. Das merkte man. Für Luca und auch für uns war sie etwas besonderes

Lucy & Luca beim kuscheln

[Rezension] J.D. Barker – The Fourth Monkey – Geboren um zu töten

 J.D. Barker
The Fourth Monkey – Geboren um zu töten
Band 1

ISBN 978-3-7645-0624-7
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzerin: Leena Flegler
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Porter wird von seinem Kollegen angerufen. Ein Mann wurde von einem Bus so angefahren das er gestorben ist. Porter weiß erst nicht was er bei einem Unfall soll, doch der Mann hatte ein Päckchen dabei. Genauso ein Päckchen wie der Fourth Monkey Killer seit Jahren versendet wenn er tötet. Ist der Verunfallte der Killer? Haben sie ihn auf diese Weise endlich erwischt und wem gehört das Ohr in dem Päckchen. Fest steht nur dass, wenn das Mädchen noch lebt, es nicht mehr viel Zeit hat, wenn der Tote wirklich 4MK ist.

Meine Meinung:
Bevor ich mich an dieses Buch traute hat es eine Weile gedauert. Es stand zwar recht schnell auf meiner Wunschliste, doch traute ich den Lobeshymnen nicht ganz.

Doch Lesen wollte ich es auf jeden Fall und mehr als das es mir so gar nicht gefällt konnte ja nicht passieren.

Doch zu Beginn sah es schon recht gut aus. Der Einstieg fiel leicht. J.D. Barker hat einen guten und flüssigen Schreibstil, der einen gleich in seinen Bann zieht. Seite um Seite war gefesselt von den taten, von den Ermittlern und natürlich vom Killer.

Zum großen Teil lag das auch an den kurzen Kapiteln und den stetigen Wechseln zwischen Ermittler, und Tagebuchpassagen des Täters außerdem auch zeitweise Kapitel in dem das Opfer zu „Wort“ kommt. So empfand ich die Tagebuchpassagen am interessantesten und war jedes Mal enttäuscht wenn es wieder in die Gegenwart ging. Die Ermittlungen schreiteten zügig voran und doch verlor der Autor sich hin und wieder in Nebensächlichkeiten. So gab es gerade im Mittelteil langatmige Abschnitte, die auch zum Ende hin noch vorkamen, da mag es aber auch an meiner Ungeduld gelegen haben. Schließlich wollte ich wissen was das Motiv genau ist auch wenn ich ab einem gewissen Zeitpunkt schon eine Ahnung hatte.

Die Figuren sind überschaubar.
Porter ist der Ermittler der gerade mit etwas ganz anderem zu kämpfen hat und deswegen eigentlich gar nicht im Dienst wäre. Er wirkt nicht abgehoben und auch nicht wirklich wie ein Super Cop. mir war er recht sympathisch auch wenn er zum Ende hin etwas zu sehr Heldenhaft dargestellt wurde
Clair und Nash sind die Kollegen von Porter. Schlaue Köpfe die vollends hinter ihm stehen.
4MK ist zunächst nur in Form des Tagebuchs Präsent. Doch empfand ich ihn als viel besser beschrieben und mit viel mehr Tiefe ausgestattet wie zum Beispiel Porter. Irgendwie hatte ich das Gefühl den Fourth Monkey Killer viel besser zu kennen.

Am Ende merkt man das es nicht das einzige Buch bleiben wird. Das Ende hat mich schon etwas enttäuscht. Ich hatte da mehr erwartet. Bin aber trotzdem gespannt darauf wie es weiter geht. Ich hoffe nur das es keine Endlos Geschichte wird.

[Rezension] Carrie Vaughn – Die Banner von Haven

 Carrie Vaughn
Die Banner von Haven
ISBN 978-3-03880-008-8
Klappenbroschur
18,- €
Übersetzerin: Gesine Schröder
ab 16 Jahren
Erschienen bei Arctis

Inhalt:
In der neuen Welt müssen Haushalte Banner vorweisen um Kinder bekommen zu dürfen. Enid gehört zu einem Haushalt mit Banner, möchte jedoch noch kein Kind. Sie ist Ermittlerin und muss Verstöße gegen Gesetze ahnden. Sie wird zu einem Todesfall gerufen, bei dem alles aussieht wie ein Unfall und doch etwas nicht zu stimmen scheint und sie trifft auf einen Teil ihrer Vergangenheit und muss heraus finden wie es nun weiter gehen soll.

Meine Meinung:
Die Banner von Haven machten mich auf Grund des Plots neugierig. Eine Welt in der genau geregelt ist wer wann Kinder bekommen darf. So manches Mal finde ich das eine verlockende Vorstellung.

Andererseits stellt sich die Frage wonach man da gehen möchte. Würde ich dann überhaupt drei Kinder haben? Dazu kommt das die Welt aus Haushalten besteht. Mehrere Erwachsene die zusammen wohnen und für ihr Auskommen sorgen und nur wenn ein Banner verdient wurde darf ein Kind gezeugt werden und jedes weitere Kind muss wieder „vedient“ werden.

So entsteht Neid und auch Habgier in einer gewissen Weise und genau das zeigt auch Carrie Vaughn in ihrer Geschichte. Sie zeigt auch die Kehrseiten auf. Das jedoch nicht im Fokus der Geschichte, sondern eher am Rande in Form dieses Todesfalls zu dem Enid als Ermittlerin gerufen wurde.

Die Autorin wechselt zwischen Gegenwart (dem Todesfall)  und der Vergangenheit, in der man mehr über Enid und die neue Welt erfährt. In der Gegenwart konzentriert sich jedoch alles ziemlich auf die Aufklärung.
Mit dem Schreibstil hatte ich zu keiner Zeit Probleme. Recht schnell fühlte ich mich in der Geschichte wohl.

Enid ist eine recht junge Ermittlerin und es ist ihr erster Todesfall zu dem sie, mit ihrem Partner Thomas, gerufen wurde. Sie geht mit dem nötigen Ernst an den Fall und macht ihre Sache wirklich gut. Doch wird sie von manchem eher als Feind gesehen, was ihr zu schaffen macht.
In der Vergangenheit ist Dak ein wichtiger Gefährte. Es ist jemand der eher in den Tag rein lebt und sich kaum Sorgen um Morgen macht. Irgendwas umtreibt ihn, das erfährt man aber erst später, und so wusste ich ihn zu Beginn auch nicht wirklich einzuschätzen. Doch am Ende hat er mich des öfteren überrascht.
So viele Namen wie man am Anfang zu lesen bekommt denkt man direkt an eine recht verworrene Geschichte, doch sind viele Personen auf Dauer gar nicht so wichtig und viele Namen können direkt wieder vergessen werden.

Am Ende bin ich nicht ganz schlüssig wie ich in Sternen bewerten soll. Es ist eine tolle Geschichte die mich auch gefesselt hat, doch hatte ich mir mehr versprochen. Mehr von den Bannern. Während die Vergangenheit eine Selbstfindung von Enid ist ist die Gegenwart beherrscht von den Ermittlungen zu dem Todesfall und die Banner bleiben Beiwerk. Das finde ich ein wenig Schade, hier hätte ich mir ruhig etwas mehr gewünscht. Mehr Einsicht in dieses Leben.
Trotzdem bewerte ich auf Grund der Spannung die durchgehend herrscht und einer guten Geschichte mit vier Sternen.

4buecher

[Rezension] Martin Krist – Kalte Haut

Kalte Haut erscheint heute in einer Neuauflage. Das habe ich zum Anlass genommen diese Rezension nochmal nach oben zu holen

Martin Krist
Kalte Haut
ISBN 978-3-7450-9153-3
Taschenbuch
10,99 €
Erschienen bei Epubli
Leseprobe

Rückentext:
Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutet auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin. Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der „Knochenmann“ nun zurück?

Die ersten 50 Seiten:
Robert Babicz ist zurück in Deutschland, er hat in den USA bei der Aufklärung einer Mordserie geholfen. Der Knochenmann hat seine Opfer gehäutet als sie noch am Leben waren.
Sera eine junge türkische Kommissarin wurde zu einem versuchten Ehrenmord gerufen. in ihrer Umgebung sind nicht alle mit der Art wie sie ihr Leben lebt zufrieden.
Tania ist Journalistin und kurz vor einer Beförderung. Während ihr Kollege vom Ehrenmord berichtet hat sie einen Artikel über die Straßenbahn in Berlin die nicht so fährt wie sie sollte.
Dann ist das noch der Innensenator der gegen Ausländer hetzt…

Meine Meinung:
Nach dem Tod eines lieben Kollegen hat mich dieses Buch wieder aus dem Lesetief holen können.
Kalte Haut habe ich in einer Leserunde gelesen und ich mochte es nicht zur Seite legen. Unterteilt ist der Thriller in 5 Tage, die jeweils mit einem Zeitungsartikel beginnen. Das ist Nahe liegend wird doch die Journalistin Tania durch einen anonymen Anruf zur ersten Leiche geführt.

Im Prolog lernt man Robert den Psychologen kennen und auch Jemanden der, doch sehr sadistisch, eine Frau bedroht. Das bringt die Spannung direkt stark nach oben. Auch in der weiteren Geschichte fällt diese nicht ab. Als Leser möchte man schließlich seine Fragen beantwortet haben und auch wenn es mehrere Personen gibt die involviert sind und auch mehrere Schauplätze wird es nie unübersichtlich. Es wechselt immer wieder zwischen Tania der Journalistin, Robert, dem Psychiater und Sera der Kommissarin und ihrer Ermittlungsarbeit. Durch kleinere Cliffhanger wird auch zwischen den Wechseln die Spannung erhalten zusätzlich gibt es kleinere Nebenhandlungen wie der versuchte Ehrenmord der jungen Türkin, der ganz Nebenbei aufgeklärt wird. Auch da bekommt der Leser seine Antworten.

Das Ende war für mich sehr überraschend. Erst am letzten Tag in der Geschichte hatte ich eine Ahnung, die es allerdings auch nicht wirklich traf. Ich mag es ja mit zu rätseln, und Martin Krist hat so viele Spuren und Verdachtsmomente gelegt das ich aus dem Rätseln nicht raus kam. Zum Schluss dann bekam ich aber alle meine Fragen beantwortet und wurde als zufriedener Leser zurück gelassen.

4buecher