[Rezension] Fleur Ferris – Im Zweifel tue nichts

 Fleur Ferris
Im Zweifel tue nichts
ISBN 978-3-407-82295-6
Klappenbroschur
13,95 €
Übersetzerin: Michael Koseler
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Als Sierra sich mit einem Typen aus dem Internet trifft, deckt Taylor sie, als beste Freundin. Nicht ahnend das dieses Treffen kein gutes Ende nimmt. Schließlich hat Sierra das nicht zum ersten Mal getan und letztes Mal kam sie auch wieder, wenn auch später als angekündigt. So wird aus anfänglicher Wut über die Unzuverlässigkeit, Sorge um Sierra. Taylor weiß nicht ob sie sich an die Eltern wenden soll oder ob sie einfach wartet bis ihre Freundin wieder auftaucht.

Meine Meinung:
Im Zweifel tue nichts ist nicht nur der Titel es ist auch die Reaktion von vielen, auf Dinge, bei denen wir hoffen das sie gut ausgehen. Hier in dem Jugendbuch ist das nicht anders. Nur das hier gezeigt wird was passieren kann wenn man nichts tut.

Die Geschichte startet kurz vor dem Treffen, man lernt die verschiedenen Figuren kennen und weiß sie recht schnell einzuschätzen. Es liest sich von Beginn an flüssig und als Erwachsene ahnt man auch schon was passieren wird. Ob das bei jedem so ist wage ich zu bezweifeln.

Das Buch ist durchgehend fesselnd. Gut finde ich das an einem gewissen Punkt nicht Ende ist, sondern das es noch eine Zeit danach gibt. Hier werden die Gefahren des Internets aufgezeigt und mit allen Vor- und Nachteilen genannt, das nicht mit erhobenen Zeigefinger, sondern verpackt in einer spannenden Geschichte. Fleur Ferris hat hier ein Buch mit Lerneffekt geschrieben. Eine Buch, dass ich mir auch gut als Schullektüre, beim Thema Gefahren im Internet, vorstellen könnte.

Taylor und Sierra sind 15 Jahre alt und mitten drin in der aufregenden Zeit rund ums verlieben und Jungs kennen lernen. Sie halten sich nicht immer an das was Eltern sagen, was normalerweise auch gut ausgehen kann, hier aber nicht so gut endet. Taylor scheint sehr Verantwortungsbewusst und eher bodenständig. Sie wirkt ehrlich und scheint ihrer Mutter immer zu vertrauen, doch sie ist auch loyal, vor allem ihrer Freundin Sierra gegenüber, die selbst etwas gedankenlos wirkt.
Neben den beiden Freundinnen gibt es noch Freunde, Eltern, Lehrer und andere Nebenfiguren. Die wichtigste Person ist hier wirklich Taylor, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt ist.

Am Ende steht für mich nicht nur ein kleiner Jugendbuch Krimi, sondern auch viel Lehrreiches, das Kindern, und auch Erwachsenen die Gefahren des Internets aufzeigen kann. Die Geschichte zeigt das wirklich jeder in diese Situation kommen kann, was es noch ein wenig spannender und aufregender gestaltet.

[Rezension] Sue-Ellen Pashley – Am Abgrund des Himmels

 Sue-Ellen Pashley
Am Abgrund des Himmels
ISBN 978-3-407-74923-9
Hardcover
16,95 €
Übersetzerin: Claudia Max
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Grace ist mit ihrer Grandma nach Bruny gezogen um zur Ruhe zu kommen, doch dort wird Nick auf sie aufmerksam. Er sieht Grace und verliebt sich direkt in sie, doch Grace macht es ihm nicht leicht. Er erzählt ihr von seiner Gabe, von der niemand wissen darf und die dafür sorgt das eine Beziehung zwischen ihnen nicht gerne gesehen ist. Doch Nick kämpft um seine Liebe und um Grace.

Meine Meinung:
Eine Liebe die nicht sein darf macht mich schon recht neugierig, auch die Frage um welches Geheimnis es geht sorgte dafür das mich dieses Buch neugierig machte.

Zu Beginn sei gesagt das ich in letzter Zeit selten ein Buch so verschlungen habe. Es ist eine Geschichte in der ich eintauchte und erst wieder raus kam als ich sie beendete. Natürlich machte ich Lesepausen, doch beschäftigte sie mich auch dann noch. Es ist eine sehr fesselnde Geschichte in der es um mehr geht als um eine Liebe die nicht sein darf. Die Liebe zwischen einem Gestaltenwandler und einem Mensch ist nicht gern gesehen, gar verpönt und erinnert an manch verschrobene Meinungen das gewisse Arten von Liebe nicht sein dürfen. Diese Geschichte lässt sich so gut auf viele Arten von Liebe ummünzen und das macht sie zu mehr als einer Fantasy Geschichte, denn am Ende steht eine Botschaft, die man nie oft genug wiederholen kann.

Sue-Ellen Pashley schafft es mit ihrer Geschichte, ihrem Schreibstil und den wechseln zwischen den Protagonisten zu fesseln und das von Anfang bis Ende. Es gibt einige spannende Stellen und auch die nicht spannenden waren interessant zu lesen.

Die Figuren sind auch hier überschaubar. Nick, Grace, Lilie, Grace Grandma und Henry, Nicks Vater. Außer Lilie kommen auch alle Protagonisten zu Wort und sorgen dafür das man als Leser nichts verpasst.
Nick ist dabei als Figur etwas glatt. Es gibt keine Macken an ihm. Mich stört das nicht, aber manche mögen diese zu perfekten Figuren nicht. Doch es reicht ja schond as er Gestaltwandler ist, da muss man nicht mit noch mehr kämpfen.
Grace schleppt Ballast mit sich herum, ist stellenweise ganz schön zickig und am Anfang suhlt sie sich auch in Selbstmitleid. Das macht sie zunächst nicht wirklich sympathisch, doch mit ihrem Verhalten änderte sich auch meine Einstellung ihr gegenüber.
Henry ist der typische sture strenge Vater bei dem nicht sein soll was nicht sein darf. Er merkt dabei nicht wie er sich von seinem Sohn entfernt.
Lilie dagegen ist da ganz anders. Immer verständnisvoll ist sie für mich die typische weise Grandma.

Bis zum Ende gibt es einige Wendungen und Überraschungen. Das Ende selbst empfand ich dann als ein wenig zu plötzlich auch wenn es passte. Ein Epilog hätte mir hier gut gefallen, weil ich das ein oder andere gerne noch erfahren hätte. Auf der anderen Seite ist die Geschichte jedoch gut abgeschlossen und lässt keine Fragen übrig.

[Rezension] Lea-Lina Oppermann – Was wir dachten was wir taten

 Lea-Lina Oppermann
Was wir dachten, was wir taten
ISBN 978-3-407-82298-7
Klappenbroschur
12,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Als es einen Amokalarm gibt hofft die Mathe-Klasse von Herrn Filler noch davon zu kommen, sicher zu sein, doch dann ist der Täter mitten unter ihnen und zwingt sie Geheimnisse preis zu geben. Stunden des Bangens beginnen, keiner weiß wie es am Ende ausgehen wird.

Meine Meinung:
Was wir dachten, was wir taten ist die Geschichte eines Amoklaufs, den es so nicht gegeben hat, der aber doch sehr Realitätsnah erzählt wurde.

Als Leser landet man mitten in einer Mathestunde als der Amokalarm ausgerufen wird. Man liest wie ein Lehrer und zwei der Schüler diesen Amoklauf erleben und bekommt so sämtliche Emotionen hautnah mit. Hier bringt einem die Erzählweise mit den Wechseln zu der jeweiligen Person die Geschichte viel näher als ich es je erlebt habe. Ich musste am Ende erst einmal schauen ob es diesen Amoklauf überhaupt gegeben hat. So realistisch hat er gewirkt.

Man ist in diesem Klassenzimmer eingesperrt, zusammen mit den Schülern, den Lehrern und dem Amokläufer und man wird ein Teil von Ihnen. Man will wissen wie es weiter geht. Hofft das alles gut ausgeht und ist fassungslos über das Geschehen. Doch neben den Ängsten des Amoklaufs bringt die Autorin noch andere Ängste zum Vorschein. Zumindest bei der Klasse, denn es werden Geheimnisse gelüftet, die zeigen dass man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann und nie weiß was in ihnen vorgeht. Selbst wenn man sie noch so gut kennt.

Die Geschichte ist aus Sicht von Fiona, Mark und Herrn Filler erzählt. Das macht es sehr authentisch. Damit man immer weiß wer gerade erzählt stehen die Namen oben drüber. Es sind willkürlich ausgewählte Schüler denke ich. Alle hätte man nicht zu Wort kommen lassen können, dann wäre es nicht so übersichtlich und damit leicht verständlich geblieben. Die Autorin hat sich für Lehrer, Schüler und Schülerin entschieden und so die verschiedenen Gruppen genutzt um dem Leser auch die Denkweisen derjenigen Nahe zu bringen.

Am Ende hätte ich mir ein persönliches Wort von Lea-Lina Oppermann gewünscht. Ob dieser Amoklauf wirklich statt gefunden hat und wie sie auf die Idee kam. Das habe ich dann bei einem Interview lesen können, das man auch auf der Seite zum Buch finden kann.

Was wir dachten, was wir Taten ist für mich eine Geschichte die eine ganz besondere Spannung hat und mich als Leser in ihren Bann gezogen hat. So sehr das ich nicht mehr unterscheiden konnte: Ist es real oder nur erfunden.

[Bücher] Der Grüffelo war zu Besuch

Letzten Dienstag war es soweit der Grüffelo klingelte an unserer Tür. Pünktlich zum Mittagessen ;-). Er kam von Annette und hatte schon Mainz gesehen
Unser Essen wollte er aber nicht, dabei gab es leckere Nudeln a la Carbonara. Er hatte ja sein eigenes Proviant dabei, aber setzte sich zu uns. Luca hatte ihn direkt ins Herz geschlossen und war traurig das der Grüffelo nur auf der Durchreise ist, aber natürlich verstand er das nicht nur Frankenberg sehr interessant sein kann 😉 und auch andere Kinder ihn gerne kennenlernen möchten. So saßen wir zusammen und haben gegessen.
Nach dem Essen war Zähneputzen angesagt, aber nicht Luca übernahm das sondern Monique, die auch zu Besuch war. Das musste sein 😉

Dann ging es zum Fußball spielen, aber nur für Luca, draußen war es matschig und Luca sieht immer genauso braun aus wie der Grüffelo, wenn er vom Fußball spielen nach Hause kommt. So sollte der Grüffelo ja nicht aussehen, also hat er sich erstmal von der anstrengenden Reise erholt.

aber Fußballspielen konnte der Grüffelo trotzdem, allerdings ist der Ball etwas zu groß für ihn auch wenn es nur die kleine Ausführung ist.

Zum Ausgleich weil ich alleine geblieben bin wurde der Grüffelo hinterher geknuddelt, das entschädigt für Alles 😉
Geduscht hat der Grüffelo auch, am Brunnen vor unserem 10 Türmigen Rathaus
Naja nicht wirklich, aber sieht doch fast so aus, oder???
Nun noch ein Bild vor dem sehr bekannten Rathaus. Wir wohnen quasi um die Ecke und mussten dem Grüffelo doch wenigstens eine Kleinigkeit zeigen, wenn wir schon nicht in den Urlaub gefahren sind
Dann war es schon soweit, der Grüffelo saß auf gepackten Koffern und wollte weiter zu Ronja, Celina, Jamie und Kilian von der Kinderbücherbox.Grüffelo es war toll mit Dir!!!!