[Rezension] Laura Dave – Hello Sunshine *Werbung*

Auf Grund eines Gewinnspiels im Zusammenhang mit diesem Buch von Blanvalet muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Meine Meinung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst und wird wieder gegeben wie ich sie empfinde.

 Laura Dave
Hello Sunshine
ISBN 978-3-7341-0353-7
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Ivana Marinovic
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Sunshine hat alles zum glücklich sein. Einen perfekten Mann mit einem guten Job, eine schicke Wohnung und auch selber einen guten Job mit viel Anerkennung. Jedoch basiert ihr Part auf einer Lüge, die an ihrem Geburtstag ans Licht kommt. Nun steht sie mit Nichts da und muss sich erst einmal wieder neu finden. Dafür zieht es sie raus aus New York hin zu ihrer alten heimat, einem kleinen Küstenstädtchen.

Meine Meinung:
Hello Sunshine klingt ja zunächst nach einem frechen, lockeren und fröhlichem Roman, doch da täuscht man sich. Es ist eher ein Selbstfindungsroman, aber auch eine Roman der die heutige Zeit wiederspiegelt.

Das klingt nun fast schon zu negativ, so war es dann auch nicht. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, doch es sollte gesagt werden das mit dem Umzug von Sunshine, in ihre alte Heimat, der Roman erst so richtig beginnt und sie ja quasi von vorne anfangen muss. Auf diesem Weg gibt es viele Hürden zu bewältigen. Das macht das Buch sehr interessant und fesselnd.

Die heutige Zeit wird hier in sofern wieder gespiegelt, dass es um Youtube-Channel und Social Media geht. Wie ehrlich ist man dort? Schafft es jeder immer ehrlich zu sein? Wie viel Lügen werden erzählt. Wie viel Aufwand betrieben um gut dazustehen und Erfolg zu haben. Nichts anderes ist es hier und das macht das Buch so Realitätsnah.

Sunshine ist die Hauptfigur der Geschichte, aus deren Sicht bekommen wir die drei Monate mit und lernen sie am besten kennen. Ihr Name ist im Buch leider nicht Programm, denn sie belastet ihre Situation schon sehr, doch sie ist eine Kämpferin und lässt sich nicht unterkriegen, was sie für mich sehr sympathisch macht, trotz dem was sie im Vorfeld getan hat. Sunshine macht im Laufe der Zeit eine große Wandlung durch und wird wieder sie selbst.
Rain ist ihre Schwester und auch wenn ich ihren Groll verstehen konnte fand ich die Reaktion auf ihre Sunshine sehr extrem. Sie hat eine Tochter, die erst sechs Jahre alt ist, bei der man aber manchmal meint sie wäre Erwachsener als alle anderen zusammen
Es gibt viele Figuren die für Sunshines Geschichte wichtig sind. Neben ihrer Schwester und Nichte ist da noch Danny, ihr Mann, den man gar nicht so richtig kennen lernt. Ethan ein Freund ihrer Schwester, Julia, Amber und und und, doch wichtige Hauptfiguren gibt es nur wenige und das hält es übersichtlich.

Hello Sunshine ist ein Roman, der zeigt was wichtig ist. Das Lügen nichts bringt und irgendwann alles raus kommt, das Erfolg nicht alles und Familie das Wichtigste ist. ein Roman der zwar an der Küste den Hauptpart hat, aber das hätte auch jeder andere Ort sein können, der ruhig gewesen wäre und an dem man wieder zu sich selbst finden könnte. Ein Roman der mir von Anfang bis Ende gut gefallen hat. Bei dem ich mir aber ein Epilog gewünscht hätte um auch die letzten Fragen ausräumen zu können.

4buecher

Das Buch erscheint im April 2017 bei Blanvalet

[Rezension] Amy Hatvany – Das Licht zwischen den Wolken



Amy Hatvany
Das Licht zwischen den Wolken
ISBN 978-3-7645-0609-4
Hardcover
19,99 €
Übersetzerin: Alexandra Kranefeld
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Natalie wuchs als Einzelkind bei Adoptiveltern auf. Sie hätte gerne einen Bruder oder eine Schwester gehabt, doch dieser Wunsch ging nie in Erfüllung. Dann erfährt sie dass sie eine Schwester hat.
Brooke, vier Jahre älter. Diese hatte nicht das Glück adoptiert zu werden und hat eine harte Kindheit hinter sich. Nun würde Natalie jedoch auch gerne erfahren warum ihre leibliche Mutter sie weg gegeben hat und macht sich auf die Suche ohne zu ahnen was sie damit auslöst.

Meine Meinung:
Das Licht zwischen den Wolken machte mich auf Grund des Titels aber auch der Geschichte der Schwestern neugierig. Am Ende war ich fast vollkommen zufrieden.

Es ist erschreckend wie das Schicksal von Natalie und auch Brooke seinen Lauf nahm. Etwas irritiert war ich das auch die Sicht von Jennifer, die Mutter, so gut beleuchtet wurde, aber es war genau der richtige Weg um Vorurteile gar nicht erst aufkommen zu lassen. So liest man die Chronologie der Ereignisse, die aber nur zum Teil der Reihenfolge nach erzählt wird. Hin und wieder musste ich mich zurecht finden ob die Mädchen nun in der Gegenwart oder in der Vergangenheit sind, aber das war wirklich nur sehr selten der Fall. Meistens konnte man es sehr gut unterscheiden.
Als Leser begleitet man Jennifer, Natalie und Brooke im Wechsel.
Bei Jennifer wurde angefangen als Mutter erzählt sie von ihrem Leben mit ihren Mädchen und auch die Beweggründe sie wegzugeben. Sehr außergewöhnlich und auch nicht immer leicht zu ertragen, doch Nahe an der Realität. Außerdem wird ihr Lebensweg in der richtigen Reihenfolge erzählt.
Anders bei Brooke und Natalie. Sie lernt man als Erwachsene in der Gegenwart kennen, sie erzählen über ihre Vergangenheit durch ihre Erinnerungen. Das Leben der Beiden konnte unterschiedlicher nicht sein.
Während Natalie adoptiert wurde und in behütenden Verhältnissen groß wurde, musste Brooke eine Pflegefamilie nach der anderen hinter sich lassen, die Zeit dazwischen verbrachte sie in einem staatlichen Heim. Ein schlimmes Schicksal, wenn man es so liest und man möchte hoffen das es nur Fiktion ist, doch ich befürchte es geht vielen Kinder so wie Brooke. Man kann gut verstehen warum sie so verkorkst ist. Wobei manche gewiss noch schlimmer dran sind.

Am Ende läuft alles auf das Warum hinaus und ob es eine Familienzusammenführung geben kann und wird. Hier und da gab es Sachen die etwas unrealistisch waren, das hatte aber weniger mit der eigentlichen Geschichte zu tun und ist für mich deswegen nicht so wichtig, doch es ist mir aufgefallen weil es unrealistisch ist und das in einem Buch das sehr Realitätsnah geschrieben ist.

Amy Hatvany hat hier eine schöne und rührende Familiengeschichte erzählt auf die es am Ende ankommt. Es war eine interessante und fesselnde Lektüre bei der die 512 Seiten kaum auffielen.

4buecher