[Rezension] Andrea Cremer & David Levithan – Was andere Menschen Liebe nennen



Andrea Cremer & David Levithan
Was andere Menschen Liebe nennen
ISBN 978-3-570-16355-9
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzerin: Bernadette Ott
ab 14 Jahren
Erschienen bei cbt
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Stephen ist einsam und das mitten in New York, doch dann trifft er auf seine Nachbarin Elizabeth, die lieber Jo genannt werden möchte. Mit ihr erlebt er was Zweisamkeit bedeuten kann, doch auch das nicht immer die Sonne scheint. Unheil steht schon bevor und es kann für alle Beteiligten gefährlich werden

Meine Meinung:
Das Buch Klang nach einer sehr romantischen Liebesgeschichte mir Unheil was droht. Gelesen habe ich eine Liebesgeschichte mit Fantasy Aspekt und das war anders als erwartet.

Der Einstieg war schon sehr überraschend, weil es Dinge gab, die so, für mich, nicht klar waren als ich mich für das Buch entschied. Doch es war ein leichter Einstieg. David Levithan und Andrea Cremer haben gut zusammen gearbeitet und haben sich perfekt ergänzt. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen, die Handlung ist etwas komplizierter, aber gut nachvollziehbar. Die Spannung war für mich zu Beginn und zum Ende hin am Größten.  Im Mittelteil empfand ich hin und wieder Längen, die ich aber nicht als so schlimm empfand, dass ich das Buch hätte nicht weiterlesen mögen. Denn gerade der Ausgang hat mich hier sehr neugierig gemacht. Alles ist möglich.

Es gibt nur wenige Figuren und alle sind für die Geschichte irgendwie wichtig.
Stephen ist der um den sich alles dreht. Er hatte bisher ein besonderes Leben und hat sich gut darin zurecht gefunden. Liebe kannte er nur von seiner Mutter, doch eine Freundin hatte er noch nie. Zu Lesen wie er diese erforscht war für mich schön. Es war ganz selbstverständlich, wie es sein sollte.
Elizabeth erscheint mir zu Beginn etwas kratzbürstig. Stephen stimmt sie milder und lässt die sympathischen Seiten raus kommen. Sie ist jemand der hinter den Leuten steht die sie mag und liebt. Ein unheimlich starke Figur auch wenn das zu Beginn nicht so scheint.
Es gibt noch Laurie, der Beruder von Liz, der überhaupt der Grund ist warum sie in New York wohnenl, Sean ein Nachbar, der mehr in Erzählungen erscheint als als wirkliche Figur und andere Familienmitglieder von Stephen und Liz. Zudem noch Millie und Saul, ein ganz besonderes Pärchen zu dem ich gar nicht mehr schreiben möchte um nichts vorweg zu nehmen.

Ich beendete eine Liebesgeschichte mit Fantasy Faktor. Gerade zum Schluss wurde diese für mich zum Pageturner. Das Ende mag nicht jedem gefallen um die Geschichte wirklich abzuschließen sollte der Leser seiner eigenen Phantasie den Lauf lassen.

4buecher

[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Morgen lieb ich dich für immer

 Jennifer L. Armentrout
Morgen lieb ich dich für immer 
ISBN 978-3-570-31141-7
Klappenbroschur
12,99 €
Übersetzerin: Gisela Schmitt
ab 14 Jahren
Erschienen bei cbt
Leseprobe

Inhalt:
Mallory und Rider kennen sich seitdem sie Kinder waren. Die Ereignisse der letzten Jahre führten jedoch dazu das sie sich nicht sahen. Nun geht Mallory auf die Highschool und läuft am ersten Tag Rider über den Weg. Es ist als ob sie nie den Kontakt verloren hätten. Beide haben viel auszuarbeiten, doch während früher Rider der Starke war ist es nun Mallory die Rider den Rücken stärkt.

Meine Meinung:
Morgen lieb ich dich für immer kommt mit einem Titel und einem Cover, das eine Liebesgeschichte vermuten lässt. Damit liegt man schon richtig, aber es ist eine ganz besondere Liebesgeschichte. Eine Geschichte zweier Pflegekinder die sich halt geben mussten um schlimme Dinge zu überstehen. Eine Liebe die viel tiefer geht als man es für das Alter vermuten würde.

Und doch ist es nicht kitschig. Alles was die Autorin schreibt kann man genauso nachempfinden. Nie hatte ich das Gefühl das sie übertreibt, es zu schnell oder zu langsam anging. Langeweile kam an keiner Stelle auf. Ich war gefesselt von dieser traurigen aber auch wunderschönen Geschichte. Von der Gewalt die Mallory und Rider erfahren mussten. von all den schönen Dingen die ihnen widerfahren sind. Kleinere Zankereien in der Schule würden mich in anderen Geschichten vielleicht Nerven, hier lockern sie das Geschehen auf und lassen alles so normal wirken.

Dabei sind die Protagonisten alles andere als Normal.
Mallory hat in ihrem viel durch machen müssen. Sie hat jetzt das Glück von einem Ehepaar adoptiert worden zu sein, das sie wirklich liebt. Doch vor vier Jahren noch lebte sie in einer Pflegefamilie in der jeder Laut zu viel war und Alkohol, Drogen und Gewalt an der Tagesordnung standen. So ist es nicht verwunderlich das sie Probleme hat mit anderen zu sprechen. Man liest wie sie Stück für Stück aus ihrem Schneckenhaus heraus kommt und immer stärker wird. Es dauert bis solche Trauma aufgearbeitet sind und so ist es auch hier. Alles kommt Stückchenweise, so dass es dem Leser und auch Mallory selbst kaum auffällt.
Rider hatte nicht ganz so viel Glück. Er ist Mallorys Beschützer gewesen, ihr großer Bruder der auf sie aufgepasst hat und sich für sie hat verprügeln lassen, damit es seiner Maus gut geht. Nach einem Ereignis vor vier Jahren kam er ins Heim und landete wieder bei einer Pflegefamilie. Doch auch wenn sich seine Pflegemutter um ihn kümmert, er ein Dach über den Kopf und genug zu Essen hat lebt er ganz anders als Mallory. Er sieht in sich das was die Umgebung zu sehen glaubt und meint er wäre nichts Wert.
Beide Figuren sind sehr starke Figuren sie wurden geprägt durch das was ihnen geschehen ist. Sie haben Freunde, die für sie da sind und doch können sie sich nur gegenseitig perfekt verstehen. Die gemeinsame Vergangenheit hat sie geprägt.

Am Ende steht eine Geschichte bei der ich nur bedingt schockiert war, schließlich weiß man dass das Jugendamt nicht immer alles sieht was es sehen sollte. Das Kinder misshandelt werden und das nicht nur, wie in dem Fall, von Pflegeeltern sondern auch von biologischen Eltern. Hier ist eine Geschichte entstanden die zeigt das misshandelte Kinder viele Jahre brauchen um das erlebte aufzuarbeiten und manche es sogar niemals richtig schaffen. Es ist aber auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, bei der es nicht zu schnell geht und das Pärchen die Zeit bekommt die es braucht. Für mich ein rundum gelungenes Jugendbuch.

[Rezension] Jörg Riehl – Bis ans Ende der Welt

Jörg Riehl
Bis ans Ende der Welt
ISBN 978-3-570-30083-1
Taschenbuch
Erschienen bei cbt

Inhalt:
Rasante Road- und Lovestory »down under«.
Ralf reist seiner neuen Liebe Kristine bis nach Australien hinterher, doch bei seiner Ankunft in Melbourne ist sie schon weitergeflogen. Gemeinsam mit ihrer australischen Freundin Miriam folgt Ralf Kristines Reiseroute entlang der Traumküste Australiens. Doch während die drei sich manchmal bloß um Stunden verpassen, entfernt sich Kristine immer weiter von Ralf – dafür kommt Miriam ihm immer näher …

Meine Meinung:
Der Roman wechselt immer aus der Sicht von Ralf zu der von Kristine, man liest wie die Beiden sich einige Male nur knapp verpassen und am Anfang geht es nur darum das Ralf Kristine findet, weil er sie liebt, wie er meint und das die perfekte Überraschung wäre. Ihn begleitet Miriam die Freundin von Ralf, selber Single und immer mehr fühlt Ralf sich zu ihr hingezogen. Ich finde das Buch gut geschrieben, es lässt sich leicht lesen, trotz der wechselnden Ansichten. Eine Liebesgeschichte mit vielen Höhen und Tiefen, wo das Ende allerdings abzusehen ist, wie ich finde.