[Rezension] Nicola Yoon – The sun is also a star

Nicola Yoon
The sun is also a star
ISBN 978-3-7915-0032-4
Hardcover
19,99€
Übersetzerin: Susanne Klein
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler

Inhalt:
Daniel und Natasha sind auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, als sie sich an einer Kreuzung begegnen. Während Daniel sind direkt in Natasha verliebt glaubt sie nicht an die Liebe. Doch Daniel gibt nicht auf und möchte Natasha überzeugen. Nicht ahnend das sie einen guten Grund hat ihn auf Abstand zu halten, denn am Abend soll sie abgeschoben werden.

Meine Meinung:
Nachdem mir Du neben mir so gut gefiel war ich auch sehr gespannt auf Nicola Yoons nächstes Werk. Schon von der Optik passt es gut zum Vorgänger und auch die Geschichte begeisterte mich genauso sehr wie Du neben mir.

Dabei ist dieses Buch anders geschrieben und für mich recht ungewöhnlich. Der Leser lernt Daniel und Natasha durch ihre Erzählungen kennen, doch auch Nebenfiguren bekommen ihre eigenen Kapitel und gar Ereignisse werde in besonderen Kapitel einzeln beleuchtet. Hier bleibt wirklich nichts im Unklaren.

Man einer mag es nicht wenn Abschnitte auch mal nur aus einem Satz bestehen. Hier kommt es hin und wieder vor und auch das es nur wenige Absätze sind, was die Protagonisten erleben und zu erzählen haben. Ich empfand das als sehr fesselnd, denn ein Kapitel geht ja noch und dann noch eins und so weiter.

Protagonisten sind Natasha und Daniel. Die sich zum Beginn der Geschichte noch gar nicht kennen. Doch der Leser lernt zunächst jede Person für sich kennen. Ihre Wünsche und Träume und auch ihre Gedanken zu ihrer Zukunft.
Während Natasha nicht zurück in ihre Heimat möchte, an die Wissenschaft glaubt und auf ihren Vater böse ist. Will Daniel nicht den Beruf erlernen den seine Eltern für ihn vorgesehen haben und hat Stress mit seinem Bruder. Beide Figuren könnten vom Denken und Handeln nicht verschiedener sein. Und doch nähern sie sich an, sehr zaghaft und langsam mit vielen wenn und aber, doch da stimmt die Chemie.

Die zentrale Frage dieser Geschichte, die für mich trotz des ungewöhnlichen Stils, leicht und flüssig zu lesen war, ist ob es sowas wie Schicksal gibt. Ist es vorbestimmt das man bestimmte Leute trifft oder doch eher Zufall. Hätte man die Person die man liebt auf jeden Fall getroffen nur eben anders. Wenn das Ereignis was zum Zusammen kommen geführt hat nicht existiert hätte. Eine Frage, die auch hier nicht wirklich beantwortet werden kann, denn Daniel hat Natasha ja getroffen. Ob es auch geschehen wäre wenn die Gegebenheiten anders gewesen wären weiß man einfach nicht.

Das Ende hatte mir gut gefallen. Allerdings hätte für mich der Epilog nicht sein müssen. Denn bevor man diesen liest war schon alles geklärt und in dem Fall auch zu meiner Zufriedenheit. Doch die Autorin hatte es sich wohl anders gedacht und hat einen Epilog geschrieben, der wohl nicht jedem gefallen wird, aber die Schicksalsfrage wieder aufgreift.