[Rezension] Angela Kirchner – Viel Näher als zu nah

 Angela Kirchner
Viel Näher als zu nah
ISBN 978-3-7915-0057-7
Hardcover
16,99 €
ab 13 Jahren
Erschienen bei Dressler
Leseprobe

Inhalt:
Lucas und Fey begegnen sich das erste Mal auf einer Party. Es knistert zwischen Ihnen, doch weiter geht es mit einem Knall. Bei einem Motorradrennen zwischen Lucas und seinem Freund Ben kommt es zum Unfall und im geschädigten Auto sitzt ausgerechnet Fey. Sie und ihre Freundin werden schwer verletzt. Einige Wochen später treffen sich Lucas und Fey wieder. Fey möchte Lucas hassen, doch was der Kopf sagt und das Herz will sind oft zwei unterschiedliche Dinge.

Meine Meinung:
Dieses Buch landete direkt nach der Programm Sichtung auf der Wunschliste. Der Klappentext machte mich sehr neugierig. Umso mehr freute ich mich als es ganz unerwartet in meinem Briefkasten landete.

Was direkt auffällt ist die Haptik des Buches. Es ist ein Altpapier graues Cover mit lila metallic glänzender Schrift und Blumen. Alles etwas eingestanzt und gehalten von einem Gewebeklebeband. Es ist das ungewöhnlichste aber auch mit das schönste Cover und das obwohl es so schlicht gehalten ist. Keine extra Folienbeschichtung nicht bunt. Einfach auf wesentlichste beschränkt. Wirklich sehr schön, viel schöner als es ein Bild am PC zeigen kann.

Nun war ich natürlich auch auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln gespannt und wurde auch hier nicht enttäuscht.
Der Rückentext sagt gar nicht so viel über die Ereignisse zu Beginn aus. Da ich den Programmtext nicht mehr so im Kopf hatte gab es schon zu Beginn einige Überraschungen für mich. Die Geschichte gestaltete sich von Anfang an spannend und fesselnd und wurde auch im Laufe der Zeit nie langweilig. Dafür vorhersehbar, denn das Ende war schon abzusehen, doch bis dahin gab es einige Wendungen die das Lesen interessant hielten.

Die Figuren sind Klasse und mit viel Tiefe beschrieben. Trotz ihrer Art mochte ich beide Figuren sehr gerne und konnte mich hier in alle Figuren gut rein versetzen.
Während es im Programm den Eindruck machte als ob die Geschichte aus Feys Sicht geschrieben wäre war es tatsächlich Lucas den wir die ganze Zeit begleiten. Man merkt wie er versucht wieder auf die Beine zu kommen und das, wenn es nach Außen vielleicht auch so aussieht, man einen Unfall nicht so schnell abschüttelt. Seine Gefühlswelt empfand ich als gut und passend beschrieben und das in allen Stationen der Verarbeitung.
Fey kommt hin und wieder zu Wort und das immer an den wichtigen Stellen. So erkennt man recht schnell das mehr hinter ihrer Kratzbürstigkeit steckt. Das sie einen guten Grund hat Lucas so zu behandeln wie sie es tut. Und während ich bei manchen Büchern sowas eher nervig finde, passte es hier perfekt. Fey überraschte mich immer wieder in dieser Geschichte. Sie handelte vollkommen unvorhersehbar und machte damit die ganze Story sehr interessant.
Ben ist auch eine wichtige Nebenfigur. Nicht nur weil er das Rennen mit Lucas gefahren ist und er sein bester Freund ist. Er ist ein echter Freund und brachte ein wenig Realität und normales Leben in die Geschichte.

Am Ende durfte ich ein Buch zu klappen das mich von Anfang bis Ende fesselte. Das ich für meine momentanen Verhältnisse nahezu verschlungen habe und das ich gerne weiter empfehlen möchte. Egal ob es um die sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte ging oder eben um die Verarbeitung des Unfalls. Beides ist hier untrennbar verwoben und macht das Buch so interessant.

[Rezension]Marah Woolf – Götterfunke 2: Hasse mich nicht

 Marah Woolf
Götterfunke 2: Hasse mich nicht
Band 2

ISBN 978-3-7915-0041-6
Hardcover
18,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler
Leseprobe

Inhalt:
Das neue Schuljahr beginnt und Jess ist froh das sie Cayden nicht mehr sehen muss. Doch dann steht er doch wieder vor ihr und sie muss sich wieder mit den Göttern auseinander setzen. Diese brauchen sie um Zeus Stellung halten zu können. Kann Jess Cayden wirklich hassen? Und wie soll es nun für sie weitergehen?

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt wie es mit in Götterfunke weiter geht. Schließlich gibt es hier eine Wette die läuft und ich konnte mir nach dem ersten Band kaum vorstellen das man diese unendlich mit den selben Figuren ausbauen kann.

Für den zweiten Band hat es auf jeden Fall noch gereicht. Ein kurzer Rückblick auf die Ereignisse hilft dem Leser wieder in die Geschichte rein zu finden. Ich hatte jedenfalls keine Probleme auch weil mir der vorherige Band sowieso noch recht präsent war.

Die Geschichte rund um Jess und die Götter ging spannend und fesselnd weiter. Ich habe jede freie Minute damit verbracht sie zu lesen um zu wissen wie dieser Band aus geht. Schade fand ich das Apoll doch recht wenig auftauchte. Der Fokus lag sehr auf Jess, Cayden, Zeus und Agrios. Apoll mutierte hier mehr zur Randfigur.

Es gab Momente in denen ich schon vorhersah was bald passieren wird. Anderes fand ich vollkommen überraschend. Das Ende dieses Bandes, zum Beispiel, hätte ich so nicht erwartet und macht noch neugieriger auf den Abschluss.

Die Figuren dagegen waren wenig überraschend. Jess himmelt wie fast alle Mädels Cayden an und hat Stress mit Robyn. Während ich ersteres nur bedingt verstehen konnte, hätte ich im Fall von Robyn nicht anders gehandelt. Dieses Mädchen brauchte einfach mal ein wenig Gegenwind und ich bin froh das sie diesen bekam.
Es gibt auch neue Figuren in der Geschichte, die mal mehr und mal weniger wichtig sind. Auf jeden Fall sind sie alle sehr einzigartig, so hatte ich gar keine Probleme mit den griechischen Namen.

Der dritte und Finale Band „Verlasse mich nicht“ kann man schon anlesen. Dieser erscheint im Frühjahr und wird garantiert gelesen. Nicht nur weil ich wissen will wie es ausgeht, sondern auch weil ich finde das man herrlich eintauchen kann in die Welt von Götterfunke.

[Rezension] Nicola Yoon – The sun is also a star

Nicola Yoon
The sun is also a star
ISBN 978-3-7915-0032-4
Hardcover
19,99€
Übersetzerin: Susanne Klein
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler

Inhalt:
Daniel und Natasha sind auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, als sie sich an einer Kreuzung begegnen. Während Daniel sind direkt in Natasha verliebt glaubt sie nicht an die Liebe. Doch Daniel gibt nicht auf und möchte Natasha überzeugen. Nicht ahnend das sie einen guten Grund hat ihn auf Abstand zu halten, denn am Abend soll sie abgeschoben werden.

Meine Meinung:
Nachdem mir Du neben mir so gut gefiel war ich auch sehr gespannt auf Nicola Yoons nächstes Werk. Schon von der Optik passt es gut zum Vorgänger und auch die Geschichte begeisterte mich genauso sehr wie Du neben mir.

Dabei ist dieses Buch anders geschrieben und für mich recht ungewöhnlich. Der Leser lernt Daniel und Natasha durch ihre Erzählungen kennen, doch auch Nebenfiguren bekommen ihre eigenen Kapitel und gar Ereignisse werde in besonderen Kapitel einzeln beleuchtet. Hier bleibt wirklich nichts im Unklaren.

Man einer mag es nicht wenn Abschnitte auch mal nur aus einem Satz bestehen. Hier kommt es hin und wieder vor und auch das es nur wenige Absätze sind, was die Protagonisten erleben und zu erzählen haben. Ich empfand das als sehr fesselnd, denn ein Kapitel geht ja noch und dann noch eins und so weiter.

Protagonisten sind Natasha und Daniel. Die sich zum Beginn der Geschichte noch gar nicht kennen. Doch der Leser lernt zunächst jede Person für sich kennen. Ihre Wünsche und Träume und auch ihre Gedanken zu ihrer Zukunft.
Während Natasha nicht zurück in ihre Heimat möchte, an die Wissenschaft glaubt und auf ihren Vater böse ist. Will Daniel nicht den Beruf erlernen den seine Eltern für ihn vorgesehen haben und hat Stress mit seinem Bruder. Beide Figuren könnten vom Denken und Handeln nicht verschiedener sein. Und doch nähern sie sich an, sehr zaghaft und langsam mit vielen wenn und aber, doch da stimmt die Chemie.

Die zentrale Frage dieser Geschichte, die für mich trotz des ungewöhnlichen Stils, leicht und flüssig zu lesen war, ist ob es sowas wie Schicksal gibt. Ist es vorbestimmt das man bestimmte Leute trifft oder doch eher Zufall. Hätte man die Person die man liebt auf jeden Fall getroffen nur eben anders. Wenn das Ereignis was zum Zusammen kommen geführt hat nicht existiert hätte. Eine Frage, die auch hier nicht wirklich beantwortet werden kann, denn Daniel hat Natasha ja getroffen. Ob es auch geschehen wäre wenn die Gegebenheiten anders gewesen wären weiß man einfach nicht.

Das Ende hatte mir gut gefallen. Allerdings hätte für mich der Epilog nicht sein müssen. Denn bevor man diesen liest war schon alles geklärt und in dem Fall auch zu meiner Zufriedenheit. Doch die Autorin hatte es sich wohl anders gedacht und hat einen Epilog geschrieben, der wohl nicht jedem gefallen wird, aber die Schicksalsfrage wieder aufgreift.