[Rezension] Debbie Johnson – Weihnachten mir Dir

Debbie Johnson
Weihnachten mit dir
Band 2

ISBN 978-3-453-58060-2
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Irene Eisenhut
Erschienen bei Heyne
Leseprobe

Inhalt:
Becca hasst Weihnachten schon seitdem sie ein Kind war. Weihnachten bedeutet für sie der Horror Pur. Trotzdem hat sie sich auf den Weg nach Dorset gemacht um mit ihrer Schwester, ihrer Nichte und ihrem Neffen die Feiertage zu verbringen. Immer im Hinterkopf so schnell wie möglich wieder nach Hause zu fahren, doch dann kommt es doch ganz anders…

Meine Meinung:
Frühstück mit Meerblick habe ich förmlich verschlungen und die Geschichte ist mir noch sehr präsent. So wartete ich gespannt auf den Weihnachtsroman rund um das kleine gemütliche Cafe in Dorset.

Die Einleitung der Autorin erklärt schon das Becca so ganz anders als ihre Schwester ist und das merkt man recht schnell. Das machte es mir zu Beginn etwas schwer in die Geschichte zu finden, legte sich aber rasch wieder und ich hatte überwiegend Spaß an dem Buch.

Der Schreibstil ist wiedermal wunderbar flüssig ohne Schnörkelei. Überwiegend empfand ich die Geschichte auch als fesselnd, doch uferte die Autorin manches Mal in ihren Beschreibungen etwas aus ohne das es mir das Feeling brachte was sie sich vielleicht vorstellte zu vermitteln. Eine Weihnachtsstimmung wollte bei mir allerdings auch nicht so wirklich aufbauen und so sehe ich es eher als Liebesgeschichte die nur zu der Zeit geschrieben ist weil es um Weihnachtswunder geht und Becca ein kleiner Weihnachtgrinch ist.

Als Debbie Johnson in der Einleitung ein bisschen was über Becca schrieb befürchtete ich fast schon schlimmstes. Ich hatte Bange das mir das Buch nicht gefällt weil ich mit der Hauptfigur nicht klar kam, doch ihre ruppige Art war durch liebenswerte Momente entschärft. Sie war nicht nur grummelig, eher merkte man recht schnell das sie durchaus liebenswerte Seiten hatte, die sie selbst gar nicht sah. Becca entwickelte sich in Dorset immens weiter und wurde für mich zu einer ganz besonderen Figur.
Schön fand ich das man nicht nur auf Laura, Matt und die Kinder aus dem ersten Band traf, sondern auch auf Edie, Cherie und Sam ohne sie wäre es einfach nicht dasselbe gewesen und auch nur halb so lustig.

Das Ende empfand ich als vorhersehbar, aber es ist ein Liebesroman ^^ Somit nicht wirklich eine Überraschung. Insgesamt hätte ich gerne noch mehr aus Dorset lesen können und hoffe auf weitere Fortsetzungen.

4buecher

[Rezension] Wulf Dorn – Die Kinder



Wulf Dorn
Die Kinder
ISBN 978-3-453-27094-7
Hardcover
16,99 €
Erschienen bei Heyne
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Laura Schrader wird aus ihrem Unfallwagen gerettet, im Kofferraum die Leiche ihrer Nichte Mia. Die Polizei ermittelt nun was passiert ist und zieht den Psychologen Robert Winter hinzu. Er lässt Laura erzählen und kann kaum glauben was er hört. Eine Geschichte die weit von der Wahrheit entfernt sein muss oder eine große Gefahr birgt.

Meine Meinung:
Wie viele andere habe ich das neue Buch von Wulf Dorn sehnsüchtig erwartet. Ich war sehr gespannt darauf was er sich diesmal hat einfallen lassen. Der Thriller war dann ganz anders als von ihm gewohnt. Nicht unbedingt schlecht, aber für mich auch nicht so gut wie seine anderen Bücher.

Die Story beginnt mit dem Auffinden von Laura Schrader, alles ist sehr mysteriös und undurchsichtig. Warum hatte sie da einen Unfall, wieso die Leiche im Kofferraum und vor was will sie ihren Schwager warnen? So ist man natürlich neugierig auf den Fortgang der Geschichte und ist schon gefesselt.
Der weitere Verlauf hat aber dann schon seine Spannungsabfälle. Die Geschichte die Laura Schrader zu erzählen hat ist gespickt mit Ereignissen in denen Kinder irgendwie Leiden müssen und zunächst weiß man auch nicht was diese Ereignisse mit der Geschichte zu tun haben. Doch das erfährt man beim weiterlesen.
Man kann sagen hier gilt die Devise Kinder an die Macht, jedoch nicht unbedingt positiv. Es gibt Passagen die schon etwas, wie soll ich es beschreiben, mystisch fantastisch sind. Da sprechen Ungeborene zu ihren Müttern und zeigen Bilder. Nur um einen Part zu nennen. Andere Passagen sind dann wieder recht Realitätsnah.

Die Figuren sind auf wenige beschränkt und alle blieben für mich recht blass. Egal ob es Laura Schrader ist, die ihre Ereignisse schildert oder der Psychologe Robert Winter. Sie alle haben eine Funktion, aber man erfährt nur recht wenig über sie. Geradeso genug für die Geschichte, aber zu wenig um sich wirklich in sie rein versetzen zu können. So liest man dieses Buch um zu wissen wie es am Ende ausgeht, aber nicht um mit den wirklich Figuren mitzufiebern.

Die Auflösung empfand ich dann schon als zu abgehoben und nicht wirklich logisch, da hilft es nicht das die Fragen die ich mir am Ende stelle auch eine der Figuren stellt. Fragen auf die es eigentlich keine zufriedenstellende Antwort gibt. Es ist aber schon so, dass alle Anfangsfragen beantwortet wurden.

Eins zeigt dieser Thriller auf jeden Fall. Wir sollten unseren Kindern ein besseres Erbe hinterlassen, denn alle die Schlagzeilen und Ereignisse in diesem Buch geschehen vielfach am Tag auf der ganzen Welt und sorgen nicht für eine schöne Zukunft.

[Rezension] Debbie Johnson – Frühstück mit Meerblick

 Debbie Johnson
Frühstück mit Meerblick
ISBN 978-3-453-42198-1
Klappenbroschur
9,99 €
Übersetzerin: Hanne Hammer
Erschienen bei Heyne
Leseprobe

Inhalt:
Laura möchte zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes in den Urlaub fahren. Da kommt ihr ein Arbeits-Urlaub am Meer in einem kleinen Café gerade Recht. Im Comfort Food Café ist der Name Programm und sowohl Laura wie ihre Kinder fühlen sich dort sehr wohl. Der Tierarzt Matt ist einer der Gründe warum Laura ihre Zeit dort genießt, doch irgendwann sind auch die schönsten Ferien mal zu Ende.

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Debbie Johnson war für mich schon ein Highlight. So musste ich nur kurz überlegen ob ich das nächste Buch lesen mag.

Der Einzige Grund überhaupt zu überlegen war die Geschichte mit dem Meer. ich weiß das ganz viele diese Romane mögen die mit Meer oder Inseln zu tun haben. Für mich waren sie bisher nichts. Hier ist das Meer aber auch nur Beiwerk und so konnte ich die Geschichte vollends genießen.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich leicht lesen. Der Plot ist nicht neu, aber dafür ganz zauberhaft und wunderschön umgesetzt.
Die Autorin gibt der Geschichte viel Zeit, aber doch nicht so viel das es langweilig werden könnte

Das liegt auch an den vielen Figuren die für die Geschichte wichtig sind. Manche sind auch nur Randfiguren, aber sie haben ihre eigene Lebensgeschichte und gestalten die Geschichte sehr interessant. Für mich machen diese kleineren und größeren Schicksale und der Umgang damit, dieses Buch aus.
Sie wird erzählt aus Sicht von Laura. Sie hat einen harten Schicksalsschlag hinter sich und möchte mit ihren Kids Ferien weit weg von Zuhause machen um einfach mal wieder durch zu atmen. Ich konnte mich recht schnell in die Figur rein versetzen und hatte kein Problem damit sie zu begleiten. Sie trauert nach zwei Jahren immer noch und kommt nur langsam aus dieser Trauer heraus. Der Urlaub in Dorset hilft ihr dabei und man merkt wie sie sich wandelt.
Matt ist der Mann der sie fasziniert und der ihr immer näher kommt. Ich fand man erlebt nur sehr wenig von ihm, aber wenn dann war es sehr intensiv.
Es gibt so viele liebevoll gestaltete Figuren das es zu viel werden könnte sie hier alle aufzulisten und obwohl es so viele sind kann man sie dank ihrer Tiefe alle recht schnell auseinander halten.

Frühstück mit Meerblick ist ein Liebesroman der nicht kitschig ist, aber auch nicht mit irgendwelche Bettszenen aufwartet. Hier kann Liebe langsam wachsen, dafür hat die Autorin  gesorgt und so eine wunderschöne Liebesgeschichte geschaffen die bis zum Ende hin fesselnd und unterhaltsam ist.

[Rezension] Paul Cleave – Der Tod in mir

Paul Claeve
Der Tod in mir
ISBN 978-3-453-43511-7
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei Heyne

Inhalt:
Wenn die inneren Dämonen erwachen

Als sein Vater als Serienmörder verhaftet wird, ist Edward Hunter noch ein Kind. Es gelingt ihm, die Vergangenheit abzuschütteln. Mittlerweile selbst Familienvater, führt er ein beschauliches Leben in Christchurch, Neuseeland. Doch plötzlich holt ihn die Gewalt wieder ein. Bei einem brutalen Banküberfall wird Edwards Frau Jodie kaltblütig erschossen. Der Schmerz des Verlusts droht Edward zu überwältigen. Und als wenig später seine kleine Tochter entführt wird, erwacht in Edward ein Dämon, der nur eins verlangt: Rache.

Meine Meinung:
Eddie ist 9 Jahre als als sein Vater, der zu Hause immer ganz der liebe Vater und Ehemann war, verhaftet wird weil er in 25 Jahren mindestens 11 Prostituierte umgebracht hat. Seine Mutter bringt sich ein Jahr später selber um und seine Schwester stirbt mit 19 nachdem sie vorher auf den Strich ging und Drogensüchtig war. Eddie kommt zu seinen Großeltern väterlicherseits und schafft es ein normales Leben zu führen. Er lernt Jodie kennen der er seine Vergangenheit berichtet, wenn auch erschrocken bleibt sie bei ihm. Beide sind Buchhalter und haben eine Tochter Sam. Eine Woche vor Weihnachten beginnt ein ganz normaler Tag. Sam wird in die Schule gebracht, Eddie und Jodie fahren an die Arbeit und essen Mittags zusammen. Anschliessend gehen sie zur Bank. Zwei Minuten vor ihrem Termin wird die Bank von 6 brutalen Gangstern überfallen, sie erschiessen den Geschäftsführer und wollen noch die Kassiererin mitnehmen, da schreitet Eddie ein mit dem Ergebnis das sie Jodie mitnehmen allerdings nur bis sie im Auto ist, dann wird sie erschossen…. Wow was eine Spannung. Das ist einer der wenigen Thriller wo mir beim Lesen ein Schauer über den rücken läuft. Mal ehrlich ich bin Fan von Saw und ähnlichen Filmen aber das Buch verfilmt wäre um längen besser. Ich frag mich immer wie ein Auto auf so viele Grausamkeiten kommen kann und das dann noch so Schlüssig und mit Geschichte das es nicht nur Gemetzel ist. Ein Großartiges Buch das sich super liest und das man kaum aus der Hand legen mag. Habe ich auch nicht seidenn ich musste ;-). Nun freue ich mich noch mehr auf das andere Cleave Buch das auf meinem SuB liegt