[Rezension] Mhairi McFarlane – Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

 Mhairi McFarlane
Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt 
ISBN 978-3-426-51984-4
Klappenbroschur
10,99 €
Übersetzerin: Maria Hochsieder
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Edie ist auf der Hochzeit von Arbeitskollegen als es zu einem Kuss mit dem Bräutigam kommt. Leider ertappt sie die Braut und so beginnt ein Spießrutenlaufen für Edie. Sie die geküsst wurde wird nun beschimpft und gemobbt. Sie flüchtet nach Hause um dem ganzen zu umgehen und bekommt von ihrem Chef die Chance sich als Ghostwriterin für die Biografie von Elliot Owen zu versuchen bis sich die Aufregung an der Arbeit gelegt hat. Eine Chance die sie mit einem mulmigen Gefühl ergreift auch wenn sich Elliot erst als Nervensäge darstellt.

Meine Meinung:
Ich mochte schon Es muss wohl an Dir liegen recht gerne, so dass ich gespannt auf den Folgeband war, der aber eine vollkommen eigenständige Geschichte ist.

Den Beginn empfand ich als etwas holprig. Ich musste mich erstmal wieder an den Schreibstil gewöhnen, wo ich gerade erst ein Kinderbuch gelesen hatte. Dazu kam das ich auch diese Geschichte bei der Hochzeit als etwas hacklig empfand. Erst nach dem schicksalhaften Kuss wurde es für mich besser und ließ sich sehr gut lesen.

Die Geschichte fing für mich erst richtig in Nottingham an, alles andere war der Grund für Edies Reise in ihre Heimatstadt und für viele viele oberflächlichen Abschnitte die noch folgten, wobei das nicht negativ im Bezug auf das Buch gemeint ist, eher oberflächlich weil Edies Bekanntschaften in London mehr wie oberflächlich waren.
Es gibt hier viele Baustellen an denen Edie zu Kämpfen hat, das öffentliche Mobbing wegen dem Kuss, Vergangenheitsdinge die aufgearbeitet werden müssen, der Kampf mit sich selbst und natürlich der Part als Ghostwriterin. Das Buch hat 540 Seite, sehr viel für einen Roman in der Sparte wie ich finde, doch das vollkommen berechtigt. Die Autorin lässt sich und ihren Figuren eine normale Zeit und macht keine Hektik. Die Geschichte und die Figuren dürfen sich in Ruhe entwickeln, das ist einer der Gründe warum es nie langweilig wurde. Ein anderer ist die gute Mischung von Liebe, Streitigkeiten, Geschwisterzwist, Humor, Ernsthaftigkeit und Freundschaft. Eine Geschichte mit tiefsinnigen aber auch lustigen Dialogen, mit der, für mich, genau richtigen Art von Humor.

Figuren gibt es hier einige, wenn man die ganzen oberflächlichen Arbeitskollegen dazu zählt die Edie mobben. Doch die wichtigsten Personen sind recht schnell aufgezählt.
Edie, sie hat schon Monderwertigkeitskomplexe. Sie muss etwas regeln können oder läuft davor weg. Etwas dazwischen geht nicht. Meistens läuft sie weg. Das bleibt auch lange Zeit so. Dabei ist sie durchaus kein Naivchen, sondern eine Frau die weiß was sie will. Sie kann es nur nicht immer umsetzen. Die Entwicklung hier geschieht ganz nebenher. Es gibt immer wieder Kapitel in denen man es ganz plötzlich bemerkt.
Elliot, der Schauspieler, der das Berühmt-sein eigentlich gar nicht will. Man lernt jemand scheinbar oberflächlichen kennen und merkt recht schnell dass da hinter der Fassade viel mehr ist. Ich mochte Elliot von Beginn an und verstand auch das manch eine Aktion eher ein Schutz war. Am Ende überraschte mich diese Figur jedoch trotzdem am Meisten.
Meg und Edies Dad, die einzige Familie die sie noch hat. Hier gibt es genügend Zündstoff für Streitigkeiten, die aber stellenweise auch sehr amüsant waren.
Margot die exzentrische Nachbarin die nicht mehr möchte als Unterhaltung. Eine wichtige Figur für die Geschichte auch wenn man es zeitweise nicht vermutet hätte. Eine schrullige alte Dame zum liebhaben.
Dazu die Freunde von Edie Hannah und Nick, die hinter ihr stehen und zeigen was Freundschaft bedeutet.
All das sind die Figuren die für Edie wichtig sind. Wichtig für die Geschichte sind da natürlich noch die Arbeitskollegen die auch einiges an Zündstoff rein bringen und damit aber die Geschichte nicht zu einer Liebesschnulze werden lassen.

Das Ende war für mich dann doch überraschend auch wenn die Autorin dem Leser offen gelassen hat wie es ausgehen soll war eine Richtung zu erkennen. Bis dahin gab es viele Unwägbarkeiten und Wendungen die diesen Roman wirklich lesenswert machen.

4buecher

[Rezension] Sebastian Fitzek – AchtNacht

 Sebastian Fitzek
AchtNacht
ISBN 978-3-426-52108-3
Klappenbroschur
12,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Was wäre wenn es einen Tag im Jahr geben würde an dem man die Möglichkeit hat seinen stärksten Feind für eine Todeslotterie zu nominieren?
Was wäre wenn es einen Menschen gibt auf den ein Kopfgeld von 10 Millionen Euro ausgesetzt wurde und Du eine Nacht Zeit hast Dir dieses Geld zu verdienen in dem Du ihn tötest. Würdest Du mitmachen bei der AchtNacht?
Benjamin Rühmann ist genau diese Person. Gezogen bei der Todeslotterie kämpft er eine Nacht ums überleben. Gegen zwielichtige Gestalten, aber auch gegen einen Mob deren Menschen einfach nur das Geld wollen und sonst ganz gesetzestreue Bürger sind. Wird er die Nacht überleben?

Meine Meinung:
Nach „Das Paket“ war ich skeptisch ob mir der nächste Thriller von Sebastian Fitzek wieder so gut gefallen würde wie davor. Die Story klang spannend und sie war es auch. Fitzek konnte mich hier wieder abholen und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite.

Dabei ist schon die Frage spannend ob man selbst einen Kandidaten für die AchtNacht hätte. Mir würde da ehrlich gesagt keiner einfallen. Ich wünsche niemanden den Tod, egal aus welchen Gründen. Doch hier wurde jemand nominiert und er muss nun eine Nacht um sein Leben bangen.

Die Geschichte ist diesmal nicht so wirr, wie beim Vorgänger. Klar strukturiert mit einer Abfolge von Ereignissen kam ich gut mit, musste nicht mehr überlegen als wer wohl derjenige hinter der AchtNacht ist und wer Ben nominiert hat. Der Schreibstil war dabei gewohnt leicht zu lesen und die Kapitel beginnen jeweils mit Name der Person die man begleitet und Angabe von  Ort und Zeit. Die Jagd findet in Berlin statt und auch wenn mir die Orte nichts sagten fühlte ich mich in der Umgebung wohl einfach weil mir die Stadt bekannt ist.

Es gibt nicht so viele Personen in diesem Thriller, wenn man einmal von dem jagenden Mob absieht.
Benjamin Rühmann, genannt Ben hat genug Gewissensbisse für alles Figuren der Geschichte. Er hat für sich große Schuld auf sich geladen und versucht damit zu Leben. Er ist eine gescheiterte Existenz ohne Job und getrennt von seiner Familie die er liebt. Er ist einer der Gejagten in der AchtNacht.
Arezu ist die andere Kandidatin der AchtNacht. Um es spannender zu gestalten gibt es einen Ersatzkandidaten. Sie verursachte bei mir viele Fragezeichen, weil man so wenig von ihr erfährt. Wie lebt sie, hat sie Freunde, Familie. Außer das sie studiert erfährt man nicht viel von ihr und auch zunächst nicht warum sie nominiert wurde.
Es gibt noch zwei Figuren die der Leser extra begleitet, die noch ein wenig Spannung ins Spiel bringen außerdem noch Bens Familie. Für mich persönlich genau die richtige Anzahl und Mischung an Figuren.

Einen möglichen Ausgang der Geschichte erahnte ich schon recht früh. Doch das empfinde ich nicht als schlecht, denn bis zum Ende gab es genug überraschende Wendungen in der Geschichte, die ich dann doch nicht erahnt hätte.
AchtNacht ist für mich ein Szenario das so hoffentlich, dank Menschenrechte, nie geschehen wird und das Sebastian Fitzek  gekonnt beschrieben hat um dem Leser spannende Lesestunden zu bereiten.

4buecher

[Rezension] Michael Tsokos – Zerbrochen

 Michael Tsokos
Zerbrochen
Band 3

ISBN 978-3-426-51970-7
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Ein Jahr ist vergangen seitdem Fred Abel schwer verletzt wurde. Nun ist er wieder im Dienst und soll den Fall des „Darkroom-Killers“ bearbeiten.
Doch lange kann er sich nicht darauf konzentrieren, denn seine Kinder sind verschwunden. Sie waren zu Besuch in Berlin und wurden entführt. Für Abel zählt es jetzt nur noch seine Kinder zu finden, doch wer ist derjenige der Abel Schaden will.

Meine Meinung:
Ich habe mich schon nach Zerschunden auf die Fortsetzung gefreut. Las dann natürlich zunächst Zersetzt, was mich aber nur bedingt weiter brachte, und hoffte nun mit Zerbrochen endlich eine Aufklärung zu bekommen.

Mit Zerbrochen setzt Michael Tsokos, für mich, perfekt an den ersten Band an. Sowohl die Spannung wie die ganze Handlung haben mich ans Buch gefesselt, das hatte ich im zweiten Band nicht ganz so sehr. So begann ich dieses Buch auch ein wenig mit der Sorge das es mir nicht zusagen könnte, aber diese Sorge war recht schnell verflogen.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die Handlungen aus den Vorgängern die wichtig waren für diese Geschichte waren mir recht schnell präsent, auch weil es geschickt eingebrachte Rückblicke gab. Zerbrochen sollte man trotzdem nicht lesen ohne vorher die anderen beiden Bände zu kennen. Die Rückblicke sorgen für Anschubser bei den Erinnerungen, die komplette Geschichte muss einem natürlich selber einfallen.

In Zerbrochen finden alle Bände ein gemeinsames Ende. Auch wenn die Vorgänger in Teilen abgeschlossen waren, wurden hier noch die letzten Sachen abgeklärt. So kam alles zu einem gemeinsamen Ende.

Schön fand ich das man viele alte Bekannte trifft.
Fred Abel ist verändert durch den Angriff auf ihn. Er scheint ruhiger und nachdenklicher zu sein. Das mag aber auch daran liegen das man mit Kindern nicht mehr so leichtsinnig ist, sondern bedachter vorgeht. Mir gefiel Abel im letzten Band sehr gut. Seine Sorge war authentisch, er brachte mich zum mitfiebern.
Auch wieder dabei ist Lars Moewig, ihn hat Abel im ersten Band aus dem Gefängnis geholt. Eine Figur die viel Raum einnimmt und die ich mir bildlich gar nicht so vorstellen konnte wie sie beschrieben wird. Eben weil er zwar gefährlich wirken soll, es aber gar nicht ist. Er ist ein Fels in der Brandung und guter Freund für Abel, jemand der die Drecksarbeit macht, aber auch das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Es gibt noch einige andere Figuren. Kollegen von Abel, aber auch seine Kinder nehmen viel Raum ein in der Geschichte. Die Szenen mit Ihnen in der Zeit der Entführungen fachen die Spannung sehr an.

Am Ende ist alles restlos aufgeklärt. Gespickt mit realen Fällen wie der Darkroom-Killer-Fall, der mir gar nicht geläufig war, aber auch dem Attentat in Istanbul auf eine deutsche Touristengruppe ist dieser Thriller eine ganz besondere Geschichte. Realität und Fiktion sind hier perfekt vermischt. Am Ende stehen wieder ein paar Worte vom Co-Autor Andreas Gößling und auch Worte von Michael Tsokos in denen unter anderem die wahren Fälle der Geschichte benannt werden.

[Rezension] Sebastian Fitzek – Der Seelenbrecher

Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher
ISBN 978-3-426-63792-0
Taschenbuch
7,95
Inhalt:
Sie wurden nicht vergewaltigt
Nicht gefolter. Nicht getötet.
Ihnen geschah viel schlimmeres
Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den „Seelenbrecher“ nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher das es kein entkommen gibt…
Meine Meinung:
ein Satz fällt mir direkt ein: Nichts ist so wie man denkt. Studenten sitzen auf Einladung in einer Vorlesung eines Professors, sie beteiligen sich an einem Experiment indem es nur darum geht eine Patientenakte zu lesen, doch die hat es in sich. Sie handelt von Caspar, der nicht weiß wer er ist was passiert ist und wie seine Vergangenheit ist und es handelt vom Seelenbrecher…
Wie gesagt nicht scheint so wie es ist. Meinen zweiten Fitzek Roman würde ich so ganz kurz zusammenfassen. Ein Klasse Thriller, was ich schon fast nicht anders erwartet habe, der einen in die Irre führt. Die Spannung ist greifbar auch wenn immer wieder zwischendrin eine Art Pause ist, wirklich raus kommt man aus der Spannung nie, mir ging es eher so das ich dachte nun soll es weiter gehen. Dem Leser wird etwas so sehr nah gebracht das er es glaubt und am Schluss echt überrascht wird. Das macht Spaß, denn so wird das Buch nicht langweilig und man mag gar nicht das es endet. Der Schreibstil ist lebendig und flüssig und auch das Cover passt perfekt. Wer das Buch selber liest wird sehen was ich meine. Nur das letzte Rätsel habe ich nicht gelöst bekommen. Werde gleich mal googlen denn ich kannte es schon kann mich nur nicht mehr an die Lösung erinnern

[Rezension] Andrea Koßmann – Männertaxi

Andrea Koßmann
Männertaxi
ISBN 978-3-426-50488-8
Taschenbuch
8,99 €
Inhalt:
Kitschige Liebesfilme sind super. leckerer Rotwein auch. Und natürlich ein Verwöhnabend mit der besten Freundin. Aber manchmal braucht man einfach einen Mann…oder?
Warum kann man Männer eigentlich nicht so einfach bestellen wie eine Pizza:“Ich hätte gerne die Nummer 12, bitte extrascharf“? Isa will diese Marktlücke schließen und beginnt mir Vergnügen, die „Speisekjart“ zusammenzustellen- Sie ahnt nicht, dass das Männertaxi nicht nur das (Liebes-)Leben ihrer Kundinnen beflügelt, sondern schon bald auch ihr eigenes durcheinanderwirbeln wird…
Meine Meinung:
Isa und Pia sind Freundinnen seitdem Isa eine Anzeige von Pia gelesen hat „Fingernageldepressionen? Das muss nicht sein Pia hilft“ Pia hat geholfen und wohnt nun auch schon seit zwei jahren über Isa. Isa und Pia sind Singles, Isa war mal mit Tom zusammen der dann mit seiner Praktikantin fremd ging, ausserdem gab es da noch Sven, den sie sich nur fürs Bett suchte der sich aber in sie verliebt hat und nun täglich SMS schreibt das sie es sich doch bitte überlegen soll. Aber Isa will nur Sex und keine Beziehung. An einem Frauenabend sitzen Pia und Isa zusammen bestellen sich Pizza und sinnieren das es doch schön wäre wenn es eine Möglichkeit gebe Männer wie Pizza bestellen zu können. Kaum ausgesprochen planen die beiden eifrig setzen eine Annonce in die Zeitung und bekommen auch mehrere Bewerbungen, das erste Vorstellungsgespräch ist ausgemacht und Isa soll es führen….
Wahhh nun ist es zu Ende und ich weiß gar nicht ob ich mich freuen soll (warten ja schließlich noch gaaaaanz viele Bücher auf meinem SuB) oder traurig sein denn ich hätte lesen können und lesen und lesen und….na ihr wisst schon. Ich habe eine zeit lang überwiegend Frauenromane gelesen, aber nach und nach sind diese immer mehr den historischen Romanen, Krimis und Thriller gewichen. Aber das Männertaxi macht echt wieder Lust auf mehr. Ich liebe es bei Kossi auf dem Blog zu lesen (als letztes ihr geniales 2. Weihnachtsbacken) und genau das spiegelt sich eben in ihrem Roman wieder. Der ist so lustig das man ihn besser nur zu Hause liest bei lieben menschen die dich nicht gleich einliefern lassen wollen weil du andauernd laut loslachst, oder dich fragen welche Drogen Du genommen hast. Wobei die Droge ja „nur“ Männertaxi heisst. Diese Geschichte rund um die Geschäftsidee von Isa und Pia, um verschiedene Männer, Liebe und Leid, Geborgenheit usw. ist so herrlich erfrischend das ich nicht aufhören wollte zu lesen. Aber nun ist Ende bleibt zu hoffen das es von Kossi irgendwann (am besten bald) wieder so einen Klasse Roman gibt.
 

[Rezension] Iny Lorentz – Dezembersturm

Iny Lorentz
Dezembersturm
ISBN 978-3-426-50405-5
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Der neue Bestseller von der Autorin der „Wanderhure“! Ostpreußen 1875: Die junge Lore lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Nikolaus von Trettin. Lore hält diesen für verarmt und ahnt nicht, dass er sein Geld beiseitegeschafft hat, um es ihr nach seinem Tod zu vererben sehr zum Ärger seines Neffen, der nur einen Gedanken hat: Er muss die Rivalin aus dem Weg schaffen. Um sie zu retten, schmiedet Nikolaus einen tollkühnen Plan: Lore soll nach Amerika auswandern und so ihrem geldgierigen Verwandten entkommen. Doch auf ihrer Reise in die Neue Welt lauern viele Gefahren auf das junge Mädchen

Meine Meinung:
Lore ist Waise, den einzigen den sie noch hat ist ihr Großvater, der nach einem Schlaganfall sehr geschwächt ist, dazu gibt es noch einen Onkel, der dem Großvater das Gut von Trettin genommen hat und nach dem Tod vom Großvater der neue Vormund von Lore wäre. Das will der Großvater aber verhindern und trifft alle Vorkehrungen und schickt Lore mit dem Dienstmädchen Elsie Richtung Amerik, leider läuft dann doch nicht alles so wie der Großvater es geplant hatte. Ich mag die Bücher von Iny Lorentz und bisher hatte ich kein einziges was ich nicht gerne gelesen habe oder wo ich dachte Mensch ist das schlecht. Das war auch hier wieder so, von Anfang an ist Spannung in der Geschichte, diese zieht sich durch das gesamte Buch und lässt einem kaum Verschnaufpausen. Ich finde es hat etwas von einem Historischen Krimi, auch wenn nicht wirklich ein Mord oder anderes aufzuklären ist, aber Verbrechen gibt es genug. Ich hatte sehr viel Spaß beim lesen und fand die einzelnen Figuren sehr interessant und gut passend für die Geschichte. Ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Romanen von Iny Lorentz gibt es hier mal keine Schlachten, die mir persönlich auch nicht fehlen und trotz vieler Protagonisten verliert man nicht den Überblick. Für mich wiedermal ein gelungener Roman von Iny Lorentz

 

[Rezension] Anne Hertz – Sternschnuppen

Anne Hertz
Sternschnuppen
ISBN 978-3-426-62978-9
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
»Weißt du« versuche ich zu erklären,
»ich mache nur Dinge, in denen ich gut bin.«
»Aber das ist sehr schade.
Dann verpasst du viel vom Leben.«

Bei Svenja läuft alles nach Plan: Gerade hat sie ihren Traumjob angenommen und ist auf dem Sprung nach ganz oben. Doch dann wird sie schwanger – und ist kurze Zeit später auch noch ihren Freund los. Was nun? Svenja hat nicht vor, zu verzweifeln. Eine echte Karrierefrau zieht Kinder auch ohne Kerl mühelos auf! Man muss sich nur organisieren. Zu Svenjas ausgefeiltem Plan gehört natürlich ein Kindermädchen. Aber das will sich einfach nicht finden lassen – bis der junge Russe Alexej auftaucht. Seine Qualifikation: fünf jüngere Geschwister. Sein Lebensstil: abenteuerlich. Seine Wirkung auf Frauen: enorm. Kann das gut gehen?

Meine Meinung:
Die Geschichte fängt eigentlich mittendrin an, der Prolog fängt damit an wie Svenja im Taxi mit Sascha auf dem Weg zum Krankenhaus ist, mit Wehen. es wird kurz aber ausführlich erzählt das sie als sie ankam untersucht wird und am Ende die Entscheidung auf eine Kaiserschnitt fällt, weil die Herztöne so schwach sind das die Ärzte Angst haben das es nicht gut geht. Quasi in dem Moment von Svenja in narkose fällt wird die Geschichte von vorne erzählt. Sie führt das Leben einer Karrierefrau soll nun in einem Hotel in Hamburg Direktorin werden und ihr langjähriger Lebensgefährte Carsten wohnt in München. Die Beiden haben versucht Kinder zu bekommen aber nachdem sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben haben sie sich damit angefunden niemals Eltern zu werden…. Sternschnuppen ist die Geschichte rund um das Leben von Svenja, Sascha, Carsten, Greta und Ben und Merle. Sie ist super geschrieben lässt sich leicht lesen (nicht ohne Grund habe ich heute morgen erst angefangen und bin eben schon fertig geworden) und ist sehr vielseitig, es ist witzig und traurig, mit Höhen und Tiefen und immer gibt es neue überraschende Wendungen, ich hatte Mitleid und musste schmunzeln und von mir aus hätte es gut noch so weiter gehen können.