[Rezension] Sebastian Fitzek – Das Kind

Sebastian Fitzek
Das Kind
ISBN 978-3-426-63793-7
Taschenbuch
8,95 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Als Strafverteidiger Robert Stern diesem ungewöhnlichen Treffen zugestimmt hatte, wusste er nicht, dass er damit eine Verabredung mit dem Tod einging. Noch weniger ahnte er, dass der Tod 1,43 m messen, Turnschuhe tragen und lächelnd auf einem gottverlassenen Industriegelände in sein Leben treten würde.“ Simon, von nun an Sterns ständiger Begleiter, ist ein zehnjähriger Junge und fest davon überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein…

Meine Meinung:
Wow, also normalerweise mache ich ja eine kurze Zusammenfassung mit meinen Worten und normalerweise liest man hinten auf einem Buch eine kurze Zusammenfassung der Geschichte, also was in etwa drin vorkommt, aber bei diesem überaus genialen Psychothriller von Fitzek bekommt man genau den ersten Absatz zu lesen, was mich zuerst irritierte, aber nachdem ich das Buch gelesen habe durchaus verstehen kann. Man kann gar nichts zusammen fassen denn man würde zu viel verraten, das Buch ist spannend von Anfang bis Ende und somit fällt es auch mir schwer mit eigenen Worten zu beschreiben worum es geht. Nicht weil es so kompliziert ist, nein , eben weil ich Angst hätte jedem Leser den Spaß und die Spannung zu nehmen weil ich zu viel verraten habe. Im Prinzip brauche ich glaube ich viel mehr nicht schreiben, meine Begeisterung kann man erkennen. es ist mein erstes Buch von Fitzek und eigentlich sollte mein erstes Buch „Der Augensammler“ sein aber der ist dauerhaft ausgeliehen in der Bücherei, so das ich erstmal mit „Das kind“ begonnen habe. Der Satz auf dem Cover, bzw. das Zitat von brigitte.de: Das Buch ist eine Droge, dem kann ich nur zustimmen. Ich habe den ersten Abend 176 Seiten gelesen innerhalb von keinen drei Stunden. Den Rest heute immer mal zwischendurch an der Arbeit wenn es etwas ruhiger war und den Rest eben gemütlich auf der Couch, bevor ich irgendwas anderes mache. Das Buch möchte man in einem durchlesen, da man sich die Spannung ja auch nicht nehmen lassen will, aber selbst mit vielen Pausen verliert sie sich nicht und man findet immer wieder leicht rein. Danke Sebastian Fitzek für ein tolles Buch, schöne Lesestunden!!! Nun hast Du ein Fan mehr 😉

[Rezension] Jonathan Tropper – Sieben verdammt lange Tage

Jonathan Tropper
Sieben verdammt lange Tage
ISBN 978-3-426-66273-1
Gebundene Ausgabe
16,95 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
„Ich bin deine Mutter und ich liebe dich.“ Das sagt Mom immer. Das nächste Wort lautet stets: „Aber …“ Die Familientreffen der Foxmans enden stets mit Türenschlagen und quietschenden Reifen, wenn Judd und seine Geschwister so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Elternhaus bringen. Doch nun ist ihr Vater gestorben. Sein letzter Wunsch treibt allen den Angstschweiß auf die Stirn: Die Foxmans sollen Schiwa sitzen, sieben Tage die traditionelle Totenwache halten. Das bedeutet, dass sie auf unbequemen Stühlen in einem kleinen Raum gefangen sind und nicht davonlaufen können. Nicht vor dem, was zwischen ihnen passiert ist – und nicht vor dem, was die Zukunft für sie bereithält …

Meine Meinung:
Judd ist gehörnter und verlassener Ehemann, seit etwa einem Jahr hat seine Noch – Frau Jen ihn mit seinem Chef betrogen. Er hat seinen job gekündigt und ist aus dem Haus ausgezogen, in dieser verkorksten Situation stirbt sein Vater, der schon längere Zeit im Koma lag. Sein letzter Wille war, das seine Frau und die Kinder Schiwa sitzen, so verwunderlich das für die Kinder ist da ihr Dad es nicht wirklich mit der Religion hatte. Trotzdem sitzen sie Schiwa und einiges passiert in den 7 Tagen, die vollgespickt sind mit Rückblicken und die Gegenwart, kurioses, trauriges und witziges und immer wieder überraschende aber auch vorhersehbare Wendungen nimmt. So traurig der Anlass auch ist, schafft Jonathan Tropper rund um diese Schiwa viel Humor reinzubringen, aber auch an Tiefsinn fehlt es dem Buch nicht, wie ich finde. Ich war amüsiert, fasziniert, traurig und vieles mehr bei 448 Seiten aus dem Haus Foxman, rund um Hillary Foxman, der Mutter, Judds Schwester Wendy und seinem älteren Bruder Paul und dem Nesthäkchen Pillip. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Judd und sie ist keineswegs vorhersehbar auch wenn man sich manches so wünschen würde. Ein richtiges Ende finde ich gibt es nicht, denn das wird offen gelassen, aber vielleicht kommen wir ja so noch in den Genuß eines zweiten teils. Es ist ein Buch das ich wirklich jedem empfehlen kann, weil es nicht nur ein Humorvolles Buch ist, sondern auch sehr Ernst sein kann.

Danke an Knaur

[Rezension] Heidi Rehn – Die Wundärztin

Heidi Rehn
Die Wundärztin
ISBN 978-3-426-50537-3
Taschenbuch
8,95€
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Eric rettet Magdalena als Kind aus der Flammenhölle in Magdeburg, er bringt sie zu ihrem Tross zu ihrem Vater der keinen Hehl draus macht Eric als niemand Guten zu sehen. Eric schenkt Magdalena einen Talisman, einen Bernstein mit einem eingeschlossenem Insekt, was sie durch die ganze Geschichte begleitet. Magdalena´s Vater bringt eric bei Zimmerleuten unter und Magdalena und Eric verlieren sich aus den Augen…

Meine Meinung:
Ich finde die Geschichte sehr interessant, auch wenn sich historische Romane doch immer wieder ähneln, war diese hier ein wenig anders, der Krieg kam zwar vor, aber nur beiläufig, wieder ging es um die Liebe, Machtspiele und Hinterhältigkeiten, Eifersüchteleien und auch um Sorge und Egoismus. Alles gepaart ergibt eine tolle Geschichte rund um Magdalena und Eric, Elsbeth und Rupprecht. Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich somit leicht lesen. Es bleiben bis zum Schluss wenig Fragen offen und ich finde es ist schon eine eigene abgeschlossene Geschichte (auch wenn ich gelesen habe das es eine Fortsetzung gibt). Von der Autorin Heidi Rehn hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber auch ihre anderen beiden Bücher stehen nun bei mir auf der Wunschliste. Wiedermal ein Klasse historischer Roman, den es Spaß macht zu lesen.

Vielen Dank Knaur

[Rezension] Vaile Fuchs – Frei sein

Vaile Fuchs
Frei sein: Mein Weg durch die Wildnis zu mir
ISBN 978-3-426-65486-6
Gebundene Ausgabe
16,99 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Vaile Fuchs ist gerade 18 Jahre, als sie den tiefen Wunsch in sich spürt, einfach wegzuwollen: Denn hinter ihrer selbstbewussten Fassade verbirgt sich ein unsicheres Mädchen, das von Selbstzweifeln geplagt ist. Kurz entschlossen macht sich Vaile mit ihren Pferden Marina und Cara allein auf den Weg in die Wildnis. Immer wieder bleibt sie mit ihren übervoll bepackten Pferden im Dickicht stecken. Nachts liegt sie zitternd in ihrem Zelt. Angst hat sie weniger vor Räubern oder wilden Tieren als vielmehr vor der Einsamkeit in sich selbst. Doch nach ein paar Wochen bemerkt Vaile eine unbekannte, neue Stärke in sich … Heute steht Vaile als aufstrebende Schauspielerin und Sängerin mitten im Leben – doch einmal in jedem Jahr bricht sie auch heute noch aus und kehrt mit ihren Pferden zurück in »ihre« Wälder in Schweden. Die Kraft und die Ruhe, die sie dort findet, tragen sie durch den Alltag.

Meine Meinung:
Ich bekam das Angebot dieses Buch aufgrund einer Lesung in Marburg zu lesen. Ich nahm an und war aber doch etwas skeptisch ob das Buch überhaupt das Richtige für mich ist. Gestern dann fing ich an zu lesen von Vaile die mit 18 das erste Mal durch die Wildnis von schweden geritten ist, mit Marina und Cara, sich erst allein gelassen und einsam fühlt, Angst hat ganz naiv an dieses Abenteuer ran gegangen ist und sich Gedanken macht über sich und ihre Zukunft. Ich muss ehrlich zugeben, als ich das Buch dann hier liegen hatte, sah ich es anfangs ein wenig als Pflichtlektüre, ich hatte es haben wollen und ich wollte natürlich den Verlag nicht entäuschen, bin ja kein Raffzahn der alles haben will egal um was es geht. Ich fing gestern morgen an zu lesen, denn mein einziges ziel war es dieses Buch bis sonntag, dem Datum der Lesung fertig zu haben, aber wie so oft wurde ich überrascht. Das Buch fesselte mich, ich denke es war der Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt, es wirkt wie wenn jemand einem etwas interessantes erzählt und nicht wie ein Tagebuch, ich wollte immer wissen wie es weiter geht, ob sie abbricht oder ihr Ziel erreicht, was sie als nächstes erleben wird. Das Buch ist wirklich interessant, eine Geschichte die vor 12 Jahren statt fand und nun erzählt wird, gespickt mit Tipps wie man auch so ein Abenteuer bewältigen könnte, wenn man möchte, auch eine Liste mit notwendigen Utensilien ist hinten auf den letzten Seiten zu finden. Für mich ein interessantes Buch, wenn auch nicht so aufregend wie meine sonstigen Bücher die ich momentan so lese.

Vielen Dank an Knaur