[Rezension] Natasha Friend – No 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam

 Natasha Friend
No. 9677 oder Wie mein Vater an fünf Kinder von sechs Frauen kam
ISBN 978-3-7348-5029-5
Klappenbroschur
17,- €
Übersetzerin: Jessika Komina und Sandra Knuffinke
ab 13 Jahren
Erschienen bei Magellan
Leseprobe

Inhalt:
Hollis lebt allein mit ihrer Mutter, ihren Vater kennt sie nicht. Sie weiß nur das sie durch eine Samenspende gezeugt wurde. Doch dann bekommt sie eine Nachricht von Milo, ihrem Halbbruder. Er möchte ihren Vater finden und möchte ihre Hilfe. Doch nicht mit ihr. Sie hat kein Interesse ihren Vater zu finden, doch dann kommt heraus das Milo und sie nicht die einzigen Kinder dieses Mannes sind, den sie nicht kennen und die Spurensuche beginnt.

Meine Meinung:
Nie habe ich mir Gedanken drüber gemacht wie es wohl für jemanden sein wird von einem anonymen Spender abzustammen. Schließlich gibt es da doch meist die Eltern die sich haben künstlich befruchten lassen und man denkt es wäre alles gut so. Doch natürlich tauchen auch da Fragen auf wie bei Adoptierten Kinder, denn es gibt immer eine Unbekannte: Den Spender.

Hier geht die Autorin gut auf die möglichen Gefühle künstlich erzeugter Kinder ein. Da dies jeder anders empfindet gibt es diese vier bzw. fünf Geschwister, die die Suche gemeinsam starten. Als Leser begleitet man jedoch nur Milo und Hollis und erlebt ihre Gefühle sehr nah.

Natasha Friend hat hier eine Geschichte geschaffen, die fesselt und, denke ich, nah an der Realität sein könnte. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Schrift etwas größer und die Kapitel nicht zu lang. Außerdem gibt es einen Sichtwechsel von Hollis und Milo, der immer mit dem jeweiligen Namen am Kapitelbeginn gekennzeichnet ist.

Fünf Geschwister stammen von No. 9677 ab. Hollis und Milo haben sich vor einigen Jahren schonmal getroffen. Zwischen ihnen herrscht auch direkt eine gewisse Vertrautheit. Ganz nach dem Motto: Blut ist dicker als Wasser. Jedoch könnten sie von der Denkweise bezüglich ihres Vaters nicht unterschiedlicher sein. Während Hollis sich auf dieses Abenteuer nur zögerlich eingeht sieht Milo es als seine persönliche Heldenreise. Als Begleitung hat er noch JJ, seinen besten Freund.
Später tauchen noch Geschwister auf. Abby, ein Mädchen mit erfolgreichen Eltern, die gerne Schriftstellerin werden möchte und Noah, seinerseits der Zwilling der neugierig auf Geschwister und den Vater ist. Josh der andere Zwilling möchte von dem Ganzen jedoch nichts hören.

Wer eine Geschichte mit Happy End erwartet könnte enttäuscht sein. Wobei ich finde das dieses Ende auch gut gewählt ist und dass die Autorin auch gut vermittelt warum es ihr bei diesem Buch wirklich geht.