[Rezension] Nicole Gozdek – Die Magie der Lüge

 Nicole Gozdek
Die Magie der Lüge
Band 2

ISBN 978-3-492-70438-0
Gebundene Ausgabe
16,- €
ab 12 Jahren
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Anderta Passario ist zufrieden mit ihrem Leben als Wahrsagerin und Diebin. An der Seite Londurs ist sie glücklich und zieht mit ihm durchs Land. Doch dann verändert ein Zauber alles und anstatt neben Londur wacht sie neben einem Kind auf. So gefällt ihr ihr Leben nicht und sie möchte ihr altes zurück. Also macht sie sich auf die Suche nach Tirasan Passario um ihn aufzufordern ihre alte Wirklichkeit wieder herzustellen.

Meine Meinung:
Nach Die Magie der Namen wollte ich Die Magie der Lüge direkt hinten dran hängen um festzustellen, das es nicht nahtlos weiter geht.

Ganz im gegenteil. Man bräuchte den ersten Band nicht unbedingt zuerst lesen um mit dem zweiten beginnen zu können. man würde vielleicht die Namensmagie besser verstehen, das wäre aber denke ich schon alles. Jedoch würde man eine tolle Geschichte verpassen.

In Die Magie der Lüge begleitet man als Leser Anderta. Es beginnt mit ihrem Leben vor dem Zauber. man ist wieder in der alten Wirklichkeit in der Kinder noch Nummern waren und Namen Magie verströmten. Doch dann wirkt der Zauber und alles ändert sich.
Als Leser war ich zunächst genauso überrascht wie Anderta und fand den Einstieg auch etwas schwierig. Ich hatte damit gerechnet das Tirasan Anderta suchen wird, nicht umgekehrt (lag auch daran das ich Klappentexte nur einmal lese, nämlich wenn ich auf das Buch aufmerksam werde). So trifft man erst gar nicht auf den jungen Magier und seine Freunde, sondern wird mit vollkommen neuen Figuren bekannt gemacht. Wobei diese nicht so zahlreich sind wie im ersten Band.

Während es im ersten Band um die Namensmagie geht geht es hier um die Wahrheit und die verschiedenen Wirklichkeiten. Auch da rum das, nur weil einer etwas gut findet, es nicht für alle gut sein muss. Es ist ein Buch mit viel Wahrheit auch wenn das Wörtchen Lüge im Titel steht.

Wie oben schon geschrieben gab es nicht viele Figuren zum kennenlernen.
Anderte ist die Figur aus deren Sicht alles geschrieben wurde und die erste Hälfte ging sie mir total auf den Geist. Dieses Dauergemecker und Gejammer empfand ich als sehr nervig und wäre die Handlung nicht so fesselnd gewesen hätte ich das Buch wohl auch zugeklappt. Doch ihre Laune besserte sich und so wurde es auch angenehme von ihr zu lesen. Ab dem Moment habe ich das Buch kaum noch zur Seite gelegt weil Stimmung und Spannung stimmten.
Londur ist ein Söldner und hat kein gutes Ansehen. Darunter hat er schon zu leiden, denn er ist nicht von Grund auf böse wie viele seiner Kollegen. Doch hatte auch er Passagen an denen ich ihn als extrem herzlos und nervig empfand und das obwohl er die alte Wirklichkeit gar nicht kannte. Mit ihm wurde ich bis zum Ende nicht warm.
Tirasan und Rustan begegnet man auch in diesem Band wieder auch wenn es nicht so intensiv ist wie im Vorgänger und hier die Figuren viel blasser bleiben. Das fand ich Schade da hätte ich gerne mehr von gehabt.

Am Ende habe ich eine gute Geschichte gelesen, darüber dass die Wahrheit nicht immer bei jedem gleich ist und auch das man mit Wünschen vorsichtig sein muss. Schade fand ich das es kaum Zusammenhänge zwischen beiden Bänden gab. gerne hätte ich noch ein wenig mehr über das Leben mit den Kindern bei ihren Familien erfahren. Auch hätte ich gerne gewusst wie Tirasan in der gegenwärtigen Zukunft groß geworden ist. All das blieb verborgen.

4buecher

[Rezension] Nicole Gozdek – Die Magie der Namen

 Nicole Gozdek
Die Magie der Namen
Band 1

ISBN 978-3-492-28129-4
Klappenbroschur
16,99 €
ab 12 Jahren
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Es ist Tag der Namensgebung, denn in Mirabortas bestimmt der Name zu wem Du wirst. Nummer 19 möchte gerne ein großer Name werden, am liebsten ein großer Kämpfer, doch die Ernüchterung folgt als er seinen Namen hört. Er ist Tirasan Passario. Es gibt zunächst keine Namensmagie, die eigentlich wirken sollte sobald man seinen Namen erfährt, noch weiß jemand wer Tirasan wirklich ist. Tir macht sich auf den Weg in die Hauptstadt Himmelstor wo er hofft mehr über seinen Namen und seine vergangene Leben zu erfahren. Doch der Weg dorthin ist nicht ganz ungefährlich auch wenn an seiner Seite auch der Krieger Rustan Polliander ist. Irgendwer scheint die Gruppe auslöschen zu wollen.

Meine Meinung:
Das Buch fand ich schon interessant als ich es zum ersten Mal im Programm von Piper sah, doch bisher kam ich nicht dazu es zu kaufen und zu lesen. Auf Grund des zweiten Bandes wurde es aber nun dringend Zeit es nachzuholen und ich durfte in einer fesselnden Geschichte versinken.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und das Buch war von Beginn an spannend. Zunächst der Tag der Namensgebung bei der man einfach gespannt ist ob Nummer 19 seinen Wunschnamen bekommt, dann die Reise nach Himmelstor und alle Ereignisse die damit verbunden sind. Man möchte immer weiter lesen.

Der Plot ist total interessant. Manchmal denkt man es wäre doch toll wenn alle gleich aufwachsen, keine Vorteile weil die Eltern Geld haben, oder eben auch Nachteile weil nicht. Alle Kinder werden gleich gehalten und haben die gleiche Chance im Leben. Doch da kommt hier der Cut, denn so ist es ja auch nicht. Der Name bestimmt die Zukunft und zeigt die Vergangenheit. Unterschiede werden von hier an sehr deutlich. Es gab viele interessante Aspekte, die ich hier nicht vorgreifen möchte um die Spannung nicht zu nehmen. Ihr sollt ja noch selber lesen.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet und haben viel Tiefe.
Gerade Tirasan aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist ist eine Figur mit Ecken und Kanten, Wünschen und Träumen, aber auch Hoffnungen. Er wird oft enttäuscht und sagt selber er hätte kein Selbstbewusstsein, doch wenn es drauf ankommt ist es da und er wächst über sich hinaus. Bei der Figur könnte man ein wenig an die Geschichte von hässlichen Entlein denken.
Rustan ist einer der Weggefährten von Tirasan, und auch wenn Tir nicht weiß womit er seine Aufmerksamkeit verdient hat, sieht der Leser ganz klar, dass es genauso richtig ist. Rustan ist ein großer Krieger mit dem Herz auf den rechten Fleck.
Es gibt noch mehr Weggefährten in der Gruppe, die dann zu Freunden werden und alle könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Baro, der Händler, Allira, die Sängerin und auch Nelia, die Magierin. Jede Figur hat seinen Sinn in dieser Geschichte und obwohl sich Namen ähneln hatte ich kein Problem sie zu unterscheiden. Für die die es damit schwerer haben gibt es aber am Ende auch ein Namensverzeichnis.

Das Ende kam für mich dann doch etwas plötzlich und recht überraschend. Ich habe verstanden warum es so kam und doch war es mir in dem Moment zu schnell. Ich bin ganz froh das ich den zweiten Band Die Magie der Lügen direkt lesen kann und nicht warten muss bis er erscheint.

4buecher

[Rezension] Kristina Günak – Wer weiß schon wie man Liebe schreibt

 Kristina Günak
Wer weiß schon wie man Liebe schreibt
ISBN 978-3-7363-0465-9
Taschenbuch
10,- €
Erschienen bei LYX
Leseprobe

Inhalt:
Bea ist gar nicht begeistert davon das sie nun mit dem unbequemen Autor Tim Bergmann auf Lesereise muss. Nicht nur das sie sich seinen Launen aussetzen muss auch muss sie sich Sorgen machen, das wenn Tim Bergmann nicht mitspielt, ihr Verlag schließen muss und da hängt für Bea mehr dran als für manch anderen Mitarbeiter.
Während viele Frauen sich um Beas Platz an Tim Bergmanns Seite reißen würden sieht sie zunächst nur ihre Pflicht, doch nach und nach kann Bea hinter die Fassade des Fantasy Autors blicken und lernt einen ganz anderen Tim Bergmann kennen.

Meine Meinung:
Ich habe bereits einen anderen Liebesroman der Autorin gelesen und mochte da schon ihre Art zu schreiben und die Geschichte. Wer weiß schon wie man Liebe schreibt klang wieder sehr interessant und so fragte ich es an.

Der Einstieg war sehr leicht. Mich in die Figur Bea reinzuversetzen fiel mir auch nicht besonders schwer und so hatte ich von Beginn an ungetrübte Lesefreude.
Die Autorin erzählt hier eine Liebesgeschichte mit viel Gefühl und trotz der wenigen Seiten auch mit viel Zeit. Es gibt kein wirkliches auf und ab. Alles steuert auf das Ende hin und so war diese Geschichte für mich auch etwas sehr besonderes.
Man begleitet Bea und Tim auf diese Lesereise und was vielleicht langweilig werden könnte ist hier gespickt mit interessanten, gefühlvollen, aber auch lustigen Begebenheiten. Die Mischung ist es hier die für mich dieses Buch aus macht. Nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern eine  mit Tiefe und Gefühl. Es passiert nicht alles von heute auf morgen. Hier kann sich alles entwickeln.

Auch die Figuren gehen eine große Entwicklung durch
Bea die alles durch organsisiert und bei Problemen zwar Lösungen findet, aber auch ins rudern kommt. Jemand auf den man sich verlassen kann, die aber auch zu wenig an sich selbst denkt. Erst die anderen dann sie. Das klingt für Andere gut, doch bleibt sie selbst auf der Strecke. Die Lesereise und im speziellen Tim Bergmann zeigen hier das es auch anders gehen kann und manchmal auch anders gehen muss. So wandelt sie sich wirklich sehr stark, aber wird dennoch nicht unsympathisch
Tim Bergmann, der unbequeme Autor, der erstmal gegen alles ist. Doch bei ihm konnte man recht schnell raus lesen das es mehr ist, das auch er einen weichen liebenswerten Kern hat. So ist die Wandlung nicht so groß und überraschend, aber trotzdem schön und gut für die Geschichte.
Es gibt noch Beas Familie und ihre Arbeitskollegen, die alle Zeit einfordern, die einen mehr die anderen weniger.

Das Ende war hier keine Überraschung, aber es ist ein wirklich anrührendes Ende, das zum ganzen Buch passt und mich vollkommen zufrieden zurück gelassen hat.
Wer weiß schon wie man Liebe schreibt? – Kristina Günak weiß es definitiv!!!