[Rezension] Rachel McIntyre – Überlieben in 10 Schritten

 Rachel McIntyre
Überlieben in 10 Schritten
ISBN 978-3-7348-5014-1
Hardcover
17,- €
Übersetzerin: Jessica Komina & Sandra Knuffinke
ab 13 Jahren
Erschienen bei Magellan

Inhalt:
Daisy hat sich von ihrem Freund getrennt und von ihrer alten Schule. Nur ihre besten Freundinnen sind ihr geblieben. Auf dem neuen Collage lernt sie Toby kennen, einen Typen der perfekt ist und der Interesse an ihr zeigt. Sie geht nur bereitwillig auf ihn ein und denkt sich nichts weiter bei seinen Aktionen die in ihr Zweifel aufkommen lassen ob Toby der Richtige für sie ist.

Meine Meinung:
Überlieben in 10 Schritten ist ein Jugendbuch ab 13 Jahren, das gewiss auch Erwachsenen Spaß macht. Doch hat es seine Mängel.

Ich erwartete nicht dauerhaft Eitel Sonnenschein. Der eigentlich Rückentext bleibt recht geheimnisvoll und so war ich mir nicht ganz sicher in welcher Form der Sturm aufziehen sollte. Dieser kam angeschlichen und vom Gefühl her ziemlich am Ende.

Die Autorin hat hier eine ganz eigene Sprache. Es gibt viele Metaphern und witzige Dialoge, doch empfand ich Dialoge und Szenen als sehr sprunghaft, es holperte hier und da und ich brauchte ein wenig bis ich mich rein fand. Während es Ausdrücke gab die ich mir gut bei jungen Erwachsenen vorstellen konnte, gab es wiederum auch Wörter die ich eher bei älteren Semestern erwarten würde und für mich nicht so ganz zu dem Rest passten. So brauchte ich ein wenig um mit dem Sprach- und Schreibstil warm zu werden.

Der Plot ist für Leser die das Buch zur Hand nehmen nicht ganz ersichtlich. Es geht um eine Liebesgeschichte und doch ist es etwas anders. Ich möchte nicht zu viel verraten doch empfand ich das Thema, den Sturm, als zu wenig beleuchtet und viel zu spät rein gebracht. Obwohl ich es mag wenn eine Geschichte sich langsam aufbaut dauerte es mir hier etwas zu lang bis der Kern der Geschichte ersichtlich wurde.

Die Protagonisten sind überschaubar. Im Hauptteil die drei Freundinnen plus Freunde, dazu der Ex und die Eltern von Daisy.
Daisy hat aus irgendeinem Grund das Gefühl ihre alte Schule verlassen zu müssen und wechselt auf ein ihr fremdes Collage. Recht schnell fühlt sie sich jedoch als Außenseiterin. Immer wieder gab es Situationen bei denen ich dachte: Wow wenn sie das durchzieht, Hut ab und dann machte sie doch einen Rückzieher. Alles war recht vorhersehbar.Daisy will geliebt und gemocht werden, sie ist es nicht anders gewohnt. Sie kommt nicht damit klar, dass dies nicht immer so ist.
Toby ist Prinz Charming. Er wirkt perfekt, schleppt aber ein ganz schönes Päckchen mit sich rum. Es gibt irgendwann eine Erklärung dafür und doch reicht mir das irgendwie nicht um alles was er macht zu entschuldigen. Er ist recht geheimnisvoll. Alles was man von seiner Familie erfährt erfährt man durch ihn und ob das immer der wahrheit entspricht weiß man auch nicht so genau.
Dagegen ist Daisys Familie eine Bilderbuchfamilie. Früh Eltern geworden haben sie neben Daisy noch ihren kleinen Bruder River. Sie arbeiten zusammen bei einer Art Hochzeitsservice. Alles Perfekt und ohne Ecken und Kanten.
Die gibt es wenigstens bei Daisys Freundinnen. Wobei auch da alles irgendwie Perfekt wirkt, wenn auch manchmal erst auf den zweiten Blick.

Ich denke das ist das große Problem dieses Buches. Alles ist zu perfekt bis auf den Sturm der da fast schon störend wirkt. Als ungewöhnlich empfinde ich die ein oder andere Wendung und manches am Ende empfand ich gar als unglaubwürdig. So habe ich dieses Buch zwar gerne gelesen, empfand es aber als zu oberflächlich um wirklich in Erinnerung zu bleiben.

[Rezension] Marah Woolf – Götterfunke Bd.1: Liebe mich nicht

 Marah Woolf
Götterfunke – Liebe mich nicht 
Band 1

ISBN 978-3-7915-0029-4
Gebundene Ausgabe
18,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler
Leseprobe

Inhalt:
Jess freut sich auf die letzten Ferien mit ihrer besten Freundin im Camp der Rockys. Doch schon bei der Anfahrt begegnet sie einem Jungen der sie nicht loslässt und dieser Junge, Cayden, ist mit im Camp. Um Jess ist es geschehen. Nichtsahnend das Cayden für seine Zeit im Camp ganz andere Dinge geplant hat für. Er, der Göttersohn Prometheus, hat mit Zeus eine Vereinbarung getroffen: Wenn er ein Mädchen findet das ihm widersteht macht Zeus ihn sterblich. Ein Spiel bei dem keiner wirklich gewinnen kann, oder doch?

Meine Meinung:
Bisher kenne ich von Marah Woolf nur den ersten Federleicht Band, doch der gefiel mir so gut das sie seitdem auf meiner Liste der zu lesenden Autoren gehört. Götterfunke ist der erste Band einer neuen Reihe auf die ich sehr gespannt bin. Von Göttern als Figuren von Jugendromanen habe ich noch nicht oft gelesen.

Der Einstieg war leicht. Zunächst erfährt der Leser die Regeln des Spiels der Götter. Danach geht es direkt mit den Aufzeichnungen von Hermes weiter, der so eine Art Kommentator und Beobachter in der Geschichte ist. Er half mir am Anfang sehr alles zusammen zu fassen was passiert ist. Seine Ausführungen stehen immer am Beginn eines Kapitels.

Die Kapitel selber sind nicht übermäßig lang, aber prall gefüllt mit Ereignissen. Langweilig wird es nie. Da gibt es nicht nur das Spiel mit der Liebe um die Sterblichkeit von Prometheus von Cayden und Zeus, sondern auch Streitigkeiten innerhalb der Götterfamilie, die für die Menschen gefährlich werden könnten und natürlich auch die Geschichte von Jess, die Caydens Weg kreuzt und nun unsterblich verliebt ist. Es gab keinen Moment an dem diese Geschichte langweilig war. Ich fühlte mich immer gut unterhalten und wollte auch stets weiter lesen. Gerade am Ende mochte ich die Finger nicht mehr vom Buch lassen.

Die Figuren sind zahlreich, Jess und ihre Freunde, Campbewohner und Arbeiter, Die Götterfamilie und doch hatte ich kein Problem all diese Personen auseinander zu halten und einzuordnen. Die Figuren sind alle sehr speziell und mit prägnanten Eigenschaften ausgestattet. Zudem gab es keine bzw. nur wenige ähnlich klingende Namen so dass auch hier nur wenig Gefahr bestand Personen zu verwechseln.
Jess steht im Mittelpunkt. Aus ihrer Sicht wird der erste Band erzählt, wenn nicht Hermes seines Ausführungen wieder gibt. Sie hat ein geringes Selbstbewusstsein, was wohl auch mit ihrer Vergangenheit zu tun hat. Auf ihr lastet schon viel kümmert sie sich zuhause neben der Schule noch um ihre kleine Schwester und um den Haushalt, weil ihre Mutter nicht dazu in der Lage ist. Jess ist stark, auch wenn sie es selber nicht so sieht. Sie freut sich auf die sechs Wochen Camp und hat sich dafür viel vorgenommen. Im Laufe der Zeit muss sie allerdings einiges mitmachen, wächst aber auch weiter über sich hinaus.
Cayden oder auch Prometheus. Er müsste einem unsympathisch sein so wie er mit den Mädels spielt um sein Ziel zu erreichen und doch hat er Momente an dem man ihm einfach nur gern haben kann. Er möchte sein Ziel erreichen und ist darin sehr ehrgeizig und doch kümmert er sich um Jess. Das macht es jedoch für beide Seiten nicht leichter.
Jess kommt mit Robyn, Josh und Camaron ins Camp. Sie kennen sich von Zuhause und wollten gemeinsam ein paar schöne Wochen verbringen. Robyn ist Jess beste Freundin, sie fand ich allerdings unausstehlich. Sie ist egoistisch und kann sehr fies werden Josh ist Jess bester Freund und fängt sie auf wenn sie traurig ist. Er gibt gute Ratschläge, obwohl er selber teilweise nicht besser ist wie Cayden, doch verletzt er Jess nicht.
Dazu kommen Leah, die Enkelin der Herbergseltern Henry und Rose. Apoll, Athene, Zeus und Hera die man hier mal ganz anders kennen lernt als in der griechischen Mythologie. Und auch noch andere Campkids, hauptsächlich Mädchen.

Am Ende freue ich mich sehr auf den zweiten Band, den man hier sogar schon anlesen kann wenn man möchte. Da ich weiß, dass ich gewiss auch dann weiter lesen möchte, und nicht kann, lasse ich lieber die Finger davon und warte geduldig auf Erscheinen von Band Zwei: Götterfunke – Hasse mich nicht.

[Rezension] Amy Harmon – Mein Himmel in deinen Händen

 Amy Harmon
Mein Himmel in deinen Händen
Band 2

ISBN 978-3-86396-099-5
Klappenbroschur
15,- €
Übersetzerin: Corinna Wieja
Erschienen bei Ink
Leseprobe

Inhalt:
Tagg ist verschwunden. Das Einzige das er zurück gelassen hat sind Kassetten für Millie, seine Freundin. Sein Verschwinden kam aus heiterem Himmel, denn gerade schien er sehr glücklich an Millies Seite, doch dann geschah etwas was alles überschattete.

Meine Meinung:
Ich mag die Bücher von Amy Harmon sehr gerne und bisher bin ich immer von Einzelbänden ausgegangen, doch hier ist das anders. Dies ist bereits der zweite Band. Gemerkt habe ich davon beim Lesen nichts. Im ersten Band geht es wohl um Taggs besten Freund Mo. Diese Geschichte steht schon hier und wird garantiert auch noch gelesen, auch wenn ich nun Teile des Endes oder vom Weitergang der Geschichte schon kenne. Mich stört es bisher nicht.

Mein Himmel in deinen Händen beginnt mit dem Verschwinden von David „Tagg“ Taggert. Es tauchen diese Kassetten auf auf denen man erfährt warum er verschwunden ist, doch zunächst erzählt er seine Geschichte oder eher die Geschichte von Millie und ihm. Die Abschnitte in dem Tagg von Kassette spricht sind extra gekennzeichnet und immer wieder gibt es Abschnitte die die Gegenwart erzählen. Wie Mo und Millie auf die Bänder reagieren. So bekommt man als Leser alle Seiten hautnah mit und kann sich gut ein Bild der Situation machen.

Recht schnell war mir klar was wirklich geschehen sein könnte. Es gab mehrere mögliche Szenarien doch instinktiv hatte ich das richtige Szenario im Kopf. Das störte keineswegs, es machte die Geschichte für mich noch spannender.

Die Figuren sind wie gewohnt mit viel Liebe ins Detail und viel Tiefe beschrieben und das obwohl man einen Teil ja schon vom Vorgänger kennen könnte.
Tagg ist Barbesitzer und Sportler. Er kämpft, das ist sein Beruf und er liebt ihn. Er musste in seinem Leben schon viel Kämpfen, doch er kämpft überwiegend für andere, selten für sich. Tagg ist selbstlos und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt bei alle Menschen aus seinem näherem Umfeld, doch ganz besonders bei Millie.
Millie ist eine starke Frau. Sie ist blind und kümmert sich um ihren autistischen 15 jährigen Bruder. Sie tanzt gerne und kommt so in Taggs Bar. Millie möchte nicht übermäßig beschützt werden, vor allem nicht wenn es nur passiert weil sie blind ist. Sie möchte genauso behandelt werden wie jede andere Frau. Sie hat eine Engelsgeduld und ist die Ruhe selbst.
Henry ist Millies Bruder und hat eine ganz besondere Art mit Dingen klar zu kommen. Er liebt Sport und ist in dem Bereich ein wandelndes Lexikon. Zu Beginn kamen mir seine Dialoge recht merkwürdig vor und ich wusste nicht was er damit sagen wollte. Doch am Ende verstand ich ihn fast mühelos.

Es gab einen Punkt an dem ich dachte: Nicht schon wieder. Doch das verflüchtigte sich recht schnell auf Grund meiner Neugier wie die Geschichte ausgeht. Am Ende war es eine wunderschöne Liebesgeschichte die ganz besonders erzählt wurde und an der es für mich nichts auszusetzen gab.

[Rezension] Susan Mallery – Vertrauen ist gut, Küssen ist besser

 Susan Mallery
Vertrauen ist gut, Küssen ist besser 
Band 16

ISBN 978-3-95649-637-0
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Ivonne Senn
Erschienen bei MIRA Taschenbuch
Leseprobe

Inhalt:
Destinys neuster Auftrag führt sie nach Fool´s Gold. Sie liebt ihren Job und weiß genau was sie vom Leben erwartet. Eine ganz vernünftige rationale Ehe mit Kindern, aber ohne Leidenschaft, denn diese kann alles zerstören ihrer Meinung nach. Sie arbeitet mit Kipling zusammen, der vor einem Jahr sein Leben komplett verändern musste. Er will ihr zeigen das es lohnt an Leidenschaft und Liebe zu glauben.

Meine Meinung:
Normalerweise freue ich mich immer auf meine Besuche in Fool´s Gold und das war auch diesmal so. Doch zum ersten Mal hat mich das Buch nicht gleich mitgerissen.

Im Normalfall bedeutet für mich ein neues Mallery Buch immer viel Spaß und fesselnde Unterhaltung. Hier sah das zunächst anders aus. Ich empfand gerade die ersten Seiten bis etwa zur Seite 50 als recht langatmig und gar langweilig. Vielleicht auch weil ich mit dieser Rationalität von Destiny nichts anfangen konnte. Erst später dann kam das gewohnte Gefühl von Lesespaß auf, doch bis zum Ende war es für mich nicht so wie die Romane vorher. Eigentlich bin ich immer recht gerne in Fool´s Gold. Mag das Miteinander dort. Von dem ist hier ein wenig zu lesen, aber nicht übermäßig viel auch gibt es eine Nebenhandlung die ich als recht überflüssig empfand.

Die Figuren ältere Bände tauchen, wie gewohnt, immer mal auf, doch auch wenn man die Vorgänger noch nicht kennt wird nicht wirklich etwas vorweg genommen. Schließlich wissen Fans von Susan Mallery wie ihre Bücher in der Regel ausgehen und erwarten dort keine Überraschungen. Vorhersehbarkeit ist eins der Worte die ich für ihre Bücher wählen würde und hier hat es mich in einem Punkt zum ersten Mal gestört. Was, denke ich, an der speziellen Situation lag.
Destiny ist die Tochter zweier Countrystars und reist für ihren Job auch viel umher. Fool´s Gold soll nur eine Station von vielen sein. Sie ist recht speziell. Sie verleugnet sich selbst und macht die Figur zu jemanden der mir fremd ist, einfach weil sie nicht ehrlich zu sich selbst ist.
Kipling tauchte schon in früheren Bänden auf und so war mir klar das er irgendwann die Hauptfigur einer Liebesgeschichte werden wird. Er kommt scheinbar gut damit klar das er seinen Lebenstraum aufgeben musste und ist perfekt im Lösen von Problemen, doch nicht jedes Problem kann man pragmatisch angehen, das muss auch er lernen.
Shelby ist Destinys Halbschwester, 15 Jahre alt und nun unter Destinys Obhut. Sie ist so ganz anders als Destiny was für einigen Zündstoff sorgt.

Am Ende stelle ich mir die Frage ob sich eine Serie, von der bereits der 16. Band erschienen ist und einige andere noch raus kommen, vielleicht langsam tot läuft. Ob es zu eintönig wird und man das immer selbe Muster irgendwann leid ist oder ob dieser Band einfach nur schwächer ist wie alle anderen von mir gelesenen bisher. 

[Rezension]Kristen Proby – Für Happy Ends gibt´s kein Rezept

 Kristen Proby
Für Happy Ends gibt´s kein Rezept
Band 1

ISBN 978-3-95649-633-2
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzer: Ralph Sander
Erschienen bei Mira Taschenbuch
Leseprobe

Inhalt:
Seduction heißt das Restaurant von Addie und ihren vier Freundinnen. Es ist richtig gut angelaufen fehlt nur das gewisse Etwas und das soll Live Musik sein. Einer der Bewerber ist Jake Knox, er ist ein berühmter Rockstar und sehr gefährlich für Addie, denn Rockstars konnte sie noch nie widerstehen.

Meine Meinung:
Mich hat an diesem Buch das Cover geflasht. Ich liebe Handlettering und beneide jeden der das kann. Das Cover passt gut zu einem Restaurant und ist somit perfekt für das Seduction.

Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet und auch bekommen. Für Happy Ends gibt´s kein Rezept ist der Start einer Serie von Kristen Proby. Das Buch war von Beginn an leicht und flüssig zu lesen und fesselte mich recht schnell. Man liest wie viel Pech Addie schon mit Männern hatte, welche besondere Freundschaft sie und die vier anderen Mädels zusammen hält und auch wie es im Restaurant so läuft. Dann kommt Jake und es beginnt etwas Neues.

Mir gefiel das Jake und Addie immer im Wechsel die Geschichte erzählten. So bekam man die Gedanken und Wünsche beider Protagonisten mit. Doch es gab stellen da hätte mir weniger auch gereicht. Dazu aber später mehr.

Die Figuren sind schon durch die Mädels Clique zahlreich, dazu kommen aber noch Freunde von Jake, die genauso wichtig sind. Den Überblick habe ich trotzdem nicht verloren, auch wenn es hier und da schonmal schwer fiel.
Addie ist jemand der offensichtlich alles hat was sie will. Tolle Freundinnen, zunächst einen Freund, eine Arbeit die ihr Spaß macht. Doch im Laufe der Zeit merkt man als Leser hinter der Fassade doch etwas anders aus sieht.
Jake ist der Rockstar der mal berühmt war und nun im Hintergrund arbeitet. Er sehnt sich jedoch nach dem Publikum und möchte wieder auftreten. Doch auch er trägt einigen Ballast mit sich rum den er nur schwer los wird.
Die  vier Freundinnen stehen Addie in jeder Situation zur Seite. Sie wissen was sie braucht und wie es ihr geht. Es ist ein unsichtbares Band das sie verbindet.
Doch auch Jake hat Freunde um sich herum. Christina ist seine beste Freundin. Max Bandkollege und Freund in einem. Sie wollen ihn wieder glücklich sehen.
Die Figuren haben nicht wirklich viel Tiefe. Das erwarte ich bei einem Liebesroman aber auch nur bedingt. Mir gefiel hier das nicht alles holterdiepolter ging. Sondern beide sich sehr bewusst waren was es für einen Schritt bedeutet sich auf den anderen einzulassen.

Doch ich habe es weiter oben schon erwähnt. Es gab etwas das mich doch sehr störte. Wie oft in Liebesromanen gab es auch hier erotische Szenen. Diese waren nicht zu oft doch für mich manchmal zu lang. Ich mag diese Bettgeflüster einfach nicht und finde manche Begriffe nicht antörnend sondern eher albern. So war es auch hier. Während Dialoge außerhalb des Bettes witzig und gut zu lesen waren, neigte ich bei den erotischen Szenen dazu zu überfliegen. manchmal ist weniger einfach mehr.

Trotzdem freue ich mich auf den zweiten Band der bereits im Juli erscheint und in dem es über Ami und Landon geht. Wer mag kann am Ende dieses Buches in das nächste rein lesen. Außerdem gibt es als kleines Goodie noch tolle Rezepte aus der Geschichte

4buecher

[Rezension] S.D. Robertson – Solange ich in deinem Herzen bin

 S.D. Robertson
Solange ich in deinem Herzen bin
ISBN 978-3-95967-073-9
Klappenbroschur
14,- €
Übersetzerin: Wallys Olsen
Erschienen bei Harper Collins
Leseprobe

Inhalt:
Will hatte seiner Tochter Ella versprochen sie niemals zu verlassen, doch dann hat er einen tödlichen Unfall und die Kleine wird zur Vollwaise. Will kann nicht loslassen und nutzt jeden Moment als Seele aus um an ihrer Seite zu sein. Doch er weiß er muss eine Entscheidung treffen die ihm nicht leicht fällt.

Meine Meinung:
Solange ich in deinem Herzen bin ist ein sehr Gefühlvolles und bezauberndes Buch. Es geht um das Leben nach dem Tod, Versprechen und die Liebe. Eine Mischung die es stellenweise etwas melancholisch macht.

Wer fragt sich nicht was wohl nach dem Tod geschieht. Gibt es wirklich einen Himmel in dem unsere Lieben warten und wenn ja kommt dort jeder hin? Oder ist es einfach nur ein Wunschgedanke geliebte Menschen irgendwann wieder treffen zu können. Dieses Buch handelt genau davon. Nur nicht aus Sicht der Lebenden sondern aus Sicht von Will, dem gerade Verstorbenen. Denn wenn es uns schwer fällt loszulassen wo wir im Idealfall ja noch liebe Menschen um uns herum haben. Wie soll es den Verstorbenen in dem Fall gehen, denn das sie nicht mit uns kommunizieren können ist ja offensichtlich.

Das Buch beginnt mit dem Unfall und erzählt dann die Geschichte von Will. Es gibt Sachen in  seiner Vergangenheit auf die er nicht stolz ist. Was es genau ist wird mit der Zeit klar. Ebenso klar ist von Beginn an das Ellas Mutter schon verstorben ist, aber auch hier wird erst später klar wieso und weshalb.
Es ist durchweg fesselnd von Will zu lesen, hier und da empfand ich Stellen als zu langatmig. Auch fand ich manches zu viel für ein Buch, aber das würde nun die Handlung von später vorweg nehmen. Insgesamt jedoch fühlte ich mich gut unterhalten und raste nur so durch diese Geschichte.

Die Figuren sind sehr überschaubar, auch der Radius der selbigen ist recht gering.
Will, die Hauptfigur und Vater von Ella. Er erzählt seine Geschichte. Er ist ein liebevoller Vater und möchte sein Versprechen halten. Manches Mal wirkt der Wunsch etwas egoistisch, doch ich kann durchaus verstehen das diese Entscheidung nicht leicht fällt.
Ella ist sechs Jahre alt und hat in ihrem Leben schon viele Verluste erlitten. Klar das ihr der Vater fehlt. Ich empfand sie aber auch als recht tapfer.
Es gibt noch andere wichtige Personen im Leben von Will und Ella. Seine Eltern, ihre Großeltern die nun nicht nur ihren Sohn verloren haben, sondern sich auch um Ella kümmern. Und seine Schwester Lauren, die weiter weg wohnt, aber da ist um zu helfen.
Insgesamt augenscheinlich eine Familie wie man sie sich wünschen würde, aber auch hier brodelt es unter der Oberfläche.

Das Ende ist lange Zeit nicht so richtig vorherzusehen. Es gibt mehrere Möglichkeiten die der Autor sich auch fast bis zur letzten Seite offen lässt. Etwas was die Spannung erhält und das Buch neben dem Plot und trotz der kleineren Schwächen lesenswert macht.

4buecher

[Rezension] Michelle Andreani & Mindi Scott – Für immer ein Teil von mir

 Michelle Andreani & Mindi Scott
Für immer ein Teil von mir 
ISBN 978-3-95967-069-2
Klappenbroschur
17,- €
Übersetzerin: Henriette Zeltner
Erschienen bei Harper Colliny YA!
Leseprobe

Inhalt:
Kyle und Cloudy haben ihren wichtigsten Menschen verloren. Kyle seine Partnerin, Cloudy ihre beste Freundin. Ashley ist viel zu früh gestorben und hinterließ ein großes Loch. Ashley hat aber mit ihrem Tod, durch eine Organspende, drei anderen Menschen ein neues Leben ermöglich. Diese Menschen möchte Cloudy nun besuchen und Kyle soll sie begleiten.

Meine Meinung:
Der Tod der besten Freundin ist sehr schmerzhaft, das ist etwas was ich selber erfahren musste. Vermutlich auch deswegen greife ich zu diesen Büchern die das thematisieren.

Hier war ich dann zunächst skeptisch, denn durch einen Zufall sah ich das der Durchschnitt gar nicht so begeistert war von dieser Geschichte. Das kann ich selber nicht verstehen.

Der Tod von Ashley wird zu Beginn mehr angedeutet als das er Mittelpunkt ist, oder sagen wir eher das wie wird ein wenig geheimnisvoll gehalten. Doch das Wie ist in dem Fall auch nicht so wichtig, denn die Tatsache das sie Tod ist hat viele Veränderungen mit sich gebracht die gerade Kyle, Cloudy und deren Umfeld spüren. Auch der Leser bekommt recht schnell mit dass sie der Mittelpunkt der Beiden war und das nun etwas fehlt.

Die Geschichte hat mehrere Abschnitte die jeweils mit einem Brief beginnen. Danach kann man im Wechsel die Gefühle, Ansichten und Gedanken von Kyle und Cloudy lesen. So waren mir diese beiden Figuren recht nah. Auch fesselte mich dadurch die Geschichte sehr. Ich wollte wissen wie es den Beiden weiterhin ergeht, was als Nächstes passiert und wie das Umfeld reagiert. Langweilig wurde es nur selten und das obwohl sich die Autoren hin und wieder in Beschreibungen verlieren.

Die wichtigsten Personen sind natürlich Kyle und Cloudy, sie vermissen ihre Freundin und haben ihr Lachen verloren. Sie haben an nichts mehr Freude und müssen erst lernen wieder ohne Ashley zu leben.
Ashley lernt man auch ein wenig kennen durch die Erinnerungen in denen die Beiden und ihre Freunde schwelgen, durch den Brief zu Beginn von ihrer Mutter und es muss ein toller Mensch gewesen sein.
Matty ist der Cousin von Kyle und gleichzeitig der Exfreund von Cloudy. Eine große Hilfe für die schwere Zeit doch auch er stößt an seine Grenzen. Zoe ist Cloudys kleine Schwester und bemüht sich sehr der großen Schwester das Leben leichter zu machen. Sowohl von Matty wie auch von Zoe erfährt man nicht allzuviel, aber eben das sie im Leben von Kyle, Cloudy und auch Ashley eine große Rolle spielen.

Am Ende steht ein Road Trip der anderen Art. Ein Road Trip der auch mir gefällt und nicht nur den Augenmerk auf die Liebe, Freundschaft und eben diese Reise hat sondern in dem es auch um das Thema Organspende geht. Ein Thema das ruhig öfter Gegenstand von Geschichten sein könnte um vielleicht doch mehr Leute zur Organspende zu bewegen.

4buecher