[Rezension] Elli Minz – Chin up, Nina

 Elli Minz
Chin up, Nina!
Asin B01N7S0B7L
EBook
0,99 €
Leseprobe

Inhalt:
Nina und Sally können es nicht fassen. Die Modelagentur bei der sie sich beworben haben hat Ihnen eine Zusage geschickt. Nun heißt es packen und von Köln nach Düsseldorf fahren.
Der Fahrer, Jonas. Er wird in Zukunft der Chauffeur der Freundinnen sein und verkuckt sich in Nina. Doch er traut sich nicht ihr dieses zu sagen. So schreibt er ihr Anonym Gedichte, die Nina dazu bringen auf die Suche nach ihrem Verehrer zu machen

Meine Meinung:
Als die Autorin mir dieses Buch nahelegt und fragte ob ich es rezensieren mag, habe ich etwas überlegt und dann auf Grund der Beschreibung zugesagt.

Es gibt einige Kritikpunkte, auf die ich wegen der Spoilergefahr nur bedingt eingehen kann. Es gibt aber auch einige positive Aspekte und ich denke, das dieses Buch gewiss auch begeisterte Leser finden wird.

Zunächst zum Positiven: Der Schreibstil. Dieses Buch war locker und leicht zu lesen. Von Beginn an wollte ich wissen wie es weiter geht. Die Geschichte hat mich allerdings zu Beginn schon etwas mehr gefesselt als zum Ende hin. In der letzten Hälfte hoffte ich auf ein bestimmtes Ende, das mir zeigt das ich das Buch nicht „umsonst“ gelesen habe. Das klingt nun etwas komisch, aber es gab Momente in dem ich es am liebsten abgebrochen hätte.

Vieles war mir zu langgezogen.
Die versprochene Liebesgeschichte kam nicht so recht in die Gänge, diese ganze Gedichte-Sache war schön zu lesen, aber irgendwann hoffte ich darauf das Jonas und Nina endlich zusammen kommen und irgendwie sprang hier der Funke auch bei mir nicht über.
Die Freundschaft von Nina und Sally, das zweite große Thema dieses Buches, war für mich keine Freundschaft. Ich hatte das Gefühl das Nina nur untergebuttert wurde und verstand nicht wie man Sally noch Freundin nennen konnte. Die Geschichte geht ja eine ganze Weile und ich wartete auf einen Absprung auf ein Aufbegehren von Nina.
Die Model-Geschichte. Ich denke hier wurde einiges überspitzt dargestellt, doch kann ich mir vorstellen das manches in schlechten Agenturen genauso abläuft. Allerdings wird ja geschrieben das Karma eine gute Agentur sei, dann passt vieles nicht. Es gibt so viele Situationen die ich einfach too much fand. So dass dieses Buch doch insgesamt recht unglaubwürdig wurde.

Die Geschichte ist aus Sicht von Nina und Jonas geschrieben. Wobei ich hier nur selten das Gefühl hatte, dass das wirklich nötig war. Ein Erzähler hätte in vielen Situationen genauso gut erzählen können.
Nina geht ihrer Freundin Sally zu Liebe mit nach Düsseldorf. Ich hatte von Beginn an das Gefühl dass sie das überhaupt nicht wirklich will und habe da schon nicht verstanden warum sie dann mitzieht. Viele Entscheidungen von Nina konnte ich nicht nachvollziehen und so blieb sie mir fremd.
Bei Jonas ist es ähnlich. Auch er hängt in einem Job fest, den er eigentlich gar nicht machen will. Man lernt ihn aber auch nicht wirklich kennen und das obwohl ja im Wechsel erzählt wird.
Sally ist einfach nur schrecklich. Wenn ich so eine Freundin hätte würde ich ihr entweder mal die Meinung sagen, was unter Freundinnen kein Problem sein sollte, oder mich von ihr trennen, auch wenn das schwer fällt. Bei der ersten Szene in der ich sie so nervig fand dachte ich noch, das wird sich gebe, stattdessen wurde es immer schlimmer und Gründe dafür konnte ich nur bedingt erkennen.

Das Ende kam später als erwartet, doch empfand ich es dann als sehr plötzlich. Ich hätte hier einfach mehr erwartet. Es ist wie einen Teil wegzulassen.

Mein Fazit: Chin up, Nina! ist genauso oberflächlich wie es der Modelbranche oft nachgesagt wird, die Freundschaft wird mit Füßen getreten und eine Liebesgeschichte bekommt man nur bedingt. Dafür lässt es sich leicht und flüssig lesen, was tatsächlich zu einer besseren Wertung führte.

[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Morgen lieb ich dich für immer

 Jennifer L. Armentrout
Morgen lieb ich dich für immer 
ISBN 978-3-570-31141-7
Klappenbroschur
12,99 €
Übersetzerin: Gisela Schmitt
ab 14 Jahren
Erschienen bei cbt
Leseprobe

Inhalt:
Mallory und Rider kennen sich seitdem sie Kinder waren. Die Ereignisse der letzten Jahre führten jedoch dazu das sie sich nicht sahen. Nun geht Mallory auf die Highschool und läuft am ersten Tag Rider über den Weg. Es ist als ob sie nie den Kontakt verloren hätten. Beide haben viel auszuarbeiten, doch während früher Rider der Starke war ist es nun Mallory die Rider den Rücken stärkt.

Meine Meinung:
Morgen lieb ich dich für immer kommt mit einem Titel und einem Cover, das eine Liebesgeschichte vermuten lässt. Damit liegt man schon richtig, aber es ist eine ganz besondere Liebesgeschichte. Eine Geschichte zweier Pflegekinder die sich halt geben mussten um schlimme Dinge zu überstehen. Eine Liebe die viel tiefer geht als man es für das Alter vermuten würde.

Und doch ist es nicht kitschig. Alles was die Autorin schreibt kann man genauso nachempfinden. Nie hatte ich das Gefühl das sie übertreibt, es zu schnell oder zu langsam anging. Langeweile kam an keiner Stelle auf. Ich war gefesselt von dieser traurigen aber auch wunderschönen Geschichte. Von der Gewalt die Mallory und Rider erfahren mussten. von all den schönen Dingen die ihnen widerfahren sind. Kleinere Zankereien in der Schule würden mich in anderen Geschichten vielleicht Nerven, hier lockern sie das Geschehen auf und lassen alles so normal wirken.

Dabei sind die Protagonisten alles andere als Normal.
Mallory hat in ihrem viel durch machen müssen. Sie hat jetzt das Glück von einem Ehepaar adoptiert worden zu sein, das sie wirklich liebt. Doch vor vier Jahren noch lebte sie in einer Pflegefamilie in der jeder Laut zu viel war und Alkohol, Drogen und Gewalt an der Tagesordnung standen. So ist es nicht verwunderlich das sie Probleme hat mit anderen zu sprechen. Man liest wie sie Stück für Stück aus ihrem Schneckenhaus heraus kommt und immer stärker wird. Es dauert bis solche Trauma aufgearbeitet sind und so ist es auch hier. Alles kommt Stückchenweise, so dass es dem Leser und auch Mallory selbst kaum auffällt.
Rider hatte nicht ganz so viel Glück. Er ist Mallorys Beschützer gewesen, ihr großer Bruder der auf sie aufgepasst hat und sich für sie hat verprügeln lassen, damit es seiner Maus gut geht. Nach einem Ereignis vor vier Jahren kam er ins Heim und landete wieder bei einer Pflegefamilie. Doch auch wenn sich seine Pflegemutter um ihn kümmert, er ein Dach über den Kopf und genug zu Essen hat lebt er ganz anders als Mallory. Er sieht in sich das was die Umgebung zu sehen glaubt und meint er wäre nichts Wert.
Beide Figuren sind sehr starke Figuren sie wurden geprägt durch das was ihnen geschehen ist. Sie haben Freunde, die für sie da sind und doch können sie sich nur gegenseitig perfekt verstehen. Die gemeinsame Vergangenheit hat sie geprägt.

Am Ende steht eine Geschichte bei der ich nur bedingt schockiert war, schließlich weiß man dass das Jugendamt nicht immer alles sieht was es sehen sollte. Das Kinder misshandelt werden und das nicht nur, wie in dem Fall, von Pflegeeltern sondern auch von biologischen Eltern. Hier ist eine Geschichte entstanden die zeigt das misshandelte Kinder viele Jahre brauchen um das erlebte aufzuarbeiten und manche es sogar niemals richtig schaffen. Es ist aber auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, bei der es nicht zu schnell geht und das Pärchen die Zeit bekommt die es braucht. Für mich ein rundum gelungenes Jugendbuch.

[Rezension] Sophie Jordan – Königreich der Schatten 1: Die wahre Königin

 Sophie Jordan
Die wahre Königin
Band 1

ISBN 978-3-95967-070-8
Klappenbroschur
16,- €
Übersetzerin: Barbara Imgrund
Erschienen bei Harper Colliny YA!
Leseprobe

Inhalt:
Seit 17 Jahren beherrscht tiefste Finsternis das Land und den Turm in dem Luna mit ihren Pflegeeltern wohnt. Sie muss sich vor dem König verstecken der ihre Eltern ermordet hat. Doch sie werden entdeckt und Luna muss fliehen. An ihrer Seite Fowler, der junge Mann der wie sie aus Relhok kommt und am liebsten alleine weiter ziehen würde, doch irgendwas bringt ihn dazu Luna mitzunehmen. Ohne zu Wissen welches Geheimnis sie umgibt.

Meine Meinung:
Erst vor kurzem habe ich den zweiten Infernale Band gelesen und damit eine Serie von Sophie Jordan abgeschlossen. Mit Die wahre Königin beginnt eine neue Reihe, diesmal im Königreich der Schatten.

Der Einstieg fiel mir recht leicht. Ich empfand die Schrift als recht groß und die Kapitel waren recht kurz. Diese werden immer aus Sicht von Luna und Fowler erzählt. Damit man sofort weiß wer gerade berichtet stehen die jeweiligen Namen über dem Kapitel.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Welt rund um Relhok wird sehr anschaulich und einprägend geschrieben. Man hat direkt dieses düstere Gefühl. Die Vorstellung es gäbe nur noch eine Stunde Licht am Tag ist schlimm. Sophie Jordan schafft es das man dies auch genauso fühlt wenn man die Geschichte liest.

Der Weg den Fowler und Luna bestreiten ist voller Gefahren und so gibt es immer wieder spannende Momente auf ihrer Reise, doch gibt es auch Teile die ich als zu langatmig empfand, anderes war etwas vorhersehbar. Allerdings nicht vorhersehbar ist der gemeine Cliffhanger am Ende der Geschichte.

Die Figuren sind nicht so zahlreich, einfach weil die Menschen versuchen den Gefahren aus dem Weg zu gehen. So liest man auch nur von wenigen Personen.
Die wichtigsten Personen sind sowieso Luna und Fowler. Gegensätzlicher könnten die Beiden nicht sein. Während Luna viel mit dem Herz reagiert, impulsiv ist und nur hin und wieder darüber nachdenkt was sie tut ist Fowler viel wachsamer. Er ist aber auch kälter von seiner Art her. Luna wuchs recht behütet auf und kennt die Gefahren in der Theorie, in Wirklichkeit aber übersteigen sie ihre Vorstellungskräfte. Fowler hat schon viel mitmachen müssen und hat eine Mauer um sich herum aufgebaut. Er versucht sich vor Gefühlen zu schützen. Luna bringt diese Mauer zum bröckeln.
Die anderen Figuren sind immer nur eine gewisse Zeit wichtig.Figuren die Mittel zum Zweck sind und auch keine Tiefe besitzen.

Wie oben schon geschrieben gibt es am Ende einen fiesen Cliffhanger bei dem man einfach weiterlesen muss. Somit freue ich mich sehr auf den nächsten Band und auch ohne diesen Cliffhanger würde ich wissen wollen wie es weiter geht.

Mein Fazit: Die wahre Königin ist eine tolle Geschichte in einer fremden Welt, die die Autorin dem Leser gut näher bringt. Die Figuren sind nicht so glatt und haben ihre Ecken und Kanten, was die Geschichte noch interessanter macht. Das einzige was mich ein wenig gestört hat waren ein, zwei Längen auf der Reise. Ansonsten ein Buch das ich gerne weiter empfehle.

4buecher

[Rezension] Susan Mallery – Ein Cowboy küsst selten allein

Susan Mallery
Ein Cowboy küsst selten allein
Band 19

ISBN 978-3-95649-643-1
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Ivonne Senn
Erschienen bei MIRA Taschenbuch
Leseprobe

Inhalt:
Zane ist Sauer auf seinen kleinen Bruder. Hat dieser doch einen Viehtrieb im Internet angeboten, so dass Zane nun mit vielen unerfahrenen Leuten diesen statt finden lassen muss. Ein Lichtblick ist Phoebe, sie verzaubert ihn recht schnell mit ihrer Art und ihrem Lächeln. Doch eine Beziehung kommt für ihn als Einzelgänger nicht in Frage. Liebe ist viel zu gefährlich. Doch so ein Viehtrieb kann lang sein…

Meine Meinung:
Es ist bereits der 19. Band der Fool´s Gold Reihe und für mich müsste diese Reihe auch nicht Enden. Nach dem letzten etwas schwächeren Band war ich sehr gespannt ob mich die neue Geschichte wieder begeistern kann …und sie konnte.

Ich denke das lag auch daran das sie vollkommen anders ist als die Vorgänger. Während bei den vergangenen Bänden alles in dem kleinen Städtchen statt fand ist die Ranch um die es hier geht vor den Toren von Fool´s Gold. Außerdem ist der Viehtrieb in den Gebieten rund um Fool´s Gold und somit kommt man kaum in Berührung mit der Stadt der Liebe. Was manch einen wohl stört fand ich mal erfrischend anders.

Bis auf Gladys und Eddie gibt es auch keine Einheimischen die diesen Viehtrieb mitmachen und so muss man sich mit ein paar neuen Personen bekannt machen. Da es aber nicht viele waren, war das gut möglich. Dafür hatten sie alle ihre kleine Geschichte und nahmen einen wichtigen Teil auf dieser Reise ein.
Zane ist Züchter und großer Bruder, doch hat er das Gefühl Chase den Vater ersetzen zu müssen und dieser Viehtrieb soll ihm eine Lektion sein. Er wirkt zu Beginn sehr streng und unnachgiebig, doch im Laufe der Geschichte lernt auch er dazu und wird weicher.
Ob das mit Phoebe zusammenhängt, man weiß es nicht. Phoebe kommt aus L.A. und ist nur dabei weil Maya sie um ihre Begleitung gebeten hat. Sie sind Freundinnen und Phoebe hat ein Helferkomplex, so hat sie widerwillig zugestimmt. Sie hat aber Spaß an der Sache, nicht nur wegen dem knackigen Zane, sondern auch weil ihr das Leben in der Natur anfängt zu gefallen und sie eine besondere Bindung zu dem Leitochsen Manny aufbaut. Phoebe wirkt zu Beginn etwas naiv, weiß aber schon recht gut was sie will. Sie hat ein großes Herz und es gibt nichts Negatives, das ich über sie sagen könnte.
Neben den oben genannten Schwesternpaar sind noch Touristen bei dem Viehtrieb dabei. Thad und C.J. ein kinderloses Pärchen das zwei Pflegekinder dabei hat. Auch sie haben ihre Geschichte zu erzählen. Andrea und ihr Mann Martin, sie bringen einiges an Chaos in die Geschichte. Dazu kommen Maya und Chase, die Geschwister von Zane die eine besondere Bindung zueinander haben. Nicht zu vergessen Cookie, der Koch, der etwas ruppiger sein kann.
Auch Bewohner von Fool´s Gold tauchen auf, doch diese eher als Randfiguren mit kurzen Szenen.

In diesem Band wird es nie langweilig. Die Geschichte fesselte mich von Beginn an und es ist lange her, dass ich eine  Fool´s Gold Geschichte so verschlungen habe. Natürlich ist das Ende vorhersehbar und das in allen Bereichen, doch bis dahin gibt es viele aufregende Momente und Ereignisse die den Weg zum Schluss wirklich lesenswert machen

[Rezension] Michael Tsokos – Zerbrochen

 Michael Tsokos
Zerbrochen
Band 3

ISBN 978-3-426-51970-7
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Ein Jahr ist vergangen seitdem Fred Abel schwer verletzt wurde. Nun ist er wieder im Dienst und soll den Fall des „Darkroom-Killers“ bearbeiten.
Doch lange kann er sich nicht darauf konzentrieren, denn seine Kinder sind verschwunden. Sie waren zu Besuch in Berlin und wurden entführt. Für Abel zählt es jetzt nur noch seine Kinder zu finden, doch wer ist derjenige der Abel Schaden will.

Meine Meinung:
Ich habe mich schon nach Zerschunden auf die Fortsetzung gefreut. Las dann natürlich zunächst Zersetzt, was mich aber nur bedingt weiter brachte, und hoffte nun mit Zerbrochen endlich eine Aufklärung zu bekommen.

Mit Zerbrochen setzt Michael Tsokos, für mich, perfekt an den ersten Band an. Sowohl die Spannung wie die ganze Handlung haben mich ans Buch gefesselt, das hatte ich im zweiten Band nicht ganz so sehr. So begann ich dieses Buch auch ein wenig mit der Sorge das es mir nicht zusagen könnte, aber diese Sorge war recht schnell verflogen.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Die Handlungen aus den Vorgängern die wichtig waren für diese Geschichte waren mir recht schnell präsent, auch weil es geschickt eingebrachte Rückblicke gab. Zerbrochen sollte man trotzdem nicht lesen ohne vorher die anderen beiden Bände zu kennen. Die Rückblicke sorgen für Anschubser bei den Erinnerungen, die komplette Geschichte muss einem natürlich selber einfallen.

In Zerbrochen finden alle Bände ein gemeinsames Ende. Auch wenn die Vorgänger in Teilen abgeschlossen waren, wurden hier noch die letzten Sachen abgeklärt. So kam alles zu einem gemeinsamen Ende.

Schön fand ich das man viele alte Bekannte trifft.
Fred Abel ist verändert durch den Angriff auf ihn. Er scheint ruhiger und nachdenklicher zu sein. Das mag aber auch daran liegen das man mit Kindern nicht mehr so leichtsinnig ist, sondern bedachter vorgeht. Mir gefiel Abel im letzten Band sehr gut. Seine Sorge war authentisch, er brachte mich zum mitfiebern.
Auch wieder dabei ist Lars Moewig, ihn hat Abel im ersten Band aus dem Gefängnis geholt. Eine Figur die viel Raum einnimmt und die ich mir bildlich gar nicht so vorstellen konnte wie sie beschrieben wird. Eben weil er zwar gefährlich wirken soll, es aber gar nicht ist. Er ist ein Fels in der Brandung und guter Freund für Abel, jemand der die Drecksarbeit macht, aber auch das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Es gibt noch einige andere Figuren. Kollegen von Abel, aber auch seine Kinder nehmen viel Raum ein in der Geschichte. Die Szenen mit Ihnen in der Zeit der Entführungen fachen die Spannung sehr an.

Am Ende ist alles restlos aufgeklärt. Gespickt mit realen Fällen wie der Darkroom-Killer-Fall, der mir gar nicht geläufig war, aber auch dem Attentat in Istanbul auf eine deutsche Touristengruppe ist dieser Thriller eine ganz besondere Geschichte. Realität und Fiktion sind hier perfekt vermischt. Am Ende stehen wieder ein paar Worte vom Co-Autor Andreas Gößling und auch Worte von Michael Tsokos in denen unter anderem die wahren Fälle der Geschichte benannt werden.

[Rezension] Martin Krist – Brandstifter

Martin krist
Brandstifter
David Gross Band 3

ASIN B01NC12D50
EBook
6,99 €
Erschienen bei Edel Elements

Inhalt:
Valentina findet ihren Mann ermordet im Arbeitszimmer. Nun will sie nur noch raus aus dem gemeinsamen Haus um sich und ihre Kinder in Sicherheit bringen, doch sie weiß bis der Mörder gefasst ist wird es keine Sicherheit geben und sie nimmt die Dinge selber in die Hand.
David Gross soll das Verschwinden eines jungen Mannes aufklären. Er wird seit einiger Zeit vermisst, doch die Polizei sucht nicht weiter nach ihm.

Meine Meinung:
Brandstifter ist der dritte Thriller mit David Gross, die anderen Beiden sind Drecksspiel und Engelsgleich. Für mich war das vor dem lesen gar nicht so klar doch beim Lesen kristalisierte sich recht schnell heraus das es von David Gross eine Vorgeschichte geben muss, die mir nicht ganz geläufig ist.

Das machte aber überhaupt nicht. Ich finde man kann Brandstifter gut lesen ohne die Vorgänger zu kennen. Martin Krist lässt genug Informationen fallen damit einem David Gross näher kommt und man nicht tausend Fragezeichen über dem Kopf trägt.

Es gibt mehrere Handlungsstränge die irgendwann zueinander finden. Bis dahin ist die Frage groß was die unterschiedlichen Personen miteinander zu tun haben, oder eher deren Fälle. Im Zentrum steht der Fall von Valentina, der jungen Frau deren Mann ermordet wurde. Zumindest war es für mich der wichtigste Strang. Der Fall des Feuertids der jungen Frau, wird recht schnell abgehandelt auch wenn es hier spannende Entwicklungen gibt. Dazu noch der Fall des verschwundenen Mannes und ganz wichtig: immer noch Davids Suche nach Caro.

Es gibt viele Personen und gerade bei den Polizisten konnte ich nicht immer alle unter einen Hut bringen. Die wichtigsten Personen konnte ich jedoch gut auseinander halten und zuordnen.
Die meisten kamen mir nicht wirklich nah und berührten mich nicht so sehr, auch wenn die Schicksale dies Taten.

Die Spannung steigerte sich bis zum Ende hin und war von Beginn an vorhanden. Ich empfand Brandstifter als echte Pageturner in dem ich immer weiter lesen wollte. Die Story ist in fünf Teilen geschrieben und jeder Teil steht für eine neue Stufe in den Ermittlungen. Die kapitel sind kurz gehalten und handeln von den verschiedenen Strängen. Was mich hier etwas störte war die fehlenden Zeitangaben. Erst nach einer Weile wurde mir klar das manches in der Vergangenheit spielen musste, das war nicht so sehr ersichtlich und irritierte zunächst ein wenig. So musste ich mich bei bestimmten Personen immer erst ein wenig rein finden ob es nun Gegenwart oder Vergangenheit ist.

Das Ende kam überraschend. Der Hauptfall war zwar abgeschlossen, doch blieben Fragen zurück und ich konnte kaum glauben dass das Buch wirklich zu Ende ist. Ein paar Mal habe ich hin und her getappt, aber da kam tatsächlich nichts mehr. Ich werde also auf die Fortsetzung warten müssen um mehr zu erfahren. Etwas ungewöhnlich und für mich auch etwas was zum Punktabzug führte. Ich lese gerne Serien und auch hier freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung, doch störte mich das ein Aspekt der so oft erwähnt wurde ungeklärt blieb.

Mein Fazit: Ein Pageturner der von Spannung kaum zu überbieten ist, der mich aber wegen dem offenen Ende etwas unzufrieden zurück ließ

4buecher

[Rezension] Jasmin Schlaich – Süßes mit Kuss

 Jasmin Schlaich
Süßes mit Kuss 
ISBN 978-3-7724-8018-8
Hardcover
12,99 €
Erschienen bei Topp
Blick ins Buch

Inhalt:
Wer kennt sie nicht, die süßen Dickmänner. Hier werden sie sehr vielseitig in Szene gesetzt. Neben Rezepten gibt es Altbekanntes und tolle Deko Ideen

Meine Meinung:
Süßes mit Kuss prangte mir schon immer entgegen wenn ich eine Packung Dickmanns gekauft habe. Es gab einen Wettbewerb für dieses Buch bei dem man sein Lieblingsrezept einsenden konnte. Bisher habe ich nur ein Rezept für das ich Schaumküsse verwende, war aber recht neugierig was sich noch hinter diesen Buchdeckeln verbergen konnte.

So blätterte ich direkt nach der Ankunft alles durch und fand kaum ein Rezept, das mich nicht reizen würde. Es Rezepte zum Genießen und Beeindrucken, Rezepte für feierliche Anlässe und tolle Deko Ideen. Auch das altbekannte „Mohrenkopfbrötchen“ durfte hier nicht fehlen.

Unterteilt sind die Rezepte in drei Schwierigkeitsstufen. Ich hatte mir zunächst ein mittelschweres Rezept mit dem Zusatz: Braucht etwas Übung raus gesucht. Übrigens auch eins der Gewinnerrezepte…und bin kläglich gescheitert. Es waren Cinnamon Buns die aus Hefeteig gemacht wurden. Der Hefeteig wollte bei mir nicht so recht aufgehen und das Zimt-Butter Gemisch landete zum Großteil auf meiner Arbeitsplatte. Meinem Junior schmeckte es trotzdem und vielleicht werde ich es nochmal ausprobieren, auch wenn es meinem Mann zu zimtig war.

Also ging es mit einem einfachen Rezept weiter. Eine Karamell Torte. Hier gab mir das Rezept schon leichte Rätsel auf. Doch ich folgte meinem Bauchgefühl und lag damit dann schon richtig. Die Torte schmeckt lecker, süß, aber auch ein wenig erfrischend. Es ist eine Torte die nicht gebacken wird und ich mir toll im Sommer vorstellen kann

Es gibt nur wenig was mich an diesem Buch stört. Die Rezepte sind vielseitig und man bekommt Lust sofort mit dem Backen oder Zubereiten zu Beginnen. Doch sowohl bei den Cinnamon Buns wie auch bei der Karamelltorte fand ich die Deko zu großzügig bemessen. Das Einzige was an den Buns mit Dickmanns zu tun hatte war die Creme für oben drüber und von der blieb massig übrig. Die Hälfte hätte hier auch gereicht. Bei der Karamelltorte war es der aufgelöste Zucker der zu großen Teilen übrig blieb. Hier reicht gewiss auch die Hälfte. Ein wenig Schade fand ich such das gerade schwierigere Sachen nicht ausgeführt wurden, oder auch Teile der Rezepte. Für die Karamelltorte braucht man 400 g Karamellcreme…Hmm okay, welche Karamellcreme, eine bestimmte oder nur das Pulver das mit den übrigen Zutaten vermengt wird? Ich habe eine Karamellcreme gemacht und habe diese mit unter gehoben. Geschmeckt hat es, ob es richtig war weiß ich nicht.

Dazu stört mich ein wenig das davon ausgegangen wird das man alle Größen von Springformen Zuhause hat. Ich besitze eine mit dem Durchmesser 28 oder 26, die habe ich genutzt, und ich glaube 20. Für die Karamelltorte bedarf es aber eine 24er und bei anderen Rezepten steht gar nichts dabei. Sowas wäre gut als Info zu Beginn des Buches damit Käufer überhaupt sehen ob das Buch mit ihrer Ausstattung nutzbar ist. Denn auch wenn es viele viele Rezepte und die Deko-Ideen gibt möchte man doch so viel wie möglich ausprobieren und wäre eventuell enttäuscht wenn ausgerechnet das Rezept wegen dem man das Buch gekauft hat nichts wird weil das passende Zubehör fehlt.

Es sind Kleinigkeiten die mich hier gestört haben. Überwiegend gefällt mir aber dieses Rezeptbuch das nicht nur für Kindergeburtstage etwas ist sondern auch für alle anderen Anlässe. Es wird nicht das letzte Mal genutzt worden sein.

4buecher