[Rezension] Renée Holler – Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper

 Renée Holler
Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper
ISBN 978-3-8458-1593-0
Hardcover
14,99 €
ab 10 Jahren
Erschienen bei Ars Edition
Leseprobe

Inhalt:
Selina reist von Indien nach England um dort zur Schule zu gehen. Bisher ist sie Zuhause von ihrer Mutter unterrichtet worden. Sie freut sich auf England, aber nicht wegen der Schule, sondern weil sie ihre Cousine Lily wieder sieht.
Als sie jedoch ankommt herrscht großes Chaos. Lily ist verschwunden und keiner weiß wo sie ist. Während ihre Eltern davon ausgehen das sie nur Ausgebüchst ist, glaubt ihr Freund Eric das sie entführt wurde, denn sie war einem großen Geheimnis auf der Spur

Meine Meinung:
Das Cover und der Titel machten mich neugierig auf dieses Buch. Wer nun glaubt bei einem Buch ab 10 Jahren bekommt man eine Kindergeschichte hat in dem Fall geirrt. Diese Geschichte ist nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene die gerne mal Kindergeschichten lesen.

Der Einstieg und das Lesen selbst fiel mir zu keiner Zeit schwer. Recht schnell wird es spannend, so dass vielleicht manch ein Kind das Fingernägel knabbern anfangen würde. Es gibt viele Momente in denen die Spannung ihren Höhepunkt erreicht, aber auch ganz ruhige Abschnitte, die dem Leser Verschnaufpausen gibt. Es ist eine Feriengeschichte. Schule kommt hier nur am Rande als Bemerkung vor. Ansonsten haben die Kids viel Zeit. manches Mal empfand ich es aber als merkwürdig wie viel Freiheiten hier die 13 Jährigen schon haben oder wie sie auch mal Stundenlang verschwinden können ohne das es jemanden auffällt, aber das nur am Rande.

Die Figuren gehören zwei Familien an, die praktischerweise quasi Nachbarn sind.
Selina ist aus Indien nach England gekommen und hat schon ein mulmiges Gefühl dort zur Schule gehen zu müssen. Auch wenn sie in dem Punkt bammel hat, empfand ich sie generell als sehr mutig. Mutiger als ich es mir selber hätte vorstellen können.
Eric ist Lilys Freund und Kumpel und ist auch für Selina direkt ein Freund. Die Chemie stimmt hier. Er treibt sie zu Dingen an, die nicht unbedingt immer gut sind, doch sie wächst dadurch über sich hinaus und schließlich wollen sie Lily finden.
Die Eltern von Lily blieben mir fremd. Der Vater scheint das Verschwinden überhaupt nicht ernst zu nehmen und die Mutter leidet sehr darunter. Unterschiedlicher könnten Eltern nicht reagieren. Die Mutter von Selina ist weit weg, nur die Mutter von Eric ist als Ansprechperson da und kümmert sich sehr um ihre Kinder und auch um Selina.

Das Ende kristallisiert sich nach und nach raus. Doch auch wenn ich schon weit über das Angegebene Alter hinaus bin habe ich es nicht voraus ahnen können. Es gibt hier viele spannende und auch fantastische Elemente die die Geschichte sehr interessant gestalten. Eine Geschichte die den Kids neben der ganzen Spannung aber auch Zeit zum Verschnaufen bietet und so viel Lesefreude bringt

[Rezension] Sebastian Fitzek – AchtNacht

 Sebastian Fitzek
AchtNacht
ISBN 978-3-426-52108-3
Klappenbroschur
12,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Was wäre wenn es einen Tag im Jahr geben würde an dem man die Möglichkeit hat seinen stärksten Feind für eine Todeslotterie zu nominieren?
Was wäre wenn es einen Menschen gibt auf den ein Kopfgeld von 10 Millionen Euro ausgesetzt wurde und Du eine Nacht Zeit hast Dir dieses Geld zu verdienen in dem Du ihn tötest. Würdest Du mitmachen bei der AchtNacht?
Benjamin Rühmann ist genau diese Person. Gezogen bei der Todeslotterie kämpft er eine Nacht ums überleben. Gegen zwielichtige Gestalten, aber auch gegen einen Mob deren Menschen einfach nur das Geld wollen und sonst ganz gesetzestreue Bürger sind. Wird er die Nacht überleben?

Meine Meinung:
Nach „Das Paket“ war ich skeptisch ob mir der nächste Thriller von Sebastian Fitzek wieder so gut gefallen würde wie davor. Die Story klang spannend und sie war es auch. Fitzek konnte mich hier wieder abholen und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite.

Dabei ist schon die Frage spannend ob man selbst einen Kandidaten für die AchtNacht hätte. Mir würde da ehrlich gesagt keiner einfallen. Ich wünsche niemanden den Tod, egal aus welchen Gründen. Doch hier wurde jemand nominiert und er muss nun eine Nacht um sein Leben bangen.

Die Geschichte ist diesmal nicht so wirr, wie beim Vorgänger. Klar strukturiert mit einer Abfolge von Ereignissen kam ich gut mit, musste nicht mehr überlegen als wer wohl derjenige hinter der AchtNacht ist und wer Ben nominiert hat. Der Schreibstil war dabei gewohnt leicht zu lesen und die Kapitel beginnen jeweils mit Name der Person die man begleitet und Angabe von  Ort und Zeit. Die Jagd findet in Berlin statt und auch wenn mir die Orte nichts sagten fühlte ich mich in der Umgebung wohl einfach weil mir die Stadt bekannt ist.

Es gibt nicht so viele Personen in diesem Thriller, wenn man einmal von dem jagenden Mob absieht.
Benjamin Rühmann, genannt Ben hat genug Gewissensbisse für alles Figuren der Geschichte. Er hat für sich große Schuld auf sich geladen und versucht damit zu Leben. Er ist eine gescheiterte Existenz ohne Job und getrennt von seiner Familie die er liebt. Er ist einer der Gejagten in der AchtNacht.
Arezu ist die andere Kandidatin der AchtNacht. Um es spannender zu gestalten gibt es einen Ersatzkandidaten. Sie verursachte bei mir viele Fragezeichen, weil man so wenig von ihr erfährt. Wie lebt sie, hat sie Freunde, Familie. Außer das sie studiert erfährt man nicht viel von ihr und auch zunächst nicht warum sie nominiert wurde.
Es gibt noch zwei Figuren die der Leser extra begleitet, die noch ein wenig Spannung ins Spiel bringen außerdem noch Bens Familie. Für mich persönlich genau die richtige Anzahl und Mischung an Figuren.

Einen möglichen Ausgang der Geschichte erahnte ich schon recht früh. Doch das empfinde ich nicht als schlecht, denn bis zum Ende gab es genug überraschende Wendungen in der Geschichte, die ich dann doch nicht erahnt hätte.
AchtNacht ist für mich ein Szenario das so hoffentlich, dank Menschenrechte, nie geschehen wird und das Sebastian Fitzek  gekonnt beschrieben hat um dem Leser spannende Lesestunden zu bereiten.

4buecher

[Rezension] Nicola Yoon – The sun is also a star

Nicola Yoon
The sun is also a star
ISBN 978-3-7915-0032-4
Hardcover
19,99€
Übersetzerin: Susanne Klein
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler

Inhalt:
Daniel und Natasha sind auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, als sie sich an einer Kreuzung begegnen. Während Daniel sind direkt in Natasha verliebt glaubt sie nicht an die Liebe. Doch Daniel gibt nicht auf und möchte Natasha überzeugen. Nicht ahnend das sie einen guten Grund hat ihn auf Abstand zu halten, denn am Abend soll sie abgeschoben werden.

Meine Meinung:
Nachdem mir Du neben mir so gut gefiel war ich auch sehr gespannt auf Nicola Yoons nächstes Werk. Schon von der Optik passt es gut zum Vorgänger und auch die Geschichte begeisterte mich genauso sehr wie Du neben mir.

Dabei ist dieses Buch anders geschrieben und für mich recht ungewöhnlich. Der Leser lernt Daniel und Natasha durch ihre Erzählungen kennen, doch auch Nebenfiguren bekommen ihre eigenen Kapitel und gar Ereignisse werde in besonderen Kapitel einzeln beleuchtet. Hier bleibt wirklich nichts im Unklaren.

Man einer mag es nicht wenn Abschnitte auch mal nur aus einem Satz bestehen. Hier kommt es hin und wieder vor und auch das es nur wenige Absätze sind, was die Protagonisten erleben und zu erzählen haben. Ich empfand das als sehr fesselnd, denn ein Kapitel geht ja noch und dann noch eins und so weiter.

Protagonisten sind Natasha und Daniel. Die sich zum Beginn der Geschichte noch gar nicht kennen. Doch der Leser lernt zunächst jede Person für sich kennen. Ihre Wünsche und Träume und auch ihre Gedanken zu ihrer Zukunft.
Während Natasha nicht zurück in ihre Heimat möchte, an die Wissenschaft glaubt und auf ihren Vater böse ist. Will Daniel nicht den Beruf erlernen den seine Eltern für ihn vorgesehen haben und hat Stress mit seinem Bruder. Beide Figuren könnten vom Denken und Handeln nicht verschiedener sein. Und doch nähern sie sich an, sehr zaghaft und langsam mit vielen wenn und aber, doch da stimmt die Chemie.

Die zentrale Frage dieser Geschichte, die für mich trotz des ungewöhnlichen Stils, leicht und flüssig zu lesen war, ist ob es sowas wie Schicksal gibt. Ist es vorbestimmt das man bestimmte Leute trifft oder doch eher Zufall. Hätte man die Person die man liebt auf jeden Fall getroffen nur eben anders. Wenn das Ereignis was zum Zusammen kommen geführt hat nicht existiert hätte. Eine Frage, die auch hier nicht wirklich beantwortet werden kann, denn Daniel hat Natasha ja getroffen. Ob es auch geschehen wäre wenn die Gegebenheiten anders gewesen wären weiß man einfach nicht.

Das Ende hatte mir gut gefallen. Allerdings hätte für mich der Epilog nicht sein müssen. Denn bevor man diesen liest war schon alles geklärt und in dem Fall auch zu meiner Zufriedenheit. Doch die Autorin hatte es sich wohl anders gedacht und hat einen Epilog geschrieben, der wohl nicht jedem gefallen wird, aber die Schicksalsfrage wieder aufgreift.

[Rezension] Aurélie Bastian – Französisch Backen



Aurélie Bastian
Französisch Backen
ISBN 978-3-517-09533-2
Hardcover
19,99 €
Erschienen bei SüdWest
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Aurélie Bastian zeigt in Französisch Backen das man nicht Stunden in der Küche stehen muss um französische Leckereien zu backen. Egal ob für den Frühstückstisch oder für die Kaffeetafel, alles ist leicht herzustellen.

Meine Meinung:
Ich bin keine begnadete Bäckerin. Es gibt mal einen Kuchen zu Geburtstagen und das war schon immer so, außer zu Weihnachten, da gibt es Massen von Plätzchen. Doch hin und wieder erregt ein Backbuch meine Aufmerksamkeit und ich probiere mal etwas Neues aus.

In der Küche steht gerade ein total gut duftender Gâteau au chocolat. Ich kann es noch nicht einmal aussprechen, also einfacher: ein Schokoladenkuchen. Dieser ist Glutenfrei und schmeckt traumhaft. Das ist eins der Rezepte die ich ausprobiert habe und von dem ich begeistert bin. Ich habe auch meine ersten Baguettes gebacken, die echt super waren und auch bei den Gästen gut ankamen und es war wirklich kein Hexenwerk.

So gibt es viele Rezepte die man kennt. Croissants, Macarons und Crepés zum Beispiel, aber auch Rezepte die ich noch nicht kannte, aber vielleicht mal testen werde. Lauter Leckereien die man auch gut in den Alltag einbinden kann

Doch es sind nicht nur gut gestaltete Rezepte, die dieses Buch für mich ausmachen, sondern auch ausführliche Tipps und Tricks die Aurélie Bastian gibt. Sie erklärt warum sie genau auf diese Art und Weise backt, diese Zutaten nutzt oder was noch zu beachten ist. Für mich eine gut zusätzliche Hilfestellung zum eigentlichen Rezept.

Im Vorwort erklärt sie wie manche Rezepte entstanden sind und so bekommt dieses Buch eine Geschichte. Zum Beispiel das Baguettes für sie nicht länger wie die zwei Stunden dauern sollten damit sie auch gut am Sonntag morgen zum Frühstück gemacht werden können.

Es ist hier, neben den tollen Rezepten, auf jeden Fall die persönliche Note die dieses Backbuch ausmachen und zu dem ich gewiss noch öfter greifen werde. Als Nächstes stehen die Crepés mit Karamelcreme auf dem Plan

4buecher

[Rezension] Arno Strobel – You are wanted

Arno Strobel
You are wanted
ISBN 978-1-47782416-0
Taschenbuch
9,99  €
Erschienen bei Edition M

Inhalt:
In einem Berliner Kongresszentrum findet ein Hacker Angriff statt. das Opfer: Lukas Franke. Dieser weiß scheinbar nicht warum es ihn trifft und sein Leben den Bach runter geht. er muss Licht ins Dunkel bringen bevor er auch noch seine Familie verliert. Doch wie soll er es anstellen, wenn ihm niemand glaubt.

Meine Meinung:
You are wanted war zumindest auf Facebook in aller Munde. Auch ich gehöre zu denjenigen die sowohl auf die Serie wie auch auf das Buch sehr gespannt waren. Amazon Prime habe ich nun auch unter anderem wegen der Serie. Das Buch wurde mir von Buchcontact angeboten und sollte natürlich zuerst gelesen werden, auch wenn Arno Strobel selber sagt dass es anders endet als die Serie.

Der Einstieg fiel mir nicht so schwer, doch empfand ich die Geschichte selbst als sehr chaotisch. Sicher das Leben von Lukas Franke ist chaotisch, aber mir blieb alles fremd. Egal ob es die Handlung war bei ich immer wieder den Faden verlor oder auch die Figuren, die mir einfach fern blieben. Der Schreibstil war zwar leicht und flüssig zu lesen, doch die Handlung konnte mich nur bedingt fesseln.
Immerhin jedoch so sehr das ich das Ende wissen wollte. Doch das war es auch schon. Der Weg dorthin war begleitet von einigen Fragezeichen. Nicht jeden Schritt verstand ich und hatte ich gerade das Gefühl durchzublicken kam die nächste Wendung die alles über den Haufen geworfen hat. Eigentlich positiv bei einem Thriller, doch hier empfand ich es als störend.
Dann wurde eine Zeit lang die Geschichte als Zeugenaussage von Lukas Franke erzählt, das erfährt man weil es immer wieder kursiv geschrieben Kapitel mit Fragen der Ermittler gab, doch beim Erzählen berichtete Franke auch von Begebenheiten die er gar nicht wirklich hätte wissen können, weil er nicht dabei war.

Figuren gibt es viele und ich brauchte auch eine ganze Weile manch eine der Figuren zu zuordnen. Das lag auch daran das manch eine Figur sowohl mit Klarnamen wie mit Alias benannt wurde und ich die nicht immer in Verbindung brachte. Hier wäre das Nutzen von einem Namen für eine Figur von Vorteil gewesen. Egal ob der richtige Name oder eben der Alias.
Lukas Franke ist die Hauptfigur um ihn dreht sich You are wanted. Er blieb mir dennoch fremd. Es gibt Szenen bei denen ich sein Verhalten nicht nachvollziehen konnte. Den Familienmenschen Franke lernt der Leser gar nicht kennen, weil es keine wirkliche Vorgeschichte mit ihm gibt. So fehlt mir das Gefühl zu ihm. Das sieht zum Beispiel bei seiner Frau Hanna und auch bei seinem, Sohn anders aus. Hier merkt man die Verbindung. Die von Franke zu seiner Familie nicht wirklich.

Alles in allem ist You are wanted recht interessant, doch ich denke hier favorisiere ich die Serie bei der man zu den Worten auch die Szenen bekommt. Ich würde empfehlen das Buch als Erstes zu lesen, denn obwohl ich nur den Trailer der Serie kannte gab es Szenen die mich langweilten weil ich eben die Bilder der Serie vor Augen hatte.

Das Thema Hacker und Cyberkriminalität wird es wohl immer öfter in Thrillern geben. Hier hätte sich Arno Strobel jedoch etwas mehr Zeit lassen sollen für die Geschichte. 270 Seiten sind für dieses komplexe Thema bei einer Geschichte in der soviel passiert nicht viel. Am Ende wirkt es etwas gehetzt was den Lesespaß nimmt.

[Rezension] Lars Ruppel – Die Kuh vom Eis

Lars Ruppel
Die Kuh vom Eis
Band 2

ISBN 978-3-944-03585-7
Klappenbroschur
10,90 €
Erschienen bei Satyr Verlag

Inhalt:
Die Kuh vom Eis oder andere Redensarten werden hier zu Lyrik verwurstet. Egal ob es um Die Kuh vom Eis oder Donna und Dorian geht, jeder Redewendung bekommt ein eigenes Gedicht.

Meine Meinung:
Lars Ruppel kenne ich als Slammer schon ein paar Jahre. Durch Smaat durfte ich schon seine Auftritte genießen und war sehr gespannt auf sein neustes Werk.

Nun muss ich sagen das ich gerade Poetry Slam lieber gesprochen, als gelesen mag. Die Slammer haben in ihren Texten ein ganz eigenes Rythmusgefühl, das man als Leser nur schwer nachahmen kann. Die Kuh vom Eis „lief“ mir allerdings schon in Bild und Ton über den Weg und so wurde dieses Gedicht für mich zu etwas besonderem in diesem Buch.

Doch auch die Gedichte „Alter Verwalter“, „Donna und Dorian“ oder „Bei Hempels unterm Sofa“ unterhielten mich und regen zum Nachdenken an. Denn es sind sehr kritischen Texte wenn man sie genau liest. Lars Ruppel blickt mit seinen Gedichten auf das aktuelle Tagesgeschehen in der Welt und auf die Art wie wir zusammen leben. Immer mehr zu Egoisten werden und was das bewirken wird, wenn wir nicht wieder mehr Nächstenliebe zeigen. Egal ob im Großen oder im Kleinen. Hier wird jeder angesprochen.

Die Kuh vom Eis ist ein Gedichtband der besonderen Art. Witzig, aber auch immer mit dem gehobenen Zeigefinger. Gut verständlich und leicht zu lesen, aber nicht unbedingt leicht zu verdauen. Ein Gedichtband der zum Nachdenken anregt und bei dem ich mir wünschen würde das alle die kritisierten Menschen und Gruppen diesen auch lesen würden.

4buecher

[Rezension] Janet Clark – Deathline 1: Ewig Dein



Janet Clark
Deathline 1: Ewig dein
Band 1

ISBN 978-3-570-17366-4
Hardcover
16,99 €
ab 13 Jahren
Erschienen bei cbj
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Josie träumt schon immer von der großen Liebe. Dann trifft sie auf diesen Typen mit den unheimlich grünen Augen und bekommt ihn nicht aus dem Kopf. Ein paar Tage später trifft sie ihn erneut. Als Arbeiter auf ihrer Ranch. Doch so richtig zu Funken scheint es bei Ray nicht. Er geht immer wieder auf Abstand.
Josie hat aber auch noch andere Probleme, auf der Ranch und in der nahe liegenden Stadt geschehen seltsame Dinge.

Meine Meinung:
Deathline ist der erste Mystery-Jugendroman mit Liebesgeschichte von Janet Clark. Ich kenne bisher jedes ihrer Bücher und Deathline war für mich ein Must read.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig und gerade zu Beginn war das auch sehr hilfreich. Der Einstieg in die Geschichte ist leicht, doch als es mit den ganzen merkwürdigen Vorfällen los geht wurde es für mich etwas holprig. Auch das Josie eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählt musste erst beim Lesen verarbeitet werden. Doch das geht recht schnell und von da an gab es am Lesevergnügen auch nichts mehr zu bemängeln.

Die Geschichte ist von Beginn an fesselnd. Zunächst das Zusammentreffen von dem jungen Mann und Josie, der ihr dann nicht mehr aus dem Kopf geht und wo man sich dann fragt wie es sich weiter gestaltet, dann die ersten komischen Dinge die Geschehen, die die Neugier meinerseits darauf brachten. Allerdings gab es für mich auch die ein oder andere Länge. Das man jemanden nicht aus dem Kopf kann ich gut verstehen, das oft zu erwähnen kann mitunter schon mal störend wirken. Es war nicht zu häufig, aber doch leicht zu viel.

Richtig spannend wurde es für mich ab dem Moment wo die Geschichte hauptsächlich auf der Ranch spielt. Ab dem Moment  gab es auch nichts mehr zu bemängeln. Die Seiten flogen nur so dahin und  ich wollte gar nicht aufhören müssen zu lesen. Egal ob es um die Liebesgeschichte oder den Mystery Part ging, beides war gut ausgeglichen und fesselnd geschrieben.

Es gibt einige wichtige Figuren in der Geschichte.
Josie die Erzählerin und Protagonistin. Das Wichtigste für sie sind ihre Freunde, ihre Pferde und die Ranch. Ihr Leben hat sich ein Jahr zuvor stark verändert und sie beginnt gerade wieder klar zu kommen. Sie ist Verantwortungsbewusst und immer freundlich zu ihren Mitmenschen, kann aber auch böse werden, wenn es ihr zu viel wird. Mit ihr kann man Pferde stehlen. Für mich eine sehr sympathische Figur, die nur wenige Ecken und Kanten hat.
Dana und Gabriel sind die Freunde von Josie. Die drei sind immer füreinander da. Egal ob es um das Helfen beim Arbeiten, oder ob es einfach nur ums zuhören geht.
Ray ist der junge Mann, der Josie nicht mehr aus dem Kopf geht. Ihn umgibt von Beginn an ein Geheimnis, was im Laufe der Geschichte aufgeklärt wird. Der Greeny ist schon was besonderes, das Josie ihn nicht aus dem Kopf bekommt kann ich gut verstehen.
Es gibt noch Widersacher, Familie und Rancharbeiter. Doch es war niemals zu viel an Figuren oder zu unübersichtlich.

Das Ende ist ansich abgeschlossen, aber nur was einen Part der Geschichte angeht. Man muss nicht weiterlesen, wenn einem nicht danach ist. Ich freue mich aber schon sehr auf den zweiten Band, an dem Janet Clark noch am Schreiben ist. Ich bin sehr gespannt ob sie den Zauber erhalten kann, der Teil dieser Geschichte ist

4buecher