[Rezension] Lauren Layne – Ich bin dann mal verliebt

Lauren Layne
Ich bin dann mal verliebt
Band 1

ISBN 978-3-95649-676-9
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Sonia Savic
Erschienen bei Harper Colliny YA!
Leseprobe

Inhalt:
Brooke Baldwins ist von L.A. nach New York gezogen um Abstand zu gewinnen. Abstand von dem Mann der sich für jemand anderen ausgab und dann vor dem Altar verhaftet wurde. In New York arbeitet sie wieder als Hochzeitsplanerin und ihr erster Auftrag ist die Hochzeit von Maya, doch diese bringt zum Gespräch nicht nur ihren Bräutigam mit sondern auch Seth, ihren Bruder, der Brooke sofort den Kopf verdreht.

Meine Meinung:
Ich bin dann mal verliebt ist der erste Band einer Serie rund um die Agentur Wedding Belles, die in New York Hochzeiten plant.

Man lernt hier schon im ersten Band die vier Mitarbeiterinnen der Agentur kennen, auch wenn es zunächst nur um Brooke geht.

Es ist ein kurzes Buch, genau richtig für ein Wochenende mit Herzschmerz, genau richtig für mich. Diese gut 300 Seiten haben mich sehr gut unterhalten. Der Einstieg war leicht. Die Figuren recht schnell kennen gelernt. Die Geschichte fesselte mich von Beginn an, auch wenn der Ausgang sehr vorhersehbar war.
Es gab viel Liebelei, ein wenig Herzschmerz, Vertrauensbrüche, aber auch Erotik und mit der hatte ich hier ein wenig zu kämpfen. Ich bin ehrlich gesagt froh das es nicht mehr solcher Szenen gab, denn die fand ich irgendwie albern auf Grund dessen wie sie erzählt wurden bzw. statt fanden.

Brooke kam mit gebrochenem Herzen nach New York, auch wenn sie selbst noch gar nicht wirklich mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Als Leser merkt man das sie noch etwas verkrampft ist, doch da ist sie nicht alleine.
Steh ist der große Bruder von Maya und hat in seiner Vergangenheit auch nicht viel Glück in der Liebe gehabt, doch es gibt noch ein anderes Manko an ihm. Er ist kontrollsüchtig. Positiv könnte man sagen er versucht zu beschützen was er liebt, negativ kann er nicht aus seiner Haut und überschreitet dabei auch gerne mal Grenzen. Dennoch mochte ich ihn. Vermutlich weil man ihn als Leser besser kennen lernt als die Personen um ihn herum. Denn ein Teil der Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt. So kann man seine Gefühlswelt miterleben.
Maya ist die Braut um die sich alles dreht. Sie ist der Mittelpunkt der Geschichte und kommt trotzdem kaum zu Wort. Es gibt eine Geschichte die sie mehr als alle andere betrifft doch das geschieht eher am Rande. Hier finde ich hätte es noch etwas Potenzial gegeben.

Manches hätte ich als Leser lieber miterlebt, als das ich es irgendwann als Ergebnis präsentiert bekomme. Wiederum wäre es keine eigenständige Geschichte geworden und so ist die Entscheidung der Autorin, alles rund um Maya und ihrem Bruder Seth in einer Geschichte zu erzählen, genau richtig. Schließlich gehören beide Stränge auf jeden Fall zusammen

Im Dezember kommt bereits der nächste Band der Autorin über die Hochzeitsagentur heraus und ich habe das Buch bereits auf meiner Wunschliste stehen.

4buecher

[Rezension] Kristina Günak – Wer weiß schon wie man Liebe schreibt

 Kristina Günak
Wer weiß schon wie man Liebe schreibt
ISBN 978-3-7363-0465-9
Taschenbuch
10,- €
Erschienen bei LYX
Leseprobe

Inhalt:
Bea ist gar nicht begeistert davon das sie nun mit dem unbequemen Autor Tim Bergmann auf Lesereise muss. Nicht nur das sie sich seinen Launen aussetzen muss auch muss sie sich Sorgen machen, das wenn Tim Bergmann nicht mitspielt, ihr Verlag schließen muss und da hängt für Bea mehr dran als für manch anderen Mitarbeiter.
Während viele Frauen sich um Beas Platz an Tim Bergmanns Seite reißen würden sieht sie zunächst nur ihre Pflicht, doch nach und nach kann Bea hinter die Fassade des Fantasy Autors blicken und lernt einen ganz anderen Tim Bergmann kennen.

Meine Meinung:
Ich habe bereits einen anderen Liebesroman der Autorin gelesen und mochte da schon ihre Art zu schreiben und die Geschichte. Wer weiß schon wie man Liebe schreibt klang wieder sehr interessant und so fragte ich es an.

Der Einstieg war sehr leicht. Mich in die Figur Bea reinzuversetzen fiel mir auch nicht besonders schwer und so hatte ich von Beginn an ungetrübte Lesefreude.
Die Autorin erzählt hier eine Liebesgeschichte mit viel Gefühl und trotz der wenigen Seiten auch mit viel Zeit. Es gibt kein wirkliches auf und ab. Alles steuert auf das Ende hin und so war diese Geschichte für mich auch etwas sehr besonderes.
Man begleitet Bea und Tim auf diese Lesereise und was vielleicht langweilig werden könnte ist hier gespickt mit interessanten, gefühlvollen, aber auch lustigen Begebenheiten. Die Mischung ist es hier die für mich dieses Buch aus macht. Nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern eine  mit Tiefe und Gefühl. Es passiert nicht alles von heute auf morgen. Hier kann sich alles entwickeln.

Auch die Figuren gehen eine große Entwicklung durch
Bea die alles durch organsisiert und bei Problemen zwar Lösungen findet, aber auch ins rudern kommt. Jemand auf den man sich verlassen kann, die aber auch zu wenig an sich selbst denkt. Erst die anderen dann sie. Das klingt für Andere gut, doch bleibt sie selbst auf der Strecke. Die Lesereise und im speziellen Tim Bergmann zeigen hier das es auch anders gehen kann und manchmal auch anders gehen muss. So wandelt sie sich wirklich sehr stark, aber wird dennoch nicht unsympathisch
Tim Bergmann, der unbequeme Autor, der erstmal gegen alles ist. Doch bei ihm konnte man recht schnell raus lesen das es mehr ist, das auch er einen weichen liebenswerten Kern hat. So ist die Wandlung nicht so groß und überraschend, aber trotzdem schön und gut für die Geschichte.
Es gibt noch Beas Familie und ihre Arbeitskollegen, die alle Zeit einfordern, die einen mehr die anderen weniger.

Das Ende war hier keine Überraschung, aber es ist ein wirklich anrührendes Ende, das zum ganzen Buch passt und mich vollkommen zufrieden zurück gelassen hat.
Wer weiß schon wie man Liebe schreibt? – Kristina Günak weiß es definitiv!!!

[Rezension] Lilly Crow – Forever 21 – Zwischen uns die Zeit

 Lilly Crow
Forever 21 – Zwischen uns die Zeit
Band 1
ISBN 978-3-8466-0044-3
Gebundene Ausgabe
15,- €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Bastei Lübbe
Leseprobe

Inhalt:
Wieder ist Ava in einem fremden Körper gelandet. Sie weiß das sie durch die Zeit springen muss, weil sie in der Vergangenheit etwas schlimmes getan hat, doch sie weiß nicht ob sie jemals wieder sie selbst sein darf. Doch sie weiß das sie jedes Mal zwei Liebende zusammen bringen muss. Wenn sie sich zu lange Zeit lässt hat sie unsägliche Schmerzen, dann trifft sie auf Kyran und ihre Schmerzen werden erträglich, doch sie haben keine Zukunft, oder gibt es vielleicht doch eine Möglichkeit?

Meine Meinung:
Forever 21 machte mich durch das Cover auf sich aufmerksam. Die Geschichte einer Zeitreise klang zudem interessant so das ich es anfragte.

Der Einstieg fiel mir leicht dank eines flüssigen Schreibstils. Schade finde ich allerdings das man direkt so ins Geschehen geworfen wird. Da hätte ich mir ein wenig mehr Vorgeschichte gewünscht. Hier erfährt man nach und nach, wirklich Krümelchenweise, warum Ava zu diesen Zeitreisen gezwungen wird, doch die endgültige Auflösung gibt es nie. Für mich hier auch ein klares Manko. Ich habe kein Problem mit offenen Enden, aber es wäre doch schön wenn man wenigstens das Gefühl hat in der Geschichte ein wenig weiter gekommen zu sein.

Doch die Story ist spannend. Ava springt in verschiedene Zeiten und muss sich dort erst einmal zurecht finden. Ich empfand die Zeit die sie an einem Ort verweilt recht kurz, aber es war genug zu lesen das man ein Gefühl dafür bekommt warum sich Ava auch verändert.

Ava war wohl in ihrer Vergangenheit nicht sehr nett und sympathisch und irgend etwas muss vorgefallen sein dass das Schicksal eingreift und sie zu diesen Sprüngen zwingt. Ich mochte sie aber recht schnell, vermutlich auch weil sie sich zu einer sympathischen Person entwickelt.
Kyran lernt man später in der Geschichte kennen. Er hat etwas an sich das Ava hilft und sie ganz besonders sieht. Warum das so ist wird nicht erwähnt. Ich hoffe da einfach auf die Nachfolger.

Im Kern geht es um das Schicksal. Gibt es Zufälle oder ist alles vorbestimmt und wie kann es funktionieren das alles so läuft wie es das Schicksal vorsieht. Ein interessantes Thema vor allem in Verbindung mit den Zeitreisen.
Das offene Ende stört ein wenig macht aber natürlich neugierig auf mehr.

4buecher

[Rezension] Mhairi McFarlane – Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt

 Mhairi McFarlane
Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt 
ISBN 978-3-426-51984-4
Klappenbroschur
10,99 €
Übersetzerin: Maria Hochsieder
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Edie ist auf der Hochzeit von Arbeitskollegen als es zu einem Kuss mit dem Bräutigam kommt. Leider ertappt sie die Braut und so beginnt ein Spießrutenlaufen für Edie. Sie die geküsst wurde wird nun beschimpft und gemobbt. Sie flüchtet nach Hause um dem ganzen zu umgehen und bekommt von ihrem Chef die Chance sich als Ghostwriterin für die Biografie von Elliot Owen zu versuchen bis sich die Aufregung an der Arbeit gelegt hat. Eine Chance die sie mit einem mulmigen Gefühl ergreift auch wenn sich Elliot erst als Nervensäge darstellt.

Meine Meinung:
Ich mochte schon Es muss wohl an Dir liegen recht gerne, so dass ich gespannt auf den Folgeband war, der aber eine vollkommen eigenständige Geschichte ist.

Den Beginn empfand ich als etwas holprig. Ich musste mich erstmal wieder an den Schreibstil gewöhnen, wo ich gerade erst ein Kinderbuch gelesen hatte. Dazu kam das ich auch diese Geschichte bei der Hochzeit als etwas hacklig empfand. Erst nach dem schicksalhaften Kuss wurde es für mich besser und ließ sich sehr gut lesen.

Die Geschichte fing für mich erst richtig in Nottingham an, alles andere war der Grund für Edies Reise in ihre Heimatstadt und für viele viele oberflächlichen Abschnitte die noch folgten, wobei das nicht negativ im Bezug auf das Buch gemeint ist, eher oberflächlich weil Edies Bekanntschaften in London mehr wie oberflächlich waren.
Es gibt hier viele Baustellen an denen Edie zu Kämpfen hat, das öffentliche Mobbing wegen dem Kuss, Vergangenheitsdinge die aufgearbeitet werden müssen, der Kampf mit sich selbst und natürlich der Part als Ghostwriterin. Das Buch hat 540 Seite, sehr viel für einen Roman in der Sparte wie ich finde, doch das vollkommen berechtigt. Die Autorin lässt sich und ihren Figuren eine normale Zeit und macht keine Hektik. Die Geschichte und die Figuren dürfen sich in Ruhe entwickeln, das ist einer der Gründe warum es nie langweilig wurde. Ein anderer ist die gute Mischung von Liebe, Streitigkeiten, Geschwisterzwist, Humor, Ernsthaftigkeit und Freundschaft. Eine Geschichte mit tiefsinnigen aber auch lustigen Dialogen, mit der, für mich, genau richtigen Art von Humor.

Figuren gibt es hier einige, wenn man die ganzen oberflächlichen Arbeitskollegen dazu zählt die Edie mobben. Doch die wichtigsten Personen sind recht schnell aufgezählt.
Edie, sie hat schon Monderwertigkeitskomplexe. Sie muss etwas regeln können oder läuft davor weg. Etwas dazwischen geht nicht. Meistens läuft sie weg. Das bleibt auch lange Zeit so. Dabei ist sie durchaus kein Naivchen, sondern eine Frau die weiß was sie will. Sie kann es nur nicht immer umsetzen. Die Entwicklung hier geschieht ganz nebenher. Es gibt immer wieder Kapitel in denen man es ganz plötzlich bemerkt.
Elliot, der Schauspieler, der das Berühmt-sein eigentlich gar nicht will. Man lernt jemand scheinbar oberflächlichen kennen und merkt recht schnell dass da hinter der Fassade viel mehr ist. Ich mochte Elliot von Beginn an und verstand auch das manch eine Aktion eher ein Schutz war. Am Ende überraschte mich diese Figur jedoch trotzdem am Meisten.
Meg und Edies Dad, die einzige Familie die sie noch hat. Hier gibt es genügend Zündstoff für Streitigkeiten, die aber stellenweise auch sehr amüsant waren.
Margot die exzentrische Nachbarin die nicht mehr möchte als Unterhaltung. Eine wichtige Figur für die Geschichte auch wenn man es zeitweise nicht vermutet hätte. Eine schrullige alte Dame zum liebhaben.
Dazu die Freunde von Edie Hannah und Nick, die hinter ihr stehen und zeigen was Freundschaft bedeutet.
All das sind die Figuren die für Edie wichtig sind. Wichtig für die Geschichte sind da natürlich noch die Arbeitskollegen die auch einiges an Zündstoff rein bringen und damit aber die Geschichte nicht zu einer Liebesschnulze werden lassen.

Das Ende war für mich dann doch überraschend auch wenn die Autorin dem Leser offen gelassen hat wie es ausgehen soll war eine Richtung zu erkennen. Bis dahin gab es viele Unwägbarkeiten und Wendungen die diesen Roman wirklich lesenswert machen.

4buecher

[Rezension] Renée Holler – Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper

 Renée Holler
Das mordsmäßig merkwürdige Verschwinden der Lily Cooper
ISBN 978-3-8458-1593-0
Hardcover
14,99 €
ab 10 Jahren
Erschienen bei Ars Edition
Leseprobe

Inhalt:
Selina reist von Indien nach England um dort zur Schule zu gehen. Bisher ist sie Zuhause von ihrer Mutter unterrichtet worden. Sie freut sich auf England, aber nicht wegen der Schule, sondern weil sie ihre Cousine Lily wieder sieht.
Als sie jedoch ankommt herrscht großes Chaos. Lily ist verschwunden und keiner weiß wo sie ist. Während ihre Eltern davon ausgehen das sie nur Ausgebüchst ist, glaubt ihr Freund Eric das sie entführt wurde, denn sie war einem großen Geheimnis auf der Spur

Meine Meinung:
Das Cover und der Titel machten mich neugierig auf dieses Buch. Wer nun glaubt bei einem Buch ab 10 Jahren bekommt man eine Kindergeschichte hat in dem Fall geirrt. Diese Geschichte ist nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene die gerne mal Kindergeschichten lesen.

Der Einstieg und das Lesen selbst fiel mir zu keiner Zeit schwer. Recht schnell wird es spannend, so dass vielleicht manch ein Kind das Fingernägel knabbern anfangen würde. Es gibt viele Momente in denen die Spannung ihren Höhepunkt erreicht, aber auch ganz ruhige Abschnitte, die dem Leser Verschnaufpausen gibt. Es ist eine Feriengeschichte. Schule kommt hier nur am Rande als Bemerkung vor. Ansonsten haben die Kids viel Zeit. manches Mal empfand ich es aber als merkwürdig wie viel Freiheiten hier die 13 Jährigen schon haben oder wie sie auch mal Stundenlang verschwinden können ohne das es jemanden auffällt, aber das nur am Rande.

Die Figuren gehören zwei Familien an, die praktischerweise quasi Nachbarn sind.
Selina ist aus Indien nach England gekommen und hat schon ein mulmiges Gefühl dort zur Schule gehen zu müssen. Auch wenn sie in dem Punkt bammel hat, empfand ich sie generell als sehr mutig. Mutiger als ich es mir selber hätte vorstellen können.
Eric ist Lilys Freund und Kumpel und ist auch für Selina direkt ein Freund. Die Chemie stimmt hier. Er treibt sie zu Dingen an, die nicht unbedingt immer gut sind, doch sie wächst dadurch über sich hinaus und schließlich wollen sie Lily finden.
Die Eltern von Lily blieben mir fremd. Der Vater scheint das Verschwinden überhaupt nicht ernst zu nehmen und die Mutter leidet sehr darunter. Unterschiedlicher könnten Eltern nicht reagieren. Die Mutter von Selina ist weit weg, nur die Mutter von Eric ist als Ansprechperson da und kümmert sich sehr um ihre Kinder und auch um Selina.

Das Ende kristallisiert sich nach und nach raus. Doch auch wenn ich schon weit über das Angegebene Alter hinaus bin habe ich es nicht voraus ahnen können. Es gibt hier viele spannende und auch fantastische Elemente die die Geschichte sehr interessant gestalten. Eine Geschichte die den Kids neben der ganzen Spannung aber auch Zeit zum Verschnaufen bietet und so viel Lesefreude bringt

[Rezension] Sebastian Fitzek – AchtNacht

 Sebastian Fitzek
AchtNacht
ISBN 978-3-426-52108-3
Klappenbroschur
12,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Was wäre wenn es einen Tag im Jahr geben würde an dem man die Möglichkeit hat seinen stärksten Feind für eine Todeslotterie zu nominieren?
Was wäre wenn es einen Menschen gibt auf den ein Kopfgeld von 10 Millionen Euro ausgesetzt wurde und Du eine Nacht Zeit hast Dir dieses Geld zu verdienen in dem Du ihn tötest. Würdest Du mitmachen bei der AchtNacht?
Benjamin Rühmann ist genau diese Person. Gezogen bei der Todeslotterie kämpft er eine Nacht ums überleben. Gegen zwielichtige Gestalten, aber auch gegen einen Mob deren Menschen einfach nur das Geld wollen und sonst ganz gesetzestreue Bürger sind. Wird er die Nacht überleben?

Meine Meinung:
Nach „Das Paket“ war ich skeptisch ob mir der nächste Thriller von Sebastian Fitzek wieder so gut gefallen würde wie davor. Die Story klang spannend und sie war es auch. Fitzek konnte mich hier wieder abholen und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite.

Dabei ist schon die Frage spannend ob man selbst einen Kandidaten für die AchtNacht hätte. Mir würde da ehrlich gesagt keiner einfallen. Ich wünsche niemanden den Tod, egal aus welchen Gründen. Doch hier wurde jemand nominiert und er muss nun eine Nacht um sein Leben bangen.

Die Geschichte ist diesmal nicht so wirr, wie beim Vorgänger. Klar strukturiert mit einer Abfolge von Ereignissen kam ich gut mit, musste nicht mehr überlegen als wer wohl derjenige hinter der AchtNacht ist und wer Ben nominiert hat. Der Schreibstil war dabei gewohnt leicht zu lesen und die Kapitel beginnen jeweils mit Name der Person die man begleitet und Angabe von  Ort und Zeit. Die Jagd findet in Berlin statt und auch wenn mir die Orte nichts sagten fühlte ich mich in der Umgebung wohl einfach weil mir die Stadt bekannt ist.

Es gibt nicht so viele Personen in diesem Thriller, wenn man einmal von dem jagenden Mob absieht.
Benjamin Rühmann, genannt Ben hat genug Gewissensbisse für alles Figuren der Geschichte. Er hat für sich große Schuld auf sich geladen und versucht damit zu Leben. Er ist eine gescheiterte Existenz ohne Job und getrennt von seiner Familie die er liebt. Er ist einer der Gejagten in der AchtNacht.
Arezu ist die andere Kandidatin der AchtNacht. Um es spannender zu gestalten gibt es einen Ersatzkandidaten. Sie verursachte bei mir viele Fragezeichen, weil man so wenig von ihr erfährt. Wie lebt sie, hat sie Freunde, Familie. Außer das sie studiert erfährt man nicht viel von ihr und auch zunächst nicht warum sie nominiert wurde.
Es gibt noch zwei Figuren die der Leser extra begleitet, die noch ein wenig Spannung ins Spiel bringen außerdem noch Bens Familie. Für mich persönlich genau die richtige Anzahl und Mischung an Figuren.

Einen möglichen Ausgang der Geschichte erahnte ich schon recht früh. Doch das empfinde ich nicht als schlecht, denn bis zum Ende gab es genug überraschende Wendungen in der Geschichte, die ich dann doch nicht erahnt hätte.
AchtNacht ist für mich ein Szenario das so hoffentlich, dank Menschenrechte, nie geschehen wird und das Sebastian Fitzek  gekonnt beschrieben hat um dem Leser spannende Lesestunden zu bereiten.

4buecher

[Rezension] Nicola Yoon – The sun is also a star

Nicola Yoon
The sun is also a star
ISBN 978-3-7915-0032-4
Hardcover
19,99€
Übersetzerin: Susanne Klein
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler

Inhalt:
Daniel und Natasha sind auf dem Weg zu einem wichtigen Termin, als sie sich an einer Kreuzung begegnen. Während Daniel sind direkt in Natasha verliebt glaubt sie nicht an die Liebe. Doch Daniel gibt nicht auf und möchte Natasha überzeugen. Nicht ahnend das sie einen guten Grund hat ihn auf Abstand zu halten, denn am Abend soll sie abgeschoben werden.

Meine Meinung:
Nachdem mir Du neben mir so gut gefiel war ich auch sehr gespannt auf Nicola Yoons nächstes Werk. Schon von der Optik passt es gut zum Vorgänger und auch die Geschichte begeisterte mich genauso sehr wie Du neben mir.

Dabei ist dieses Buch anders geschrieben und für mich recht ungewöhnlich. Der Leser lernt Daniel und Natasha durch ihre Erzählungen kennen, doch auch Nebenfiguren bekommen ihre eigenen Kapitel und gar Ereignisse werde in besonderen Kapitel einzeln beleuchtet. Hier bleibt wirklich nichts im Unklaren.

Man einer mag es nicht wenn Abschnitte auch mal nur aus einem Satz bestehen. Hier kommt es hin und wieder vor und auch das es nur wenige Absätze sind, was die Protagonisten erleben und zu erzählen haben. Ich empfand das als sehr fesselnd, denn ein Kapitel geht ja noch und dann noch eins und so weiter.

Protagonisten sind Natasha und Daniel. Die sich zum Beginn der Geschichte noch gar nicht kennen. Doch der Leser lernt zunächst jede Person für sich kennen. Ihre Wünsche und Träume und auch ihre Gedanken zu ihrer Zukunft.
Während Natasha nicht zurück in ihre Heimat möchte, an die Wissenschaft glaubt und auf ihren Vater böse ist. Will Daniel nicht den Beruf erlernen den seine Eltern für ihn vorgesehen haben und hat Stress mit seinem Bruder. Beide Figuren könnten vom Denken und Handeln nicht verschiedener sein. Und doch nähern sie sich an, sehr zaghaft und langsam mit vielen wenn und aber, doch da stimmt die Chemie.

Die zentrale Frage dieser Geschichte, die für mich trotz des ungewöhnlichen Stils, leicht und flüssig zu lesen war, ist ob es sowas wie Schicksal gibt. Ist es vorbestimmt das man bestimmte Leute trifft oder doch eher Zufall. Hätte man die Person die man liebt auf jeden Fall getroffen nur eben anders. Wenn das Ereignis was zum Zusammen kommen geführt hat nicht existiert hätte. Eine Frage, die auch hier nicht wirklich beantwortet werden kann, denn Daniel hat Natasha ja getroffen. Ob es auch geschehen wäre wenn die Gegebenheiten anders gewesen wären weiß man einfach nicht.

Das Ende hatte mir gut gefallen. Allerdings hätte für mich der Epilog nicht sein müssen. Denn bevor man diesen liest war schon alles geklärt und in dem Fall auch zu meiner Zufriedenheit. Doch die Autorin hatte es sich wohl anders gedacht und hat einen Epilog geschrieben, der wohl nicht jedem gefallen wird, aber die Schicksalsfrage wieder aufgreift.