[Rezension] Stephanie de Turckheim – Die besten Kuchen aus der Pfanne



Stephanie de Turckheim
Die besten Kuchen aus der Pfanne
ISBN 978-3-8094-3771-0
Hardcover
7,99 €
Erschienen bei Bassermann

Inhalt:
Man kann es kaum Glauben, doch dieses Buch beinhaltet 30 leckere Kuchenrezepte aus der Pfanne. Ob es etwas schlichter oder etwas besonderes sein soll alles wird in einer Pfanne mit Deckel gebacken.

Meine Meinung:
Ich bin schon jemand mit einem süßen Zahn, wie man so schön sagt. Ich liebe Kuchen in fast jeder Variante. Einfacher als in der Pfanne kann man diese schon fast nicht mehr machen.

Man benötigt nur eine kleinere Pfanne in der passenden Größe (Durchmesser zwischen 20 und 24 cm) und wenige Zutaten für jeden Kuchen. Außerdem noch einen passenden Deckel für die Pfanne. Bei mir fehlte nur die kleine Pfanne mit Deckel, die ich mir extra zugelegt habe.

Es sind 30 Rezepte aus verschiedenen Bereichen. Egal ob zum Frühstück oder zum Kaffee. Für jeden dürfte hier etwas zu finden sein.
Die Rezepte sind schlicht und einfach gehalten. Es gibt eine kleine Einführung mit notwendigen Tipps. Außerdem am Ende auch eine Maßtabelle.. So kann wirklich gar nichts mehr schief gehen. Jedenfalls fast gar nichts mehr.

Ich habe als Erstes einen Käsekuchen mit weißer Schokolade probiert und kam leider mit der Backzeit nicht hin. Ich weiß nicht wie lange er hätte noch backen müssen, aber geschmeckt hat er trotzdem. Das ist das größte Problem an den Pfannenkuchen. Jede Pfanne heizt anders und so variieren die Zeiten doch stark. Zudem ist ein Käsekuchen sowieso schon nicht ganz so leicht, weil er selbst aus dem Ofen schon mal nicht gelingt und innen flüssig bleibt.

Ich muss sagen das die Rezepte wirklich gut erklärt sind. Die Zutaten sind auch nicht so außergewöhnlich und auch wenn der erste Versuch nichts geworden ist, werde ich es gewiss wieder probieren. Dann ein Schokoladenkuchen oder so.

4buecher

[Rezension] Wulf Dorn – Die Kinder



Wulf Dorn
Die Kinder
ISBN 978-3-453-27094-7
Hardcover
16,99 €
Erschienen bei Heyne
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Laura Schrader wird aus ihrem Unfallwagen gerettet, im Kofferraum die Leiche ihrer Nichte Mia. Die Polizei ermittelt nun was passiert ist und zieht den Psychologen Robert Winter hinzu. Er lässt Laura erzählen und kann kaum glauben was er hört. Eine Geschichte die weit von der Wahrheit entfernt sein muss oder eine große Gefahr birgt.

Meine Meinung:
Wie viele andere habe ich das neue Buch von Wulf Dorn sehnsüchtig erwartet. Ich war sehr gespannt darauf was er sich diesmal hat einfallen lassen. Der Thriller war dann ganz anders als von ihm gewohnt. Nicht unbedingt schlecht, aber für mich auch nicht so gut wie seine anderen Bücher.

Die Story beginnt mit dem Auffinden von Laura Schrader, alles ist sehr mysteriös und undurchsichtig. Warum hatte sie da einen Unfall, wieso die Leiche im Kofferraum und vor was will sie ihren Schwager warnen? So ist man natürlich neugierig auf den Fortgang der Geschichte und ist schon gefesselt.
Der weitere Verlauf hat aber dann schon seine Spannungsabfälle. Die Geschichte die Laura Schrader zu erzählen hat ist gespickt mit Ereignissen in denen Kinder irgendwie Leiden müssen und zunächst weiß man auch nicht was diese Ereignisse mit der Geschichte zu tun haben. Doch das erfährt man beim weiterlesen.
Man kann sagen hier gilt die Devise Kinder an die Macht, jedoch nicht unbedingt positiv. Es gibt Passagen die schon etwas, wie soll ich es beschreiben, mystisch fantastisch sind. Da sprechen Ungeborene zu ihren Müttern und zeigen Bilder. Nur um einen Part zu nennen. Andere Passagen sind dann wieder recht Realitätsnah.

Die Figuren sind auf wenige beschränkt und alle blieben für mich recht blass. Egal ob es Laura Schrader ist, die ihre Ereignisse schildert oder der Psychologe Robert Winter. Sie alle haben eine Funktion, aber man erfährt nur recht wenig über sie. Geradeso genug für die Geschichte, aber zu wenig um sich wirklich in sie rein versetzen zu können. So liest man dieses Buch um zu wissen wie es am Ende ausgeht, aber nicht um mit den wirklich Figuren mitzufiebern.

Die Auflösung empfand ich dann schon als zu abgehoben und nicht wirklich logisch, da hilft es nicht das die Fragen die ich mir am Ende stelle auch eine der Figuren stellt. Fragen auf die es eigentlich keine zufriedenstellende Antwort gibt. Es ist aber schon so, dass alle Anfangsfragen beantwortet wurden.

Eins zeigt dieser Thriller auf jeden Fall. Wir sollten unseren Kindern ein besseres Erbe hinterlassen, denn alle die Schlagzeilen und Ereignisse in diesem Buch geschehen vielfach am Tag auf der ganzen Welt und sorgen nicht für eine schöne Zukunft.

[Rezension] Peer Martin – Was kann einer schon tun?

Peer Martin
Was kann Einer schon tun?
ISBN 978-3-7891-0867-9
Hardcover
8,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Oetinger
Leseprobe

Inhalt:
Was kann Einer schon tun? ist die Frage die man sich oft stellt, wenn es um ganz alltägliche Sachen geht die man ändern würde. Sich für seine Rechte einzusetzen fällt da vielen schwer, doch darum geht es in diesem kleinen Büchlein gar nicht. Hier geht es darum was Einer schon für die Allgemeinheit tun kann. Gegen den Terrorismus, gegen den Klimawandel und auch gegen den Fremdenhass. Peer Martin stellt diese Frage in vier fiktiven Gesprächen und kommt auf interessante Antworten.

Meine Meinung:
Was kann Einer schon tun? Ist die Frage die auch ich mir schon gestellt habe. Da ging es aber eher um das persönliche Umfeld, doch auch in ganz anderen Bereichen ist die Frage durchaus legitim. Peer Martin stellt sie in seinem Buch vier unterschiedlichen Figuren.

Am befremdlichsten fand ich dabei das erste Gespräch das er mit seinem Hund Lola führte. Doch könnte man dieses auch eher als Selbstgespräch werten und sollte das Buch nicht gleich zur Seite legen.
Danach kommen noch eine junge Frau, eine Au-Pair, ein Flüchtling aus Somalia und auch sein Sohn als Gesprächspartner dran und jedes Gespräch bringt neue Antworten und neue Herangehensweisen.

Der Schreibstil ist für mich hier eher zweitrangig, da das Thema so gut und aktuell ist. Es ist etwas das auf der Seele brennt, doch obwohl manches philosophisch wirkt ist das Buch gut und flüssig zu lesen und das obwohl ich es damit eigentlich nicht so habe.

Peer Martin greift alle aktuellen Themen auf und man merkt das es erst dieses Jahr geschrieben wurde, das macht es umso interessanter. Es ist nicht Schnee von gestern. Auch wenn man sich das manchmal wünscht. Es ist ein Versuch Probleme zu bewältigen und aufzuzeigen das man es schaffen kann, wenn nur einer damit anfängt.

Was kann einer schon tun? Einer kann sich trauen und springen. Ins Unbekannte, aber vor allem über seinen Schatten, wenn das jeder tut, dann kommen wir einer besseren Welt ein Stück näher. Wenn jedoch nur ein paar dieses Buch lesen finden sie vielleicht einen Weg für sich doch etwas zu tun. Also lest es!!!

[Rezension] Nicole Gozdek – Die Magie der Lüge

 Nicole Gozdek
Die Magie der Lüge
Band 2

ISBN 978-3-492-70438-0
Gebundene Ausgabe
16,- €
ab 12 Jahren
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Anderta Passario ist zufrieden mit ihrem Leben als Wahrsagerin und Diebin. An der Seite Londurs ist sie glücklich und zieht mit ihm durchs Land. Doch dann verändert ein Zauber alles und anstatt neben Londur wacht sie neben einem Kind auf. So gefällt ihr ihr Leben nicht und sie möchte ihr altes zurück. Also macht sie sich auf die Suche nach Tirasan Passario um ihn aufzufordern ihre alte Wirklichkeit wieder herzustellen.

Meine Meinung:
Nach Die Magie der Namen wollte ich Die Magie der Lüge direkt hinten dran hängen um festzustellen, das es nicht nahtlos weiter geht.

Ganz im gegenteil. Man bräuchte den ersten Band nicht unbedingt zuerst lesen um mit dem zweiten beginnen zu können. man würde vielleicht die Namensmagie besser verstehen, das wäre aber denke ich schon alles. Jedoch würde man eine tolle Geschichte verpassen.

In Die Magie der Lüge begleitet man als Leser Anderta. Es beginnt mit ihrem Leben vor dem Zauber. man ist wieder in der alten Wirklichkeit in der Kinder noch Nummern waren und Namen Magie verströmten. Doch dann wirkt der Zauber und alles ändert sich.
Als Leser war ich zunächst genauso überrascht wie Anderta und fand den Einstieg auch etwas schwierig. Ich hatte damit gerechnet das Tirasan Anderta suchen wird, nicht umgekehrt (lag auch daran das ich Klappentexte nur einmal lese, nämlich wenn ich auf das Buch aufmerksam werde). So trifft man erst gar nicht auf den jungen Magier und seine Freunde, sondern wird mit vollkommen neuen Figuren bekannt gemacht. Wobei diese nicht so zahlreich sind wie im ersten Band.

Während es im ersten Band um die Namensmagie geht geht es hier um die Wahrheit und die verschiedenen Wirklichkeiten. Auch da rum das, nur weil einer etwas gut findet, es nicht für alle gut sein muss. Es ist ein Buch mit viel Wahrheit auch wenn das Wörtchen Lüge im Titel steht.

Wie oben schon geschrieben gab es nicht viele Figuren zum kennenlernen.
Anderte ist die Figur aus deren Sicht alles geschrieben wurde und die erste Hälfte ging sie mir total auf den Geist. Dieses Dauergemecker und Gejammer empfand ich als sehr nervig und wäre die Handlung nicht so fesselnd gewesen hätte ich das Buch wohl auch zugeklappt. Doch ihre Laune besserte sich und so wurde es auch angenehme von ihr zu lesen. Ab dem Moment habe ich das Buch kaum noch zur Seite gelegt weil Stimmung und Spannung stimmten.
Londur ist ein Söldner und hat kein gutes Ansehen. Darunter hat er schon zu leiden, denn er ist nicht von Grund auf böse wie viele seiner Kollegen. Doch hatte auch er Passagen an denen ich ihn als extrem herzlos und nervig empfand und das obwohl er die alte Wirklichkeit gar nicht kannte. Mit ihm wurde ich bis zum Ende nicht warm.
Tirasan und Rustan begegnet man auch in diesem Band wieder auch wenn es nicht so intensiv ist wie im Vorgänger und hier die Figuren viel blasser bleiben. Das fand ich Schade da hätte ich gerne mehr von gehabt.

Am Ende habe ich eine gute Geschichte gelesen, darüber dass die Wahrheit nicht immer bei jedem gleich ist und auch das man mit Wünschen vorsichtig sein muss. Schade fand ich das es kaum Zusammenhänge zwischen beiden Bänden gab. gerne hätte ich noch ein wenig mehr über das Leben mit den Kindern bei ihren Familien erfahren. Auch hätte ich gerne gewusst wie Tirasan in der gegenwärtigen Zukunft groß geworden ist. All das blieb verborgen.

4buecher

[Rezension] Nicole Gozdek – Die Magie der Namen

 Nicole Gozdek
Die Magie der Namen
Band 1

ISBN 978-3-492-28129-4
Klappenbroschur
16,99 €
ab 12 Jahren
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Es ist Tag der Namensgebung, denn in Mirabortas bestimmt der Name zu wem Du wirst. Nummer 19 möchte gerne ein großer Name werden, am liebsten ein großer Kämpfer, doch die Ernüchterung folgt als er seinen Namen hört. Er ist Tirasan Passario. Es gibt zunächst keine Namensmagie, die eigentlich wirken sollte sobald man seinen Namen erfährt, noch weiß jemand wer Tirasan wirklich ist. Tir macht sich auf den Weg in die Hauptstadt Himmelstor wo er hofft mehr über seinen Namen und seine vergangene Leben zu erfahren. Doch der Weg dorthin ist nicht ganz ungefährlich auch wenn an seiner Seite auch der Krieger Rustan Polliander ist. Irgendwer scheint die Gruppe auslöschen zu wollen.

Meine Meinung:
Das Buch fand ich schon interessant als ich es zum ersten Mal im Programm von Piper sah, doch bisher kam ich nicht dazu es zu kaufen und zu lesen. Auf Grund des zweiten Bandes wurde es aber nun dringend Zeit es nachzuholen und ich durfte in einer fesselnden Geschichte versinken.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen und das Buch war von Beginn an spannend. Zunächst der Tag der Namensgebung bei der man einfach gespannt ist ob Nummer 19 seinen Wunschnamen bekommt, dann die Reise nach Himmelstor und alle Ereignisse die damit verbunden sind. Man möchte immer weiter lesen.

Der Plot ist total interessant. Manchmal denkt man es wäre doch toll wenn alle gleich aufwachsen, keine Vorteile weil die Eltern Geld haben, oder eben auch Nachteile weil nicht. Alle Kinder werden gleich gehalten und haben die gleiche Chance im Leben. Doch da kommt hier der Cut, denn so ist es ja auch nicht. Der Name bestimmt die Zukunft und zeigt die Vergangenheit. Unterschiede werden von hier an sehr deutlich. Es gab viele interessante Aspekte, die ich hier nicht vorgreifen möchte um die Spannung nicht zu nehmen. Ihr sollt ja noch selber lesen.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet und haben viel Tiefe.
Gerade Tirasan aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist ist eine Figur mit Ecken und Kanten, Wünschen und Träumen, aber auch Hoffnungen. Er wird oft enttäuscht und sagt selber er hätte kein Selbstbewusstsein, doch wenn es drauf ankommt ist es da und er wächst über sich hinaus. Bei der Figur könnte man ein wenig an die Geschichte von hässlichen Entlein denken.
Rustan ist einer der Weggefährten von Tirasan, und auch wenn Tir nicht weiß womit er seine Aufmerksamkeit verdient hat, sieht der Leser ganz klar, dass es genauso richtig ist. Rustan ist ein großer Krieger mit dem Herz auf den rechten Fleck.
Es gibt noch mehr Weggefährten in der Gruppe, die dann zu Freunden werden und alle könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Baro, der Händler, Allira, die Sängerin und auch Nelia, die Magierin. Jede Figur hat seinen Sinn in dieser Geschichte und obwohl sich Namen ähneln hatte ich kein Problem sie zu unterscheiden. Für die die es damit schwerer haben gibt es aber am Ende auch ein Namensverzeichnis.

Das Ende kam für mich dann doch etwas plötzlich und recht überraschend. Ich habe verstanden warum es so kam und doch war es mir in dem Moment zu schnell. Ich bin ganz froh das ich den zweiten Band Die Magie der Lügen direkt lesen kann und nicht warten muss bis er erscheint.

4buecher

[Rezension] Andreas Winkelmann – Housesitter

 Andreas Winkelmann
Housesitter
ISBN 978-3-8052-5102-0
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Wunderlich
Leseprobe

Inhalt:
Thomas und Saskia freuen sich auf ihren zweiwöchigen Urlaub. Nicht ahnend das sie bei der Heimkehr eine ungute Überraschung erwartet. Zuhause riecht es merkwürdig und Möbel sind verrückt. Als Thomas das fest stellt ist es zu spät. Es wird schwarz um ihn herum und er wacht erst nach Tagen wieder auf. Saskia ist spurlos verschwunden. Ein Lauf gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung:
Andreas Winkelmann hat mich bisher nur selten enttäuscht und die Story von Housesitter klang so richtig gruselig. Dieser Thriller sollte unbedingt gelesen werden, dachte ich mir, und damit lag ich nicht verkehrt

Schon alleine der Gedanke daran, dass man nichtsahnend aus dem Urlaub kommt, voller guter Laune und nach einer tollen Zeit und dann so empfangen wird.
Andreas Winkelmann hat sich wieder einmal ein Thema raus gesucht, in das sich fast jeder rein finden kann. Fast jeder war schon einmal im Urlaub und sei es nur der Verwandtschaftsbesuch übers Wochenende, jeder kann sich diesen Tathergang perfekt vorstellen und das macht die Thriller von Andreas Winkelmann aus. In Housesitter ist das nicht anders. Von Beginn an ist man gespannt was kommen mag. Nie war mir langweilig oder empfand ich einen Abschnitt als langatmig. Jedes Kapitel beendete ich mit dem Wunsch noch weiter zu lesen, was auch den fiesen Cliffhanger am Ende der Kapitel geschuldet ist.

Gut finde ich auch die Figuren der Geschichte, ein Freund der nicht aufgibt, eine Kommissarin, die sich über Regeln hinweg setzt, aber auch einen Polizisten der einfach müde ist und seinen Job nur noch halbherzig zu erledigen scheint. Daneben einen Täter, den man von Beginn an kennen lernt ohne zu wissen wer es ist.
Thomas Benett ist Opfer des Täters und hofft darauf seine Freundin wieder zu finden. Er macht alles ihm mögliche. Er verlässt sich nicht allein auf die Polizei uns sitzt lethargisch Zuhause. Eine Person die man sich in so einer Situation wünscht, jemand der nicht aufgibt.
Priska Wagner ist ein wenig wie frischer Wind in der Geschichte. Durch sie dümpelt sie nicht dahin, sondern wird spannend gehalten. Ob man im Reallife wirklich so handeln kann, ohne wirkliche Konsequenzen mag ich nun zu bezweifeln, aber es ist eine Geschichte und kein Tatsachenbericht von daher stört mich dieser Aspekt nicht.
Scheurich ist eigentlich der ermittelnde Polizist und wirkt als ob ihm alles zu viel wäre. Mir ist er schon viel zu ruhig und ich bin froh das Winkelmann ihn in die Geschichte gebracht hat, aber ihm nicht zu viel Platz einräumte.
Der Täter ist zunächst wie ein Geist, doch im laufe der Geschichte wird seine Persönlichkeit immer klarer. Hier wurde ein guter Weg gefunden auch den Täter zu Wort kommen zu lassen. Ich empfand die Geschichte, obwohl der Täter bekannt war, nicht als vorhersehbar und war selber über manche Erkenntnisse überrascht.

Für mich bleibt Andreas Winkelmann ein Meister der Spannung. Er weiß es geschickt Cliffhanger zu nutzen und dem Leser ganz normale Dinge unheimlich erscheinen zu lassen, oder wer von den Leuten die es gelesen haben, werden noch mit ruhigem Gewissen aus dem Urlaub kommen?

[Rezension] Julia Williams – Vier Freundinnen und eine Hochzeit

 Julia Williams
Vier Freundinnen und eine Hochzeit
ISBN 978-3-95649-664-6
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Sonja Sajlo Lucich
Erschienen bei MIRA Taschenbuch
Leseprobe

Inhalt:
Sarah, Dorrie, Beth und Caz sind Freundinnen seit der Schulzeit. Damals bei der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Di haben sie sich versprochen das bei jeder Hochzeit, die anderen drei Brautjungfern sein werden. Doch das Leben hat es anders geplant. Nun steht Dorries Hochzeit an und sie möchte unbedingt das der Pakt eingehalten wird, auch wenn sie sich nicht mehr so gut verstehen wie damals.

Meine Meinung:
Das erste Buch das ich von Julia Williams gelesen habe war „Ein ganz besonderer Weihnachtswunsch“ Es war ein Buch das trotz der durchschnittlichen Bewertung im Kopf blieb und dafür sorgte das ich dieses hier lesen wollte.

Bei Hochzeit und Freundinnen denke ich nicht unbedingt an zig Probleme die gewälzt werden. So hatte ich auch hier nicht so eine ernste Geschichte erwartet. Doch genau die bekam ich. Das alleine wäre nicht schlimm gewesen. Es geht um Freundschaft und was man moralisch tut oder eben nicht. Außerdem gibt es viele Geheimnisse von denen erzählt werden, doch ganz ehrlich gesagt habe ich diese schon recht schnell alle raus  bekommen. So empfand ich das Buch weder als fesselnd, noch als besonders interessant und fühlte mich die meiste Zeit gelangweilt. Die Autorin konnte bei mir einfach nicht die Spannung entfachen, die diese normale Freundschaftsgeschichte, für mich, haben müsste. So empfand ich es als recht langweilige Erzählung einer Vergangenheit und Gegenwart, die gewiss viele kennen.

Die Figuren waren dagegen schön ausgearbeitet. Die vier Freundinnen haben alle ihr Päckchen zu tragen und sie sind nicht so aalglatt und perfekt. Jede hat ihr Geheimnis, was zeigt das ihre Freundschaft schon lange nicht mehr das ist was sie war. Erstaunlich fand ich hier nur, das sie sich alle nicht mehr wirklich kannten und manch eine gar ziemlich ausgegrenzt wurde. Gerade weil Dinge geschehen sind bei denen ich das nicht erwartet hätte. Das man über Jahre hinweg nicht alles mitbekommt ist klar, doch hatte ich hier manchmal das Gefühl es wären eher vier Bekannte als vier Freundinnen.

Das Lady Di eine Rolle spielt empfand ich als nicht so wichtig. Ich denke sie ist nur eine Art Anhaltspunkt für die Zeit als gewisse Ereignisse geschehen sind. Diese Erwähnungen hätte man meiner Meinung nach, zumindest im späteren verlauf, weg lassen können.

So bekommt dieses Buch von mir nur 2 Sterne. Mehr war meinem Empfinden nach einfach nicht drin, bei einer Geschichte die vorhersehbar und dazu, für mich, noch recht langweilig erzählt war.