[Rezension] Andreas Winkelmann – Housesitter

 Andreas Winkelmann
Housesitter
ISBN 978-3-8052-5102-0
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Wunderlich
Leseprobe

Inhalt:
Thomas und Saskia freuen sich auf ihren zweiwöchigen Urlaub. Nicht ahnend das sie bei der Heimkehr eine ungute Überraschung erwartet. Zuhause riecht es merkwürdig und Möbel sind verrückt. Als Thomas das fest stellt ist es zu spät. Es wird schwarz um ihn herum und er wacht erst nach Tagen wieder auf. Saskia ist spurlos verschwunden. Ein Lauf gegen die Zeit beginnt.

Meine Meinung:
Andreas Winkelmann hat mich bisher nur selten enttäuscht und die Story von Housesitter klang so richtig gruselig. Dieser Thriller sollte unbedingt gelesen werden, dachte ich mir, und damit lag ich nicht verkehrt

Schon alleine der Gedanke daran, dass man nichtsahnend aus dem Urlaub kommt, voller guter Laune und nach einer tollen Zeit und dann so empfangen wird.
Andreas Winkelmann hat sich wieder einmal ein Thema raus gesucht, in das sich fast jeder rein finden kann. Fast jeder war schon einmal im Urlaub und sei es nur der Verwandtschaftsbesuch übers Wochenende, jeder kann sich diesen Tathergang perfekt vorstellen und das macht die Thriller von Andreas Winkelmann aus. In Housesitter ist das nicht anders. Von Beginn an ist man gespannt was kommen mag. Nie war mir langweilig oder empfand ich einen Abschnitt als langatmig. Jedes Kapitel beendete ich mit dem Wunsch noch weiter zu lesen, was auch den fiesen Cliffhanger am Ende der Kapitel geschuldet ist.

Gut finde ich auch die Figuren der Geschichte, ein Freund der nicht aufgibt, eine Kommissarin, die sich über Regeln hinweg setzt, aber auch einen Polizisten der einfach müde ist und seinen Job nur noch halbherzig zu erledigen scheint. Daneben einen Täter, den man von Beginn an kennen lernt ohne zu wissen wer es ist.
Thomas Benett ist Opfer des Täters und hofft darauf seine Freundin wieder zu finden. Er macht alles ihm mögliche. Er verlässt sich nicht allein auf die Polizei uns sitzt lethargisch Zuhause. Eine Person die man sich in so einer Situation wünscht, jemand der nicht aufgibt.
Priska Wagner ist ein wenig wie frischer Wind in der Geschichte. Durch sie dümpelt sie nicht dahin, sondern wird spannend gehalten. Ob man im Reallife wirklich so handeln kann, ohne wirkliche Konsequenzen mag ich nun zu bezweifeln, aber es ist eine Geschichte und kein Tatsachenbericht von daher stört mich dieser Aspekt nicht.
Scheurich ist eigentlich der ermittelnde Polizist und wirkt als ob ihm alles zu viel wäre. Mir ist er schon viel zu ruhig und ich bin froh das Winkelmann ihn in die Geschichte gebracht hat, aber ihm nicht zu viel Platz einräumte.
Der Täter ist zunächst wie ein Geist, doch im laufe der Geschichte wird seine Persönlichkeit immer klarer. Hier wurde ein guter Weg gefunden auch den Täter zu Wort kommen zu lassen. Ich empfand die Geschichte, obwohl der Täter bekannt war, nicht als vorhersehbar und war selber über manche Erkenntnisse überrascht.

Für mich bleibt Andreas Winkelmann ein Meister der Spannung. Er weiß es geschickt Cliffhanger zu nutzen und dem Leser ganz normale Dinge unheimlich erscheinen zu lassen, oder wer von den Leuten die es gelesen haben, werden noch mit ruhigem Gewissen aus dem Urlaub kommen?

[Rezension] Ildikó von Kürthy – Freizeichen

Ildikó von Kürthy
Freizeichen
Taschenbuch
Erschienen bei Rowohlt

Inhalt:
Eine Frau, die sich langweilt, ist zu allem fähig: Annabel hat seit jahren denselben Mann und die selbe Frisur. Sie ist 31 und will endlich etwas erleben. An einem Sonntagmorgen reist sie nach mallorca. Am Sonntagabend ist sie verliebt. Glaubt sie. Bis am Dienstag eine konkurrentin auftaucht. Die ist dünn und liebt den Mann, den Annabel gerade verlassen will. Und das ändert natürlich alles!
„Ein Luftballon zum Lesen. Feinste Lach-Delikatesse!“ Bild
„Ildikó von Kürthy ist die Spezialistin für den schlauen Frauenroman“ Welt am Sonntag

Meine Meinung:
Annabel wird es langweilig in ihrer Beziehung und fliegt nach Mallorca zu ihrer reichen Tante. Leider ist diese wohl auch recht unzuverlässig so dass Annabel den ersten Tag auf der Suche nach einer Toilette auf Robin trifft, jünger wie sie, gutaussehend und scheinbar Yachtbesitzer. mit ihm verbringt sie ihren ersten tag auf Mallorca und verliebt sich. Anschliessend verbingt sie 7 Tage aus Mallorca, 7 für sie aufregende Tage in denen sie die Frau kennenlernt von dem ihr Freund Ben ihr schon berichtet hat und die in Benn verliebt ist, von da weiß sie das sie Ben nicht verlassen will….
Hmm also die ersten so ca. 100 Seiten war ich eher gelangweilt, ich biss mich eher durch als Spaß am lesen zu haben. Es störten mich ein wenig die Sprünge von Gegenwart in Vergangenheit, da ich stellenweise lieber wissen wollte wie es weiter geht als das mich in dem Moment die Vorgeschichte interessiert hätte. Gewiss ist es sehr authentisch denn wenn man etwas erlebt erinnert man sich an vergangene Ereignisse und so etwa sollte es wohl sein. Ich kam so aber Anfangs nur schwer in die Geschichte rein und erst als diese Sprünge weniger wurden machte es Spaß zu lesen. Trotzdem wäre mir ein flüssiges aneinanderreihen der Ereignisse die Annabell erlebt hat lieber gewesen. Als Beispiel ist fängt das Kapitel damit an das sie in der Villa ihrer Tante ist und die Autorin uns dann erst den einblick gibt was den letzten Abend passiert ist. Etwas verwirrend und hemmt für mich ein wenig den Lesefluss. Trotzdem ein Buch was ich eben eingeschränkt empfehlen kann mit einem schönen Ende, was man sich als Leser aber schon sehr früh so denken kann, jedenfalls ging es mir so.

[Rezension] Ines Thorn – Das Mädchen mit den Teufelsaugen

Ines Thorn
Das Mädchen mit den Teufelsaugen
ISBN 978-3-499-25372-0
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Rowohlt

Inhalt:
Das Zeichen des Bösen … So nennen die Leute Rosamunds Augen. Sie hat ein blaues und ein braunes. Im Frankfurt des Jahres 1530 ist sie damit eine Ausgegrenzte. Selbst ihre eigene Mutter will nichts mit ihr zu tun haben. Nur die Zigeunerin Tonia hält zu ihr. Sie lehrt sie die Kunst des Handlesens. Als Rosamund eines Tages auf dem Markt den Tod in der Hand einer alten Frau liest, beschwört sie ungeahnte Gefahren herauf …

Meine Meinung:
Das Buch habe ich tatsächlich erst gestern Abend angefangen, aber wie so oft bei den Büchern von Ines Thorn, wollte ich es kaum aus der Hand legen. Ich liebe historische Frauenromane und auch die Krimis von Ines Thorn. Ich mag ihren Schreibstil, der selbst Geschichten die vor langer Zeit spielen und recht verworren sind flüssig lesen lassen. Die Geschichte von Rosamunde, dem Mädchen mit den Teufelsaugen hat viele Höhen und Tiefen, traurige Stellen und Freude und immer hofft man das sie bald ihr Glück findet. Hat sie es denkt man: nun kann nichts mehr schief gehen. Und es kommt wieder ein Schicksalsschlag. Das Buch ist ganz Klasse, einzig das Ende ist zwar schlüssig und man kann sich ausmalen wie es weiter geht, aber mir persönlich ist es zu plötzlich, wahrscheinlich auch weil ich es noch Stunden hätte weiterlesen können. Es ist ein Buch das ich jedem, der diese Art von Romanen mag, jederzeit empfehlen würde!!!