[Gedanken] Ein Danke an meine Freundin

Wir haben den 5. Juli 2014 und ich kannte meine Freundin seit nun fast 10 Jahren, da fing sie in der selben Firma an wie ich und arbeitete in der Zentrale. Intensiver wurde es an ihrem 27. Geburtstag da wurde ich mit eingeladen, eigentlich als Alibi um einen Kollegen zu verkuppeln, aber es entwickelte sich eine wunderschöne und unvergleichbare Freundschaft.

Auch Leser meines Blogs sind ihr schon „begegnet“ Sie kommentierte als N. 😉
Nadja wurde nur 36 Jahre alt, der Krebs hat sie besiegt und Menschen die das hier lesen sei gesagt es gibt eben leider kein Happy End.

Nach diesem oben genannten Geburtstag gab es natürlich Treffen an der Arbeit auch ein Besuch bei der Kirmes. Erst war es ein lockerer Kontakt, aber ich habe da schon gemerkt das Du immer und für jeden da warst. Dein Herz auf der Zunge trägst und sagst was Du denkst. Ich kam damit gut klar und freute mich auf unsere gemeinsamen Arbeitstage, mal Eis essen gehen und auch einfach telefonieren oder nach der Arbeit verquatschen.

Es entwickelte sich eine Freundschaft und sie wurde immer intensiver. Ich hörte Dir zu bei Deinem Kummer und Sorgen und auch bei Deinen Berichten von Deiner chaotisch liebenswerten Familie und Du mir. So wie Freundinnen das tun.

2006 habe ich mich getrennt und Du warst da. Wir haben uns viel gesehen Du hast mir zugehört, mich verstanden. Du warst eine der wenigen die überhaupt verstanden haben warum ich gegangen bin. Bei einer OP warst Du diejenige die da war und mir einen kleinen Glücksbringer mitbrachte weißt Du das ich Dir diesen heute mitbringen wollte auch wenn ich wusste das er Dir leider kein Glück mehr bringt. Du hast mal erzählt das diese OP und die Situation drumherum der Punkt war wo Du merktest wir sind Freundinnen. Mir war das gar nicht so bewusst, aber sicher hast Du recht.
Es folgten Monate in denen ich ohne Partner war und auch nicht alles rosig lief und Du warst da. Eigentlich warst Du in den letzten knapp zehn Jahren immer da.
Du warst auch da bei einer Überraschungsparty die eigentlich gar keine war, weil es Dein Geburtstag war und die Organisatorin es Dir vorher schon erzählt hat. Du warst nicht da an meinem 30. Geburtstag Du hättest Dich wirklich die Stufen rauf gequält aber leider kam ein Unfall (Gott sei Dank nur mit Blechschaden) dazwischen. Dafür warst Du da bei meinem Junggesellenabschied und auch meine Hochzeit hast Du zu einem perfekten Tag gemacht ( mit allen anderen die beteiligt waren) Das war bereits 2007

Auch Du hast in den letzten Jahren geheiratet, da war ich da 😉

2012 dann die Schreckensnachricht: Krebs. Durch Zufall festgestellt wusste man was es bedeuten kann und doch gab es Hoffnung. Ich möchte hier nun nicht die Krankengeschichte ausbreiten aber ich hoffte zu dem Zeitpunkt einfach das der Krebs sich wieder aus dem Staub macht. Leider war dem nicht so. Es ging Dir noch recht gut, Du warst so positiv. Ich habe Dich für Deine erneute Stärke bewundert. Es gab Termine bei denen ich dabei war (auch wenn nur wenige) Dann die neue Diagnose es werden wohl keine Jahre mehr sein, der erste Schock und ein stundenlanges heulen im Krankenhaus und dann auch auf dem Weg nach Hause. Alles lief auf einen baldigen Abschied hinaus zu dem ich gar nicht bereit war, Deine Familie, Gerd und auch Du gewiss auch nicht. Eine Kreuzfahrt wolltest Du noch machen und hast sie gemacht.

Ihr seid umgezogen damit Du immer jemanden in Deiner Nähe hast und ich merkte das es Dir immer schlechter ging. Wir telefonierten aber gesehen haben wir uns nicht mehr. ich wollte es Dir überlassen wann Du fit genug bist.

Der letzte Schock letzte Woche Dienstag der Anruf das es nun bald soweit sein wird. Das Du gehen musst und das ich das wissen sollte.

Heute wollte ich zu Dir fahren, Dich nochmal sehen, Dich drücken und Dir von allem neuen erzählen. Leider kam es nicht mehr dazu denn vorher bist Du von uns gegangen.

Der Schmerz ist unbeschreiblich. Du fehlst mir jetzt schon: Wem soll ich alles Neue erzählen, meine Sorgen und Nöte. So gerne hätte ich mit Dir noch auf unserer Terrasse gesessen und Dir eine Karte aus dem Urlaub geschickt. So gerne noch viel mehr Zeit mit Dir verbracht, aber leider war es uns nicht gegönnt.

Ich weiß das es für Dich so besser ist. Das Du zwar schwach warst, aber nicht alle schlimmen Dinge eingetreten sind die Dich noch hätten treffen können und das ist gut so.

Meine liebe Nadja. Du bist in meinem Herzen uns wirst es immer bleiben. Du hast mir ganz besondere Momente beschert, hast mein Leben bereichert und mir was gegeben was mir keiner nimmt. Deine Freundschaft. Ich wünschte mir Du könntest das noch lesen, aber wer weiß das schon. Ich habe Dich lieb wo immer Du auch bist

11_07aDanke für tolle 10 Jahre und dafür das Du mein Leben bereichert hast

4 Gedanken zu „[Gedanken] Ein Danke an meine Freundin

  1. Liebe Natalie, mein Beileid…das ist wirklich sehr traurig und tut mir sehr leid! Ganz liebe Grüße und fühl dich gedrückt!

  2. Liebe Nathalie,

    das hast du so schön und bewegend geschrieben. Mein Beileid für dich. Fühl dich gedrückt und halte diese wundervollen Erinnerungen immer hoch…

    Alles Liebe, Chimiko

  3. Gerade jetzt fühl ich sehr mit Dir… und drück Dich einfach mal! Der Schmerz geht davon nicht weg, aber glaube mir, ich weiß, wie Du Dich fühlst! Sie ist da und wird immer da sein!

    Liebste Grüße
    Bine

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