[Rezension] Aurélie Bastian – Französisch Backen



Aurélie Bastian
Französisch Backen
ISBN 978-3-517-09533-2
Hardcover
19,99 €
Erschienen bei SüdWest
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Aurélie Bastian zeigt in Französisch Backen das man nicht Stunden in der Küche stehen muss um französische Leckereien zu backen. Egal ob für den Frühstückstisch oder für die Kaffeetafel, alles ist leicht herzustellen.

Meine Meinung:
Ich bin keine begnadete Bäckerin. Es gibt mal einen Kuchen zu Geburtstagen und das war schon immer so, außer zu Weihnachten, da gibt es Massen von Plätzchen. Doch hin und wieder erregt ein Backbuch meine Aufmerksamkeit und ich probiere mal etwas Neues aus.

In der Küche steht gerade ein total gut duftender Gâteau au chocolat. Ich kann es noch nicht einmal aussprechen, also einfacher: ein Schokoladenkuchen. Dieser ist Glutenfrei und schmeckt traumhaft. Das ist eins der Rezepte die ich ausprobiert habe und von dem ich begeistert bin. Ich habe auch meine ersten Baguettes gebacken, die echt super waren und auch bei den Gästen gut ankamen und es war wirklich kein Hexenwerk.

So gibt es viele Rezepte die man kennt. Croissants, Macarons und Crepés zum Beispiel, aber auch Rezepte die ich noch nicht kannte, aber vielleicht mal testen werde. Lauter Leckereien die man auch gut in den Alltag einbinden kann

Doch es sind nicht nur gut gestaltete Rezepte, die dieses Buch für mich ausmachen, sondern auch ausführliche Tipps und Tricks die Aurélie Bastian gibt. Sie erklärt warum sie genau auf diese Art und Weise backt, diese Zutaten nutzt oder was noch zu beachten ist. Für mich eine gut zusätzliche Hilfestellung zum eigentlichen Rezept.

Im Vorwort erklärt sie wie manche Rezepte entstanden sind und so bekommt dieses Buch eine Geschichte. Zum Beispiel das Baguettes für sie nicht länger wie die zwei Stunden dauern sollten damit sie auch gut am Sonntag morgen zum Frühstück gemacht werden können.

Es ist hier, neben den tollen Rezepten, auf jeden Fall die persönliche Note die dieses Backbuch ausmachen und zu dem ich gewiss noch öfter greifen werde. Als Nächstes stehen die Crepés mit Karamelcreme auf dem Plan

4buecher

[Foto-Freitag] Frankenberg das ist´s

Auch wenn wir Karfreitag haben kommt ein Foto-Freitag. Letzte Woche habe ich meine Kameras vorgestellt, danach fiel mir auf das es noch andere schöne Bilder gibt die weder mit der Pentax noch mit der Eos gemacht wurden. Ich habe ja noch meine kleine handliche Ixus, die mir gerade vor der Pentax gute Dienste geleistet hat. So kommt heute ein Beitrag der auf meinem Fotoblog bereits am 29.10.2006 erschienen ist. Frankenberg ist mein Zuhause, hier gehe ich spazieren und tobe mich mit der Kamera aus. Mein Lieblingsmotiv ist sei jeher die Liebfrauenkirche, die oben auf dem Berg thront und über die Frankenberger Bürger wacht. Wenn wir von außerhalb nach Frankenberg kommen ist diese Kirche das Zeichen das wir bald wieder Zuhause sind. So war es schon als Kind und wird es hoffentlich auch immer sein

Die Liebfrauenkirche vom Burgberg aus

Ein zweites Lieblingsmotiv ist der Himmel. Er ist so Facettenreich und wenn er bewölkt ist und nur ein paar Sonnenstrahlen die Wolken durchbrechen möchte ich das gerne einfangen. Das gelingt leider nicht immer, aber das folgende Bild gefiel mir ganz gut.

Eine der Aussichten vom Burgberg

[Rezension] Arno Strobel – You are wanted

Arno Strobel
You are wanted
ISBN 978-1-47782416-0
Taschenbuch
9,99  €
Erschienen bei Edition M

Inhalt:
In einem Berliner Kongresszentrum findet ein Hacker Angriff statt. das Opfer: Lukas Franke. Dieser weiß scheinbar nicht warum es ihn trifft und sein Leben den Bach runter geht. er muss Licht ins Dunkel bringen bevor er auch noch seine Familie verliert. Doch wie soll er es anstellen, wenn ihm niemand glaubt.

Meine Meinung:
You are wanted war zumindest auf Facebook in aller Munde. Auch ich gehöre zu denjenigen die sowohl auf die Serie wie auch auf das Buch sehr gespannt waren. Amazon Prime habe ich nun auch unter anderem wegen der Serie. Das Buch wurde mir von Buchcontact angeboten und sollte natürlich zuerst gelesen werden, auch wenn Arno Strobel selber sagt dass es anders endet als die Serie.

Der Einstieg fiel mir nicht so schwer, doch empfand ich die Geschichte selbst als sehr chaotisch. Sicher das Leben von Lukas Franke ist chaotisch, aber mir blieb alles fremd. Egal ob es die Handlung war bei ich immer wieder den Faden verlor oder auch die Figuren, die mir einfach fern blieben. Der Schreibstil war zwar leicht und flüssig zu lesen, doch die Handlung konnte mich nur bedingt fesseln.
Immerhin jedoch so sehr das ich das Ende wissen wollte. Doch das war es auch schon. Der Weg dorthin war begleitet von einigen Fragezeichen. Nicht jeden Schritt verstand ich und hatte ich gerade das Gefühl durchzublicken kam die nächste Wendung die alles über den Haufen geworfen hat. Eigentlich positiv bei einem Thriller, doch hier empfand ich es als störend.
Dann wurde eine Zeit lang die Geschichte als Zeugenaussage von Lukas Franke erzählt, das erfährt man weil es immer wieder kursiv geschrieben Kapitel mit Fragen der Ermittler gab, doch beim Erzählen berichtete Franke auch von Begebenheiten die er gar nicht wirklich hätte wissen können, weil er nicht dabei war.

Figuren gibt es viele und ich brauchte auch eine ganze Weile manch eine der Figuren zu zuordnen. Das lag auch daran das manch eine Figur sowohl mit Klarnamen wie mit Alias benannt wurde und ich die nicht immer in Verbindung brachte. Hier wäre das Nutzen von einem Namen für eine Figur von Vorteil gewesen. Egal ob der richtige Name oder eben der Alias.
Lukas Franke ist die Hauptfigur um ihn dreht sich You are wanted. Er blieb mir dennoch fremd. Es gibt Szenen bei denen ich sein Verhalten nicht nachvollziehen konnte. Den Familienmenschen Franke lernt der Leser gar nicht kennen, weil es keine wirkliche Vorgeschichte mit ihm gibt. So fehlt mir das Gefühl zu ihm. Das sieht zum Beispiel bei seiner Frau Hanna und auch bei seinem, Sohn anders aus. Hier merkt man die Verbindung. Die von Franke zu seiner Familie nicht wirklich.

Alles in allem ist You are wanted recht interessant, doch ich denke hier favorisiere ich die Serie bei der man zu den Worten auch die Szenen bekommt. Ich würde empfehlen das Buch als Erstes zu lesen, denn obwohl ich nur den Trailer der Serie kannte gab es Szenen die mich langweilten weil ich eben die Bilder der Serie vor Augen hatte.

Das Thema Hacker und Cyberkriminalität wird es wohl immer öfter in Thrillern geben. Hier hätte sich Arno Strobel jedoch etwas mehr Zeit lassen sollen für die Geschichte. 270 Seiten sind für dieses komplexe Thema bei einer Geschichte in der soviel passiert nicht viel. Am Ende wirkt es etwas gehetzt was den Lesespaß nimmt.

[Rezension] Lars Ruppel – Die Kuh vom Eis

Lars Ruppel
Die Kuh vom Eis
Band 2

ISBN 978-3-944-03585-7
Klappenbroschur
10,90 €
Erschienen bei Satyr Verlag

Inhalt:
Die Kuh vom Eis oder andere Redensarten werden hier zu Lyrik verwurstet. Egal ob es um Die Kuh vom Eis oder Donna und Dorian geht, jeder Redewendung bekommt ein eigenes Gedicht.

Meine Meinung:
Lars Ruppel kenne ich als Slammer schon ein paar Jahre. Durch Smaat durfte ich schon seine Auftritte genießen und war sehr gespannt auf sein neustes Werk.

Nun muss ich sagen das ich gerade Poetry Slam lieber gesprochen, als gelesen mag. Die Slammer haben in ihren Texten ein ganz eigenes Rythmusgefühl, das man als Leser nur schwer nachahmen kann. Die Kuh vom Eis „lief“ mir allerdings schon in Bild und Ton über den Weg und so wurde dieses Gedicht für mich zu etwas besonderem in diesem Buch.

Doch auch die Gedichte „Alter Verwalter“, „Donna und Dorian“ oder „Bei Hempels unterm Sofa“ unterhielten mich und regen zum Nachdenken an. Denn es sind sehr kritischen Texte wenn man sie genau liest. Lars Ruppel blickt mit seinen Gedichten auf das aktuelle Tagesgeschehen in der Welt und auf die Art wie wir zusammen leben. Immer mehr zu Egoisten werden und was das bewirken wird, wenn wir nicht wieder mehr Nächstenliebe zeigen. Egal ob im Großen oder im Kleinen. Hier wird jeder angesprochen.

Die Kuh vom Eis ist ein Gedichtband der besonderen Art. Witzig, aber auch immer mit dem gehobenen Zeigefinger. Gut verständlich und leicht zu lesen, aber nicht unbedingt leicht zu verdauen. Ein Gedichtband der zum Nachdenken anregt und bei dem ich mir wünschen würde das alle die kritisierten Menschen und Gruppen diesen auch lesen würden.

4buecher

[Rezension] Janet Clark – Deathline 1: Ewig Dein



Janet Clark
Deathline 1: Ewig dein
Band 1

ISBN 978-3-570-17366-4
Hardcover
16,99 €
ab 13 Jahren
Erschienen bei cbj
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Josie träumt schon immer von der großen Liebe. Dann trifft sie auf diesen Typen mit den unheimlich grünen Augen und bekommt ihn nicht aus dem Kopf. Ein paar Tage später trifft sie ihn erneut. Als Arbeiter auf ihrer Ranch. Doch so richtig zu Funken scheint es bei Ray nicht. Er geht immer wieder auf Abstand.
Josie hat aber auch noch andere Probleme, auf der Ranch und in der nahe liegenden Stadt geschehen seltsame Dinge.

Meine Meinung:
Deathline ist der erste Mystery-Jugendroman mit Liebesgeschichte von Janet Clark. Ich kenne bisher jedes ihrer Bücher und Deathline war für mich ein Must read.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig und gerade zu Beginn war das auch sehr hilfreich. Der Einstieg in die Geschichte ist leicht, doch als es mit den ganzen merkwürdigen Vorfällen los geht wurde es für mich etwas holprig. Auch das Josie eine Geschichte aus der Vergangenheit erzählt musste erst beim Lesen verarbeitet werden. Doch das geht recht schnell und von da an gab es am Lesevergnügen auch nichts mehr zu bemängeln.

Die Geschichte ist von Beginn an fesselnd. Zunächst das Zusammentreffen von dem jungen Mann und Josie, der ihr dann nicht mehr aus dem Kopf geht und wo man sich dann fragt wie es sich weiter gestaltet, dann die ersten komischen Dinge die Geschehen, die die Neugier meinerseits darauf brachten. Allerdings gab es für mich auch die ein oder andere Länge. Das man jemanden nicht aus dem Kopf kann ich gut verstehen, das oft zu erwähnen kann mitunter schon mal störend wirken. Es war nicht zu häufig, aber doch leicht zu viel.

Richtig spannend wurde es für mich ab dem Moment wo die Geschichte hauptsächlich auf der Ranch spielt. Ab dem Moment  gab es auch nichts mehr zu bemängeln. Die Seiten flogen nur so dahin und  ich wollte gar nicht aufhören müssen zu lesen. Egal ob es um die Liebesgeschichte oder den Mystery Part ging, beides war gut ausgeglichen und fesselnd geschrieben.

Es gibt einige wichtige Figuren in der Geschichte.
Josie die Erzählerin und Protagonistin. Das Wichtigste für sie sind ihre Freunde, ihre Pferde und die Ranch. Ihr Leben hat sich ein Jahr zuvor stark verändert und sie beginnt gerade wieder klar zu kommen. Sie ist Verantwortungsbewusst und immer freundlich zu ihren Mitmenschen, kann aber auch böse werden, wenn es ihr zu viel wird. Mit ihr kann man Pferde stehlen. Für mich eine sehr sympathische Figur, die nur wenige Ecken und Kanten hat.
Dana und Gabriel sind die Freunde von Josie. Die drei sind immer füreinander da. Egal ob es um das Helfen beim Arbeiten, oder ob es einfach nur ums zuhören geht.
Ray ist der junge Mann, der Josie nicht mehr aus dem Kopf geht. Ihn umgibt von Beginn an ein Geheimnis, was im Laufe der Geschichte aufgeklärt wird. Der Greeny ist schon was besonderes, das Josie ihn nicht aus dem Kopf bekommt kann ich gut verstehen.
Es gibt noch Widersacher, Familie und Rancharbeiter. Doch es war niemals zu viel an Figuren oder zu unübersichtlich.

Das Ende ist ansich abgeschlossen, aber nur was einen Part der Geschichte angeht. Man muss nicht weiterlesen, wenn einem nicht danach ist. Ich freue mich aber schon sehr auf den zweiten Band, an dem Janet Clark noch am Schreiben ist. Ich bin sehr gespannt ob sie den Zauber erhalten kann, der Teil dieser Geschichte ist

4buecher

[Foto-Freitag] Darf ich vorstellen

Zu meinem Geburtstag bekam ich meine langersehnte Canon EOS1200D. Viele Jahre hat meine Pentax K100D auf dem Buckel, die ich damals zu Testzwecken gewonnen habe. Es wurde einfach Zeit für eine Neue. Nicht das die Pentax schlecht ist oder war, aber Objektive sind für die Canon einfach günstiger. So schenkte mir mein Mann die Canon EOS 1200D mit Kit Objektiv und einem Tamron 18-270 mm

Doch die nächsten Freitage wird es erst einmal ältere Bilder geben. Diese sind entweder mit meiner Canon Ixus 800i oder mit der Pentax K100D erstellt worden. Ihr werdet es an der Kategorie sehen.

Es erwarten Euch schöne Landschaftsaufnahmen, aber auch hin und wieder Bilder von lieben Menschen um mich herum. Kritik ist immer erwünscht solange sie konstruktiv ist. Es ist und bleibt aber ein Hobby für das ich noch viel lernen muss, das habe ich die letzten Wochen bereits bemerkt.

Meine bisherige Fotografie-Laufbahn:
Angefangen habe ich natürlich vor Jahren mal mit einer analogen Kamera eine Billigkamera die aber recht gute Bilder für die damalige Zeit machte. Es war eine Olympus.

Dann kam die Zeit der digitalen Kameras und ich wollte auch gerne eine. Die Erste bekam ich geschenkt: Eine Jenoptik, ohne optischem Zoom und ohne Monitor, ganz einfach leider hielt sie auch nicht lang 🙁

Die Nächste kaufte ich mir selber, die Hochzeit des Neffen stand an und dann sollte es was vernünftiges sein. Es wurde eine Canon Ixus 400, sie macht Klasse Bilder und ich war super zufrieden. Warum auch immer ließ sie nach etwas über zwei Jahren nach und Bilder drinnen wurden nicht mehr so schön, also sollte eine neue her.

Eine Canon Ixus 800is! Da sie frisch von der Messe kam musste ich noch etwas warten, aber nun wo sie da war sah ich es hat sich gelohnt. Diese Cam nutze ich immernoch ab und an weil sie schön klein und handlich ist. Allerdings meist nur noch um meinen Zuwachs zu knipsen, so langsam gibt auch sie den geist auf, aber nach über 10 Jahren darf sie das auch.

2006  machte ich ein Gewinnspiel mit. Es wurden 20 Digitale Spiegelreflex Kameras der Marke Pentax zum Testen verlost und ich konnte mein Glück kaum fassen als ich hörte ich gehöre zu den Gewinnern. Seitdem ist war sie mein Schätzchen. Es ist eine Pentax K100D mit einem Objektiv 18-55, 1 GB Speicherkarte und toller Tasche. Ich habe sie noch biete sie aber gerade zum Verkauf an.

Zwischendrin habe ich auch meine Handys zum fotografieren genutzt. Diese kleinen Dinger werden wirklich immer besser, stoßen aber natürlich auch an ihre Grenzen.

Wie oben geschrieben bekam ich zu meinem Geburtstag im Februar eine Canon EOS 1200D. Sie wird mich die nächsten Jahr begleiten und hoffentlich genauso gute Dienste leisten wie die Pentax. Die Anschaffung einer Festbrennweite ist anvisiert und wird gewiss schon bald erfolgen. Eigentlich muss ich es nur noch kaufen. Dann wäre mein Wunschset erst einmal komplett. Tasche und auch einen tollen Kameragurt habe ich ebenfalls schon damit alles schön und sicher ist.

Ich hoffe mein erster Beitrag auf diesem Blog zu meinem Hobby hat Euch so neugierig gemacht, das ihr nächste Woche wieder rein schaut.

[Rezension] Elli Minz – Chin up, Nina

 Elli Minz
Chin up, Nina!
Asin B01N7S0B7L
EBook
0,99 €
Leseprobe

Inhalt:
Nina und Sally können es nicht fassen. Die Modelagentur bei der sie sich beworben haben hat Ihnen eine Zusage geschickt. Nun heißt es packen und von Köln nach Düsseldorf fahren.
Der Fahrer, Jonas. Er wird in Zukunft der Chauffeur der Freundinnen sein und verkuckt sich in Nina. Doch er traut sich nicht ihr dieses zu sagen. So schreibt er ihr Anonym Gedichte, die Nina dazu bringen auf die Suche nach ihrem Verehrer zu machen

Meine Meinung:
Als die Autorin mir dieses Buch nahelegt und fragte ob ich es rezensieren mag, habe ich etwas überlegt und dann auf Grund der Beschreibung zugesagt.

Es gibt einige Kritikpunkte, auf die ich wegen der Spoilergefahr nur bedingt eingehen kann. Es gibt aber auch einige positive Aspekte und ich denke, das dieses Buch gewiss auch begeisterte Leser finden wird.

Zunächst zum Positiven: Der Schreibstil. Dieses Buch war locker und leicht zu lesen. Von Beginn an wollte ich wissen wie es weiter geht. Die Geschichte hat mich allerdings zu Beginn schon etwas mehr gefesselt als zum Ende hin. In der letzten Hälfte hoffte ich auf ein bestimmtes Ende, das mir zeigt das ich das Buch nicht „umsonst“ gelesen habe. Das klingt nun etwas komisch, aber es gab Momente in dem ich es am liebsten abgebrochen hätte.

Vieles war mir zu langgezogen.
Die versprochene Liebesgeschichte kam nicht so recht in die Gänge, diese ganze Gedichte-Sache war schön zu lesen, aber irgendwann hoffte ich darauf das Jonas und Nina endlich zusammen kommen und irgendwie sprang hier der Funke auch bei mir nicht über.
Die Freundschaft von Nina und Sally, das zweite große Thema dieses Buches, war für mich keine Freundschaft. Ich hatte das Gefühl das Nina nur untergebuttert wurde und verstand nicht wie man Sally noch Freundin nennen konnte. Die Geschichte geht ja eine ganze Weile und ich wartete auf einen Absprung auf ein Aufbegehren von Nina.
Die Model-Geschichte. Ich denke hier wurde einiges überspitzt dargestellt, doch kann ich mir vorstellen das manches in schlechten Agenturen genauso abläuft. Allerdings wird ja geschrieben das Karma eine gute Agentur sei, dann passt vieles nicht. Es gibt so viele Situationen die ich einfach too much fand. So dass dieses Buch doch insgesamt recht unglaubwürdig wurde.

Die Geschichte ist aus Sicht von Nina und Jonas geschrieben. Wobei ich hier nur selten das Gefühl hatte, dass das wirklich nötig war. Ein Erzähler hätte in vielen Situationen genauso gut erzählen können.
Nina geht ihrer Freundin Sally zu Liebe mit nach Düsseldorf. Ich hatte von Beginn an das Gefühl dass sie das überhaupt nicht wirklich will und habe da schon nicht verstanden warum sie dann mitzieht. Viele Entscheidungen von Nina konnte ich nicht nachvollziehen und so blieb sie mir fremd.
Bei Jonas ist es ähnlich. Auch er hängt in einem Job fest, den er eigentlich gar nicht machen will. Man lernt ihn aber auch nicht wirklich kennen und das obwohl ja im Wechsel erzählt wird.
Sally ist einfach nur schrecklich. Wenn ich so eine Freundin hätte würde ich ihr entweder mal die Meinung sagen, was unter Freundinnen kein Problem sein sollte, oder mich von ihr trennen, auch wenn das schwer fällt. Bei der ersten Szene in der ich sie so nervig fand dachte ich noch, das wird sich gebe, stattdessen wurde es immer schlimmer und Gründe dafür konnte ich nur bedingt erkennen.

Das Ende kam später als erwartet, doch empfand ich es dann als sehr plötzlich. Ich hätte hier einfach mehr erwartet. Es ist wie einen Teil wegzulassen.

Mein Fazit: Chin up, Nina! ist genauso oberflächlich wie es der Modelbranche oft nachgesagt wird, die Freundschaft wird mit Füßen getreten und eine Liebesgeschichte bekommt man nur bedingt. Dafür lässt es sich leicht und flüssig lesen, was tatsächlich zu einer besseren Wertung führte.