[Foto-Freitag] Abendsonne

Das schönste an meiner kleinen Wohnung im Dachgeschoss war die Aussicht und die Möglichkeit toller Bilder von Zuhause aus zu bekommen. Die Möglichkeit habe ich schon länger nicht mehr, habe sie aber auch gut ausgenutzt.

Das folgende Bild zeigt was Farbe aus macht. Das Original ist unbearbeitet und tief rot. Die Kopie habe ich mit Lightroom bearbeitet und finde ich persönlich sehr düster und unheimlich. Entstanden ist es als ich nur mal eben aufs WC wollte, da musste es bzw. ich dann warten und erstmal knipsen denn ein paar Minuten später war alles dunkel

Welche Version findet ihr am Besten? Was gefällt Euch daran besonders?

unbearbeitetes Original der Liebfrauenkirche

Eine richtig düstere Stimmung

[Rezension] Frank Kodiak – Nummer 25

 Frank Kodiak
Nummer 25
ISBN 978-3-426-52009-3
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Andreas Zordan ist Autor und landet mit seinen Thrillern ein beststeller nach dem anderen. Sein größter Erfolg ist 25 mögliche Mörder. Er sagt von sich selber das er ein Psychopath ist und wenn er diese Morde nicht aufschreiben würde, er sie in der Realität ausführen müsste.
Dann geschieht genau das. Er entdeckt auf seinem Grundstück eine Leiche, die genauso ermordet wurde wie er es in seinem Buch beschreibt. Kurz danach bekommt er eine Nachricht vom Mörder und Zordan lässt sich auf dessen Spiel ein.

Meine Meinung:
Frank Kodiak ist ein Pseudonym von Andreas Winkelmann und seine Bücher mochte ich bisher fast alle. So war ich sehr gespannt wie Nummer 25 sein wird.

Ich fing an zu lesen und hatte dabei einen leichten Einstieg. Die Geschichte gestaltet sich die ganze Zeit rund und schlüssig für mich. Eine Spannung wollte trotzdem nicht aufkommen. Das Buch fesselte mich zunächst nicht und ich kann nicht einmal genau benennen warum nicht. Die Handlung ist Klasse und auch der Schreibstil war flüssig. Das einzige Manko für mich waren die Figuren. Das Zordan eher einsiedlerisch und grimmig ist, hatte ich mir schon gedacht. Da ließ die Beschreibung auf dem Buchrücken kein andere Schluss zu. Doch es fehlte mir irgendjemand sympathisches. Da die Figuren überschaubar blieben hätte das die Journalistin Greta Weiß sein können, doch auch si nervte mich mit ihrer Art.

So las ich erstmal nur weiter weil ich wissen wollte wie sich alles zusammen fügt. Man muss sagen das es keine 25 blutig beschriebene Morde gibt, doch trotzdem wird die Grausamkeit des Täters klar.
Irgendwann gab es dann auch für mich endlich den Punkt an dem mich das Buch gepackt hat. Von da an mochte ich es auch nicht mehr weg legen, doch das dauerte bis etwa zur Hälfte des Buches. Von da an stieg die Spannung bis zum Ende. Allerdings kam dieses dann sehr plötzlich für mich. Ruck zuck war alles aufgeklärt.

Eigentlich würde ich 3,5 Sterne geben. Dafür das ich die Idee gut fand und es mich dann doch noch packen konnte runde ich auf 4 Sterne auf

4buecher

[Rezension] Rainbow Rowell – Fangirl

 Rainbow Rowell
Fangirl
ISBN 978-3-446-25700-9
Hardcover
18,- €
Übersetzerin: Brigitte Jakobeit
ab 13 Jahren
Erschienen bei Hanser
Leseprobe

Inhalt:
Fanfiction das ist die Welt von Cath. Simon Snow hat es ihr angetan und ihre Geschichten von Simon und Baz sind im Netz der Hit. Doch dann beginnt die Collegezeit und ihr Leben verändert sich. Ihre Zwillingsschwester kapselt sich von ihr ab und sie muss eigene Freunde finden. Langsam muss sie raus aus ihrer Traumwelt und trifft dort auf Levi und Nick…

Meine Meinung:
Fangirl war nun schon länger in aller Blogger-Munde, denn dieses Buch bekamen viele Blogger im Doppel mit Simon Snow zugesandt. Ich bekam es über das Buch-Magazin und war sehr neugierig auf diese Geschichte.

Der Schreibstil von Rainbow Rowell ist sehr flüssig und leicht zu lesen und so half mir dieser auch durch den, für mich, etwas zähen Anfang der Geschichte. Es ist eine Erzählung über Cath und ihr Wandel als sie zum College geht. Die Schwelle zum Erwachsen werden. Fangirl zeigt das es gar nicht so einfach ist und hilft gewiss vielen jungen Erwachsenen bei Zweifeln zu ihrer Zukunft. Egal ob es um berufliches geht oder um die Liebe.
Während der Start für mich sehr verhalten war, kam irgendwann der Punkt als mich dieses Buch so richtig fesselte. Die ersten 100 Seiten etwa empfand ich als recht langatmig, doch dann wurde es besser und interessanter. Cath begann Freundschaften zu knüpfen und all ihre Erlebnisse machten mich neugierig wie das Buch wohl ausgehen wird.

Die Kapitel sind unterschiedlich lang, doch nie zu lang. Am Ende jedes Kapitels steht ein Ausschnitt aus Simon Snow, entweder das Orignal der Geschichte (hier im Buch von Gemma T. Leslie) oder von Fanfiction Schreibern wie Cath. Diese Ausschnitte sind nicht chronologisch und waren für mich auch nicht immer interessant. Die Fanfiction von Simon Snow ist aber auch in Teilen in der Geschichte zu lesen.

Die Figuren sind überschaubar.
Erzählt wird aus Cath Sicht erzählt. Aus ihrer Sicht lernt man auch alle anderen Figuren kennen. Sie ist für mich zu Beginn der typische Stubenhocker. Sie lebt in ihrer Traumwelt und bekommt von Außen wenig mit. Nur langsam kommt sie aus ihrem Schneckenhaus und erst von da an wird die Geschichte für mich auch so richtig interessant.
Wren ist Cath Zwillingsschwester und damit das sie sich abkapselt erteilt sie Cath einen ganz schönen Schlag. Ich empfand sie sehr lange als recht unsympathisch, weil sie Cath mies behandelt, aber auch weil sie in ihrem negativen Erwachsen werden so übertreibt.
Reagen ist die Zimmergenossin von Cath und diejenige die Cath aus ihrem Schneckenhaus holt. Auch wenn sie recht grob wirkt merkt man recht schnell das sie nicht böse ist.
Nick und Levi sind die beiden männlichen Figuren, die für die Geschichte sehr interessant sind. Doch sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Während man Levi recht gut kennenlernt fand ich das Nick etwas zu kurz kam und nur oberflächlich beschrieben wird.

Am Ende war ich von Fangirl begeistert. Es ist ein Buch das Jugendlichen zeigen kann wie man es nicht macht und auch wie man es richtig machen kann. Es zeigt aber auch das man Träume ruhig Leben darf, nur sollte man nicht alles andere drumherum vergessen. Eine Geschichte über das Erwachsen werden, die auch Erwachsenen Spaß machen kann

4buecher

Übrigens erscheint im August Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow von Rainbow Rowell. Wer also nach Fangirl Gefallen an dem Magier gefunden hat kann hier direkt weiter lesen

[Foto-Freitag] Spazieren im Teichgelände

Letzte Woche habe ich Euch ein Bild aus dem Wildpark gezeigt, heute gibt es welche aus dem Teichgelände. Hier sind wir eine zeit lang sehr oft gewesen. Um spazieren zu gehen, mal raus zu kommen, Enten zu füttern oder auch um Fotos zu machen. Selbst als ich im Februar die ersten Bilder mit der Canon machte war dieser Park, das Teichgelände mein erstes Ziel.

Ich mag schöne Wege und so ein Weg voll mit Herbstlaub ist ein schönes Motiv

Auch Luca liebte das Laub, so sehr das er es über sich warf

Mein kleiner Prinz. Er hatte immer etwas zu erzählen. Heute ist er da etwas ruhiger

Dieses Bild ist wie die anderen auch mit Lightroom bearbeitet, doch hier habe ich auch ein wenig zugeschnitten

[Rezension] Amy Hatvany – Das Licht zwischen den Wolken



Amy Hatvany
Das Licht zwischen den Wolken
ISBN 978-3-7645-0609-4
Hardcover
19,99 €
Übersetzerin: Alexandra Kranefeld
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Natalie wuchs als Einzelkind bei Adoptiveltern auf. Sie hätte gerne einen Bruder oder eine Schwester gehabt, doch dieser Wunsch ging nie in Erfüllung. Dann erfährt sie dass sie eine Schwester hat.
Brooke, vier Jahre älter. Diese hatte nicht das Glück adoptiert zu werden und hat eine harte Kindheit hinter sich. Nun würde Natalie jedoch auch gerne erfahren warum ihre leibliche Mutter sie weg gegeben hat und macht sich auf die Suche ohne zu ahnen was sie damit auslöst.

Meine Meinung:
Das Licht zwischen den Wolken machte mich auf Grund des Titels aber auch der Geschichte der Schwestern neugierig. Am Ende war ich fast vollkommen zufrieden.

Es ist erschreckend wie das Schicksal von Natalie und auch Brooke seinen Lauf nahm. Etwas irritiert war ich das auch die Sicht von Jennifer, die Mutter, so gut beleuchtet wurde, aber es war genau der richtige Weg um Vorurteile gar nicht erst aufkommen zu lassen. So liest man die Chronologie der Ereignisse, die aber nur zum Teil der Reihenfolge nach erzählt wird. Hin und wieder musste ich mich zurecht finden ob die Mädchen nun in der Gegenwart oder in der Vergangenheit sind, aber das war wirklich nur sehr selten der Fall. Meistens konnte man es sehr gut unterscheiden.
Als Leser begleitet man Jennifer, Natalie und Brooke im Wechsel.
Bei Jennifer wurde angefangen als Mutter erzählt sie von ihrem Leben mit ihren Mädchen und auch die Beweggründe sie wegzugeben. Sehr außergewöhnlich und auch nicht immer leicht zu ertragen, doch Nahe an der Realität. Außerdem wird ihr Lebensweg in der richtigen Reihenfolge erzählt.
Anders bei Brooke und Natalie. Sie lernt man als Erwachsene in der Gegenwart kennen, sie erzählen über ihre Vergangenheit durch ihre Erinnerungen. Das Leben der Beiden konnte unterschiedlicher nicht sein.
Während Natalie adoptiert wurde und in behütenden Verhältnissen groß wurde, musste Brooke eine Pflegefamilie nach der anderen hinter sich lassen, die Zeit dazwischen verbrachte sie in einem staatlichen Heim. Ein schlimmes Schicksal, wenn man es so liest und man möchte hoffen das es nur Fiktion ist, doch ich befürchte es geht vielen Kinder so wie Brooke. Man kann gut verstehen warum sie so verkorkst ist. Wobei manche gewiss noch schlimmer dran sind.

Am Ende läuft alles auf das Warum hinaus und ob es eine Familienzusammenführung geben kann und wird. Hier und da gab es Sachen die etwas unrealistisch waren, das hatte aber weniger mit der eigentlichen Geschichte zu tun und ist für mich deswegen nicht so wichtig, doch es ist mir aufgefallen weil es unrealistisch ist und das in einem Buch das sehr Realitätsnah geschrieben ist.

Amy Hatvany hat hier eine schöne und rührende Familiengeschichte erzählt auf die es am Ende ankommt. Es war eine interessante und fesselnde Lektüre bei der die 512 Seiten kaum auffielen.

4buecher

[Rezension] Andrea Cremer & David Levithan – Was andere Menschen Liebe nennen



Andrea Cremer & David Levithan
Was andere Menschen Liebe nennen
ISBN 978-3-570-16355-9
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzerin: Bernadette Ott
ab 14 Jahren
Erschienen bei cbt
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Stephen ist einsam und das mitten in New York, doch dann trifft er auf seine Nachbarin Elizabeth, die lieber Jo genannt werden möchte. Mit ihr erlebt er was Zweisamkeit bedeuten kann, doch auch das nicht immer die Sonne scheint. Unheil steht schon bevor und es kann für alle Beteiligten gefährlich werden

Meine Meinung:
Das Buch Klang nach einer sehr romantischen Liebesgeschichte mir Unheil was droht. Gelesen habe ich eine Liebesgeschichte mit Fantasy Aspekt und das war anders als erwartet.

Der Einstieg war schon sehr überraschend, weil es Dinge gab, die so, für mich, nicht klar waren als ich mich für das Buch entschied. Doch es war ein leichter Einstieg. David Levithan und Andrea Cremer haben gut zusammen gearbeitet und haben sich perfekt ergänzt. Der Schreibstil war flüssig und leicht zu lesen, die Handlung ist etwas komplizierter, aber gut nachvollziehbar. Die Spannung war für mich zu Beginn und zum Ende hin am Größten.  Im Mittelteil empfand ich hin und wieder Längen, die ich aber nicht als so schlimm empfand, dass ich das Buch hätte nicht weiterlesen mögen. Denn gerade der Ausgang hat mich hier sehr neugierig gemacht. Alles ist möglich.

Es gibt nur wenige Figuren und alle sind für die Geschichte irgendwie wichtig.
Stephen ist der um den sich alles dreht. Er hatte bisher ein besonderes Leben und hat sich gut darin zurecht gefunden. Liebe kannte er nur von seiner Mutter, doch eine Freundin hatte er noch nie. Zu Lesen wie er diese erforscht war für mich schön. Es war ganz selbstverständlich, wie es sein sollte.
Elizabeth erscheint mir zu Beginn etwas kratzbürstig. Stephen stimmt sie milder und lässt die sympathischen Seiten raus kommen. Sie ist jemand der hinter den Leuten steht die sie mag und liebt. Ein unheimlich starke Figur auch wenn das zu Beginn nicht so scheint.
Es gibt noch Laurie, der Beruder von Liz, der überhaupt der Grund ist warum sie in New York wohnenl, Sean ein Nachbar, der mehr in Erzählungen erscheint als als wirkliche Figur und andere Familienmitglieder von Stephen und Liz. Zudem noch Millie und Saul, ein ganz besonderes Pärchen zu dem ich gar nicht mehr schreiben möchte um nichts vorweg zu nehmen.

Ich beendete eine Liebesgeschichte mit Fantasy Faktor. Gerade zum Schluss wurde diese für mich zum Pageturner. Das Ende mag nicht jedem gefallen um die Geschichte wirklich abzuschließen sollte der Leser seiner eigenen Phantasie den Lauf lassen.

4buecher

[Rezension] Sue-Ellen Pashley – Am Abgrund des Himmels

 Sue-Ellen Pashley
Am Abgrund des Himmels
ISBN 978-3-407-74923-9
Hardcover
16,95 €
Übersetzerin: Claudia Max
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Grace ist mit ihrer Grandma nach Bruny gezogen um zur Ruhe zu kommen, doch dort wird Nick auf sie aufmerksam. Er sieht Grace und verliebt sich direkt in sie, doch Grace macht es ihm nicht leicht. Er erzählt ihr von seiner Gabe, von der niemand wissen darf und die dafür sorgt das eine Beziehung zwischen ihnen nicht gerne gesehen ist. Doch Nick kämpft um seine Liebe und um Grace.

Meine Meinung:
Eine Liebe die nicht sein darf macht mich schon recht neugierig, auch die Frage um welches Geheimnis es geht sorgte dafür das mich dieses Buch neugierig machte.

Zu Beginn sei gesagt das ich in letzter Zeit selten ein Buch so verschlungen habe. Es ist eine Geschichte in der ich eintauchte und erst wieder raus kam als ich sie beendete. Natürlich machte ich Lesepausen, doch beschäftigte sie mich auch dann noch. Es ist eine sehr fesselnde Geschichte in der es um mehr geht als um eine Liebe die nicht sein darf. Die Liebe zwischen einem Gestaltenwandler und einem Mensch ist nicht gern gesehen, gar verpönt und erinnert an manch verschrobene Meinungen das gewisse Arten von Liebe nicht sein dürfen. Diese Geschichte lässt sich so gut auf viele Arten von Liebe ummünzen und das macht sie zu mehr als einer Fantasy Geschichte, denn am Ende steht eine Botschaft, die man nie oft genug wiederholen kann.

Sue-Ellen Pashley schafft es mit ihrer Geschichte, ihrem Schreibstil und den wechseln zwischen den Protagonisten zu fesseln und das von Anfang bis Ende. Es gibt einige spannende Stellen und auch die nicht spannenden waren interessant zu lesen.

Die Figuren sind auch hier überschaubar. Nick, Grace, Lilie, Grace Grandma und Henry, Nicks Vater. Außer Lilie kommen auch alle Protagonisten zu Wort und sorgen dafür das man als Leser nichts verpasst.
Nick ist dabei als Figur etwas glatt. Es gibt keine Macken an ihm. Mich stört das nicht, aber manche mögen diese zu perfekten Figuren nicht. Doch es reicht ja schond as er Gestaltwandler ist, da muss man nicht mit noch mehr kämpfen.
Grace schleppt Ballast mit sich herum, ist stellenweise ganz schön zickig und am Anfang suhlt sie sich auch in Selbstmitleid. Das macht sie zunächst nicht wirklich sympathisch, doch mit ihrem Verhalten änderte sich auch meine Einstellung ihr gegenüber.
Henry ist der typische sture strenge Vater bei dem nicht sein soll was nicht sein darf. Er merkt dabei nicht wie er sich von seinem Sohn entfernt.
Lilie dagegen ist da ganz anders. Immer verständnisvoll ist sie für mich die typische weise Grandma.

Bis zum Ende gibt es einige Wendungen und Überraschungen. Das Ende selbst empfand ich dann als ein wenig zu plötzlich auch wenn es passte. Ein Epilog hätte mir hier gut gefallen, weil ich das ein oder andere gerne noch erfahren hätte. Auf der anderen Seite ist die Geschichte jedoch gut abgeschlossen und lässt keine Fragen übrig.