[Rezension] Adina Rishe Gewirtz – Zebrawald

Adina Rishe Gewirtz
Zebrawald
ISBN 978-3-570-16309-2
Gebundenes Buch
14,99 €
Übersetzer: Alexandra Ernst
ab 10 Jahren
Erschienen bei cbt
Leseprobe

Inhalt:
Annie und ihr Bruder Rew leben bei ihrer Großmutter in der Nähe des Zebrawaldes wie sie ihn nennen. Ihre Mutter hat sie dort gelassen als beide noch sehr klein waren und den Vater Andrew Snow haben sie nie kennen gelernt. Ihre Großmutter redet nicht über ihn und Annie traut sich auch nicht zu fragen.
Dann gibt es einen Ausbruch auf dem Gefängnis in der Nähe und ein Häftling dringt in ihr Haus ein. Er nimmt die drei als Geiseln und behauptet Andrew Snow zu sein, Annies Vater der doch gestorben ist…

Meine Meinung:
Zebrawald ist die Geschichte von Annie und ihrem erkennen das es mehr gibt als Schule und den Zebrawald. Es ist eine recht traurige Geschichte, denn viel zu lachen haben Annie und Rew nicht. Nur wenn sie ihr Lieblingsbuch Die Schatzinsel lesen können sie loslassen, lachen und Spaß haben. Ansonsten ist das Leben von vielen Pflichten und viel Verzicht geprägt.

Adina Rishe Gewirtz hat hier eine sehr ruhige und eindringliche Geschichte geschrieben. Sie ist ist in einem kindlichen Stil geschrieben, so dass das Alter ab 10 Jahren gut gewählt ist. Erzählt wird von Annie, sie ist elf und passt somit gut in die Zielgruppe.
Es ist eine Geschichte die bei der Zielgruppe gewiss Spannung aufbringt und ein wenig gruseln lässt, aber auch viel Spaß beinhaltet und zum Lachen bringt.

Die Protagonisten sind überschaubar, was dazu führt das man sich leicht mit ihnen identifiziert und seinen Part in der Geschichte findet.
Annie, die Hauptperson. Das Mädchen das ihren Vater nie kennengelernt hat und denkt es würde auch nie geschehen, dann aber einsehen muss das die Welt größer ist, als sie für sie bisher war. Sie ist stark und schlau. Sie ist mutig aber sieht das selber gar nicht.
Rew ist der kleine Bruder, er ist stur und kann sehr wütend werden, wenn das geschieht denkt er nicht mehr und rastet aus. Er kann aber auch ganz ruhig und wütend sein, eingeschnappt weil Annie nicht immer so handelt wie er das möchte.
Die Großmutter erlebt man kaum. Sie ist sehr zurück gezogen, lethargisch und kümmert sich auch nur wenig um die Kinder. Sie sind oft auf sich alleine gestellt.
Andrew Snow ist eine weitere Hauptperson. Er als Erwachsener ist ganz anders als man sich einen Häftling vorstellen würde. Es war schwer ihn nicht sympathisch zu finden und das obwohl er ein Verbrecher ist.

Zebrawald heißt so weil vor dem Haus von Annies Großmutter ein Wald ist, der von weitem durch die schwarzen und weißen Baumstämme wie ein Zebra wirkt, aber nicht nur da spielt schwarz und weiß eine Rolle. Diese Geschichte zeigt das es auch grau zwischen schwarz und weiß gibt und man manchmal umdenken muss. Es ist die kindliche Neugier von Annie die aufzeigt das man manchmal auch über seinen Schatten springen muss. Manchmal sollte man über die Vergangenheit hinwegsehen und man sollte jedem eine zweite Chance geben.

4buecher

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