[Rezension] Alex Lake – Es beginnt am siebten Tag

"buchhandel.de/Alex Lake
Es beginnt am siebten Tag
ISBN 978-3-95967-055-5
Klappenbroschur
15,00 €
Übersetzerin: Stefanie Kruschandl
Erschienen bei Harper Collins
Leseprobe

Inhalt:
Die fünfjährige Anna verschwindet nach der Schule spurlos. Ihre Mutter Julia wollte sie abholen war jedoch einen Moment zu spät und das Kind war weg. Ein Albtraum beginnt, der jedoch nicht endet als das Kind nach sieben Tagen wieder zurück ist. Unversehrt ohne Schäden, aber auch ohne Erinnerung. Für Julia geht der Albtraum jedoch weiter…

Meine Meinung:
Entführungsgeschichten sind meistens interessant und erst recht wenn sie von Kindern handeln. Jede Mutter hofft das ihr so etwas nie passieren wird und doch gibt es diese Fälle. Von denen man Statistiken kennt und ganz oft die traurigen Ausgänge. So war ich gespannt was Alex Lake aus dem Thema gemacht hat.

Dabei gestaltete sich der Anfang schon recht langweilig. Der Autor verzettelt sich etwas in die Arbeitsgeschichte von Julia, die mit dem eigentlichen späteren Geschehen nichts mehr zu tun hat. Hier hätte es gereicht zu schreiben das sie Rechtsanwältin im Familienrecht ist und vielleicht den ein oder anderen Absatz dazu nutzen können es dem Leser näher zu bringen wie sie darüber denkt. Doch in den ersten 50 Seiten geht es um nicht viel mehr als den Job.

Interessant wird es ab dem Moment der Entführung. Von jedem Tag wird erzählt und immer kommt auch der Täter zu Wort. Geschrieben als Ansprache an den Täter, der die Art der Person schon recht gut beschreibt. Der Rest der Geschichte ist aus Sicht von Julia geschrieben. Dabei vermag es Alex Lake schon zu fesseln ab dem Moment wo das Mädchen entführt wurde. Man möchte wissen wie es weiter geht. Auch wenn es etwa bis zur Hälfte dann nur um die sieben Tage geht in dem die kleine Anna verschwunden ist, sind auch diese Tage spannend geschrieben.
Das Buch heißt es beginnt am siebten Tag und ich erwartete auch da den Anfang der eigentlichen Geschichte. Der Autor ließ sich aber viel Zeit bis zu dem Moment als das Kind zurück ist und gestaltete von da an die Geschichte richtig spannend und fesselnd.

Die Protagonisten sind sehr überschaubar und bestehen aus der Familie von Julia.
Sie selbst ist eine Frau die versucht Familie und Beruf zu vereinen. Ihr gelingt das wie oft nur mit kleineren Fehlern, die jedem passieren können. Hier aber große Auswirkungen haben. Sie wirkt für mich zu Beginn sehr gefestigt. Jemand der weiß was er will. Schwächelt dann aber um zum Ende wieder dort hin zu gelangen.
Anna ist nur Gegenstand der Geschichte. Ein normales fünfjähriges Mädchen das trotz dem ganzen Trubel um sich herum glücklich scheint.
Brian ist der Ehemann und Vater. Auch von ihm erfährt man auf Grund der Erzählperspektive nur wenig. Ich bin mir nicht sicher ob er wirklich so ist wie er dargestellt wird, oder ob da mehr in ihm steckt. Auf jeden Fall ist er Muttersöhnchen und treusorgender Vater.
Die Schwiegermutter ist ein Drachen wie man ihn sich vorstellt. Nichts kann Julia ihr recht machen und ihr elitäres Denken ging mir schon so manches Mal auf den Geist. Genauso ihre Art ihren Sohn zu manipulieren. Sie macht Julia und Brian das Leben schwer obwohl dieses schon genug Sorgen haben.

Während für mich die erste Hälfte dem Genre Thriller zuzuordnen wäre, ist die zweite eher ein Familiendrama. Für mich persönlich, da ich Beides lese eine gelungene Mischung. Allerdings fand ich die Geschichte recht vorhersehbar. Ich hatte recht schnell eine Ahnung wer der Entführer sein könnte und fand so manch ein Hinweis darauf bzw. die Ermittlungen dazu etwas unglaubwürdig.

So war ich mir am Ende nicht sicher ob es drei oder vier Bücher werden sollten und habe mich auf Grund des zähen Beginns und manch einem kleineren Kritikpunkt für drei entschieden

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