[Rezension] Alfred Bekker – Herrschaft der Alten

Alfred Bekker
Herrschaft der Alten
ISBN 978-3-935265-89-8
Taschenbuch
6,95 €
Erschienen bei Edition Zweihorn

Inhalt:
Wir schreiben das Jahr 2100. Es gibt immer weniger Städte immer mehr Grünflächen, denn es gibt immer weniger Menschen auch gibt es kaum noch junge Leute und so dürfen sie nicht ausreisen, denn sie sollen für die Alten sorgen, sie finanzieren. Benn und seine Freunde Sara, Nicolas und Bahar wollen trotzdem das fast unmögliche versuchen sie möchten raus aus dem Gefängnis, sie möchten in die USA. Wo man als junger Mensch nicht so sehr eingeschränkt wird wie in Deutschland.

Meine Meinung:
Der demographische Wandel war, kurz bevor mich das Rezensionsangebot dieses Buches erreichte, in allen Nachrichten. Sicher wissen wir das wir immer älter werden, manche Orte drohen wirklich aus zu sterben in ein paar wenigen Jahrzehnten. Auch wenn ich in einer Kleinstadt wohne gibt es genug Orte drumherum wo man sieht das es immer mehr alte Menschen gibt und immer weniger junge Menschen dort wohnen bleiben. Genau aus dem Grund hat mich dieses Buch interessiert. Die Szenerie die der Autor Alfred Bekker beschreibt erschreckend. Es gilt die totale Kontrolle, ausreisen erst ab 75, die Bevölkerung wird weit über 100 Jahre alt. Es bleibt zu hoffen das es so extrem nie wird. Alte Menschen werden aus Kräftemangel von Robotern gepflegt. Eine Zukunftsvision die ich nicht mehr mitbekommen möchte. Da drin sind dann vier junge Menschen die raus möchten und auf diese Flucht hin arbeiten. Sie bedenken alles ganz genau und wissen das sie überall gerne gesehen werden. Ich fand den Ansatz wirklich sehr interessant und habe dieses Buch gerne gelesen, aber zeitweise fand ich es dann doch zu trocken und langatmig. Denn es wird nicht nur von der Flucht berichtet sondern auch von den Hobbies der vier die nur bedingt für das Geschehen wichtig sind. Die Familienbande wird nur am Rande abgehandelt. Ob man mit 17 wirklich so scharf darauf ist weg zu kommen in ein anderes Land ohne auch nur einen wirklichen Gedanken an die Familie zu verschwenden? Das kann ich mir selber nur schwer vorstellen, wahrscheinlich weil es bei unserer Familie so einen Zusammenhalt gibt das ich mir das ohne gar nicht vorstellen könnte.
Alles in allem aber ist es ein gut durchdachtes Szenario das sehr real und logisch wirkt

 

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