[Rezension] Amy Hatvany – Das Jahr der Wunder


Amy Hatvany
Das Jahr der Wunder
ISBN 978-3-7645-0550-9
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzer: Alexandra Kranefeld
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Hannah ist am Boden zerstört als ihre Tochter Emily bei einem Unfall ums Leben kommt. Die Frage ob sie Organspenderin werden soll überrumpelt sie zwar, aber sie weiß das Emily es so gewollt hätte und stimmt dem zu.
Zum Glück von Maddie, dieses Mädchen wartet dringend auf eine Leber und kann nur so überleben.
Ein Jahr später treffen beide aufeinander und Maddie, Hannah und Maddies Mutter Olivia verstehen sich auf Anhieb…

Meine Meinung:
Das Jahr der Wunder ist das zweite Buch der Autorin und auch wenn ich den Erstling nicht kenne, war ich ganz gespannt auf diese Geschichte, die unabhängig von ersten Buch ist.

Es ist eine Geschichte über die Wichtigkeit von Organspende, über Trauerarbeit, über Freundschaft, aber auch über häusliche Gewalt. Die Autorin hat ziemlich viel untergebracht, ist aber doch auf jedes Thema gut und genügend eingegangen, das dem Leser die Dringlichkeit klar wird.

Es ist von Beginn an ein fesselnder Roman. Zunächst durch den Unfall und weil nicht klar ist ob Emily, die Tochter von Hannah überleben wird, dann weil die Entscheidung zur Organspende ansteht und ein Jahr später einfach weil man so gespannt ist was mit den Dreien passiert. Gelangweilt war ich nie und dabei gibt es hier noch nicht Mal eine Liebesgeschichte. Ein Punkt den ich ganz angenehm finde. Mal was anderes als Frauenroman in denen ja fast immer eine Liebelei vor kommt.

Die Figuren haben viel Tiefe und sind sehr charakterstark.
Da ist Hannah, die erfolgreiche Geschäftsfrau, die privat lernen muss mit ihrer Trauer umzugehen. Keiner mag sich vorstellen das eigene Kind zu verlieren und doch bekommt man hier ein Gefühl davon wie das sein kann. Man merkt in der Geschichte deutlich wie Hannah wieder auflebt und langsam loslassen kann.
Maddie, das sechszehnjährige Mädchen, dass durch ihre Krankheit viel verpasst hat im Leben und auch jetzt nicht hundertprozentig glücklich ist. Schließlich herrscht zu Hause oft dicke Luft und überhaupt muss sie mit der Tatsache klar kommen das dafür das sie lebt, ein anderes Mädchen gestorben ist. Man sieht mal die andere Seite der Medaille. Ich denke es ist auch für Organempfänger nicht immer leicht damit klar zu kommen. Maddie wirkt manchmal Erwachsener als ihre Mutter Olivia.
Olivia ist recht unscheinbar und das ist beabsichtigt, denn ihr Mann unterdrückt sie wo er nur kann. Es ist ein Wechsel zwischen guten und schlechten Zeiten und nur ganz allmählich kommt sie dahinter, dass das nicht gut Enden kann und wird auch selbstbewusster.

Dieses Buch hat mir von Anfang bis Ende gefallen. Es gab Situationen wo ich mir gewünscht hätte das Figuren anders gehandelt hätten, aber dann wäre es wohl eine kurze Geschichte geworden.

5buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Amy Hatvany – Das Jahr der Wunder

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