[Rezension] Amy Kathleen Ryan – Sternenfeuer Bd.2: Vertraue niemanden

Amy Kathleen Ryan
Sternenfeuer: Vertraue Niemanden
ISBN 978-3-426-65327-2
Gebundene Ausgabe
16,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Achtung kann Spoiler zu Band 1 enthalten

Inhalt:
Seth bereut was er getan hat und sitzt in seiner Zelle, bis auf einmal das Raumschiff wackelt und ein Alarm ausgelöst wird. Er stellt fest das seine zellentür auf ist und flüchtet. Er findet Max und geht davon aus das er für das alles verantwortlich ist, aber er war es nicht.
Kieran geht davon aus das Seth derjenige ist der die Schubumkehr aktiviert hat und macht sich auf die Suche nach ihm und dem Ausbruchhelfer. Für ihn an erster Stelle Weaverly, sie war die Letzte und Einzige die ihn besucht hat. Aber wer war es wirklich???

Meine Meinung:
Vertraue Niemanden ist die Fortsetzung der Sternen Saga, Mir gefiel der erste Band schon so  gut, die ganze Szenerie und Geschichte war so faszinierend das ich natürlich weiter lesen wollte, musste und auch weiterlesen mag (so viel kann ich schon mal verraten).

Zunächst sei gesagt das man Band 1 Gefährliche Lügen gelesen haben muss um diesen Teil überhaupt nur verstehen zu können. Denn dort werden die Wichtigsten Personen beschrieben und auch wie es überhaupt soweit kam das sich die Empyrean und die New Horizon so Spinnefeind sind. Das ist Grundvoraussetzung  sonst wird einem das Buch nur Fragezeichen über dem Kopf bescheren. Ich habe den ersten band ja schon vor einiger Zeit gelesen und er war mir noch sehr gut in Erinnerung. Rückblicke darauf findet man nur sehr wenige. Die brauchte ich aber auch nicht. Trotzdem als kleiner Tipp: vielleicht den Ersten nochmal quer lesen wenn er nicht mehr so präsent ist, dann kann man direkt weiterlesen und ist weiterhin drin im Geschehen, denn ruhig geht es auf der Empyrean auf keinen Fall zu. Die Kinder versuchen ihr Bestes das Schiff ohne die Erwachsenen am Laufen zu halten und schlagen sich wirklich gut. allerdings gibt es auch hier Auseinandersetzungen und Machtkämpfe. Kieran hat sich selber quasi zum Captain ernannt. Das was zunächst aus der Not geboren wurde ist für ihn auch weiterhin gut und er nutzt es stellenweise sehr aus. Der für mich recht sympathische Kieran aus Band 1 ist mir in diesem Band vollkommen unsympathisch geworden. Er geht mit seinen Leuten um wie mit Sklaven, er scheucht sie durch die Gegens. Sie müssen tun was er will und wenn mal jemand nicht so reagiert wie er das möchte, dann wird er in die Brig (das Gefängnis) geworfen. Er versucht das ganze noch mit dem Glauben zu entschuldigen und hält Versammlungen religiöser Art ab. Seine Anhänger sind da stellenweise nicht besser und schon recht unfair und besessen. Die jedoch werden auch zum Teil wach und merken das nicht alles gut ist was Kieran so macht.
Als Gegenspieler in diesem Band ist Seth. Diesmal vollkommen zu unrecht wird er beschuldigt der Empyrean schaden zu wollen, ja sogar im Bund mit dem blinden Passagier zu sein. So kann er zwar aus der Brig entkommen, ist aber fortan auf der Flucht, das Kieran seine Anhänger aufhetzt. Seth hat in diesem Band verstanden was er falsch gemacht hat, bekommt aber keine zweite Chance. Mit dem Versuch den Kids auf der Empyrean helfen zu wollen indem er den blinden Passagier findet macht er es für sich eher noch schlimmer.
Nur Weaverly glaubt nicht das Seth etwas böses im Schilde führt  Sie macht in diesem Teil eine unheimliche Wandlung durch. Von vielen verachtet weil sie die Eltern nicht gerettet hat, nur noch mit wenigen auf ihrer Seite beißt sie sich durch. Macht aber auch Sachen die irgendwie gar nicht zu dem ehrlichen und sehr besonnen Mädchen passen. Sie ist stellenweise selber erschrocken zu was sie fähig ist.  Allerdings zeigt dass das sie einen guten Kern hat und eher die Situation aus ihr was anderes macht.

Geschrieben ist auch dieser Band aus der Erzählperspektive und wir begleiten im Wechsel verschiedene Personen. Das wird zwar nicht explizit gesagt, wer gerade an der Reihe ist, aber man merkt es doch recht schnell.
Die Szenerie ist sehr faszinierend, denn schließlich ist auf dem Raumschiff alles vorhanden was man zum Leben braucht, da gibt es einen Bereich mit Ackerland. Einen Waldbereich, einen Regenwald usw. Man könnte sagen die ganze Erde auf einem Raumschiff. Es muss gigantisch sein. Auch wenn man liest wie Wege zurück gelegt werden über verschiedene Ebenen bekommt man diese Vorstellung von der Dimension dieses Schiffes.

Die Spannung fehlte zu Beginn ein wenig und kam dann nur langsam. Allerdings als sie dann da war steigerte sie sich enorm und gegen Ende fieberte man dem entgegen was da kommen würde. Spannungsabfälle gab es keine und so war es nie wirklich langweilig.  Ganz im Gegenteil umso weiter ich kam umso weniger konnte ich das Buch zur Seite legen und umso schnelle wurde ich beim Lesen.

Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die das Wissen aus Band 1 voraussetzt

Vielen Dank an Knaur

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