[Rezension] Andrea Schacht – Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt

Andrea Schacht
Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt
ISBN 978-3-86396-016-2
Gebundene Ausgabe
17,99 €
Erschienen bei INK

Inhalt:
New Europe, das ehemalige Frankfurt am Main. Es gibt die Elite und Rebellen. Kyria ist behütet aufgewachsen. Zum Einen weil es die Stellung ihrer Mutter es erlaubt zum Anderen weil sie durch einen Genkrankheit jederzeit sterben kann. Doch sie schafft es mit Hilfe von medizinischer Überwachung 18 zu werden und wird an ihrem Geburtstag von mehreren Hornissen gestochen. Sie kommt wieder mal in die Klinik und lernt dort Reb kennen einen Rebellen, dem die medizinische Versorgung verweigert wird. Sie verhilft ihm zu selbiger und freundet sich mit ihm an. Wie schon vor drei Jahren mit Helena aus dem Reservat. Als sie ein Gespräch zwischen ihrer Duenna Bonnie und einer Priesterin belauscht erfährt sie das die Stiche der Hornissen doch nicht so harmlos waren wie ihr gesagt wurde und sie bald sterben wird. Mit Reb will sie ins Reservat um Helena zu besuchen…

Meine Meinung:
Kyria & Reb ist die erste Dystopie von Andrea Schacht. Bisher war sie mir eher durch ihre historischen Romane bekannt. Ich finde ihr ist der Einstieg sehr gut gelungen. Die Geschichte aus der Zeit etwa 150 Jahre weiter in der es eine Dreiklassengesellschaft gibt, wobei die Oberschicht sich doch sehr vom Rest abhebt. Die Stadt New Europe abgekürzt Nuya ist sehr gut beschrieben und auch das Reservat ein anderer wichtiger Schauplatz kann man sich sofort bildlich vorstellen. Dazu die Beschreibung der Schichten, zum einen die Elite zu der Kyria gehört. Ihre Mutter ist Ministerin und hat was zu sagen. Not kennt Kyria eigentlich nicht wirklich, nur die Angst um ihr Leben, denn das sie früh sterben muss wird ihr immer wieder eingetrichtert und auch bewiesen, anhand von vielen Krankenhausaufenthalten. Dann gibt es noch die Civitas, die „normalen“ Bewohner der Städte und die Subcultur der Reb angehört, das sind die Verstoßenen, die unterste Schicht. Reb wurde von seiner Mutter verstoßen und fällt Kyria das erste Mal auf in einem Fernsehbericht indem er zusammengeschlagen auf dem Boden liegt und immer noch drauf getreten wird, als sie ihn im Krankenhaus wieder sieht schwer verletzt abgestellt auf dem Flur ist er ihr direkt nah und so entwickelt sich eine Freundschaft bei der Kyria mal die andere Seite des Lebens kennen lernt.
Die Protagonisten sind mir sehr sympathisch und bestechen durch ihren Charme. Kyria ist anfänglich wirklich genau die Elitäre Zicke: verwöhnt, verhätschelt, weltfremd. So behütet aufgewachsen das sie von all dem Bösen was vor sich geht überhaupt nichts ahnt. Das ändert sich aber. Man merkt das sie wächst, mit ihren Aufgaben und mit den Nachrichten die kommen. Sie wird Erwachsen und selbstständig und immer netter. Reb ist der ungehobelte Klotz, auf den Boden Spucken und niemanden an sich ran lassen zeichnet ihn aus, aber auch sehr fürsorglich und irgendwann taut auch er auf. Beide zusammen sind ein tolles Team.
Es gibt in diesem Buch rührselige Stellen an dem ich ein Tränchen wegdrücken musste, erschreckende Stellen und auch witziges was mich zum Lachen brachte. Dazu eine Spannung die sich anfangs aufbaute und dann nicht mehr los lies. Ein bisschen Liebe war auch im Spiel, allerdings nicht zu viel und das fand ich auch gut so. Das Augenmerk ist auf die Probleme die über Kyria und auch Reb herfallen und die Liebelei läuft ganz ganz am Rande.
Ein tolles Buch bei dem ich froh bin das die Fortsetzung schon in Arbeit ist, denn es hat einen so fiesen Cliffhanger das man das nächste einfach Lesen muss um nicht unwissend zu bleiben.

Vielen Dank an Lies & Lausch und INK

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