[Rezension] Andreas Winkelmann – Deathbook

Andreas Winkelmann
Deathbook
ISBN 978-3-8052-5064-1
EBook App
14,95 €
Erschienen bei Rowohlt
1. Episode kostenlos

Inhalt:
Als die Nichte von Schriftsteller Andreas Winkelmann angeblich Selbstmord begangen haben soll, fängt dieser an nachzuforschen. Er will nicht glauben das es ein Suizid oder auch ein Unfall war und macht sich selber auf die Suche nach dem waren Grund.

Meine Meinung:
Als erstes begegnete mir das Deathbook kurz vor der Frankfurter Buchmesse. Auf dieser besuchte ich auch eine Pressekonferenz wo dieses besondere Buch vorgestellt wurde.

Das Buch ist insofern besonders da es Chat und Filmsequenzen beinhaltet. Es ist interaktiv. Umso weiter man als Leser ins Deathbook eintritt umso realer wird es. Was als Buch beginnt verfolgt einen bis ins Real Life. Wie möchte ich Euch gar nicht so genau berichten. Wenn ihr es selber lest als App (weiß nicht ob es bei anderen Formaten auch geht) dann sollt ihr überrascht werden. Für ängstliche Leser würde ich es aber nicht unbedingt empfehlen, denn man denkt nicht unbedingt daran das es so nah kommen kann. Schon unheimlich.
Aber nicht nur diese Besonderheiten machen diesen Thriller zu einem guten Buch. Die Story ist wie gewohnt perfekt ausgearbeitet. Der Plot ist sehr aktuell und nah am Zahn der Zeit.

Die Besonderheit der Protagonisten ist das Andreas Winkelmann sich selbst darstellt. Er ist auch im Buch Schriftsteller und macht sich auf die Suche nach dem Grund warum seine Nichte sterben muss. Dabei stellt er sich recht laienhaft an, was aber real wirkt und ihn sympathisch macht. Manchmal schießt er übers Ziel hinaus und bringt sich so in brenzlige Situationen. Mit seiner Vernetzung über Facebook bekam man auch als dortiger User viel von dem Buch und seiner Suche mit.
Der Gegenspieler ist der Täter, er bleibt so lange unerkannt wie der Autor das möchte und auf ihn hin weist. Ich habe vorher noch nicht mal geahnt wer es sein könnte, dafür war alles viel zus ehr verworren. Dieser Täter treibt ein perfides Spiel auf das viele aus Neugier eingehen. Ihn lernt man nicht wirklich kennen man weiß eben das er besessen ist davon anderen Menschen beim sterben zu zu sehen.

Das Buch lässt sich, einmal angefangen, kaum zur Seite legen. Ich habe mir ja die einzelnen Episoden gekauft, weil ich gerne die Filmchen usw. dabei haben wollte und habe mit der kostenlosen ersten Episode angefangen. Diese hat mich bereits infiziert. Bei den Filmen sieht man wie die Personen sterben sollen, die Fantasie führt die Tat zu Ende was nicht wirklich besser ist als wenn der Film wirklich bis zum äußersten gedreht würde. Außer natürlich das niemand wirklich sterben muss. Die Idee alles interaktiv zu gestalten finde ich ist das Tüpfelchen auf dem i. Man weiß als Leser nicht was passiert. man folgt Links, sieht Filme, liest Chats und hört Telefonate, aber wie nah das Deathbook kommt ahnt man nicht wenn man sich anmeldet. Es kommt sehr nah. Für manch einen vielleicht auch zu nah. Sich anzumelden sollte man sich gut überlegen.

Spannend ist es sowohl die Story wie auch das was wohl als Nächstes passiert. Einmal angefangen wollte ich es nicht mehr weglegen und habe es bis auf die Unterbrechung zum Schlafen in einem Rutsch durchgelesen. Das Ende ist schlüssig wobei vielleicht kommt ja noch mehr vom Deathbook. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei

5buecher

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