[Rezension] Andreas Winkelmann – Wassermanns Zorn

Andreas Winkelmann
Wassermanns Zorn
ISBN 978-3-644-20971-8
EBook
12,99 €
Erschienen bei Wunderlich

Inhalt:
Manuela Sperling ist neu in der Abteilung Mord. gerade frisch von der Polizeischule soll sie ihr Praktikum dort absolvieren. Der erste Fall an dem sie mitarbeitet ist ein Mord an einer Prostituierten Annabell. Sie wurde ertränkt, aber Fundort ist nicht gleich Tatort und auf dem Bauch steht eine Botschaft für Manuelas Chef, Hauptkommissar Stiffler. Manuela setzt alles dran den Fall aufzuklären, aber sie wird immer wieder  von den Kollegen ausgebremst…
Meine Meinung:
Ich hatte viel erwartet von diesem Thriller, denn bisher konnte man kaum atmen vor Spannung bei den Thrillern von Andreas Winkelmann und auch bei Wassermanns Zorn hat er mich nicht enttäuscht.
Wassermanns Zorn geht direkt mit einem Mord los, kein langes Vorgeplänkel. Andreas Winkelmann beschreibt diesen Mord recht detailliert und man fühlt mit und man hofft das doch noch ein Wunder geschieht und diese Frau nicht stirbt. So ist man dann auch direkt drin im geschehen und es gibt wirklich wenig Verschnaufpausen bis zum Ende. Der Thriller steigert sich immer mehr in seiner Spannung so dass ich am Ende nicht davon lassen konnte. Beim letzten Abschnitt habe ich im Auto auf meinen Mann gewartet der gerade bei der Krankengymnastik war. Er war vor dem Ende des Buches da und musste neben mir warten bis ich fertig gelesen habe. Ich wollte nicht unterbrechen.
Die Protagonisten des Thrillers sind bunt gemischt. Die Kommissarin Sperling ist mir persönlich sehr sympathisch gewesen. Sie war bemüht und versuchte ihr Bestes um den Fall aufzuklären. Sie hatte Biss und zeigte Gefühl. Alles was für mich jemand in der Position haben sollte. Das Private wurde nur am Rande erwähnt, zum Beispiel wie ihre Familie zu ihrem beruf steht. Es war dort wirklich der Fokus auf die Ermittlungen
Bei Kommissar Stiffler war das schon anders. Ihn fand ich sehr unsympathisch und ich hätte ihn zeitweise am liebsten angebrüllt weil er so einen Mist verzapft hat. Ich habe es nicht verstanden wie so jemand ein hochgelobter Kommissar sein konnte. Da er nah dran an dem Fall war erfuhr man ein bischen mehr über ihn, aber auch nur so viel wie für den Fall nötig war.
Dann gab es da noch Opfer und Zeugen. Unter anderem einen Taxifahrer, bei dem ich es schön fand das er so nett, positiv und hilfsbereit dargestellt wurde. Da ich selber Taxifahrerin fällt mir sowas direkt auf und ich hatte schon viele Bücher bei denen es leider anders war.
Der Thriller wurde an mehreren Tagen in vielen Kapiteln erzählt. Jedes Kapitel stand auch für eine Person aus deren Sicht es erzählt wurde. Die Meisten endeten mit einem Cliffhanger ein Garant dafür das ich weiter lesen musste, aber nicht störend, da ich genug zeit hatte zum Lesen und nur selten unterbrochen wurde. Der Täter kam auch zu „Wort“ und auch aus seiner Sicht wurden Kapitel geschrieben. Das störte aber nicht was die Spannung betraf, eher im gegenteil, man erfuhr mehr über ihn und seine Gedankengänge und es wurde noch spannender.
Das Ende kam genau zur rechten Zeit und es war ein durchwachsenes Ende. kein Happy End, aber auch nicht total negativ. Eine gute Mischung um zufrieden aus diesem Thriller zu gehen. Andreas Winkelmann hat es wiedermal geschafft mich total zufrieden aus einem Buch zu „entlassen“

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