[Rezension] Angela Kirchner – Über den Dächern wir zwei

"buchhandel.de/Angela Kirchner
Über den Dächern wir zwei
ISBN 978-3-95882-118-7
Softcover
9,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Oetinger 34

Inhalt:
MIna ist seit drei Jahren das erste Mal wieder auf dem Dach bei Theo. Warum weiß sie selber nicht so genau. Hatte sie doch ihre Gründe vor drei Jahren den Kontakt abzubrechen, doch Mike, Theos Zwillingsbruder, hatte einen Unfall und sie musste wissen wie es ihm geht. Nichtsahnend das ihr mühsam aufgebautes Leben zusammenfallen wird …

Meine Meinung:
Über den Dächern wir zwei ist ein Buch das man nicht nur wegen der Kürze nicht mehr zur Seite legen kann. Diese Geschichte fesselt von Beginn an.

Das liegt an einigen Geheimnissen, die sowohl Mina wie auch Theo haben. Warum hat Mina den Kontakt abgebrochen und warum nimmt Theo es so schwer das sein Bruder einen Mist nach dem anderen baut. Steckt da mehr dahinter? Die Geschichte wirft von Anfang an einige Fragen auf und lässt den Leser in einigen Punkten auch lange im Unklaren. Doch das Zwischenmenschliche zwischen Mina und Theo sorgt dafür dass das gar nicht stört. Die Autorin spannt den Leser auf die Folter und beschäftigt ihn gleichzeitig mit einer sehr gefühlvollen Liebesgeschichte. Ein zartes Pflänzchen, das langsam wächst.

Die Figuren sind wieder sehr vernünftig und haben viel Tiefe. Sowohl Mina, wie auch Theo und Mike haben viel Tiefe.
Mina hat es die letzten drei Jahre geschafft unsichtbar zu werden für ihre Mitmenschen. Ihr Leben bestand aus den eigenen vier Wänden und man fragt sich lange warum es soweit gekommen ist. Nur wenig kommt zunächst davon ans Licht und man merkt direkt dass das nicht alles sein kann. Ich finde toll wie sie sich schützt, aber auch wie sie über ihren Schatten springt als es von Nöten ist.
Theo ist ein sehr vernünftiger junger Mann. Das einzige Manko ist das er alleine Auto fährt obwohl er mit 17 nur begleitet fahren dürfte und sich keiner dran stört. Finde ich nun als Vorbild nicht ganz so gut, aber vielleicht sehe ich das ja auch zu eng. Ansonsten ist er perfekt und fürsorglich. Er stellt sich zurück und ist in erster Linie für andere da. Gerade am Meisten für seinen Bruder.
Mike ist „das schwarze Schaf“ Er macht Theo und auch seiner Mutter Kummer. Er wirkt verbiestert und so wirklich versteht man nicht warum das so ist. Am Ende ist das geklärt auch wenn ich mir da etwas mehr gewünscht hätte. Wirklich warm wurde ich mit ihm nicht.
Die Eltern der drei könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Mina fürsorgliche Eltern hat, werden Theo und Mike bei der Mutter groß. Der Vater wohnt in Amerika und tritt so gar nicht in Erscheinung.

In der Geschichte geht es um Theo und Mina und um die Beziehung zueinander, aber auch um Alkohol und Drogen und die Gefahren die dahinter lauern. Der Fokus liegt allerdings auf der Liebesgeschichte und es ist definitiv kein Aufklärungsbuch, aber eine sehr unterhaltsame Lektüre

5buecher

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