[Rezension] Anna Pfeffer – Für dich soll´s tausend Tode regnen



Anna Pfeffer
Für dich soll´s tausend Tode regnen
ISBN 978-3-570-17155-4
Klappenbroschur
14,99 €
ab 12 Jahren
Erschienen bei cbj
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Emi wünscht jedem den Tod, der sie nervt. Und weil sie momentan so ziemlich alles an ihrem Leben nervt fallen ihr auch viele Tode ein. Egal ob für ihren Bruder, ihren Vater, seine Freundin oder für Erik, ihren Klassenkameraden, niemand kommt ungeschoren davon. Am meisten nervt sie Hamburg, denn sie wäre lieber in Heidelberg geblieben.
Die Krönung kommt als sie mit Erik in Chemie einen Versuchsunfall hat und zur Strafe mit ihm Graffitis wegputzen muss. Da fragt sich was die wirklich Strafe ist. Doch mit der Zeit merkt sie das Erik doch gar nicht so nervig ist wie sie zu Beginn dachte…

Meine Meinung:
Hier überzeugte mich mich neben dem wirklich tollen Cover, der Rückentext davon das ich diese Geschichte lesen möchte. Ich stellte mir das Tode-Ausdenken irgendwie witzig vor und war sehr gespannt auf die Umsetzung.

Der Einstieg fiel mir hier sehr leicht. ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen und die Abschnitte flogen nur so dahin. Die Geschichte war von beginn an fesselnd. Auch weil Emi und ihre Macke mit den Toden so gar nicht nervte. Sie ließ sich allerhand außergewöhnliches einfallen, aber auch ganz simple Tode kamen ihr in den Sinn.
Für manch einen mag die Geschichte zunächst zu negativ sein, denn Emi ist einfach negativ. Alles ist Mist: Hamburg, ihr Bruder dem die Eingewöhnung leicht fällt und die Klassenkameraden. Das kann schon mal nerven. Das war aber bei mir eher weniger der Fall.

Emi sitzt nun gerade mal in einem Loch und hat auch irgendwie keine Lust sich da raus zu bewegen, das war so ziemlich das Einzige was ich ihr ankreidete. Sie mag nichts von ihrem neuen Leben in Hamburg und stößt allen Menschen um sie herum vor den Kopf. Viele Menschen gehen auf sie zu, doch zunächst lässt sie keinen an sich ran. Sie hängt förmlich an ihrer Freundin Charlie aus Heidelberg, mit der sie Nachrichten austauscht.
Erik ist ihr da ziemlich ähnlich, auch er lässt niemanden an sich ran. Die Beiden sind wie Magneten die sich abstoßen. Doch sie entwickeln sich aufeinander zu. Leider erfährt man von Erik zunächst nur Gerüchte und zeitweise hätte ich mir seine Sicht der Dinge gewünscht. Gerade wegen der vielen Geschichten die um ihn ranken.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch Emis Familie, bestehend aus ihrem Vater und ihrem Bruder. Ihr Vater ist frisch verliebt in Mara. Eine Tatsache die Emi auch stört. Man merkt das Emi Veränderungen nicht so mag. Ganz im Gegenteil zu Oliver, ihrem Bruder. Er arrangiert sich mit allem. ist der Strahlemann, den jeder mag und der auch schnell Anschluss bekommt.
Emi bekommt auch welchen in Person von Toni, ihrer Klassenkameradin. Auch wenn diese sich eher aufdrängt schafft sie es Emi ein wenig aus ihrem Schneckenhaus zu holen.

Das Ende kommt etwas plötzlich, doch manchmal gibt es Ereignisse die eine Wende hervorbringen so dass es nicht konstruiert wirkt. Alle Fragen sind bis zum Schluss beantwortet und ich gehe zufrieden aus dieser Geschichte raus.

Die Altersfreigabe ab 12 Jahren finde ich passend und gut gewählt.

4buecher

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