[Rezension] Antje Szillat – Asphaltspuren

Antje Szillat
Asphaltspuren
ISBN 978-3-943199-08-6
Taschenbuch
6,95 €
Erschienen bei Edition Zweihorn

Inhalt:
Simeon lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder in Rumänien. Immerhin hat er ein Dach über dem Kopf auch wenn er in Armut lebt. Dann lernt er auf der Straße Luna kennen. Kurz darauf findet er sich, seinen Bruder und Luna mit anderen kleinen Kindern in einem Keller wieder. Gefangen von Menschenhändlern…

Meine Meinung:
Asphaltspuren ist ein sehr kritisches Buch und beschreibt denke ich ziemlich gut wie es den sogenannten „Niemandskindern“ in Rumänien ergeht. mir schwirren noch viele der Bilder aus Waisenhäusern von vor ein paar Jahren im Kopf rum. Diese Kinder die mehr dahinvegetieren als das sie Leben und Kind sein dürfen. Dann die Berichte von rumänischen Kindern die Aurolac schnüffeln um den Hunger zu übergehen und sich damit in eine Abwärtsspirele begeben. Aber nicht nur von diesen Kindern handelt dieses Buch. Sondern auch von Erwachsenen die mit diesen Geschäfte machen. Sie entführen sie um sie zu verkaufen und zum Betteln zu schicken. In Berichten im Fernsehen habe ich auch von Kindern gehört die zum Klauen geschickt werden, denn bis 14 gehen sie ja straffrei raus. Diese Erwachsenen spielen mit der Angst, setzen Kinder unter Druck und bringen sie so dazu alles zu tun was die „Chefs“ wollen.

Im Buch hat Antje Szillat ein Beispiel geschaffen wie es funktioniert und hat den vielen anonymen Kindern Namen gegeben. Simeon und Luna, Boris und Nic und Octavian werden hier benannt und ihre Schicksale erzählt. Die Autorin berichtet sehr realitätsnah und mit einem leicht verständlichen Schreibstil. Im hauptsächlichen liest man von Luna und Simeon und wie es ihnen geht. Warum sie sich nicht wehren. Man lernt sie erstmal in Rumänien kennen, ihren Alltag und wie sie sich kennen lernen. Dann kommt der Alltag unter dem Druck der Entführer und ich als Leser konnte keine Fiktion erkennen. Es ist als ob es die Beiden wirklich gegeben hätte und quasi gibt es sie auch nur mit anderen Namen.

Zu jedem Schluss eines Kapitels hat die Autorin Fakten in einem grauen Kasten beschrieben. Das sind Zitate aus Berichten von Zeitungen, Fernsehen und Homepages. Die Fakten untermalen noch die ganze Geschichten und belegen die leider grausame Realität

Auf das Ende mag ich nicht eingehen da jedem der es noch lesen mag die Spannung bleiben soll, aber ich kann sagen das ich es gut finde. Es ist auch da ein Ende das genau so passieren könnte und schlüssig ist.

Das Buch wird auch als Klassenlektüre angeboten, wenn ich auch denke das Rumänische Kinder vermutlich weit weg ist für unsere Teenies, denke ich auch das es die Augen öffnet, wie gut sie es haben, das es Kinder gibt den es schlechter geht und um zu zeigen wie schlimm es anderen geht die im selben Alter sind. Es öffnet ein wenig die Augen wie schlecht die Welt manchmal ist

Danke an Antje Szillat und Edition Zweihorn

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