[Rezension] Arnaldur Indridason – Abgründe

Arnaldur Indridason
Abgründe
ISBN 978-3-7857-2419-4
Gebundene Ausgabe
19,99 €
Erschienen bei LÜBBE

Rückentext:
Island 2005 – die wirtschaft boomt in nie gekanntem Ausmaß. Ehrgeizige junge Unternehmer machen durch clevere Finanzgeschäfte weltweit von sich reden. Ganz Island bewundert seine „Expansionswikinger“. In dieser Zeit des unbegrenzten Wachstums stürzt ein Banker von einer Steilklippe in den Tod. Ein unfall? Kurz darauf wird eine junge Frau von einem Schuldeneintreiber zu Tode geprügelt. Beide Ereignisse scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Nur eines ist sicher, Geld spielt in beiden fällen die entscheidende Rolle…

Meine Meinung:
Abgründe ist für mich der erste Krimi von Arnaldur Indridason und auch wenn ich eigentlich gar keine Krimis mehr anfordern wollte, hat mich hier der Rückentext neugierig gemacht. Vielleicht sollte ich einfach bei meinem Vorhaben bleiben und nicht doch einknicken, denn auch der Krimi, war zwar interessant aber konnte mich nicht so richtig vom Hocker hauen. Zuerst sei gesagt das er zwei Erzählstränge hat, der eine bleibt anfangs ziemlich anonym, das löst sich aber nach einer kurzen Weile auf. Der Andere wird aus Sicht von Sigurdur Oli, dem Kommissar erzählt. Da es mein erster Krimi von Indridason war, kenne ich nicht ganz den Status von Oli, aber in diesem Krimi stellt er sich als Einzelgänger da, Teamarbeit ist hier gar nicht vorhanden und alles macht er im Alleingang, das macht ihn für mich nicht so sympathisch und wirkt im Krimi selbst auch sehr einseitig. Manches Mal konnte ich nicht mithalten, wie er nun auf dieses Fazit kommt und seine Finten waren manchmal auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen. So dass ich mehr als einmal Fragezeichen überm Kopf stehen hatte. Außerdem war für mich zu viel Privates drin. Es interessiert mich bei einer Aufklärung nicht wirklich warum sein Vater auf einmal in der Wache steht, wenn es nichts mit dem Fall zu tun hat. Alles was ihn beeinflusst finde ich durchaus erzählenswert alles andere ist Beiwerk was nicht unbedingt sein muss und die Spannung nimmt. Die fehlte mir nämlich überwiegend und meine Frage war wer ist der oder waren die Schuldigen und wie fügen sich zwei so unterschiedliche Erzählstränge am Ende zusammen. Die eine Frage wurde ausführlich aufgelöst und auch sehr schlüssig, der zweite Erzählstrang….ja ich habe verstanden warum er dazu gehört, aber man hätte ihn vielleicht auch weglassen können, aber da soll sich jeder selber ein Bild von machen. Noch eins hat mich ein wenig gestört, nicht die vielen fremden Namen, die hat man bei Fantasybüchern ja auch obwohl ich mich schon gefragt habe wie man das ein oder andere nun wirklich ausspricht. Nein mich hat gestört das alle geduzt wurden, ja in Island ist das so und alle sprechen sich mit Vornamen an, aber ich überlegte erstmal woher sich die Personen kennen, gerade am Anfang brachte mich das etwas aus dem Lesefluss und irritierte mich doch sehr. Gerade aber weil ich wissen wollte wie alles zusammenhängt gab es etwas was mich hat weiterlesen lassen und so Seite für Seite das Ende nahte, deswegen gibt es:

Vielen Dank an Blogg Dein Buch und LÜBBE

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