[Rezension] B.C. Schiller – Rattenkinder

"buchhandel.de/B.C. Schiller
Rattenkinder
ISBN 978-3-404-17264-1
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Bastei Lübbe
Leseprobe

Inhalt:
Viktor Maly ist Insasse der Psychiatrie und leidet unter einer Amnesie. Er weiß nicht wer er ist und was er vor seiner Zeit in der Psychiatrie gemacht hat. Außerdem spricht er nicht, bis er eines Morgens wach wird und einen Zettel in der Hand hält, den er unbedingt der Polizei übergeben möchte. Darauf der Tatort eines Mordes an einer jungen Mutter. Sie sitzt mit ihrem Kind in einem Park, neben ihr ein Rattenschädel. Wer hat die junge Frau getötet, was hat Viktor Maly mit dem Mord zu tun und was hat der Rattenschädel für eine Bedeutung?

Meine Meinung:
B.C. Schiller durfte ich kurz auf der Buchmesse kennenlernen und Ein totes Sommermädchen liegt auch schon auf meinem SuB. Rattenkinder wanderte dort auch auf meine Wunschliste. Das Cover und die Story machte mich neugierig.

Seit langem konnte mich ein Thriller wieder richtig packen. Ich hatte schon bedenken ob das Genre nun so gar nichts mehr für mich ist, doch Rattenkinder war genau richtig für mich.

Es geht von Beginn an spannend zu. Es gibt mehrere Handlungsstränge die sich später gut ineinander einfügen. Logikfehler oder andere Ungereimtheiten konnte ich nicht feststellen dafür eine wirklich fesselnde Geschichte, die nicht zu kompliziert ist, aber trotzdem zum miträtseln anregt. Ich versuche immer raus zu finden wer der Täter ist und auch wenn man hier verschiedene Seiten der Geschichte zu lesen bekommt, kam ich bis zum Ende nicht drauf. klar hier und da merkte man recht schnell wer zu den Bösen gehört, aber oftmals eben auch nicht.
Die Morde sind blutig, doch ich fand manch andere Beschreibung von Gegebenheiten viel ekelhafter. Für mich war das so in Ordnung, doch manch einer wird deswegen lieber Abstand nehmen.

Auf dem Buchrücken steht schon dass es ein Thriller ist für Leser, die unkonventionelle Ermittler mögen und hier gilt auf jeden Fall die Mehrzahl, denn es ist ein Team mit unkonventionellen Ermittlern, nicht nur eine Einzelperson.
Tony Braun würde ich nun mal als Chefermittler sehen, er hört auf sein Bauchgefühl und liegt damit meistens richtig. Von ihm privat erfährt man recht wenig, aber genug um ihn nicht leblos dastehen zu lassen.
Franka Morgan ist seine Partnerin, sie schleppt so einige Geheimnisse mit sich rum. Manch eins offenbart sich recht schnell und ich habe mich gefragt warum sie ein Geheimnis draus gemacht hat, andere sind Teil der Geschichte und kommen erst später ans Licht. Als Figur fand ich sie sympatisch auch weil sie sehr menschlich ist und Erfolg nicht an erster Stelle steht.
Jan ist der Hacker an Board. Er findet Sachen heraus, die man auf herkömmlichem Weg nicht heraus finden würde. Er ist Teil des Teams und doch etwas außen vor, genauso wie Bruno. Sowohl Jan wie Bruno tauchen immer nur sporadisch auf während man Tony und Franka die ganze Zeit begleitet.
Viktor Maly ist die Figur die am meisten Rätsel auf gibt. Als Leser fragte ich mich ob er wirklich alles vergessen hat oder ob er das nur spielt. Bis zum Schluss konnte ich mich damit beschäftigen und bin mir am Ende immer noch nicht so ganz sicher.
Es gibt noch viele andere Personen. Dr. Karen Sander, die Ärztin von Maly, die sowohl bei ihm wie bei Tony Braun eine besondere Stellung einnimmt, Tara eine Frau aus Rumänien und auch ein unbekannter Täter der eine Art Tagebuch führt, das grausame Passagen, aber auch viele Erklärungen enthält.

Der Fall ist abgeschlossen und ich gehe zufrieden aus dieser Geschichte raus. Auf ein totes Sommermädchen freue ich mich nun sehr und kann Rattenkinder nur jedem empfehlen, der vor ekligen Beschreibungen und erschreckenden Szenen nicht zurückschreckt und bei dem Ermittlungen nicht immer nach Lehrbuch verlaufen müssen.

5buecher

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