[Rezension] Bernhard Aichner – Totenhaus

Bernhard Aichner
Totenhaus
ISBN 978-3-442-75455-7
Hardcover
19,99 €
Erschienen bei btb
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Dies ist die Rezension zu Teil zwei und setzt das Kennen von Band eins voraus.

Inhalt:
Blum sieht in einer Zeitung ein Bild von einer Ausstellung und reist dort hin um mehr zu erfahren. Zur selben Zeit wird bei einer Exhumierung, mehr Körperteile gefunden, als dort sein sollten. Nach Ermittlungen kann es nur eine Täterin geben Bestatterin Brünhilde Blum, die Bestatterin. Diese setzt sich ab und bringt sich damit in Gefahr

Meine Meinung:
Den ersten Band Totenfrau habe ich mit Begeisterung gelesen und natürlich musste Band zwei, Totenhaus, dann auch sein.

Der Schreibstil ist auch hier wieder locker und flüssig und sehr rasant. Kurze Kapitel und kleinere Absätze treiben den Leser hier voran und natürlich auch die neugier, wie es weiter gehen wird. Da steht der zweite dem ersten Band nichts nach. Ich habe los gelesen und wollte nicht mehr aufhören. Spannung war von Beginn an vorhanden und doch war es anders als beim Vorgänger, denn hier gab es Szenen bei denen ich den Faden verlor, die ich nochmal lesen musste und auch welche die ich etwas zu langatmig fand. Die Spannung ging für mich irgendwann auf Grund des Verwirrt seins flöten und fand sich auch nicht mehr wieder, auch wenn es trotzdem interessant war zu lesen wie es weiter geht.

Blum, die ich im ersten Band noch in irgendeiner Weise verstehen konnte, war mir hier ab einem gewissen Punkt vollkommen fremd. Das Verständnis für sie blieb auf jeden Fall auf der Strecke und ihr Handeln konnte ich nicht mehr nachvollziehen.
Die anderen Figuren waren für mich Statisten, denen ich von Beginn an nicht traute und bei denen sich auch kein Gefühl der Nähe einstellte.
Jede Figur war fern und unnahbar. Keine der Figuren konnte ich einschätzen, was wohl die Spannung ausmachen sollte, aber die Geschichte für mich recht blass wirken ließ.

Am Ende ist es ein eher durchschnittlicher zweiter Band, der mich trotzdem nicht dran hindern wird das den nächsten Teil zu lesen. Schon alleine in der Hoffnung wieder die Blum vom ersten Band erleben zu dürfen und auch wieder diese knisternde Spannung, die mir bei Totenfrau so gut gefallen hat. Totenhaus wirkt hier mehr wie eine Zwischenstation in der viel passiert, aber nichts wirklich zusammen passt. Leider mit offenem Ende, was aber bei einer Trilogie zu erwarten war.

4buecher

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