[Rezension] Bettina Belitz – Linna singt

Bettina Belitz
Linna singt
ISBN 978-3-8390-0139-4
Gebundene Ausgabe
18,95 €
Erschienen bei Script5
Leseprobe

Inhalt: Fünf Jahre ist das her das sich die Bandmitglieder von Linna singt nicht mehr gesehen haben. Das Leben aller hat sich verändert. Linna hat von den anderen Vieren die ganze Zeit über nichts gehört. Nun steht ein Auftritt an und sie wollen auf einer einsamen Hütte proben. Allerdings hat Linna verschwiegen das sie seit der Bandauflösung damals nicht mehr gesungen hat und auch die anderen haben Geheimnisse von denen Linna nichts weiß. Als sie mitbekommt das Maggie und Jules mittlerweile verheiratet sind hat sie das Gefühl das alle Bescheid wissen, nur sie nicht

Meine Meinung:
Gerade habe ich Linna singt beendet und schon lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt wie dieses und gefesselt meine ich eher in dem Sinne das ich nichts anderes mehr machen wollte als zu lesen.

Am Anfang noch hatte ich zig Fragezeichen über dem Kopf. Die Geschichte um Linna und die Band war sehr verworren und undurchsichtig. Trotzdem wollte ich andauernd weiter lesen. Normalerweise schlafe ich nach der Arbeit eher überm Buch ein, aber hier nicht. Hier konnte mich nichts ablenken.
Linna singt hat es geschafft mich mit der Undurchsichtigkeit zu  fesseln und mir nicht das Gefühl zu geben das ich hingehalten werde. Das lag an den Protagonisten genauso wie auch an dem Plot.

Der Schreibstil war flüssig und wirklich leicht zu lesen, es gab ein Fremdwort was ich nicht kenne und das habe ich gerade wieder vergessen ;-). Erzählt ist es aus Sicht von Linna.
Auch wenn es kein Thriller ist ist es ein sehr spannendes Buch. Die Band die in der Hütte quasi fest sitzen und wo immer mehr komische Sachen geschehen. Lassen einen schon ein wenig ermitteln. Ich als Leser fragte mich wer da Linna was will oder sie schlecht da stehen lassen will.
Aber auch wenn ich eigentlich nur lobende Worte für dieses Werk von Bettina Belitz habe, hatte ich doch anfangs was ganz anderes erwartet. Ich hatte mehr Musik erwartet auch wenn diese in diesem Buch zwar nicht die erste aber doch direkt die zweite Geige spielt. Der Text ist immer wieder gespickt von Musiktitel und Songtextfragmenten. Einige Lieder kannte ich davon und hatte die Melodie im Kopf, andere sind mir unbekannt. Am Ende gibt es aber ein Quellenverzeichnis so dass man nach hören kann. Wie die Songs klingen die in dieser Geschichte wichtig waren.

Die Protagonisten sind allesamt gleich wichtig, auch wenn aus Linnas Sicht geschrieben ist. Sie war die Bandleaderin, sie war diejenige um die sich alle sammelten und so musste sie die sein die an erster Stelle steht.
Aber es gibt da noch Maggie, eine ganz schöne Zicke wie ich finde. Sie ist immer auf Streit aus und trotzdem kann sie einem am Ende nur leid tun.
Jules, der damals beste Freund von Linna, er hat sich ihr gegenüber verändert und auch nicht. Er ist ziemlich unscheinbar.
Simon, der Zwillingsbruder von Maggie, der hier in der Geschichte recht neutral ist und von dem man zwar liest der aber trotzdem nicht die riesen Rolle spielt.
Falk, der damals Stille, jetzt nicht mehr so, aber gerade am Anfang schwer einzuschätzen. Er war mir am Schluss am sympatischsten.
Tobi, kein Bandmitglied, aber derjenige der die Band zur Hütte bringt und sie als Probeort zur Verfügung stellt. Das brave liebe Küken, der noch grün hinter den Ohren scheint.
Sie alle tragen mal mehr mal weniger zur Geschichte bei.

Das Ende dann war zufriedenstellend, schlüssig, hätte aber auch anders laufen können. Es ist schwer zu erklären ohne zu viel zu verraten. Ich denke dieses Ende wird nicht jedem Gefallen, für mich war es eine Überraschung, eine Positive.

Mein Fazit: Linna singt ist anders als ich das erwartet hätte, aber doch sehr gut.

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