[Rezension] Boris Koch – Das Kaninchenrennen


Boris Koch
Das Kaninchenrennen
ISBN 978-3-453-26940-8
Gebundene Ausgabe
12,99 €
Ab 10 Jahren
Erschienen bei Heyne fliegt
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Jedes Jahr findet in Niederrohde ein Kaninchenrennen statt. Die zehnjährigen Kinder starten dort mit einem von Ihnen ausgesuchten Kaninchen. Das Rennen hat den Ursprung in einer Sage in der ein Kaninchen den kleinen Ort gerettet hat.
Dieses Jahr ist auch Tim dabei. Er möchte unbedingt gewinnen, nicht nur weil er siegen möchte sondern auch um seinen Vater zu rächen der von allen nur der Kneifer genannt wird, weil er als zehnjähriger an dem Rennen nicht teilnahm obwohl er als Favorit galt. Auch Tim wird es nicht leicht gemacht, das Erbe seines Vaters und ein besonderes Kaninchen stellen ihn vor ungeahnte Herausforderungen die er meistern muss.

Meine Meinung:
Das Kaninchenrennen wurde mir von mehreren wärmstens empfohlen und so landete es recht schnell auf meiner Wunschliste. Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren das auch Erwachsene begeistert.

Es wartet mit einem kleinen Gimmick, einem Daumenkino auf, aber nicht nur das. Der Schreibstil ist sehr einfach und kindlich gehalten und der Text ist unterhaltsam aber auch lehrreich. hier geht es um Freundschaft und Rücksichtnahme um Ehrgeiz und die Familie. Ein Buch das unterschwellig viel lehrt, aber offensichtlich sehr viel Lesespaß bringt. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Alles läuft auf das große Rennen hinaus und es ist nicht einzuschätzen wie dieses enden wird.

Toll finde ich auch dass dieses Rennen nicht nur in der Freizeit Auswirkungen hat. In der Schule gibt es ein Fach das Kaninchenkunde heißt, der ganze Ort fiebert mit den Jungen mit. Das ruft nicht nur freundliche Reaktionen herbei. Es gibt Neider und Intriganten auch unter den Kids.

So hat Tim es wirklich nicht leicht. Bei seinen Großeltern aufgewachsen muss er erst seinem Opa trotzen und dann auch seinen mitschülern und Lehrern. Er kann einem schon leid tun, doch er zeigt das er sich nicht unterkriegen lässt. Tim ist ein normaler sehr sympathischer Junge, mit einem cleveren Köpfchen und dem Herzen am rechten Fleck. Er steht ziemlich alleine da, denn das Rennen macht selbst aus scheinbaren Freunden Feinde. Er ist ein Stehaufmännchen, der weiß wie er sich behaupten kann und dabei nach außen den starken mimt, aber innerlich sehr unsicher ist.
Seine Großeltern könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sein Großvater gerne möchte das er gewinnt würde seiner Oma auch der vierte Platz genügen. Manches Mal habe ich mich hier gefragt woher er seine Genügsamkeit und auch seine Achtung vor den Kaninchen her hat, sein Denken das auch sein Kaninchen gewinnen kann.
Seine Freunde Pascal und Lissy sind genauso Außenseiter wie er, passen aber perfekt zu Tim. Die Drei gegen den Rest des Ortes könnte man so sagen. Sie stärken ihn und werden durch ihn gestärkt. Ein Geben und nehmen von dem sich so manch einer in der Geschichte eine Scheibe abschneiden kann.

Zu Beginn musste ich ersteinmal in die Geschichte rein kommen und mich an den recht kindlichen Schreibstil gewöhnen, als das geschah wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen und war bis zum Ende begeistert. Eine Geschichte nicht nur für Kinder

4buecher

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