[Rezension] Brigitte Pons – Celeste bedeutet Himmelblau

Brigitte Pons
Celeste bedeutet Himmelblau
ISBN 978-3-8025-9388-8
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei egmont LYX
Leseprobe

Inhalt:
Frank Liebknecht ist Dorfpolizist im kleinen Örtchen Vielbrunn. Er wird zu der Leiche eines Mannes gerufen, die auf einem Feld gefunden wurde. Es könnte ein tragischer Unfall sein, doch Liebknecht glaubt nicht daran und ermittelt auf eigene Faust…

Meine Meinung:
Dieses Buch bestach durch Cover und den Handlungsort im Odenwald. Ein Handlungsort der mir ein bisschen bekannt ist.

Aber vom Handlungsort erlebte man zunächst sehr wenig. Der Ort an dem die Leiche gefunden wurde hätte überall sein können und auch sonst nahm die Autorin sich die ein oder andere künstlerische Freiheit raus. So dass der Odenwald eben nur eine Bezeichnung für irgendeinen Ort war.

Ich kam dank einem flüssigen Schreibstil gut in die Geschichte. Der Höhepunkt ist hier der Fund der Leiche und die Spannung fiel für mich dann doch recht schnell wieder ab. So mochte ich zwar den Polizisten Frank Liebknecht, der sehr unkonventionell ist, aber trotzdem wurde ich mit der Geschichte nicht warm.

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht woran es lag und für mich waren es viele verschiedene Punkte:
– Der lasche Umgang mit den Ermittlungen. Nicht von Frank Liebknecht aber von seiner Noch-Chefin und der Kripo. Direkt von Anfang an merkt man die beteiligten Ermittler möchten lieber das Wochenende genießen als der Ursache für den Tod des Hofbesitzers zu kommen. Recht schnell wird gesagt es war ein Unfall obwohl offensichtlich einiges dagegen spricht.
– Die Art von Frank Liebknecht. Auch wenn ich ihn als Mensch sympathisch fand war mir seine Art zu ermitteln zu offen und auch gesetzeswidrig. Er posaunt Ermittlungsergebnisse raus und manchmal war ich am Überlegen ob meine Sympathie eher ein Mitleidsbonus ist, weil er im Ort und auch von Kollegen bei der Kripo eher als Nichts angesehen wird. Er wird nicht Ernst genommen und dabei merkt man als Leser doch das er so unrecht nicht haben kann.

Die Tatsache das es hinterher um eine Sekte geht kam für mich überraschend und wäre, hätte ich es vorher gewusst, auch ein Grund gewesen dieses Buch nicht zu lesen. Deswegen weise ich hier drauf hin. Ich mag solche Krimis und Thriller nicht in denen es um Religion oder Sekten geht. Warum kann ich noch nicht einmal benennen, aber ich habe bisher noch keinen gefunden bzw. gelesen der mir gefiel und somit mache ich um solche Sachen einen großen Bogen.

Es ist der erste Fall von Frank Liebknecht und man merkt schon das er sich bereits im Buch entwickelt. Ob ich allerdings zu dem nächsten Fall greifen werde weiß ich noch nicht.

2buecher

Ein Gedanke zu „[Rezension] Brigitte Pons – Celeste bedeutet Himmelblau

  1. Ich bin da eigentlich ganz offen. Es erweitert meinen Horizont, wenn ich etwas über Sachen lese, von denen ich keine Ahnung habe. Da die Autorin hier auch noch eine sehr gute Recherche betrieben hat, halte ich den Roman für durchaus empfehlenswert.

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