[Rezension] Caleb Roehrig – Niemand wird sie finden



Caleb Röhrig
Niemand wird sie finden
ISBN 978-3-570-17334-3
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzerin: Heide Horn & Christa Prummer-Lehmair
ab 14 Jahren
Erschienen bei cbj
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Flynns Freundin January ist verschwunden. Sie hatte sich in den letzten Wochen sowieso schon etwas von ihm distanziert und nun stellt die Polizei fragen die er nicht beantworten kann und will. Denn er hat ein Geheimnis, das er unter keinen Umständen Preis geben möchte auch January gegenüber als er sie das letzte Mal sah.

Meine Meinung:
Niemand wird sie finden zog mich durch sein düsteres Cover in den Bann. Dazu ein Rückentext, der einfach Lust auf mehr macht.

Selten war ich in letzter Zeit so zufrieden nach einem Buch. Niemand wird sie finden hat mich restlos begeistert.

Der Einstieg war sehr leicht und für mich genauso richtig. Manchmal muss es einfach nicht von Beginn an kompliziert sein.
Die Kapitel sind nicht zu lang, der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Es ist ein Thriller, der ohne viel Blut vergießen aus kommt und bei dem es nicht nur um das Verschwinden von January geht, sondern auch um das Geheimnis von Flynn. So wird es auch nicht zu eintönig. Für den Leser gibt es hier viel zu erleben.
Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und hat immer wieder Passagen aus der Vergangenheit. Es sind Erinnerungen, die immer in die Gegenwart passen und sich so gut einfügen.

Die Figuren sind nicht so zahlreich und jede mit viel Tiefe beschrieben.
Aus Flynns Sicht liest man diese Geschichte. Ihn erlebt man mit alle seinen Facetten und Gedanken. So war er mir auch am Nächsten. Ich empfand Flynn als sehr authentischen 15 Jährigen. Die normalen Gedanken, Sorgen und Nöte. Vor allem wenn es um sein Geheimnis geht.
Von January liest man nur aus Erzählungen. Ich empfand sie als nicht sehr loyal ihren Freunden gegenüber. Sie belügt und spielt gegenseitig aus. Eine Art die ich so gar nicht mag und nicht alles mag ich ihrer Situation zuschreiben. Sie wirkt für mich manchmal eher wie ein Kindergartenkind, das ihren Willen nicht bekommen hat, als wie eine Jugendliche die ihren Platz im Leben sucht und von ihrer Umgebung so einiges verlangt.
Kaz ist noch eine wichtige Figur. Er verbindet die Zeit vor Jans Verschwinden mit dem danach und ist für mich ein recht außergewöhnlicher junger Mann. Er ist schon recht reif für sein Alter und ich mag seine Ansichten.
Daneben gibt es noch Lehrer und Eltern, Freunde von Jan und Flynn. Die üblichen Figuren in einem Jugendbuch

Am Ende konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen. Es gestaltete sich für mich recht schnell fesselnd und wurde zu einem Page Turne. Alleine die letzten 300 Seiten habe ich innerhalb kürzester Zeit durch gesuchtet.
Man darf dennoch nicht vergessen das dies ein Jugendthriller ist. Mir hat auch dieser sehr viel Lesespaß gebracht, aber jedem sollte klar sein, das es hier oftmals etwas geradliniger zugeht. Wenn auch nicht weniger spannend.

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