[Rezension] Caragh O´Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder

Caragh O´Brien
Die Stadt der verschwundenen Kinder
ISBN 978-3-453-52800-0
Gebundene Ausgabe 
16,99 €
Erschienen bei Heyne

Inhalt:
Gaia ist 16 und hat gerade das erste Kind entbunden. Sie ist wie ihre Mutter Hebamme und weiß das sie dieses Kind abgeben muss. Denn die ersten drei entbundenen Kinder einer Hebamme dürfen nicht bei den Eltern aufwachsen sondern werden an der Mauer der Stadt abgegeben und wachsen in besseren Verhältnissen auf.
Als Gaia nach Hause kommt, nachdem sie den Säugling abgegeben hat, wird sie von der Assistentin ihrer Mutter angehalten. Sie berichtet das ihre Eltern abgeführt wurden und übergibt Gaia ein kleines Päckchen das sie versteckt tragen soll. Zu Hause angekommen wird sie von einem jungen Soldaten befragt. Warum ihre Eltern verhaftet wurden erfährt sie allerdings nicht.
Als sie nach drei Wochen immer noch nicht wieder zu hause sind und Gaia zu Ohren kommt das sie hingerichtet werden sollen gibt es für sie nur noch eins. Sie muss rein in die Stadt, hinter die Mauer ihre Eltern finden und ihnen helfen…

Mein Meinung:
Die Stadt der verschwundenen Kinder ist der Auftakt zu einer Trilogie. Der zweite Band ist schon draußen und heißt das Land der verlorenen Träume. Caragh O´Brien erzählt hier von einer Bevölkerung die mehr wie 300 Jahre in der Zukunft leben. Die heutige Welt gibt es nicht mehr. Die Ölvorkommen waren aufgebraucht und die Menschen mussten sich was anderes einfallen lassen. So entstand die Enklave. Bestehend aus einer Stadt die von einer Mauer umgeben ist. Vor der Mauer Leben einfache Arbeiter. Dieses Land ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Jeder Bereich muss die ersten drei Kinder pro Hebamme die auf die Welt kommen vorbringen um der Enklave zu dienen. Was hinter der Mauer geschieht wissen diese Menschen nicht. Die einen geben ihre Kinder bereitwillig ab, die anderen eher ungern, was ihnen allerdings auch nichts nützt, denn das ist Pflicht. Gaia und ihre Mutter sind Hebammen und beugen sich diesem Gesetz, das dazu dient den Nachwuchs in der Stadt aufrecht zu halten. Diese Welt wird nach und nach sehr anschaulich beschrieben. Es erinnert mich ein wenig an das Mittelalter wo die hohen Herren in der Burg wohnten und drum herum das einfache Volk. Nur kommt hier das einfache Volk gar nicht hinter die Mauern und wird mit Propaganda in dem Glauben gelassen das es nur zu ihrem und dem besten der Kinder ist sie abzugeben. Als Leser wurde ich direkt mitten in die Geschichte geschickt und konnte gar nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil war flüssig und leicht und es war Spannend von Anfang bis zum Schluß. Es gab keinen Moment wo ich mich gelangweilt fühlte. Auch fand ich die ganze Umgebung und auch die Umstände, sprich dieses Leben sehr interessant auch wenn vollkommen unakzeptabel. Als Mutter würde ich nie auch nur eins meiner Kinder weggeben wollen. Gaia ist für mich eine sehr starke Protagonistin. Auch wenn sie doch anfangs eher kopflos in die Sache stürzt wächst sie mit ihren Aufgaben. Auch lässt sie sich nur selten unterkriegen.
Was ich noch toll fand war das manche Teile um die es gibt bildlich dargestellt wurden und auch das es zwar eine leicht prickelnde Romanze gibt, aber die eher am Rande läuft und unterschwellig erzählt wird.

Ein Gedanke zu „[Rezension] Caragh O´Brien – Die Stadt der verschwundenen Kinder

  1. Ui, viel Spass mit „Die Stadt der verschwundenen Kinder“. Ich war damals sehr positiv von dem Buch überrascht und es hat mir super gut gefallen.
    Emma hat mir gesagt, dass du Interesse am Wanderbuch „Die unglaubliche Reise des Harold Fry“ hättest? Meines geht bald auf Reisen. Erst würde es noch zu jemand anderem gehen, doch danach könntest du es gerne haben wenn du möchtest . . . Melde dich einfach mal auf meinem Blog . . .

    lG Favola

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