[Rezension] Christian Bruder – Die Eistoten

Christian Bruder
Die Eistoten
ISBN 978-3-7466-2995-7
Taschenbuch
12,99 €
Erschienen beim Aufbau Verlag
Leseprobe

Inhalt:
Alice ist 7 Jahre alt als ihre Mutter kurz vor Weihnachten stirbt. Jetzt ist sie 11 und immer noch überzeugt dass es Mord war und ihre Mutter keinen Unfall hatte. Doch ihr Vater hält sie für traumatisiert und glaubt ihr nicht. Da hilft ganz bestimmt auch nicht dass sie mit dem Philosophen Wittgenstein spricht. Das erzählt sie auch keinem. Doch er hilft ihr auch bei der Suche nach dem Mörder, als wieder ein Mädchen tot aufgefunden wird. Keiner will ihr glauben bis es fast zu spät ist…

Meine Meinung:
Die Eistoten ist eine vollkommen andere Art von Thriller. Interessant fand ich die Kurzbeschreibung auch weil es um eine Elfjährige geht die ermittelt.

Als ich anfing zu lesen war aber recht schnell klar, dass es eine ganz besondere Geschichte ist. Sie kommt nur sehr langsam in Gang, aber sie ist sehr liebevoll und wunderschön geschrieben. Das Buch hat Züge von einem Thriller auch wenn man das am Anfang nicht wirklich vermutet. Zunächst lernt man Alice kennen.

Alice ist ein altkluges Mädchen was sich unverstanden fühlt. Ihr e Lieblingsbücher handeln von Serienmördern, einer ihrer Freunde ist Philosoph Wittgenstein. Da liegt es nahe das ihr Vater sie zum Psychologen schickt. Nur ihr Opa unterstützt sie in dem was sie tut und sieht mehr als das elfjährige Mädchen. Ich musste mir immer wieder in Erinnerung rufen dass sie ein Kind ist, denn von ihrer Art her würde ich einen sehr weisen Erwachsenen erwarten.
Das sieht auch Alice Vater in ihr ein kleines Mädchen. Er glaubt ihr nicht und viel schlimmer er hört ihr auch gar nicht zu. Er war mir schon alleine deswegen unsympathisch. Er wirkt überfordert und anstatt seiner Tochter zu zuhören übergeht er sie uns schickt sie zum Psychologen.
Dann ist da noch Alice Freund Tom. Er hilft ihr dem Mörder auf die Spur zu kommen und steht hinter ihr, auch wenn er es denke ich nicht so ernst nimmt wie Alice, sondern eher als Spiel sieht.
Alice Opa ist auch recht präsent. Er lässt sie gewähren kauft ihr Bücher über Serienmörder und hört ihr zu auch wenn er ihre Theorie nicht bestätigt merkt man als Leser das er ihr Glauben schenkt.
Alle Protagonisten sind mit viel Liebe und Tiefe beschrieben und man kann sich gut in sie hinein versetzen.

Der Schreibstil ist trotz der etwas gehobeneren Sprache flüssig und nicht gestelzt. Der Text enthält immer wieder philosophische Teile und auch die sind gut zu verstehen und stören nicht den Lesefluss.
Eine Spannung wird recht schnell aufgebaut. Sie ist nicht so knisternd wie ich das am liebsten mag, aber unterschwellig so dass man immer weiter lesen möchte. Am Ende konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen.

Zum Ende hin gab es viele mögliche Täter, viele Motive die ausschlaggebend hätten sein können und doch war die Auflösung sehr überraschend und ganz anders als erwartet.

4buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Christian Bruder – Die Eistoten

  1. Ich les das Buch ja derzeit und wie ich bin hab ich den Schluss wieder zu erst gelesen *grins* Mit dem Täter hätte ich echt nicht gerechnet, macht aber im Laufe der Handlung Sinn 🙂
    Die Spannung ist wie du schon schreibst, unterschwellig aber dennoch packend.
    lg Ramona 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.