[Rezension] Claudia Gray – Spellcaster – Düstere Träume

"buchhandel.de/Claudia Gray
Spellcaster – Düstere Träume
ISBN 978-3-95967-009-8
Klappenbroschur
14,99 €
Übersetzer: Ira Panic
ab 12 Jahren
Erschienen bei Harper Collins YA!

Inhalt:
Nadia zieht mit ihrem Vater und ihrem Bruder Cole von Chicago nach Captive´s Sound. Auf dem Weg dorthin spürt sie eine Magie, die einen Bann um die Stadt gelegt hat. Als sie in die Nähe kommen landen sie mit dem Auto im Graben.
Zu Hilfe kommt Nadia Mateo, der sie schon aus seinen Träumen kennt, die er und seine Familie seit Jahren verfolgen und sie am Ende zum Selbstmord zwingen.

Meine Meinung:
Spellcaster hat ein tolles Cover und der Rückentext klingt spannend. Zwei Gründe dieses Buch lese zu wollen.

Zu Beginn war der Einstieg auch recht einfach und auch die Geschichte war spannend, doch diese Spannung konnte die Autorin für mich nicht halten.
Es geht um Hexen und um Magie. Um Nadia und um Mateo. Um viel Leid, was für mich in der Geschichte auch immer wieder spürbar war. Um die Vergangenheit und einen Fluch, zwei Sachen die für mich teilweise viel zu sehr behandelt wurden.

Sicher muss man die Gegebenheiten kennen lernen und natürlich kann das schon Mal etwas langatmig werden, aber hier baute sich Spannung nur sehr zögerlich auf und gerade eigentlich spannende Szenen wurden dann langatmig. Ich weiß noch nicht einmal genau woran das lag. Die Idee Hexensprüche mit erlebtem zu verknüpfen fand ich zu Beginn recht gut, doch im Laufe der Geschichte wurden damit Szenen aus der unmittelbaren Vergangenheit wiederholt, was für mich sehr schnell langweilig wurde. Schöner hätte ich es gefunden über diese Zaubersprüche mehr über die Vergangenheit von Nadia vor Captive´s Sound zu erfahren.

Die Figuren waren mir dennoch recht nah.
Nadia die Hexe, die nicht fertig ausgebildet wurde und der man die Magie so nicht anmerkt. Ein sonst normales Mädchen, das sich aber gerade Zuhause nicht immer normal verhält. Dort mimt sie die Mutter kümmert sich um ihren Bruder und um ihren Vater und fängt mit diesen gar Streit an weil ER das das Essen machen möchte. Irgendwie eine falsche Rollenverteilung, die mir auch ein wenig zu viel des Guten war. An sich war Nadia sehr sympathisch. Ein Mädchen mit viel Mitgefühl und mit sehr überlegtem Verhalten.
Mateo, der Junge der verflucht ist. Nun wo Nadia in der Stadt ist hofft er auf Erlösung. Er ist ganz unscheinbar und wird von fast allen gemieden. Seine Familiengeschichte kennt jeder. Kein Wunder das er Nadia so Nahe kommt.
Es gibt noch Elizabeth, die Freundin (rein platonisch) von Mateo, die erst sympathisch wirkt, was sich dann aber wandelt und auch Verlaine. Ein Mädchen dem auch übel mitgespielt wird, denn sie wird entweder ignoriert oder verspottet. Lauter Außenseiter die zueinander finden und gemeinsam stark sind.

Das Buch ist ab 12 Jahren und diese Altersangabe finde ich vollkommen in Ordnung. Vielleicht liegt es daran das es nicht zu meinen Favoriten zählen wird und mir stellenweise einfach zu langweilig war. Vieles wurde zerredet hatte ich das Gefühl. Doch es hat potenzial und eine sehr interessante Grundidee, die wohl in einem weiteren Band weiter ausgebaut werden kann, denn das Ende ist offen.

3buecher

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