[Rezension] Drew Magary – Die Unsterblichen

Drew Magary
Die Unsterblichen
ISBN 978-3-426-41696-9
EBook
6,99 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
Das unglaubliche ist geschehen es gibt ein Heilmittel gegen das Altern. Ein Heilmittel was zunächst verboten ist aber über den Schwarzmarkt seine Anhänger findet, aber auch Gegner. John Farell hat scih das Mittel spritzen lassen und ist somit deaktiviert und berichtet über die Zeit als 29 Jähriger der nicht altert.

Meine Meinung:
Erstmal finde ich es Schade das dieses Buch bisher nur als EBOok zu haben ist und ich hoffe das es genug Anhänger findet damit es irgendwann als Printausgabe auf den Markt kommt. Denn es ist nicht nur ein einfacher Science Fiction Roman. Es ist gut durchdacht und höchst interessant. Es brachte mich zum Nachdenken über das Altern und der Wunsch nach Unsterblichkeit.

Es ist ganz einfach, durch Zufall entsteht ein Mittel mit dem man nicht mehr stirbt. Das Gen das für den natürlichen Tod zuständig ist wird deaktiviert und man kann ewig leben vorausgesetzt man wird nicht erschossen oder erkrankt nicht an Krebs oder ähnlich tödlichen Krankheiten. Die Möglichkeit zu sterben besteht aber sie wird auf jeden Fall nicht schön sein.

Der Einstieg in diese Geschichte fiel mir sehr leicht. Es ist eine Art Blog den ich von John Farell dem Protagonisten lesen durfte. Ich darf ihn begleiten bei seiner Deaktivierung, bei seinem Leben als dauerhaften 29 Jährigen und bekomme so hautnah mit was es bedeutet deaktiviert zu sein. Nun gehöre ich zu den Leuten die nicht ewig Leben wollen, aber für viele wäre das die Erfüllung und es hat durchaus Vorteile, aber hier werden sehr deutlich die Nachteile beleuchtet. Es gibt in diesem Buch nur wenige Vorteile die genannt werden. Die negativen Seiten überwiegen und sind meiner Meinung nach auch einfach Logisch. Sei es die Resourcen die Schwinden wie Wasser und Lebenmitte, die Bevölkerung die wächst und alles was damit einhergeht.

Drew Magary hat eine sehr glaubhafte Szenerie geschaffen. Ich kann mir gut vorstellen das in einem solchen Fall genauso die Bevölkerung, die Länder die Regierungen reagieren. Das macht dieses Buch so faszinierend und zu einem meiner Favoriten. Dabei setzt der Autor nicht auf Fakten, kann er ja gar nicht, aber er erschafft diese und bringt sie in Beiträgen von John Farrell unter. Man erliest den Untergang, das Ende der Welt im negativen Fall.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt und zwischen den Abschnitten gibt es Zeitsprünge im Leben von John Farell. Diese dienen der Spannung und auch der Verkürzung. Denn die BErichte die er schreibt würden sich vermutlich ab einem gewissen Zeitpunkt wiederholen. So bleibt es interessant und spannend auch wenn man als Leser irgendwann ahnt worauf es herauslaufen muss.

Der Schreibstil ist wirklich leicht verständlich trotz des doch recht komplexen Themas. Es gab nichts was ich nicht verstanden hätte. Es wurde nie langweilig auch wenn es „nur“ das Leben des fiktiven John Farell war.

Die Unsterblichen hat mich zum nachdenken gebracht. Was würde uns Unsterblichkeit bringen. Welchen Preis müssten wir zahlen. Ist es wirklich erstrebenswert. Meine Meinung war vorher und ist auch nachher: Nein es ist nicht erstrebenswert auf jeden Fall einen unnatürlichen Tod zu sterben und vielleicht irgendwann den Tod zu bestellen weil das Leben langweilig geworden ist. Ich fänd es nicht erstrebenswert eine Lebensabschnittsehe zu führen weil mein Mann denkt 40 Jahre sind mit der Frau genug. Ich fände es auch nicht erstrebenswert vielleicht zu sehen wie meine Kinder sterben und das ich hinterher vielleicht als Einzige übrig bin, weil ich das „Glück“ habe immer überlebt zu haben. Sicher es gibt auch positive Seiten. Ich könnte sehen was aus meinen Kindern wird (in der Hoffnung das es nur gutes ist) aber sonst hmm ich glaube gibt es da nicht viel.

Danke an Knaur

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