[Rezension] Elisabeth Herrmann – Seefeuer

Elisabeth Herrmann
Seefeuer
ISBN 978-3-570-16267-5
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei cbt
Leseprobe

Inhalt:
Marie absolviert ein Praktikum bei einer Seehundstation. Als sie raus fahren um gestrandete und vermutliche verletzte Seehunde zu retten bleiben sie an einem Schiff hängen. Wie sich heraus stellt ist es die Trinity, das Schiff mit dem ihre Oma Clara aus Amerika nach Deutschland kam. Doch mit dieser Entdeckung fängt Maries Unglück an. Sie wird angerufen das ihre Oma einen Schlaganfall hatte und reist sofort nach Cuxhaven. Dort entdeckt sie einige Geheimnisse die ihre Familie betreffen….

Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit dem Unglück der Trinity und macht schon direkt Lust darauf es nicht mehr aus der Hand zu legen. Elisabeth Herrmann hat alles so bildlich beschrieben das man das Gefühl hat dabei zu sein und das Salz des Meeres zu schmecken.

Dann kommt der Umschwung zu Marie. Ihre einzige Sorge ist gerade ob sie ein Jahrespraktikum bei der Seehundstation bekommt als noch viel schlimmere Sachen auf sie einstürzen.
Dieser Thriller hat nichts mit einem Mord zu tun und doch hält man es stellenweise vor Spannung kaum aus. Es geht um Maries Familie und die Geheimnisse der Vergangenheit.

Marie ist die Jüngste der Voßkamps, dachte sie bisher und auch wenn auf sie ein vermeintlich großes Erbe wartet möchte sie nur eins. Ein Jahr Seehunde retten. Danach studieren und bloß nicht nach Hause zu ihrer Mutter und deren Freund, den Marie gar nicht leiden kann. Sie macht von Anfang an einen starken Eindruck und das bestätigt sich auch in der ganzen Geschichte. Marie ist eine äußerst selbstständige und starke Persönlichkeit. Selbstständig wohl auch weil ihre Mutter nur ihre Kunst im Kopf hat und ihr Vater das Geschäft, der Vater ist aber seit vier Jahren verschollen. Von einer Geschäftsreise nicht mehr zurück gekommen. Da bleibt nur die Oma über die man hier nur wenig erfährt. So wenig wie sie ihrer Enkelin über sich und ihre Familie verraten hat.
Magnus, der Stiefvater ist ein zwielichtiger Geselle und bis zum Schluss weiß ich nicht so recht was ich von ihm halten soll. Ist er auf das Familienerbe aus oder liebt er Viola wirklich.
Und dann lernt Marie noch Vince kennen, eine Liebelei die nur kurz beleuchtet wird und das ist auch gut so, denn auch wenn ich eine romantische Ader habe und Marie diese Liebe gönne sollte sie nur wenig vom eigentlichen Geschehen ablenken. Das hat die Autorin perfekt gelöst.

Zum Schluss blieben für mich keine Fragen mehr offen und auch wenn die letzten etwa 100 Seiten echt spannend waren und es in sich hatten haben sie schon den Großteil meiner Vermutungen bestätigt und doch wurde ich noch überrascht.

Alles in allem ein solider Thriller in dem es mal nicht um Mord und Totschlag geht sondern um die Vergangenheit und den Vorfahren einer Familie

5buecher

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