[Rezension] Elke Pistor – Eifler Zorn

Elke Pistor
Eifler Zorn
ISBN 978-3-95451-013-9
Taschenbuch
9,90 €
Erschienen bei Emons

Inhalt:
Bei Abrissarbeiten wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Gleichzeitigt treibt in Gemünd eine okkulte Sekte ihr Unwesen. Hängt Beides zusammen? Wer ist der Tote? Ina Weinz ermittelt und rutscht teifer rein als ihr lieb ist…
Meine Meinung:
Eifler Zorn ist ein Krimi wo erneut die Kommissarin Ina Weinz ermittelt. Es beginnt mit vielen verschiedenen Strängen. In dem einen landet der Leser im Jahr 1903 und in den anderen im Hier und Jetzt. Die Zeitsprünge kann man gut an der anderen Schrift für die Vergangenheit unterscheiden. Dort geht es um den jungen Paul und sein  Leben am Existenzminimum. Wie er Anerkennung sucht und sich anpasst um nicht aufzufallen und zu gefallen.
Das andere ist das Heute in dem die Leiche eines jungen Mannes gefunden wird, dem zwei Hände fehlen. Außerdem gibt es da noch in den Wäldern von Gemünd die Feuerstellen die immer die selben Muster haben und die ganz nach einer okkulten Sekte aussehen. Ina arbeitet an beiden Fällen und rutscht tiefer rein als sie es gut finden kann.
Die Geschichte wird, wenn es um Ina und ihr Umfeld geht in der ich Form von Ina aus erzählt wenn andere begleitet werden ändert es sich zum Erzählstil dann sind wir nur Beobachter. Das ist Anfangs etwas verwirrend gewesen aber ich konnte mich recht schnell daran gewöhnen und kam dann damit klar. Der Schreibstil ist leicht und flüssig ohne viele Fachbegiffe und mit nur wenig Dialekt am Anfang so dass es sich sehr flüssig lesen ließ. Selbst der Dialekt am Anfang störte mich nicht bin ich ihn doch noch aus meiner Kindheit gewohnt und wenn ich es auch nicht sprechen kann verstehe ich alles. Aber ich denke selbst Leser die nichts mit der Kölner Richtung zu tun haben kommen zurecht.
Mit 220 Seiten in der Printausgabe ist es ein recht kurzes aber sehr unterhaltsames Lesevergnügen mehr braucht dieses Buch nicht und jede Seite mehr wäre vermutlich nur unnötig in die Länge gezogen.
Neben Ina ermitteln noch Judith die wir in der Vergangenheit auch schon kennen lernen durften und Sauerbier. Die eine jung und frisch aus der Ausbildung mit neuen und doch guten Ansätzen der andere Sauerbier, kurz vor der Pensionierung ziemlich fest gefahren und ganz die alte Schule. Die beiden zusammen sind sich nicht immer grün was auch daran liegt das er versucht Judith unterzubuttern und sie wie ein kleines Kind behandelt was keine Ahnung hat. Judith versucht sich immer wieder gegen ihn durchzusetzen. Das machte Sauerbier für mich zu einem eher unsympathischen Protagonisten und Judith hatte mein vollstes Mitgefühl.
Das Ende war schlüssig. Ich weiß nun wie was passiert ist und warum es passiert ist. Auch fühle ich mich sehr gut unterhalten und kann den Krimi wiedermal vorbehaltslos weiter empfehlen. Bis auf die Sichtwechsel die mir am Anfang leichte Probleme bereiteten war alles klasse wie zu erwarten.
Als kleines Bonbon sehe ich das Nachwort von Elke Pistor. Sie erklärt darin wie sie auf die Idee zu dem Fall kam und wie viel Realitat in diesem Buch steckt. Ein kleines Stuck Gemünd´ner Geschichte in einem Krimi.
Hier könnt ihr mal reinhören: http://link.koeln.de/eiflerzorn
Und hier wenn ihr wollt mal reinlesen: http://elke-pistor.de/page3.php
Vielen Dank an Elke Pistor

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