[Rezension] Elke Pistor – Vergessen

In den letzten tagen tauchen vermehrt Berichte auf in denen von dem roten umschlag in der Post berichtet wurde. Auch ich hatte das Glück so einen roten Umschlag bekommen zu haben. Drin war Vergessen, das neue Buch von Elke Pistor, das am 8. August erscheint. Diesmal ist es kein Ina Weinz Fall, dafür gibt es anderen großartige Ermittler und einen spannenden Fall. Im folgenden könnt ihr meine Rezension zu dem Buch lesen, das als Karte kam und nun mein Bücherregal ziert obwohl es ja bereits gelesen ist.
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Elke Pistor
Vergessen
ISBN 978-3-548-28610-5
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Ullstein
Leseprobe

Inhalt:
Mia wird beim Verstecken spielen entführt und wird in einem dunklen Raum wach. Sie ist 8 Jahre alt und war auf dem Weg zu ihrer Oma.
Ein Zahnarzt springt aus dem Fenster seiner Praxis vorher hat er seine Sprechstundenhilfe so malträtiert das sie gestorben ist.
Verena Irlenbusch ist Kommissarin und bekommt den Fall des Zahnarztes und einen neuen Kollegen. Dabei hat sie Privat auch schon genug um die Ohren mit ihrer dementen Großmutter.

Meine Meinung:
Bisher kannte ich Das Portal, Kraut und Rübchen und die Ina Weinz-Fälle von Elke Pistor. Mit Vergessen verlegt sie nicht nur bei einem anderen Verlag, sondern stellt uns auch ein neues Ermittlerteam vor.

In Vergessen geht es um das Vergessen als Krankheit und auch um das nicht vergessen können von Schuld und alten Zeiten. Der Titel könnte nicht passender gewählt sein, als hier.
Dabei fängt alles mit Mia an, einem kleinen achtjährigen Mädchen das auf dem Weg nach Hause verstecken spielt, aber auch mit anderen Szenen und Figuren die einen sofort in den Bann ziehen. Überhaupt ist hier Spannung Programm. Ganz ohne heftige Mordszenen fesselte mich Vergessen von der ersten bis zur letzten Seite und wie immer was es zu schnell vorbei. Ich flog nur so durch die Seiten und bekam leicht eine Ahnung von den Geschehnissen. So leicht das mir der Täter irgendwie recht schnell klar war, doch wusste ich ja nicht ob ich mit meiner Vermutung richtig lag und las sehr gespannt weiter.

Die Hauptfigur ist Verena Irlenbusch, die Kommissarin. Sie versucht Job und die demente Oma unter einen Hut zu bringen, eine Sache die nur schief gehen kann und wo jemand auf der Strecke bleibt. Sie nimmt ihren Job Ernst, hat viel Mitgefühl, weiß sich aber auch durchzusetzen.
Das beweist sie vor allem bei ihrem zugeteilten Partner, Christoph Todt, auch er hat eine belastende Vergangenheit und ist gerade Verena gegenüber sehr ruppig. Er ist so launisch das er mir zunächst unsympathisch war, was sich aber im Laufe der Geschichte änderte. Von ihm erfährt man erst ziemlich spät mehr, bis dahin hat man viele Fragezeichen warum er so ist.
Es gibt noch viele Figuren die mehr oder weniger wichtig sind, die wichtigste Nebenfigur ist Ruth, die Großmutter von Verena Irlenbusch. Als Leser erlebt man wie sie vergisst. Es wird einem vor Augen gehalten was diese Krankheit bedeutet und was sie zu so einem Schrecken macht.

Mit Vergessen hat Elke Pistor mich wiedermal überzeugt. Sie hat eine schlimme Krankheit sensibel angefasst und von verschiedenen Seiten beleuchtet. Vergessen ist nicht einfach nur ein Fall, sondern auch ein Augen öffnen was alles passieren kann mit der Diagnose Alzheimer oder Demenz.

Ich hoffe noch mehr von Verena zu lesen, ob mit Todt oder nicht wäre mir nun zunächst Egal, aber vor allem mit Ruth. Die Autorin schafft es auch mit unbekannten Protagonisten spannende Geschichten zu schreiben.

5buecher

 

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