[Rezension] Eric Walters – We all fall down

Eric Walters
We all fall down
ISBN 978-3-407-74249-0
Taschenbuch
7,95 €
Erschienen bei Beltz & Gelberg

Rückentext:
11. September 2001
Der Tag, der die Welt veränderte.

New York, 11.09.2001, 08:46 Uhr:
Will und sein Vater befinden sich im Südturm des World Trade Centers und können nicht fassen, was sie gerade beobachtet haben: Ein Passagierflugzeug ist in den Nordturm geflogen – er steht in Flammen. Noch bevor sie einen klaren Gedanken fassen können, erschüttert eine gewaltige Explosion ihren eigenen Turm. Ab jetzt zählt jede Sekunde…

Die ersten 50 Seiten:
Will hat einen Elterntag von der Schule aus und geht mit seinem Vater, einem Handelsvertreter an die Arbeit. Eigentlich hat Will so gar keine lust darauf, macht aber mit auch weil sein Vater, der sonst sehr wenig Zeit mit der Familie verbringt, sich schon sehr drauf zu freuen scheint. Der Tag beginnt früh und recht normal. Sie fahren erst zur U- Bahn, mit der geht es dann weiter zum WTC, dort angekommen zeigt Will´s Vater ihm erstmal New York von oben und erklärt ihm ein bisschen was über das World Trade Center. Gegen halb neun machen die Beiden sich zu Fuß vom 107. Stock auf den Weg runter in den 78. Stock….

Meine Meinung:
Es ist schwer über dieses Buch meine Meinung zum Ausdruck zu bringen, nicht weil es schlecht geschrieben ist oder ähnliches…Nein gar nicht…es geht unter die Haut und es wird mal eine andere Art der Rezension. Wenn alles klappt wird dieser Post genau am 11.09.2011 um 8.46 Uhr veröffentlicht und das nicht ohne Grund, auch wenn wir es hier schon später hätten habe ich die Zeit genommen, an der das erste Flugzeug in den Nordturm des WTC rein geflogen ist. Das Buch erzählt die Geschichte von Will und seinem Vater, die diesen Tag zusammen verbringen wollen, sollen und auch werden. Aber nichts wird danach mehr so sein wie es war. Das Buch wurde aus Sicht von Will erzählt. Der Teenie der gar keine Lust auf diesen Tag an der Seite seines Vaters hat. Ein Vater der eh kaum noch Zeit hat. Ein Vater den der Ehrgeiz zerfrisst, der vor lauter Geldgeschäften seine Familie ganz aus den Augen verloren hat. Die Beiden erleben den schlimmsten Terroranschlag den es je gegeben hat. Sie wachsen über sich hinaus, sie halten zusammen….mehr will ich nicht dazu schreiben. Nur der Autor hat es mit der Ich-Perspektive geschafft das ich mit gelitten habe. Ich habe gehofft das sie es schaffen, ich habe mit gelitten als sie es geschah und auch bei allen anderen Ereignissen. Das Buch ist Fiktion in einem gewissen Sinne, kommt aber denke ich sehr nah an die Wahrheit dran.Wir alle wissen was an dem 11. September geschehen ist. Wer sollte auch davon nicht wissen.

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen, obwohl es mir lieber wäre es gebe es gar nicht, nicht weil es keine Berechtigung hat, sondern weil ich wünschte dieses Ereignis hätte nicht statt gefunden und somit hätte keiner die Idee zu solchen Romanen gehabt

Ein Nachwort von mir:
Dieses Jahr jährt es sich zum 10. Mal und eigentlich sollte es für mich ein schöner Tag werden. Luca hatte an dem Tag errechneten Entbindungstermin. Der Tag lief ganz normal. Wir waren unterwegs, einkaufen, bei Verwandten und es blieb keine Zeit für TV oder ähnliches, aber auch wir konnten die Augen nicht verschließen. Zwischendurch meinte meine Große noch da sind Flugzeuge in Türme geflogen und ich dachte sie hätte irgendetwas komisches im TV gesehen. Dann setzt ich mich Abends an meinen PC, machte meinen Browser auf und sah seitlich ein Bild von rennenden Menschen und die Türme im Hintergrund, wenn ich dran denke habe ich dieses Bild noch genau vor Augen, es hat sich in meinem Gedächtnis fest gesetzt. Ich dachte…na kommt ein neuer Katastrophenfilm raus?!? Und klickte auf das Bild und war wie erstarrt, denn es ging nicht um einen Film. das war tatsächlich passiert. Ich bin sofort vor den Fernseher und kam von selbigen die nächsten Stunden auch nicht los. es war unfassbar was in New York passiert war und es zu begreifen dauerte seine Zeit.
Luca machte sich dann am 14.9. auf den Weg in die zu der Zeit grausame und verunsicherte Welt und jedes Jahr wenn sich sein Geburtstag nähert, denke ich an den 11. September zurück. Dieses Jahr ist das erste Jahr wo er sich sehr dafür interessiert und ich überlege wie ich es ihm so kindgerecht wie möglich erklären kann, das unsere Welt nicht immer so sicher ist wie er es gewohnt ist, ohne ihm Angst zu machen. Denn er fragt mir Löcher in den Bauch und natürlich möchte ich es ihm alles erklären, zeigen und hoffe das so etwas nie wieder passiert!!!

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