[Rezension] Fiona Rempt – Vertauscht

Fiona Rempt
Vertauscht
ISBN 978-3-8251-7908-3
Gebundene Ausgabe
14,90 €
Übersetzer: Eva Schweikart
Ab 12 Jahren
Erschienen bei Urachhaus
Leseprobe

Inhalt:
An ihrem 13. Geburtstag erfahren Pum und Yannik das sie als Baby vertauscht wurden. Ihre Leben sind bisher sehr unterschiedlich und beide nehmen es unterschiedlich auf. Nun heißt es eine Entscheidung treffen, aber wie soll man so eine schwere Entscheidung treffen…

Meine Meinung:
Vertauscht habe ich zur Gastrezension bekommen. Yvonne war so nett es mir zu senden. Ausgesucht habe ich es mir weil ich das Thema sehr interessant finde.
Als Mutter fände ich es ganz schlimm festzustellen das eins meiner Kinder vertauscht worden wäre. Wie soll es dann erst dem Kind ergehen. Ganz nüchtern betrachtet ändert es ja nichts, aber emotional ist es eine Katastrophe.

So geht es auch Pum. Sie sieht das Ganze als Katastrophe und wird vollkommen aus der Bahn geworfen. Die Autorin hat es geschafft diese Gefühle trotz der Kürze des Buches perfekt rüber zu bringen. Sie hat die Kapitel wie Tagebucheinträge gestaltet und so wurde alles viel wirklicher und realer als wenn einfach die Geschichte erzählt worden wäre. Es gibt Kapitel von Pum und von Yannik und diese sind jeweils von der Protagonistin geschrieben die man gerade begleitet.

Es ist eine wirklich interessante Geschichte. Das kommt außer vom Grundthema durch die Art der Protagonisten.
Pum ist gerade raus, offen, forsch und tut immer das was ihr in den Sinn kommt. Sie spricht ihre Gedanken frei raus wandelt sich aber durch diese Nachricht etwas. Man lernt auch ihre verletzliche Seite kennen.
Yannik ist zurückhaltend und schüchtern. Sie rennt eher weg, als auf etwas zuzugehen. Für sie ist die Nachricht auch zunächst nicht so ein Einschnitt. Man merkt das sie in ihrer Familie sehr sicher ist und sich gar keine Gedanken darüber macht wie es anders sein könnte.
Von den Reaktionen der Eltern liest man nur wenig. Das liegt daran das sie es schon acht Jahre wissen. Man lernt sie aber trotzdem aus Sicht der Mädchen kennen. Pums Eltern bekommen Pums ganze Wut ab, sie sind aber trotzdem verständnisvoll und viele Kids würden ihre Art als cool beschreiben. Ihre Erziehung ist recht offen, aber mit Regeln und so reagieren sie auch auf Ereignisse die im Buch beschrieben werden.
Yanniks Eltern sind dagegen eher „spießig“ sie leben das altherkömmliche Familienleben. Vater arbeitet, Mutter ist Hausfrau. Sie haben Geld sind aber sparsam. Manchmal wirken sie recht Gefühlskalt.
Noch eine wichtige Person ist die Krankenschwester von damals und ich finde gut das auch sie zwei drei Szenen hat. So erfährt man die Geschichte hinter der Vertauschung aus erster Hand.

Das Ende gefällt mir und ist wirklich gut gewählt. Hier durfte ich ein Buch lesen in dem steht wie es sein könnte wenn so etwas passiert. Aus Nachrichten und Berichten weiß ich aber das leider nicht immer alles so harmonisch wie hier abläuft, das würde es vermutlich leichter machen. Trotzdem kann es eine Form der Realität sein nachdem Kinder so eine Nachricht bekommen haben.

4buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Fiona Rempt – Vertauscht

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