[Rezension] Heike Eva Schmidt – Die gestohlene Zeit

Heike Eva Schmidt
Die gestohlene Zeit
ISBN 978-3-426-51311-8
Klappenbroschur
12,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Es ist 1987 als die Studentin Emma als Betreuerin einer 12. Klasse in den Dolomiten unterwegs ist. Sie findet einen goldenen Ring ohne zu ahnen was für eine Macht dieser hat. Doch zwei Schüler entwenden ihr den Ring und sie bleibt am Boden liegen.
In der Dämmerung verwandeln sich die Steine in rote Rosen und Zwerge tauchen auf die sie in das Reich von Zwergenkönig Laurin bringen. Dort lertn sie Jonathan kennen, ebenfalls ein Gefangener von Laurin. Zusammen wollen sie nur eins….entkommen.

Meine Meinung:
Die gestohlene Zeit fällt schon direkt durch das schöne Cover auf. Außerdem habe ich bereits Purpurmond mit viel Begeisterung gelesen und dieses versprach wieder eine Reise durch die Jahrhunderte.

Ganz so kam es dann nicht. Es beginnt alles 1987. Emma wird verschleppt und soll von Laurin geheiratet werden. Sie möchte mit Jonathan flüchten und schafft das auch. Bis dahin keine Überraschung eine über 400 Seiten starke Geschichte nur in der Zwergenwelt wäre ja auch denke ich vielleicht ein wenig einseitig. Also keine Angst ich habe Euch das Ende nicht verraten. Das werde ich auch nicht auch wenn es echt schwer fällt die schöne Geschichte einfach zu erzählen.

In diesem Roman gibt es alles: Spannung, Liebe, Zauber, fantastische Wesen und verschiedene Jahrhunderte. Viele Genres wären hier vereint. Dabei fängt alles wie ein Märchen an, ein Märchen das Emma noch ihrer Freundin Caro erzählt. nichts ahnend wie war dieses Märchen werden wird. Schon alleine die Verbindung von dieser Legende und dem Geschehen hinterher ist sehr gut gelungen. Zunächst dachte ich noch: Was ist denn nun los. Aber es wurde doch recht klar was los war und warum diese Legende erzählt wurde. So baute sich recht schnell eine Spannung auf die am Ende fast mit Nägel kauen (wenn ich sowas tun würde) gipfelte. Es gab nichts langweiliges und so wollte ich immer weiter lesen.
Heike Eva Schmidt hat neben der fantastischen Sparte mit den Zwergen und der Magie der Dolomiten auch noch etwas Romantik rein gebracht mit Emma und Jonathan. Nur ganz leicht wie ein Feder spürt man diese Liebe zu Beginn schwach dann doch stärker aber nie so sehr im Vordergrund das es den Ablauf der Geschehnisse stören würde. Die Liebe wird so gut und mit tollen Worten beschrieben das man schon fast selber Schmetterlinge im Bauch fühlt.
Die Autorin versteht es durch ihre Worte Gefühle aufleben zu lassen. Orte so zu beschreiben das man sie sieht und die Fantasie anzuregen. Außerdem hat sie das Buch so geschrieben das es spannend ist von Anfang bis Ende und auch nie vorhersehbar.

Die Protagonisten sind sympathisch, sofern sie zu den „Guten“ gehören. Unsympathisch wenn sie die „Bösen“ sind. Das ist schon klar abgegrenzt.
Emma ist 21 und hat mit ihrer Freundin Caro gemein das sie Waise ist. Sie ist im Internat groß geworden und hat somit ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer besten Freundin. Sie ist zielstrebig und schlau. Das dann nach der Flucht aus dem Zwergenreich 30 Jahre vergangen sind merkt man ihr nicht an.
Jonathan war noch länger bei den Zwergen und ist somit noch länger aus der richtigen Welt verschwunden. Er redet seines Jahrhunderts angemessen und ist recht anständig. Es gab nur eine Situation die nicht so recht passte für mich, weil er damit zu modern wirkte, aber das wäre Spoilern, das will ich ja nicht. Jonathan ist sehr Gefühlvoll und gibt Emma halt.

Bis auf eine Szene hat Heike Eva Schmidt es gut geschafft mir als Leser zu vermitteln was das auftauchen nach 30 Jahren bedeutet. Da entstanden einige witzige Situationen bei denen ich schmunzeln musste. Und da war es egal ob es um die 30 Jahre von Emma ging oder um die vielen Jahre von Jonathan.

Das Ende ist schlüssig und vor allem abgeschlossen. Bis dahin muss man sich aber noch auf einige Wendungen und Überraschungen gefasst machen

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