[Rezension] Heike Eva Schmidt – Purpurmond

Heike Eva Schmidt
Purpurmond
ISBN 978-3-426-28366-0
Gebundene Ausgabe
14,99 €
Erscheinen bei PAN

Inhalt:
Dorothea lebt in Bamberg zur Zeit der Hexenverfolgung. Sie selbst befindet sich im Verlies des Drudenhauses und soll verbrannt werden, als Hexe beschuldigt.
Caitlin lebt in Bamberg im Jahr 2012. Sie wohnt erst 4 Wochen dort. Gleich zu Beginn hat Sina sie zur Feindin auserkoren. Als Sina sie dann auf eine Party einlädt ist sie ganz erstaunt, glaubt aber das vielleicht doch alles gut werden könnte. Die Party findet im Drudenhaus statt. Sie wird von Sina dort eingesperrt und kommt vorerst nicht raus. Dann findet sie einen Halsring in der Mauer versteckt und legt ihn sich rum.
Auf einmal findet sie sich draußen wieder, aber nichts kommt ihr bekannt vor. Sie ist im Bamberg von 1632. Nach kurzer Zeit ist sie wieder in der Gegenwart und will nichts mehr als diesen Halsring los werden….

Meine Meinung:
Das erste Mal sah ich dieses Buch im Programm vom PAN Verlag, das Cover finde ich recht schön schlicht und einfach. Der Rückentext las sich für mich als Fan von Jugendbuch und auch mittlerweile nur noch gelegentlichem Leser von historischen Romanen sehr gut. Dazu spielt die Geschichte noch in Bamberg. Eine Stadt in der ich schon sehr oft war und die ich sehr schön finde. Alles Punkte die mich dazu bewegten dieses Buch auf meine Wunschliste zu setzen und dann kam es hier an.
Ich kam nicht sofort zum Lesen, versuche schon eine Reihenfolge einzuhalten wer zuerst kommt wird zuerst gelesen und so griff ich erst heute morgen danach und war sofort gebannt in dieser Geschichte spielend in Vergangenheit und Gegenwart.
Wir lernen zuerst Dorothea kennen die im Jahr 1632 lebt, zu Zeiten der Hexenverbrennungen. Sie ist eine Heilerin und verliebt. Nur wie das zu der zeit so war darf man nicht jeden lieben. Es wird vorgeschrieben wer mit wem zusammen kommt und so ähnlich war es auch hier. Dorothea bringt leider einen sehr wichtigen Mann gegen sich auf der sie aus gekränktem Stolz auf dem Scheiterhaufen sehen will. Dorothea kann einem gleich zu Anfang schon sehr leid tun. Da ich schon viele historische Romane gelesen habe und es auch in vielen um die Hexenverbrennung geht, habe ich natürlich meine Meinung dazu und fand das Gebaren von damals einfach nur grausam, wenn man etwas nicht erklären konnte und Du einen Nachbarn oder ähnliches hattest der dich nicht leiden konnte warst du eben eine Hexe und wurdest verbrannt. So ist auch schon am Anfang dieser Geschichte klar das auf Dorothea nichts Gutes wartet. Als zweite Hauptperson ist da Caitlin, sie lebt 2012 in Bamberg und kommt durch einen Halsring in das Jahr 1632 und sucht verzweifelt die Frau die den Halsring verflucht hat, denn er nimmt ihr nach und nach die Luft. Bis sie diese Frau aber findet passiert noch so einiges, sonst wäre es ja auch zu langweilig. Caitlin ist mir sehr sympathisch. Wir lernen sie doch recht gut kennen auch ihre Emotionen in Gegenwart und Vergangenheit. So haben wir zwei junge Frauen als Hauptpersonen, die kämpfen müssen. Nebenher erfährt man auch einiges zur Hexenverbrennung und am Ende des Buches erklärt Heike Eva Schmidt auch was sie selber eingefügt oder eben ein wenig umgesetzt hat. So gibt es dieses Drudenhaus zum Beispiel schon seit dem 17. Jahrhundert nicht mehr. Aber es sind eben auch niedergeschriebene Geschichtliche Sachen mit rein geflossen und runden das ganze Buch ab.
Der flüssige Schreibstil lies mich nur so durch das Buch fliegen so das es ein sehr schönes aber auch kurzweiliges Lesevergnügen war. Die Autorin schafft es auch sprachlich die Zeiten gut abzugrenzen. So spricht Dorothea eher gediegen uns gewählt und Caitlin hat einen jugendlichen Sprachstil. Ich kam auch nie mit den Zeiten durcheinander oder habe mich nie gefragt in welcher Zeit wir nun gerade sind. Ich hätte gerne noch länger von Dorothea und Caitlin gelesen.
Ich denke diese Buch ist auf jeden Fall etwas für Jugendliche und Erwachsene. Ein tolles Zusammenspiel zwischen Jugendbuch und Historie

Danke an den Pan Verlag

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